Ausgabe 
17.4.1887 Zweites Blatt
 
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litte, im Zweifel sei, ob hier die Rodheimerstraße oder der sog. Mühlweg als Straße im Sinne der Bauordnung gelte, beschließt die Versammlung auf Antrag der Bau- Deputation, daß Thuren nach keiner der beiden genannten Straßen hin gebaut werden Dürfen. Ueber einen zwischen den Herren Gerber Gebr. Plank und Karl Becker einerseits und der Stadt andererseits entstandenen Streit wegen des Eiaen- thums an mit gewerblichen Anlagen der Ersteren bestandenem Grund und Boden und chreraus entstandener Weigerung der Herren Plank und Becker zur Entrichtung der Grundzinsen soll verhandelt und entschieden werden, wenn über die Fortsetzung der Sobl- leaung des Stadtbaches Beschluß gefaßt ist. B 9

Universität-- Chronik.

n. i^ena, 13. April. Die Universität Jena hat einen schweren Verlust erlitten. Am 10 April ist der ordentliche Professor der Geschichte Dr. Wilhelm Adolf Schmidt verschieden. Als Forscher wie als Darsteller hat er seinen Manien mit den hervor­ragendsten Epochen der Geschichte verschiedener Zeiten und Völker verknüpft; in der Geschichte des Alterthums, der preußischen, deutschen und französischen Geschichte nimmt sein Name eine ehrenvolle Stelle ein, seine Arbeiten gehören zu den besten Leistungen der deutschen Geschichtschreibung.

Prioatdocent Or. Rieger in Würzburg wird zum außerordentlichen Professor der Psychiatrie und zum Oberarzt am Juliusspital daselbst ernannt.

Gingesandt.

.. . MU dem 2 Mai wird in Butzbach eine Realschule in's Leben treten, indem dre seltherige erweiterte Volksschule zunächst durch eine Klasse erweitert wird. Dadurch entstehen die fünf untersten Klassen einer Realschule; die oberste Klasse wird zu Ostern 1888 eröffnet werden. Die Wahl Butzbachs für Solche, welche eine Realschule besuchen sollen, ist aus folgenden Gründen zu empfehlen: Die Anstalt ist noch klein Io Daß aus den Einzelnen besondere Rücksicht genommen werden kann. Butzbach selbst

'Städtchen von fast 3000 Einwohnern mit blühender Gewerbthätigkeit, das Leben daselbst ist billig und die Umgebung malerisch und schön. In Butzbach ist ein sehr zahlreicher gebildeter Mittelstand, so daß Eltern, denen die Wahl ihres Aufenthalts freMeht, der Zuzug nur Empfohlen werden kann. Da in unserer Gegend die Real­schulen fast überall überfüllt sind, so wird es für viele Eltern, die ihre Kinder doch nach auswärts thun müssen, nur anzurathen sein, dieselben der noch nicht überfüllten Realschule zu Butzbach anzuvertrauen. Man kann daher dem Aufblühen dieser An- ftalt' sur die die Stadt alle Opfer bringt, ein gutes Prognostikon stellen.

Telegraphischer Schiffsbericht

derRed Star Line" Antwerpen.

New - York, 13^ April. Der PostdampferRhynland" derRed Star- Une , welcher am 2. April von Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier angekommen. '

Handel sud Verkehr.

k,r ^chtswlssenschaft wie Rechtsprechung gingen bekanntlich in Beurthcilung ?i Benutzung eines alsunübertragbar" bezeichneten Retour- ^Vcr^urber?ieC^rnn^h 'lC2? Eme strafbare Handlung, Betrug, sei, weit auseinander', murbe bnerbi Tf^rt6 f verneint, hier ging ein Beschulbigter frei aus, dort

W m rtn oder zweiier Instanz. Jüngst hat nun zum ersten

S-Ä'iÄX*=w- ***

aj k arlrrb ausdrücklich constatirt, daß der auf einem solchen Billet (Wochen- rinnhbHr^ aufgedrückte Vermerknicht übertragbar"

