Einzelbild herunterladen

Der Bundesrath ertheilte heute dem Entwürfe einer Verordnung über die Milttärtransportordnung für Eisenbahnen im Kriege nebst einem Entwurf des Militär­tarifs für Eisenbahnen seine Zustimmung.

Aachen, 13. Januar. Bet der Landtagsersatzwahl in Düren wurde Gutsbesitzer Grand-Ny (klerikal) in Eupen mit 346 von 349 Stimmen gewählt.

Wien, 13. Januar. DasFremdenblatt" schreibt: Die Erklärungen Bis- marck's über das Verhältniß Deutschlands zu Oesterreich, sowie betreffs der Gleich­giltigkeit Deutschlands gegenüber der bulgarischen Frage bestätigen die von Kalnoky seinerzeit in den Delegationen abgegebenen Aufklärungen. Deutschland wird als ein Friedenswall in Wien und Petersburg vollste Geneigtheit finden, alle noch bestehenden gegensätzlichen Anschauungen auf dem Boden der gerechten, friedlichen Verständigung zu lösen. Die entschiedenen Erklärungen Bismarck's betreffs Bulgariens werden überall ernüchternd wirken und auch nicht in Sofia ohne Eindruck bleiben, wo man nicht vergessen darf, daß die Sympathien Europas zu erlöschen beginnen wurden so­bald man dort den friedlichen Interessen Europas nicht Rechnung trage.

Nach einer derPolit. Corr." aus Paris von heute zugehenden Meldung wird auch tn dortigen informirten Kreisen die in der politischen Lage eingetretene Besserung allseitig bestätigt. Man will bestimmt wissen, daß das russische Cabinet aus seiner tn den letzten Wochen beobachteten Passivität durch Kundgebungen herausgetreten sei, welche nicht blos die friedlichen Absichten des Kaisers von Rußland von Neuem bekrästiglen, sondern auch geeignet seien, der Wiederaufnahme der stockenden Pour­parlers zur Herbeiführung einer Verständigung der Mächte in der bulgarischen Frage die Wege zu ebnen. Ein bezüglicher Meinungsaustausch zwischen einzelnen Cabineten habe entweder schon begonnen oder stehe unmittelbar bevor und biete diesmal bessere Chancen als in früheren Stadien dieser Frage.

London, 13. Januar. Die von den Führern der Liberalen zur Besprechung der Home-Rule-Frage verabredete Conferenz ist auf morgen vertagt. Heute Nachmittag waren Chamberlain, Morley, Trevelyan, Harcourt und Herschell nur zu einer vor­läufigen Besprechung zusammengetreten.

Nom, 13. Januar. Nach einer Meldung derAgenzia Stefani" verlautet, Graf Rovilant werde beim Empfange der bulgarischen Deputation auf seine Erklärungen in der Kammer, sowie auf das Grünbuch Hinweisen und bemerken, daß Bulgarien dem russischen Befreier Ergebenheit schulde; es sei nicht anzunehmen, daß Rußland den Boden des Berliner Vertrags verlassen werde; die Bulgaren möchten in ihrer bis­herigen Mäßigung verharren, die Ordnung im Innern aufrechterhalten und keine äußeren Verwickelungen provociren, da ein großer Krieg für die Schwachen stets ge­fährlich sei. Dies sei der einzige Rath, welchen ihnen Graf Robilant und die Bulgaren­freunde ertheilen könnten.

8 p f a i c 6,

Meßen, 14. Januar. (Sitzung Großh. Handelskammer vom 22. Decbr. 1886.1 Gegenwärtig waren der Präsident, Herr Commerzienrath Silbereisen, und die Herren Koch, Heichelheim, Katz, Klingspor, Kraatz und Schirmer.

