Meal.chule wurden die einzelnen kleinen Comitö's gebildet und denselben ihre Functionen vngewiesen. Bei der Kürze der Zeit - die Feier soll am 25. und 26. d. M. stattenden — durfte die Arbeit derselben keine geringe sein. Doch darf man sich der Hoffnung hingeben, daß das Fest zur allgemeinen Befriedigung der Theilnehmer ver- Luufen wird. An Geschenken erhielt die Anstalt einstweilen zu ihrem Geburtstage von einem früheren Schüler der Anstalt, Herrn Ferd. Gail, einen über ein Meter großen redenden Alligator. Das Thterchen kam gestern wohlbehalten an.
X Die zwölf Abiturienten, die sich der Maturiiätsprüfung am Realgymnasium unterzogen hatten, haben diese sämmtlich bestanden. Ihre Entlassung wirb bei der Feier des Kaisers Geburtstages erfolgen.
Gießen, 10. März. sVorträge zum Besten des evang. Kirchbaufonds.1 Der letzte Vortrag sur diesen Winter wurde am vorigen Freitag im Saale des Gescllschasts- vererns gehalten, den der Vorstand dieses Vereins mit dankenswerther Bereitwilligkeit Lasur zur Verfügung gestellt hatte. Man hatte diesmal diesen größeren Saal gewählt weil das Thema dieses letzten Vortrags, die Person des Referenten und die dafür vorgesehenen musikalischen Illustrationen eine noch größere Bethetligung als bisher erwarten liegen, wofür die schon bei den früheren Vorträgen säst überfüllte Aula nicht ausgercicht hatte. Die Erwartungen wurden auch nicht getäuscht. Ein großes Auditorium folgte mit gespannter Aufmerksamkeit den geistvollen Ausführungen des
Spitta von Oberursel über: „Die Malthäuspassionen von
I. S. Bach und H. Schutz. Herr Pfarrer Spitta ist, wie wenige, zu einem . competenteii Urtheil auf diesem Gebiet befähigt. Sein Bruder, PH. Spitta, ist der bekannte Bachbiograph, er selbst der bedeutendste Schützforfcher in unserer Heil. So war denn auch der Vortrag reich an bedeutenden und neuen Gesichtspunkten' aus- gezeichnei durch ferne und tiefe Auffassung. In den beiden Passionen von Schütz und Back, den reifsten Werken beider Meister, lehrte er nicht zwei Stufen in der ^Entwicklung der Passionsmusik erkennen, wie es gemeinhin angesehen wird, sondern zwei eigenartige und ganz verschiedene Behandlungsweisen. Die Schütz'sche Passion erscheint neben dem reich ausgestatteten Bach'schen Werk fast ärmlich. Schütz bietet init Aus' nähme eines größeren Schlußchors nur die Worte der Schrift in Recitation und kurzen Cbvren. Bach dagegen durchflicht die Handlung reichlich mit Arien, Chorälen und sonstigen größeren Chorstucken, m denen die die Handlung begleitenden Ernpfindungen der Gemeinde m lyrischer Weise zum Ausdruck kommen. Trotzdern behält das Schütz'sche B??... Lem öroßen Nachfolgers seinen eigenartig bedeutenden Werth Schutz ist durch und durch Dramatiker und die Größe seines Werkes besteht darin 1)1,0 rlr.. ergreifende Drama der Passion in wunderbar packender Weife mit einer unerschöpflichen Tiefe und Gewalt des musikalischen Ausdrucks auf die Zuhörer wirken
i baJ!2 ^achsolger nicht an Bach, sondern an Händel. Bei Bach tritt die dramatische Behandlung durchaus zurück gegenüber dem gottesdienstlichen I Jesrchtspunkt der Erbauung der Gemeinde. Wie der Vortragende an zahlreichen Beispielen erläuterte, kommt der dramatische Eindruck der Passion bei ihm viel weniger weil er den dramatischen Fortschritt der Handlung oft an den ent- ^eidenditeil Stellen durch lange Zwlschenbetrachtungen unterbricht. Wie richtig Herr bewiesen die von ihm mit Unterstützung hiesiger
Gesangskraste^ die sich ihm freundlich dazu zur Verfügung gestellt hatten, vorgeführten Proben des Schutz'schen Werkes. Wahrhaft ergreifend waren besonders die von Herrn Spitta mit außerordentlich sympathischer, der feinsten Modulation fähigen Stimmt Cs gtftrbnhurrf)^pr l°hJ• großartige Schlußchor: „Ehre fei dir Christe".
