Dr. Naumann.
UnivetfitätS - ChronLk
— Regierungsrath Dr. med. Wolsshügel, Mitglied des Reichsgesundheitsamts, ist zum Professor und Direclor des Instituts für medicinische Chemie und Hygiene an der Universität zu Göttingen ernannt worden.
me8« ßttöew bci Sleriten »nS in Anstalten die Sodener 6egen Katarrhe der Athmungs- und Verdauuugsorgane Eingang s/bugnisse über gute Wirkung häufen sich, deßhalb sollten in keiner Famili? ^ 85 geroorbenen qSafHaen fehlen (Erhältlich in allen Apotheken
die Schachtel) Herr B. Lrll, prakt. Arzt in Würzburg, ^okpbDlah 4 e mir übersandten Sodener^ Pastillen haben mir bei meinem eigenen chronischen Rachen-Katarrh bisher sehr gute Dienste gethan. Da ich augenblicklich noch nicht weiß, in welcher Apotheke dieselben hier erhältlich, wäre mir eine weitere Sendung meüÄ&^^to?eLeiame i6ret L-istungssähiEt hin dieselben
juristische Rechte zu erlangen und damit in den unbestrittenen Besitz der Ruine Gleiberg zu kommen, wieder einen wesentlichen Schritt näher gerückt. Die gestrige Generalversammlung des Vereins auf dem Gleiberg war trotz des am Nachmittag immer schlechter werdenden Wetters von 20 Herren aus Gießen, Wetzlar und Krofdorf besucht; leider waren einige der einflußreichsten und um den Verein ^verdientesten Männer durch Krankheit verhindert, zu erscheinen. Herr Landrath v. Tieschowitz eröffnete die Sitzung und übertrug den Vorsitz an Herrn Dr. K l^wi tz. Es wurden b’e mit der König!. Regierung in Coblenz vereinbarten neuen Statuten — von den alten, die vor 50 Jahren sestgestellt wurden, konnte kein Wort bestehen bleiben — ein- ' immig angenommen und ist zu hoffen, daß nun die statutengemäß im Mai d. I. siattfindende Generalversammlung des Vereins nicht nur fein fünfzigjähriges Bestehen feiern kann, sondern mehr noch das wichtigste Ereigniß während seines Bestehens, die Erlangung juristischer Rechte, so daß dann der Gleiberg als sein Etgenthum,in's Grunbbuch eingetragen werden kann. Es ist dann auch nicht mehr zweifelhaft, daß auch der Vetzberg in sein Eigenthum übergehen wird. Freilich erwachsen damit dem Verein neue Pflichten und große Kosten, aber es ist bestimmt zu erwarten, daß auch die Anzahl seiner opferbereiten Mitglieder wesentlich zunehmen wird.
— Von dem altrömischen Butzbach ist wieder ein großes, vorher ganz unbekanntes Stück aufgedeckt worden. In der Nähe wurden schon im vorigen Jahr- blmdert römische Reste gefunden, und die Bezeichnung Hüneburg für das ganze weite Gebiet zwischen der Landstraße Butzbach—Gießen einerseits und dem Schrenzer- wald andererseits spricht dafür, daß sich aus alter Zeit eine Ueberlieferung erhielt, welche für die geschichtliche Bedeutung dieses Gebietes spricht. Im westlichen Theil d.fselben wurden im Laufe des Winters Drainagearbeiten vorgenommen, welche eine Masse von römischen Resten zu Tage brachten. Dem historischen Verein ist es gelungen, an Ort und Stelle eine große Menge von Topfscherben der verschiedensten Art, Ziegelstücke und selbst einige Bronce- und Silbermünzen, sowie Schmuckgegenstände aus Bronce zu sammeln. Wichtiger aber ist, daß sich die Kenntniß über das römische Butzbach sehr wesentlich erweitert hat, wenn auch bis jetzt noch nicht der Platz des alten Kastrum festgestellt ist. In der Generalversammlung des historischen Vereins am nächsten Donnerstag Abend wird ausführlicher darüber berichtet werden, als hier der Raum gestattet.
— Freund Langbein, der Storch, ist am Samstag Nachmittag auf seinem hohen Quartier eingetroffen. Leider hat er nicht das ersehnte Frühlingswetter mitgebracht, sondern ein gut Stück Winter. Eingeleitet durch einen tüchtigen Schneefall am Samstag Abend ist wieder bittere Kälte eingetreten. In der Nacht von Samstag zum Sonntag sank das Thermometer auf 10 und heute Nacht sogar 11 Grad unter 0. Armer Storch!
