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vermischtes.

A Mainz, 12. Januar. Von der militärischen Brieftaubenftation hier werben eben von den Außenwerken der Festung aus häufig Versuche und Proben mit den geflügelten Briefträgern angestellt. Eine interessante Beobachtung hat man dab-i uuf dem Fort Erbenheim gemacht, indem die dort freigelassenen Tauben erst nach langem Kreisen über dem Fort ihren Flug über den Rhein nach der Station antraten. Trotz der verhältnißmäßig kurzen Strecke von dem Fort Erbenheim bis zur Station sind auf dieser Tour schon vielfach Tauben ausgeblteben, wodurch die anderweitig schon gemachte Erfahrung bestätigt wird, daß Brieftauben, sobald sie einen Fluß überschreiten müssen, nicht mehr als verlässiges Verbindungsmtttel angesehen werden können.

Entgegen dem Dementi desMainzer Tagebl." hält derMainzer Anz.", gestützt auf eingezogene Erkundigungen, die Nachricht aufrecht, daß Graf v. Schlippen- Lach in Kürze von dem hiesigen Gouvernementsposten zurücktreten werde.

A Aus Rhein Hessen, 12. Januar. Auf der am 10. Januar in Lauben­heim aogehaltenen Generalversammlung der Spar- und Leihkasse für die Landgemeinden des Kreises Mainz wurde für das verflossene Jahr ein Reingewinn von v4t 38,638 festgestellt. Die Spareinlagen betrugen incl. der Sparmarken 1,623,236 JL und die Rückzahlungen 819,334 und beträgt das Nettoeinlagekapital 2,974,312 Jt gegenüber einem Vermögen von 3,157,605 JL, welches einen Reservefonds von 182,226 JL in sich birgt. Die Zinsen der Einlagen betragen 2^2 pEt. und ist dementsprechend beabsichtigt, den Zinssatz für Hypothekenkapitalien auf 4Vs und bei Gemeinden auf 4 pEt. herabzusetzen.

A Vom Rhein, 12. Januar. Ein Zögling des Victoria-Collegs in Bingen verlustigle sich vorgestern mit Schlittschuhlaufen; sich zu weit herauswagend, brach der junge Mann bei der dritten Krippe des Rheines ein und ertrank. Die Leiche wurde alsbald geländet.

Vorgestern Morgen ist die große Kratzenfabrik von Finken u. Sohn in Aachen bis aus die Umfassungsmauern niedergebrannt. Gerettet ist von Material nichts, bet Schaben etwa 250,000 JL

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Aw 17. Januar 1887,

Vormittags 10 Uhr, sollen die Verpflegungs-Bedürfnisse für das hiesige Garnison, Lazareth für die Zeit vom 1. April 1887 bis ult. März 1888 in öffentlicher Submission vergeben werden.

Die bezüglichen Bedingungen, welche auch die Qualität und Quantität der zu liefernden Gegenstände angeben, liegen im Bureau des Garnison-Laza- reths auf und sind vor Abgabe von Offerten zu lesen und zu unterschreiben.

Die Offerten, welche die Preisfor­derungen in bestimmten Geldbe­trägen (eX H.) pro Liter, Stück und Kg. ausdrücken und den sonstigen Bedingungen entsprechen müssen, sind bis spätestens am 17. Januar 1887, Vormittags 10 Uhr, im Bureau des Garnison-Lazareths kostenfrei abzu­geben. 129

Gießen, den 4. Januar 1887. Großherzogliches Garnison-Lazareth.

Dienstag den 18 Januar,

Nachmittags 2 Uhr, werben im Hause bes Herrn Atzbach, Leihgesterner Weg 9, bie zur Hinter­lassenschaft des Herrn Peter Heß ge- horigen Mobilien, als schönes Weißzeug und Bettwerk, Herren- und Frauenkleider, Küchengerathe, Tische, Stühle, Sopha, Kommode, ein zweithüriger Kleiderschrank, Küchenschrank, Bettladen mit und ohne Sprungfedermatrazze u. s. w-, sämmtlich sehr gut erhalten, versteigert.

97n _ Hoffmann,

___________ Ortsgerichtsmann.

Erledigte Stelle eines Arztes

zu

Hiendorf a. d. Lumda.

Durch den Tod des Herrn 0r. V o g t ist die Stelle eines prakt. Arztes da­hier erledigt und sofort wieder zu be­setzen.

Allendorf bildet bekanntlich den Mittelpunkt eines großen Bezirks und ist Sitz einer frequenten Apotheke.

Die Stelle selbst ist bekannt, und wird genügen, wenn wir nur erwähnen, daß Herr 0r. Vogt 28 Jahre in hiesiger Gemeinde als Arzt thätig war-

Allendorf a/Lda., 9. Januar 1887. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a/Lda.

Bieber. 341

Ieisgeöotenes.

Täglich

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bei J. Deuker,

344 Neuenweg 38.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Diejenigen Einwohner hiesiger Stadt, bei welchen Mannschaften vom 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 ein­quartiert sind, werden hierdurch benachrichtigt, daß sie von jetzt ab ihre Ver­gütungen jedesmal in der ersten Hälfte des folgenden Monats bei der Stadt­kaffe selbst in Empfang nehmen können und nachher die nicht abgeholten Beträge durch den Kassediener überbracht werden.

Gießen, den 12. Januar 1887.

Der Stadtrechner:

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