* .! fL iw $ ^l^.r 1)21 ^ie^n dav Verlangen erweckt worben, einmal das ganze herrliche A.erck zu Horen. Es steht wohl zu erwarten, daß der eoana Kirchengesang'
XÄWä,1w,'‘1ä
Wersen wir zum Schluß noch einmal einen Rückblick auf die mit diesem Voriraa so glanzend beschlossene Reihe von Vorlrägen, so darf man wohl bie (Irraartuna nns® fprwta, daß sie nicht blos um des guten BmecfroiQm SIntlana aefu?ben ««* das wertere Ziel, für religiöse unD kirchliche Fragen Anregung und Bel'ebrun« zu brrnqen, gefordert haben, und daß ihnen auch in kommend n Jahren das astick^ ^u'e.esfe. wre m diesem, weide entgegengebracht werden. y 9 a)e
DeVMtscvreS.
WÄÄ XSäääSäs Wns- agüir-m re^sichl^ng d^ WeLnde^WjLirfeBtz Tre zunächst in Betracht kommende Mainzer
St' ß0 Stl twS 9C^bte» "Nsgesprochen und ihren Präsident, Gominenkm' j l. St. Michel, mit der Abfassung einer dahingehenden Petition an die enfanhc- MMVMZUDWK LMWZLfEWZ
... Main, 10 März. Unserer bereits seit zweiJahren an sinaneicllenNöthen- laborirenden Theaterleitung ist durch gestern Abend erfolgten Stadtverordnetenbeschluß roieber einmal em Dorn aus dem Fuß gezogen worden — auf wie lange, das wissen freilich nur dle Gotter Auf Drangen der Direction wurde nämlich auf Antrag der ^heatercominlssion beschlossen, der dermaligen Theaterleitung (Director Preymaierl vom Beginn dieser Saison an bis zum Schluß der Pachtzeit das zur Beleuchtung des Theaters nothwendige Gas - bis zu 50,000 Cubikmeter jährlich - unentgeltlich zu überlassen. Es wurde an diesem Beschluß, der außer b-'n früher schon für Orchester x
Stadt bewilligten Baarzuschüssen von 60-70,000 JL das Jahr für den Theatcrdrrcctor eine weitere jährliche maleri-lle Zulage von etwa 9000reoräsentirt inbeg Die Bedingung geknüpft daß der Theatervertrag nunmehr strikt einachalteu wird' und die von dem Theaterdirector geleistete Kaution biü zum Ablauf dec Pachtzeit un- bcruyrt in den Händen der Stadt bleibt Um vorzubeugen, daß die Theater direction beim Beginn einer toatfon nicht mit dem Einwand kommen kann, die Leitung des Theaters wegen Mangel an Mittest- nicht weiter führen ,u können, wurde dec Direction ferner die Pflicht au erlegt vor dem lewciligen Schluß der Theatersaison den Nachweis zu liefern, daß sie im Besitz von 10-12000 M ist, welche Summe falls sie d r Theaterdirector nicht m Eigenthurn besitz, und von einem Dritten als Darlehen hat nicht vor Ablauf der Theatersaison aus der Theaterkasse zurückbezahlt werden darf ' . ^,^u^??uregung mehrerer Wcingroßhandlungei, hatte di- hiesige Handelskammer die hessische Ludwigsbahn, sowie die König!. Eisenbahndirection erfmbt Mr d°n Transport von Wein die Einführung von heizbaren Güt-rwagg^s in durch- iind Ttlit stn ctttchl .»( fr häufigen Umlabung ber Wagen
^uf andere, eine erhöhte Temperatur nicht öertragenbe Waarcn wird n ber Ruckauß-rung der Vorschlag als unausführbar bezeichnet Von d7r Ludwläs- vahn wird auch der geringe Umfang des eigenen Bahnnetzes hcrvorgehobeit 9