^!hintatt^ar crr- ct\?a<nfctn^@efc^ bcr Bahnverwaltung verbiete, in dieser R chtung Bedingungen für die Benutzung der Eisenbahn aufzustellen und auf den Billeten zum Ausdruck zu bringen, und da der Empfänger eines in solcher Weise gekennzeichneten Billets sich durch dessen Annahme den Bedingungen un erwerfe daß ferner feder Dritte aus dem Billet die Benutzungsbeschränkung entnehmen könne und müsse. In der Benutzung eines solchenunübertragbaren" Billets durch einen Dritten

a /tne Rechtswidrigkeit eines von letzterem erstrebten Vepmögensv^rtheils als auch eine Tauschungs-Handlung, rote auch eine Vermögens-Beschädigung der Eisen- bahnoerroaltung. In dem Vorzeigen eines unübertragbaren Billets durchweine andere

on als die des ersten Erwerbers, allo eines für die dritte Person ungiltigen Mllets liege die Vorspiegelung der unwahren Thatsache, daß der Vorzeigende das Billet für ficb gelost daß er der berechtigte Inhaber und auf Grund desselben, bezw der ge­leisteten Zahlung der Taxe befugt sei, die Fahrt zu machen: nich allein durch Aeußek- ung n, sondern auch durch eoneludente Handlungen können unwahre Thatsachen vor- gespiegelt werden, das Vorweisen der Billets an den controlirenben Schaffner sei eine Tauschungshandlung, welche ausreicht, wenn auch kein Wort dabei gesprochen wird Ebenso et eine Vermogensbeschädigung der Bahnoerroaltung anzuerkennen denn das "Un?abfr&l?flbare berechtige nur den ersten Inhaber zu den betreffenden Abonne- mentsfahrten; wenn die betreffende dritte Person die Strecke, über welche ein unüber^ tragbares Abolinements-Billet laute, befahren wollte, muß sie durch Billetlösung die Berechtigung hierzu erst erwirken; die Erwirkung einer Gegenleistung der @ifenbabn= Sff^bahnverwaltun°^ bc§ 9abrßdbc§ enthalte eine Beschädigung der

<.Ar m2?^b?°brwaltungen sollen angeordnet haben, daß fortan auf allen Bahn-

V c an4eJ)r.®d)t werden, welche auf die vom Reichsgericht anerkannte Stratbarkeit der mißbräuchlichen Benutzung sogenannter unübertragbarer Billets

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Vorm

Gießen, den 9. April 1887.

Großh. Obersörsterei Schiffenberg. Heyer.

m r 8e Gemarkung Beuern

Namen Balthasar Althaus und Frau, geb. Nanst 1/856.

Namen Kaspar Ranft III. 11/550

7%m 7^ 1111 unb Verübte Christine Wagner 1/700. 736.

<4Z. <44. <40. 741.

Der Stadtrechner: H. Enders.

Montag den 18. und Dienstag den 19. April, Nachmittags 2 Uhr, werden im L. Bram mffchen Sälchen, Neustadt 55, die zur Joh. Lang'schen Konkursmasse gehörigen Putz- und Modewaaren, als: Bänder, Blumen, Federn, Hüte, garnirt und ungarnirt, FayonS u. s. w. versteigert.

F- Hoffmann,

Konkursverwalter.

Diele Versteigerung dürste ins­besondere auch für Modistinnen eine günstige Gelegenheit zur Anschaffung von Maaren bieten. 2819

Holzversteigerung.

Es werden versteigert: Dienstag den 19. d. Mts. aus beit Dlstricten Zellenrod 9, 29, Tempel 27, Dörnergrund 28, Sommerberq 35 und Klosterwiese 44 b: 15 Nadelstämme von 1428 cm Durchm., 616 m ^J1 fm' 4^8 Fichtenderbstangen zu Leiterbäumen rc. geeignet, Achtenreisstangen, sodann Buchen: 3 rm Scheiter, 4,2 rm Knüppel 190 Wellen, 0,o rm Stöcke; Elchen: 29,8 rm Scheiter, 6 2 rm Knüvvel 186° Wellen 22Jrm Si-öcke; Nadelholz: 383,6 rm Knüppel, 6060 Wellen,' 69 rm Stocke; Weicbholz und Dornen: 7390 Wellen.

aus ben Abtheilungen 27, 29 und Sommerberg 35 wird ^gezeigt, dasselbe kommt gegen 12 Uhr im Zellenrod zum Ausgebot. Nähere Auskunft erthellt Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Zu- sammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Kreisstraße GießenHausen an der Sackschnerse.

Ieilgeßotenes.

