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bann hochkriechen und sich in den Nasengangen, Stirnhöhlen und den Hornzapfen fest­setzen. Sie nähren sich vom Schleime und brauchen zu ihrer Entwickelung 9 Monate, so daß sie im Mai, Juni und Juli auskriechen oder von den Schafen durch Miefen und Schnauben herausgeschleudert werden. Die Krankheit tritt in ihrer ganzen Heftigkeit also erst im nächsten Jahr auf und kann, wenn die Larven den Ausweg nicht finden, in einigen Tagen zum Tode führen. In jenem Stadium ist dann die Schleuderkrankheit nur durch eine Eröffnung der Stirnhöhle oder durch Entfernung der Hörner und Herausnahme der Parasiten wahrscheinlich, aber nicht einmal sicher zu beseitigen. Nach Lage der Sache wrrd die Operation auch nur bet einzelnen werth- vollen Thieren versucht werden können. Das einzig richtige ist, da wo sich Anzeichen der Schleuderkrankheit zeigen^ schon jetzt vorbeugende Mittel anzuwenden. Solche An­zeichen sino Nasenausfluß, Schütteln des Kopfes und Reiben der Nase. Treten sie auf, so ist den betreffenden Thieren eines der den Schäfern bekannten Nietzmtttel zu geben, z. B. weißes Nteßwurzpulver, Schnupftabak u. dgl., damit die Schafe die Parasiten womöglich durch Schnauben und Niesen aus den Nasengängen hervorschleudern, ehe die Larven tiefer gekrochen sind.

Schiffs nachrichten.

Bremen, 10. October. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Eider, Capitan PH. Berdrow, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1. October von Bremen und am 2. October von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork aqgekommen.

Nur wahre- Heil beut die Natur I Welch' tiefe Wahrheit birgt dieser Spruch. Für jede der mannigfachen Krankheiten, die uns befallen, hat die gütige Statur ihre Gegenmittel und bietet uns dieselben in ihren unermeßlich werthvollen Mineralwassern. Eine solche Schatzquelle von Heilkräften ist u. a. auch das Bad Soden. Durch glückliche Zusammensetzung der destbewährtesten Wasser dieses BadeS ist es gelungen, Pastillen herzustellen, die von intensiver Heilkraft sind und das vor­züglichste Raturheilmitrel bilden für erkrankte Lungen, für Hals- und Brustleiden, für Katarrhe des KehlkoofeS, der Verdauungsorgane und bei Unterleibsstörungen. Diese kostbaren Pastillen sind in allen Apotheken die Schachtel h 85 H zu haben. 6950

»Der Kaffee ist nicht mehr zu bezahlen!" Diese Klage unserer Haus­frauen wird jetzt immer allgemeiner und ist thalsächlich berechtigt durch die rapide Steigerung der Kaffeepreise, welche ihrerseits in Mißernten ihren Grund hat. Die­jenigen Familien, deren Hausstand mit Berechnung und Sparsamkeit geführt werden muß, stehen nun vor der offenen Frage: Welches Genußmittel wählen wir, um den Kaffee, dessen Anschaffung uns erschwert worden, zu ersetzen? Welcher Trunk gewährt uns die gleiche Annehmlichkeit des Geschmackes, der Erfrischung und der mit keinen Umständen verbundeneu leichten Zubereitung? Die entscheidende Antwort auf diese dringende Frage hat nicht auf sich warten lassen. »Liebig's Meisch-Extraet", so lautet dieselbe, ist das einzige Genußmtttel, welches tm Stande ist, denKaffee" zu ersetzen, ja denselben theilweise zu verdrängen. Eine mit Liebig's Fleisch-Extract zu­bereitete Bouillon wird zu allen Tageszeiten ein willkommener Labetrunk sein. Sie ist weit schneller herzustellen als der Kaffee, denn sie bedarf ebenfalls nur des kochenden Wassers, ohne jedoch filtrirt werden zu müssen wie dieser, sie ist billiger, denn ein Pfund Fleisch-Extract genügt für 190 Portionen Brühe, sie ist schmackhafter, nahrhafter und gesünder, denn Kaffee kann wgar bekanntlich schaden, wenn er in größeren und starken Quantitäten genossen wird. Liebig's Fleisch-Extract ist mithin der vorzüglichste Ersatz des gegenwärtig allzu thcueren Kaffees.

Handel und Berkehr.

Limburg, 12. Octbr. Rother Weizen pro Malter JL 14.30, weißer Weizen X 00.00, Korn 10.05, Gerste Jt 8.70, Hafer v*L 5.80, Erbsen 00.00, Kartoffeln 0.00.

Frankfurt, 12. October. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter AL 4.50-5.50, das Gescheid 810 X Eier das Hundert AL 5 00.600, da« St- 57 H, Butter im Großen AL 00.0000.00, im Detail das Pfund AL 1.00 bis 1.20, Weißkraut per Stück 1015 H, Rothkraul per Stück 2025 X Kohlrabi per Stück 34 H, Ochsenfleisch per Pfund 4570 H, Kuh- u. Rindfleisch 4560 X Kalbfleisch 4055 Schweinefleisch 6575 Hammelfleisch 5065 H, 1 Hahn

X 0.70-1.20, 1 Huhn AL 1.002 20, 1 Ente AL 1.502.50, Gans Pfund 5070 X 1 Taube 35-50 X Welsche AL 10.00-12.00.

Gottesdienst der israelitischen Retigionsgrsettschast.

Samstag^A^ $b*5*o U5 ®am§taß Vormittag 880 Uhr, Samstag Nachmittag 330 Uhr,

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Betreffend: Konkurs der Firma

N e n z e l und M a i in Gießen.

Die Konkurseröffnung ist aufge­hoben.

Gießen, den 12. October 1887.

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