Auß Anlaß der Eingabe der Handelskammer an Königliche Eisenbahndirection Köln (rechtsrheinisch) betreffend die mangelhafte Personenzugverbindung auf der Strecke DeutzGießen richtete die Königliche Eisenbahndirection die Anfrage an die Kammer, auf welche Anschlüsse bet einer Einlegung eines Schnellzugs DeutzGießen und zurück von der Kammer besonders Werth gelegt werde. Hinsichtlich dieser Frage gelangte ein schrfftllcher Antrag zur Discussion, welcher den näher motivirten Vorschlag enthielt, als Abfahrtszelt für den gewünschten Zug 8 Uhr 30 Minuten Morgens und als Zeit­punkt des Wiedereintreffens 7 Uhr Abends ansetzen zu wollen. Rach eingehender Be- ^amng der Sache wurden die für die verschiedenen Bahnlinien zu berücksichtigenden Anschluß festgestellt, wobei im Wesentlichen den gestellten Anträgen entsprochen wurde. Der Zusammenstellung der beachtenswerthen Anschlüsse fügte die Kammer im Berichte an Königliche Eisenbahndirection noch den Wunsch an, daß der einzulegende Zug wenn möglich in Köln (Centralbahnhof) an- und abfahren möge. Die Berücksichtigung der Zwischenstationen zwischen Deutz und Gießen wurde dem sachverständigeren Er­messen der Eisenbahndirection anheimgestellt, da hierbei auch die einzuhaltende Fahrzeit, Fahrgeschwindigkeit und die Steigungsverhältnisse in Betracht zu ziehen wären Ver­hältnisse, welche sich der Beurteilung der Kammer entziehen.

Der an Königliche Eisenbahndirection abgegangene Bericht wurde der Handels­kammer Dillenburg mitgethellt, von welcher die Kammer ebenfalls ersucht worden war wegen der mangelhaften Personenzugverbindung auf der Strecke DeutzGießen vor­stellig zu werden. D

Die Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg bringt eine von ihr aus­gehende Petition an den Reichskanzler zur Kenntniß der Kammer, worin sie unter näherer Motivirung für die Wiederaufhebung des Petroleum-Faßzolles eintritt Die Petition soll den Interessenten an hiesigem Platze mit der Bitte um geneigte Aeußeruna tn Form eines Circulars mitgetheilt werden. 0 B

. ..Für den in diesem Jahre abzufassenden Jahresbericht der Handelskammer sollen werden ^^ebogen an die Geschäftstreibenden des Handelskammerbezirks ausgegeben

Friedberg, 11. Januar. Als Beweis dafür, wie sehr der Wildstand auch aus einzelnen Jagdgebieten in unserer Gegend in den letzten Jahren abgenommen hat, mag die heutige Treibjagd in der Gemarkung Schwalheim dienen. Früher eine der besten Jagden in der Umgegend, lieferte dieselbe bei dem heutigen Treiben das enorme Guttat von -einem Hasen. Ob aus Zorn oder langer Weile lassen wir dahin­gestellt sein, schoß einer der Jäger, um wenigstens etwas zu schießen, nach einer Maus, schoß ihr jedoch nur das Schwänzlein ab, welche Jagdtrophäe Abends bei dem beliebten Dunkeln" herumgezeigt worden sein soll.

Mainz, 13. Jan. Auf Einladung der Bürgermeisterei waren heute Mittag auf bem Stadthaus hier eine Anzahl hiesiger Wirthe versammelt, um ihre Ansicht darüber zu äußern, ob es angezeigt für Mainz gemäß dem § 42 der Gewerbeordnung dn tocalflatut zu erlassen, durch welches die Concession zum Betrieb von Schank- und Gastwlrthschaften von dem Bedürfniß abhängig gemacht wird. Von der Ansicht aus­gehend, daß durch ein solches Statut das Wirthsgewerbe für die Folge vor herunter­gekommenen Elementen geschützt und dadurch der Stand wieder mehr Ansehen gewinne, war man emstunmig für den Erlaß des Localstatuts. Andererseits verhehlte man sich ober nicht die Bedenken, die eine solche Verordnung mit sich bringt und wurde ins­besondere die Frage aufgeworfen, ob für einen Wirth, der sein Wirthslokal aus einem m ein anderes Haus verlege, nach dem Statut eine neue Concession erforderlich sei. Der -Vertreter der Bürgermeisterei, Beigeordneter Dr. Gaßner vertrat die Ansicht, daß in ?a« t ®tatut ia nur über die Bedürfnißfrage zu handeln habe, aller- omgs der Betreffende eine neue Concession zu erwerben habe. Ferner war man sich

Versammlung darüber klar, daß ein solches Statut in der Hand einer par- tenschen Verwaltung die Gefahr zu allen möglichen Chtcanen in sich berge. Der von vorgelegte Entwurf geht jetzt zunächst an die juristische Commission And dann an dle Stadtverordnetenversammlung.