Vom Rhein, 10. März. In Folge der zahlreichen Schisfsunsälle die l«!iter Tage au, der Strecke zwischen Bingen und Coblenz voraekommen sind und die einl derartige Stromverspcrrung vcrur ach, habe», daß die Flößerei vollständig werden mußte, haben sich mehrere größereHolzhandstu-genlnit ffiÄS/Ä'Ä pr-ußisch- Ministerium gewendet und der Regierung Vorschläge unterbnitet bnrrh welche bie bet ni-d-r-n Wasserständen sich immer für das FloßgeschMwi drl ölenden Storungen zu vermindern seien. Nach Ansicht der Petenten läßt sich durch aan um bedeutende Sprengungen au, einzelnen Stellen dem Fixgeschäft schon eine g?oß Er- leichterung schaffen. Die Petenten werden dieser Tage ihre Wünsch- , d Ansicht.^ auch mündlich bei dem Oberbaurath Cuno in Wiesbaden Vorbringen te^bekanMUch bie S'"wb-ii---tung auf der Strecke zwischen Biebrich und CobKnz unter sich hat
^t sich bie Handelskammer in Worms wegen einer festen Sw inSUel8biXnflenfl^tnflart£n Unb $ßorn,§ ,n“ der Hessischen Ludwigsbahn-
Amtsgericht in Stromberg erläßt in den rheinischen Urifurmm einen Steckbrief gegen die Gebrüder Wilhelm unb gtiebrid, Ä algesheiM, zwei gemeingefährliche Verbrecher, die wegen schwerenDstbstabls und aulÄT6 *n bCm b°r,ißen ^^ugniß internirt waren'und denm°ekLng7n^
KiechZrche Arrzeigerr Ree Stadt Metzers.
Evangelische G x m § i n ö e.
Gottesdienst.
Sonntag Oculi, 13. Marz.
Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
«>, ? e ibeiliges Abendmahl im Abendgottesdienst Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.
or.Nff^n?" 16‘ m5r3' M-nds 6 Uhr, 4. Passionsandacht, Pfarrer Mrr-?Sch^°ssVr9^^° Woche vom 13. bis 19. März besorgt
Katholische Gemeinde.
3. Fasten-Sonntag.
Von 7 Uhr an Beichte. l°cuh '
“.”m» $; SSÄ“- 11
or q- * 2 ' Fastenandacht.
SitlmÜi111 6 Uhr: Fastenandacht und Predigt.
Mit dem heutigen Sonntag beginnt bie österliche Zeit.
GotteM-nsi in der Zqnagoge.
Samstkg Aben^Uhr.^' Morgen 8-° Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr.
1585
1499 Verkaufe noch 7 Stück Harrer ^kanarienhähne. harzer
Gustav Mook, Photograph, Neuen Bäue.
Heinde» nach Maas in bester Ausführung empfiehlt [1610 I- Kaan jr., Kreuz.
Brennholz iroden und klein gemacht sowie Zimmerspähne bei 1769 Zimmermeister Pitz, Grünbergerftr. 14.
dllonsfwi/inet/ e&atii n&cife,
. 1Wagen lein- u. zweispannia) in öutein Zustand, billig in verkaufen.
Wetzsteingasse 21.
>
Meyerhoff «fe Goslar
1620
ü0” Sonnen- u«ö Rogen^ohirmen
Herren-Regenschirme. SmtM? «1* e e?“n? Damen. und und nur von g«te-'^usME° Ä'A.™ besten Stoffen
Die Sendung trifft in ca bedeutend unter Preis abgegeben
wann der Ausverkauf beginnt " $ 0 ^L^nb ich dann bestimmen,
Plunger. !
91Co|’l I l lx’i i r
leimt ^yCatuzivein, d-itcct -vom
§ zoduc&nten, pr. 01t. —.80
1—, 911. 1.20, ©TL. 1.50,
»mtfüUt 1586
Sniil eri fctll'aJV
Wir zrigrn hirrmii dr» Empfang der Neuheiten in Jileiöerfloffen, Regenmänteln, Mmfiängen Onquetts u. f. m.
in besonders reicher Auswahl an.
vcrrhrtm^Kunden^gan^be^ndrr^Borth/ilc M *'r im “"fem


