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feitet die private Poliklinik für Nafen- und Kehlkopfkrankheiten, Friedrichstraße 111, «nb bat sich erst vor etwa 3 Jahren als Privatdocent für Rhino- und Laryngologie an hiesiger Universität habilitirt." Dr. Moritz Schmidt aus Frankfurt a. M. ist ein Älterer, erfahrener Praktiker auf dem Specialgebiete der Kehlkopfkrankheiten, besitzt seit fahren eine ausgedehnte Specialpraxis und war auch wisienschaftltch thätig. Derselbe »steht in den 50er Jahren und hat bereits im Frühjahre Gelegenheit gehabt, das Leiden Des Kronprinzen kennen zu lernen. Als nämlich im Frühjahr der Kronprinz nach der Anfangs sehr erfolgreichen Behandlung seitens des Geh. Medicinalraths Gerhardt, zur Nachkur nach Ems sich begab, wurde Dr. Schmidt durch Geh. Rath Orth nach Gms berufen, als sich der Zustand des Kronprinzen zu verschlimmern begann.

Ludwigshafen, 3. November. Es ist nichts so fest gemauert, die Steuer- und Zollbehörden kommen doch dahinter. Diefe Erfahrung mußte ein hiesiger Krämer und Wirth auf dem Hemshof auch an sich machen. Gestern gelangte ein Brief eines hiesigen Einwohners an die Zollbehörde, laut welchem der Genannte in feinem Keller versteckt viele Fässer steuerpflichtigen Branntweins liegen haben solle. Die Zollbehörde kam, fand aber beim ersten Suchen nichts; als man die Wände des Kellers genauer untersuchte, entdeckte man, daß ein Stück Mauerwerk noch nicht lange ausgeführt sein könne; man klopfte dawider, es klang hohl, man stieß einen Stein durch und blickte in ein Gelaß. Rasch wurde die Oeffnung vergrößert und 9 große Fässer zeigten sich den Blicken der Steuerbeamten. Das Hauptzollamt hat bereits die Befreiung der Ein­gemauerten angeordnet und der Schluß folgt.

Hochheim, 8. November. Von einem herrlichen Herbstwetter begünstigt, hatte sich unser weltberühmter Jahrmarkt gestern eines überaus zahlreichen Besuches zu erfreuen. Frankfurt, Mainz, Wiesbaden wie die ganze Umgegend hatten große Schaaren Fremder hierher gebracht und schon am frühesten Morgen entwickelte sich sowohl auf dem Markte wie in den Wirthschaften ein äußerst reges Leben. Der Zu- trieb von Rindvieh war ein sehr bedeutender, geringer dagegen waren bessere Pferde vertreten, doch herrschte hierfür eine ziemliche Nachfrage. DemNeuen" wurde wacker zugesprochen und hatten besonders die auf dem Markt befindlichen Budenwirthschaften zahlreiche Gäste. Zu loben ist indeß im Allgemeinen der verzapfteNeue" nicht und wurde die schon oft gemachte Wahrnehmung wieder bestätigt, daß die Herren Wirthe die günstige Gelegenbeit benutzt haben, eine geringe Qualität zu einem hohen Preise an den Mann zu bringen.

In jetziger Zeit, wo Jedermann darauf bedacht ist, sich gegen die Kälte und besonders gegen den feuchten Morgennebel zu schützen, kann man kein herzstärkenderes Mittel finden als den ächten Benebictirrer-Liqueur der Abtei zu Föcamp: an der gejammten Küste der Normandie nimmt man stets, ehe man fein Tageswerk beginnt, ein Gläschen dieses kostbaren, magenstärkenden Mittels auf nüchternem Magen; auch extstirt in der Normandie die alte und bekannte Gewohnheit zwischen den beiden Haupt- gängen jeder Mahlzeit ein Glas Liqueur zu nehmen; man nennt dies: «faire le trac oder auch «le ooup du milieu*. Dieser erste Act der Verdauung vollzieht sich überall mit dem ächten Benedictiner.

Loeflimd's Diätetische Mittel.

Loeflirrrd'S echtes Malz-Extrakt ist bei Husten, Heiserkeit, Katarrh, Asthma, Brust- und Halsleiden seit 20 Jahren bewährt, ebenso sind Loeftund'S Malz- Extrakt-BonbonS als Hustenbonbons sehr beliebt. Das Malz-Extrakt mit Eisen wird bei Bleichsucht und Blutarmuth, das mit Kalk bet engl. Krankheit, das Malz- Extrakt mit Leberthran für schwächliche Kinder empfohlen, die es gerne nehmen. In allen Apotheken, wobei ausdrücklich zu verlangen: von Ed. Loeflund in Stuttgart. 7882

Kirchliche Anzeigen der Stadt Wieste»,

«vaugelische Gemeinde.

G o t t e s d i e n st.

23. Sonntag nach Trinitatis, 13. November.

Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst.

Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Montag, den 14. November, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinder­schule, Markus Kap. 11, von Vers 15 an, Tempelreinigung; las rechte Beten; Jesu Vollmacht; Pfarrer Dr. Nau mann.

Am Sonntag, den 20. November, als dem letzten Sonntag im Kirchenjahr und Todtensonnlag feiern wir das Gedächtniß der Verstorbenen unserer Gemeinde; an diesem Sonntag wird der Nachmittagsgottesdienst um 2 Uhr in der Frtedhofskapelle gehalten werden.

Die am Neformationssest für die Gustav-Adolfs-Stiftung erhobene Kirchenkollekte betrug 52 JL.

Die Pfarrgeschafte in der Woche vom 13. bis 19. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

24. Sonntag nach Pfingsten.

Von 7 Uhr an Beichte.

Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion.

ValO Uhr: Hochamt und Predigt.

2 Uhr: Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 415 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 510 Uhr.

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Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf die Artikel 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Bergverwalter Diehl in Grünberg mit dem Eisenerz-Bergwerke "Frühling" in der Gemarkung Saasen, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Ver­meidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gericht- lichß Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet.

Darmstadt, den 2. November 1887.

Großherzogliche Obere Bergbehörde.

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Pflastersteine.

Für das neue Kreisamtsgebäude zu Friedberg in Hessen sind 68 dbm zugerichtete, 1015 cm breite und circa 18 cm hohe Basalt-Pflastersteine I. Sorte erforderlich.

Die schriftlichen Angebote sind bis zum 16. d. M Vormittags 11 Uhr, an die unterfertigte Be­hörde einzureichen.

Friedberg, den 10. Novbr. 1887.

Großh. Kreisbauamt Friedberg. 8472 Kranz.

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Christbefcheerung

der KlkinKinder-Bewahranstalt.

Am 4. Adventssonntag, den 18. Dezember d I., soll die Chrift- bescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden.

Wir haben in diesem Jahre für 213 arme Kinder den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken.

Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl., besonders aber auch an Geld das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen er­

möglicht, zuwenden zu wollen.

Eine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nach­benannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau Bürgermeister Bramm (LudwigSplatz 10), Frau Brüel (Neuenbäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Gartenstraße 15), Fräulein Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch dieSchwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen-

Gießen, den 5. November 1887.

Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Dr, Naumann, Pfarrer.