Hr.

»CX?'ÄÄSC

einer Maschine erfaßt und lebensgefährlich verletzt. b 6 6 ,e 5,0cben $a,te- Don und Th^rnb^b^W^mich haben tiinafter Kut-nf-ls bei Caub

w-rden m Fol'ge dessen fürd^rhikdE'PuÄikum L^^le utlb

b »>«» »" hÄÄ'Ä

h°uvtung eines lebenden Menschen" ausgesührlwerdenfoHte<ro®nt; mÄef^n^o^eto'^ergeben,°un"d

I o e f 1 u ii d s

bekannt als die angenehmsten, wirk­

samsten und leichtverdaulichsten Husten-

CO

Firma: Ed. Loeflund in Stuttgart.

12 Medaillen, und Diplome.

Kirchliche Anzeigen der Stadt «ieKen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

2. Sonntag nach Epiphanias, 16. Januar.

Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dinzeldey.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Ktnderkrrche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.

_ r Montag, den 17. Januar, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinder- schule, Dtarkus Kap. 4, von Vers 30 an, Gleichmß vom Senfkorn, Stillung des Meer­sturms, Pfarrer vr. Naumann.

Am Sonntag, den 23. Januar, Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst.

Die am Landes-Missionsfest erhobene Kirchenkollekte für die Heidenmission be­trug 79 JL 5 -v)«

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 16. bis 22. Januar besorgt Pfarrer Dtngeldey. H

bewährtestes diätetisches Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Catarrh. Asthma, Brust- und Halsleiden, auch für Kinder ärztlich empfohlen. In V. und V, Flaschen,

Nlah-Extrstt mit Eisen, mit Chinins

fit tlalufl irothitr fülltet int fflufih»

, fielen, nicht aber: oder:

I D?es 'm1'66" Spielkameradwerdcn, mit dem man sich gerne die Zeit

I das Hauptstrebeu der mustkalijchenIugendpost.

®.B® nebst vielen Musikstücken I Mark.

duch- u. Musikalienhandlungen, sowie sämtliche ^o>m..stalten und deren Briefträger entgegen. Berlag von p. I. Tong-r,Söln.

, ,, .... ---------.Mav.l-Bonbons zu 20 und 40 Pfff nr Packpf

In allen Apotheken und Drogenhandlungen in Originalpackua. zu haben io

mit Kalk, mit Pepsin, mit Leberthran. Loeflund's Mal) - Extrart Bonbons

'

Katholische Gemeinde.

2. Sonntag nach Epiphania.

Von 7 Uhr an Beichte.

Um 8 Uhr: Frühmesse und Austhetlung der hl- Communion. ValO Uhr: Hochamt und Predigt.

2 Uhr: Sakramentalische Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 415 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 5«r Uhr.

Gottesdienst für die israelitische Religionsgesellschaft.

Freitag Abend 4 Uhr, Samstag Bormittag 8M Uhr, Samstag Nachmittag

3 Uhr, Samstag Abend 5** Uhr. Der Dorstand.

Akkgemeiner Anzeiger

Russlsehe U W/ W Kj| Englische W Xhee

misehung per Pfd. 3.50.

376

Preiscourante und Proben stehen zu Diensten.

289 E. ßtud. theol. ert. Unterr. cd. überw. I 174 Eine Parthie woll. Teppiche Der­er d. Schülerarbeiten. Näh. in d. Exp. kauft Jrrngdlrrt, Promenadehaus.

Mischung 2.80, bei S Pfd. franco

Ed- Messmer, Baden-Baden u. Frankfurt a. M. Hoflieferant 8. M. des deutschen Kaisers-

Kaufmännischer Verein Gießen.

Samstag den 22. e., Abends S</2 Uhr, im VereinSlokale.

Aüsserordentl. Generalversammlung.

Tagesordnung: Aenderung und Ergänzung des Statuts.

Gießen, den 13. Januar 1887.

*** Der Vorstand.