Kinderwagen in großer Auswahl zu billigsten Preisen. 2644-

Kühne jr., Seltersweg,26.

Konfirmanden-APüge

billigst bei Louis Rothenberger, 1917 Neuenweg 22.

Bekanntmachnng.

,A,®as Schulgeld für die Stadtknaben- und Stadtmädchen- RSaenr°®^?nüsUfartrta ®86/87 in ?en nächsten 8 Tagen an den Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten

zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. v '

Gießen, den 15. April 1887.

8 Gemarkung Grosten-Linden:

SBorm Namen Adam Größer und Frau, geb. Keßler XIV/135 7/10

n, 9 Gemarkung Lang-Göns.

$0rmäTnnvm/77.91616 ®^efraU Elisabethe,geb. Jacobi, zu Dornholz-

-E- U » Sonnensttaße 25.

Allgemeiner Anzeiger

Aeffentliche Aufforderung.

Ansprüche an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten, den bei­bemerkten Namen in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die theils veräußert, theils überfchrieben werden fallen, find so gewiß innerhalb sechs Wochen

vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu be- grunden, als sonst die vorliegenden Vorträge bestätigt, oie Beschränkungen gelöscht und die Einträge rn die Mutations-Verzeichniffe verfügt werden. 9

m m 11 Gemarkung Avendorf an der Lumda:

Vorm Namen Heinrich Hofmann und Frau, geb Lynker 111/204 Vorm Namen Margarethe Weller 1/108.

2. Gemarkung Allertshausen:

Namen Heinrich Hofmann XI/31. 163.

Namen Nicolaus Hofmann IX/265. 319.

3. Gemarkung Annerod:

Namen Heinrich Kröck 1/471.

Namen Johannes Schäfer XIV und Werner Hammel 11/88.

Namen Johannes Hammel VII. 11/973.

Namen Johannes Hammel III. IV/489.

Namen Philipp Hammel II. 1/861.

^Werner Hammel und Frau Margarethe, geb. Horn und Johannes

Groß III. und Frau Margarethe, geb. Horn, III/272

Vorm Namen Philipp Groß II. III/142. IY/309. m Namen Werner Hammel IV/473.

4l Gemarkung BerSrod:

Namen Ludwig Hofmann III. 1/156.

Vorm Namen Kaspar Ranft »I und Verlobte Christine Wagner gemeinschaft­lich mit Balthasar Schomber und Frau, geb. Becker 1/701.

m «. Gemarkung Burkhardsfelden:

Namen Philipp Maurer II. 1/480

Norm Namen Heinrich Peter Gans und Frau, geb. Balser 1/227.

Norm Namen Christine Wagner 1/236,5.

m ? Gemarkung Daubringen:

~orm ^amen Heinrich Braun und Ehefrau, geb. Schäfer III/19. 20.

$orm ST"« Reimer und Frau Katharine, geb. Schwalb IX/107,2.

10. Gemarkung Leihgestern:

Sorm Namen Johannes Ott I., mod. Johann Konrad Ott XVI/420 Vorm Namen Johann Konrad Ott XVI/448. XVII/69.

orm N^men Johann Kaspar Ott und Frau, geb. Bender XI/196

Vorm Namen Johann Konrad Ott und Frau. geb. Bender 1/110

X'I/75. XVII/57. 58. 96. XVIII/30. XVIII.512 XIX/5 '

11. Gemarkung Oppenrod:

Vorm Namen Balthasar Balser II. und Frau, geb. Weis VII/219 Gießen, 14. April 1887.

Großhcrzogl Amtsgericht

Gottwerth.

Versteigerung.

Wegen Erweiterung der Bahnhof­straße werden sämmtliche seither von Gehren'schen Gebäude abge­brochen. Es kommen daher zur Ver­steigerung : Dachziegel, Wormser Oesen, Fenster, Thüren, Küchen- und Hausgangsplatten, Dachfenster, Dach- latten und Dachdielen, Fensterläden, Regenfässer, Treppen, Hausthüren, Küchenherde, Falzziegel, Brennholz und sonstige Gegenstände.

Die Gegenstände sind noch alle in gutem Zustande.

Die Versteigerung findet Montag den18. April, Morgens 9 Uhr, statt. 2913

Für Confirmanden

empfehle billigst

Kragen,

Manschetten,

Shlipse,

Hosenträger,

Kragen- und Manschetten­knöpfe rc.