Repertolr der vereinigten Stadtthcater zu Frankfurt a. M
Opernhaus.
Dienstag den 15. März: Die Jüdin. Kleine Preise.
Mittwoch den 16. Marz geschloffen.
Donnerstag den 17. März: Tannhäuser. Große Preise.
Freitag den 18. März geschlossen.
Samstag den 19. März: Der Maskenball. Mittelpreise.
Windfar Mitt-^-kse.' Wirt: ®ie lustigen Weiber von
au p* L Schauspielhaus.
Dienstag den 15. Marz: Doctor Klaus. Große Preise
Mittwoch den 16. März: Der Hofnarr. Große Preise.
Donnerstag den 17. März geschlossen.
Freitag den 18. März: Romeo und Julia. Große Äreife
Samstag den 19. März: Die Journalisten. Große Preise. •
Sonntag den 13. Marz: Romeo und Julia. Große Preise.'
Kirchliche Anzeigen der wangeL Gemeinde.
K°-. Ä ÄÄ Markus
- -Mw-» »en 16. März, '^b-nd?6 4 $ aff? 0 n§ “n b “ dj t‘, Pfarrer
gelegen und bekannllich zu dem Antrag geführt, die Großh. Regierung zu ersuchen, ein Gesetz vorzulegen, welches die Immunitäten der Abgeordneten, von welchen der Art. 84 der Verfafsungsnrkunde redet, neu geregelt werde. Die von der Regierung in dem Gesetzgebungsausschuß entgegen der Ansicht der Mehrheit der letzteren ver* tretene Anschauung, daß der Art. 84 der Verfassung nur von der Untersuchungshaft rede und unter den Worten „wahrend der Dauer des Landtages" nur die Zeit der wirklichen Versammlung der Stände zu verstehen sei, hat dem federgewandten ultra- montanen Abgeordneten nunmehr Veranlassung zu einer ausführlichen Denkschrift an das Ministerium und an die Kammer gegeben, worin die Interpretation, welche die Regierung dem Art. 84 gegeben, mit der Anführung einer Reihe von Beschlüssen anderer deutscher Kammern und mit dem Hinweis auf die Entstehungsgeschichte der hessischen Verfassungsgeschichte zu widerlegen versucht wird.
— sFalsche Nonnen.) Vor dem Pariser Zuchtpolizeigericht stand dieser Tage eine Belgierin, Namens Sophie v. Mayer, eine ehemalige Modistin, welche es bequemer gefunden hatte, sich in ein geistliches Gewand eigener Erfindung zu stecken und als petit soeur des pauvres vom „Franziskaner-Orden" Hausbettelei zu treiben und treiben zu lassen. Sie hatte nämlich eine Schaar junger Mädchen geworben, welche ihr ein Kostgeld bezahlten oder eine größere Summe auf einmal entrichteten das Ordensgewand trugen und bei Privatpersonen oder Marktweibern betteln gingen um einige Kinder zu erhalten, für welche die Verwandten wenigstens 15 bis 20 Franken monatlich bezahlen mußten. Das ging eine ganze Weile so fort, bis Fräulein v. Mayer so unvorsichtig war, eine hübsche Nichte, die sie hatte aus Belgien kommen lassen, m ihre^Geschafte einzuweihen, auszubeuten und mit ihr zu geizen. Diese oer- ?^?inen Lpaß, ging zum Polizeicommissar, erzählte, sie hätte an manchen Tagen 60 bis 70 ^ranken für ihre Tante gesammelt und nun verweigere ihr die fromme Muhme den verabredeten Lohn. Damit kam die Geschichte an die Oefsentlichkeit und die falsche Franziskanerin vor Gericht. Sic suchte sich für ein Opfer einer neidischen Geistlichkeit und böser Verwandten auszugeben, verfing aber damit nicht verutthei?/ ^onatcn Gefängniß, sowie in eine Geldstrafe von 2000 Franken in.„, ~ Zu. dem Arzt Geheimrath Henoch in Berlin kam ein Schutzmann mit seinem lOiahrigen Sohnlem und klagte, „es muß mit ihm etwas nicht in Ordnung sein Im Kopf?" frag e der Arzt. „Nein, in der Brust!" Der Arzt untersuchte den Knaben und richtig, es war 'was nicht in der Ordnung; denn das Herz saß dem Knaben nicht auf dem rechten Fleck: in der linken Brustsette, sondern aus der rechten Brustselte, was sehr selten vorkommt und mancherlei Uebelftände mit sich bringt
— Den Gipfel des Geschmackes bildet eine Erfindung, die ein Engländer als Ovation zum 5O;ahrigen Regierungs-Jubiläum der Königin Victoria zu sruktificiren s Nkt. Es handelt sich um nichts Geringeres, als um eine Jubiläums - Toumürc. u f f?a^"Good-8?veJA® 5ueen“ seierlichst erklingen läßt, sobald die Trägerin sich hinsetzt. Der gemale Erfinder hat ein Exemplar der Königin bereits nach Osborne Sm fe* beJ ?ndige Engländer bei dieser Musik-Tournüre aber übersehen:
D^e patriotische Gewohnheit nämlich, daß die Huldigungshymne nur stehend vorgetragcn wird. Dre Trägerinnen vermögen den Vortrag aber nur sitzend zu bewirken, denn sobald sie sich erheben, hort die Musik auf.
