rück. Es lagen bei der Stadt von mir gar keine Beschwerden, oder Anträge in Bezug auf Wegebauten vor. Als ich mein Eingesandt schrieb, war auf meine Beschwerde hin der totale Umbau der Abfahrt vom Valentin'schen Stetnbruch bis auf den Glei- berger Weg von den Stadtverordneten bereits beschlossen. Den Ausbau des Leuferts- roderwegs hatte ich allerdings vor 12 Jahren beantragt, ich habe ihn nie wieder angeregt, erst recht nicht in neuerer Zeit, da durch das in diesem Jahre zu Stand gekommene Feldbereinigungsgesetz eine neue Wegeanlage auch bei uns in naher Aussicht steht und damit der Leufertsroderweg in Wegfall kommt.
Der Vorstand des Thierschutzvereins nennt meine Entgegnung unmottvirt! — Herr E. der nur mit „etwas Verständniß", wie der Vorstand des Thterschutzverkins sagt — die Abfahrten von Steinbrüchen, Vacksteinbrennereien beurtheilt, nennt diese Abfahrten thells im ganzen gut, theils vorzüglich, er tritt mit dieser Beurtheilung an die Oeffentltchkeit. — Ich lese das, finde die Beurtheilung als durchaus unzutrestend, und spreche dar gleichfalls öffentlich au5. Habe ich dazu etwa kein Recht und keinen Grund, noch dazu da ich die Abfahrten tagtäglich zum Theil zu benutzen habe.
Noch mehr, ich war bisher Mitglied des Thierschutzvereins und finde als solches, daß die unrichtige öffentliche Beurtheilung unserer Abfahrten an den bezeichneten Stellen dazu führen kann, daß wir unsere Zugthiere in Zukunft noch mehr quälen, ich hebe in meinem Eingesandt hervor, daß wir unsere Zugthiere durch die genannten Abfahrten schon häufig gequält haben, da die Abfahrten schlecht sind — und meine Entgegnung soll unmottvirt sein? Es ist nicht wichtig genug darauf einzugehen? Und das alles behauptet der Vorstand des Thierschuhvereins?
Dieser wird selbst zu beurtheilen haben, ob er seinen Vorsitzenden geschickt ver- theidigt hat, ob seine Angriffe auf mich gerecht sind und ob sie nicht etwa unter den Begriff „Menschenquälerei" fallen. Sch lenke.
Handel und Verkehr.
Grünberg, 10. December. lFruchtpreise.) WeizenX 17.00, Korn X 13.10 «erste X 13.10, Hafer X 11.30, Erbsen X 14 30, Linsen X 23.00, Lein X 00.00, Samen X 21.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 11.10.
Frankfurt, 10. December. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter X 4.00-5.00, das Gescheh 12-00 H, Eier daS Hundert X 0.00-0.00, daS
St- 6-8 A Butter im Großen X 00.00-00.00, im Detail daS Pfund X 1.20 bi« MO, Weißkraut per Stück 20-36 H, Rothkraut per Stück 25-35 H, Kohlrabi
A. Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 35-60 A.
^lWsch 36-50 Schweinefleisch 65-75 A, Hammelfleisch 40-60 A, 1 Hahn ^0.70—1.80, i Huhn X 1.00—2.00, 1 Ente X 2.00—3.00, Gans Mund 50—65 A, 1 Taube 35-60 A. Welsche X 12 00—00 00.
- Germania, Lebens-Dersichernngs-Actien-Gesellschaft in Stettin. Nach dem neuesten Jahresbericht über den Geschäfts- und VcrmögenSstaud der 38 Lebensoer- V^"?.^^sellschasten im Deutschen Reiche stieg in den letzten 10 Jahren 1877 bi« ÄaAö ”LC Gesammt-versicherongSsumme dieser Gesellschaften um 1373 Millionen auf 3228 Millionen Mark und das Gesammtvermögen um 445 Millionen auf 976 Millionen Mark. In demselben Zeitraum wurden aus den vereinnahmten Prämien und Zinsen gezahlt: An die Hinterbliebenen von 112 472 Verstorbenen 337 Millionen Mark, für fällige Aussteuern und Renten 44 Millionen Mark, und 141 Millionen Mark wurden auf die gezahlten Prämien als Dividende vergütet. Von diesen Auszahlungen der letzten 10 Jahre fallen auf die größte LebenSversicherungS-Gesellschaft in Preußen, auf die „Germania" zu Stettin, die Ende 1886 nach 29jährigem Bestehen 336 Millionen Mark Versicherungssumme und 86,4 Millionen Mark Vermögen besaß, 58 Millionen Mark, einschließlich 11 Millionen Mark an ihre Versicherten vertheilte Dividenden.
Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases.
November 1887: 18 vorschriftsmäßige Kerzen.
Buchner.
Kirchliche Anzeigen der evangei. Gemeinde.
Heute, Montag. Abend 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, MarkuS Kop. 13, die Zerstörung Jerusalems, die Wiederkunft des Herrn.
Pfarrer Dr. Naumann.
Donnerstag, 15. December, Abends 8 Uhr, Adventsandacht in der Kirche, Pfarrer Dingeldey
Allgemeiner Anzeiger.
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Gr. D. Grebauer, Gießen, Settersweg 67.
Kan-wirthschastl.Mlilvcrcin Gießen
Sitzung
h. 14. December 1887, Nachm. 5 Uhr, Lenz'scher Felsenkeller.
Tagesordnung:
1. Mittheilungen über Vereinsangelegenheiten.
2. Ueber das Pflanzen von ganzen Kartoffeln und von Stücken. Reser.: Herr Erb jun.
3. Ueber die Verwendung der Baarmittel des Vereins. Refer.: Herr Sch lenke (Vorschläge werden erbeten).
4. Allgemeine Mittheilungen. yz2d
Wir laden hierdurch freundlichst ein zu der
Mihnachls-Rejcheerung der Kleinkinder-Bewahranstalt die am nächsten Sonntag den 18. December, Nachmittags 3 Uhr, in der städtischen Turnhalle ftattflnden soll. Eintrittsgeld zum Besten der Anstalt für den Saal unten 20 H, für die Gallerten 10 Eingang von der Südanlage aus. — Eintrittsgeld für die besonders abgeschlossenen nummerirten Plätze im Saal 50 Eingang vom Hof der Turnhalle aus; die Karten zu diesen Plätzen wolle man bei den Schwestern in der Kleinkiuderschule oder bei dem Unterzeichneten abholen lasten, auch sind sie, soweit der Platz ausreicht, am Sonntag an der Kaste zu haben.
Für die Angehörigen unserer Kinder werden gleichfalls besondere Plätze hergerichtet, Eingang vom Hof der Turnhalle aus. Die Turnhalle wird um 4 Uhr geöffnet.
Gießen, den 12. December 1887.
Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt:
Dr. Naumann, 1. Pfarrer.
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