Vermischte-.
Friedberg, 13. März. Am Mittwoch Abend fand im Hotel Trapp dahier eine von hier und Umgegend zahlreich besuchte Vereinigung statt, um den für die nationalliberale Partei so glänzenden Sieg festlich zu begehen. Der neugewählte Reichs- r igsabgeordnete, Herr Director Brand von Mainz, wohnte dieser Versammlung bei An Se. König!. Hoheit den Großherzog wurde folgendes Telegramm abgesandt' Der zweite Oberhessische Wahlkreis schätzt sich glücklich, Ew. Königl. Hoheit von der Wiederwahl emes nationalgesinnten Reichstagsabgeordneten gehorsamst Mittheilung zu geben Sieben hessische Wahlbezirke haben für Kaiser und Reich gestimmt. Die Festversamm- Ung unterer Wähler ruft: Es lebe unser Grobherzog! Der nat.-lib. Wahl-Ausschuß Jockel", worauf folgende Antwort einlief: „Freue mich, daß Ihre 'Bemühungen mit Erfolg gekrönt, möchten Sie zur Erhaltung des Friedens beitragen Jetzt gilt es, sich wieder mit Wählern der anderen Parteien zu ver- y."11- Ludwig." Ebenso wurde ein Begrüßungstelegramm an den Reichskanzler Fürstene Bismarck abgesandt. 3
, -r Ä 2lu§ ffen 13. märi- Im Auftrage des Ministeriums bringen di- beistschen Polizciauster wieder eine Reihe Publikationen des Ortsgcsundheitsratbs von Karlsruhe zur Veröffentlichung, durch welche verschiedener G-h-tmmtttelschwindel aus- gedeckt wird. Zuerst wird vor einer „Deutschen Gesundhettscompagnie" in Berlin ncwarnt, welche sich in Annoncen anbtetet, Kranken verschiedenster Art Rath und Arzneten zu vermitteln. Die Inhaber dieser Kompagnie seien der bekannte Kurpfuscher Rlcharb Mohrmann und ein Literat Bernhardt. Das von dem Ersteren au 10 Lm verabfolgte Mittel repräsentirt einen Werth von 1.20 und das von Bernhardt gegen ^chwachezustande angeblich erfundene Medikament, für welches derselbe nebst einer Zuweisung M.60 verlange, sei weiter nichts als drei Flaschen Honigwasser im Werthe U'OnJM* ^iter wird vor einem gewissen F. Neter in Frankfurt gewarnt, welcher em Mittel gegen Harnleiden anpreise, welches Mittel sich bei der Untersuchung als eine werthlose Flüssigkeit gezeigt. b
A Mainz, 13. März. Der ultramontane Landtagsabgeordnete Wasserburg mürbe vor etwa Jahresfrist in einem Preßproceß vor das hiesige Amtsgericht citirt b^- Abladung der gedruckte Vermerk enthalten war, daß im Falle des Richterscheinens die gefängliche Vorführung verfügt würde. Auf Grund des 84 der hessischen Verfasiung welcher bestimmt, daß während der Dauer des Landtags gegen Ä r?cb £.cr Kummer ohne Genehmigung der Ständeversammlung irgend eine Urt Slrreft verhängt werben barf, hatte ber genannte Abgeorbnete gegen die angebrohte fTbLbeL bcfm Amtsgericht als auch bei ber Kammer Protest erhoben
\e_v!erer Protest lungst dem Gesetzgebungsausschuß ber zweiten Kammer vor-
Aberhess. VereinfirMalgeschichte.
Donnerstag den 17. März, Abends 8 Uhr ttn Cafe Balzer (Ebel).
Grabungen bei ^utzbach^ HerrWolf's^übeV alt^^ 2Iuä’
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