Ausgabe 
11.9.1887 Erstes Blatt
 
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Telegraphische Depeschen.

Tn"9£°rbnete Sperre wird hiermit wieder aufgehoben.

Gießen, am 10. September 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

m i o(^i Inni=,n^®?teobAr2 dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 2 6t "-0-Ä, Enteneier St. 0-0 Käse vr. SU-8 4.

Ääfemabe 30 Erbsen pr. Ltter 16 Linsen 28 Tauben per Paar 40 bis

per © 120 0.80-LOO, Mahnen pr. Stück JL 0.45-0.80 Enten

fil Per Pfund M00 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis

i 62 5' Mhftofrh %inbflcif* 54-5U, Schweinefleischs!60Hammelfleisch 50 bis I ?2_~tR <? 0^:5, f04d 5*' Kartoffeln per 100 Kilo JL 6.007.00, Milch per Ltter 1^18 ^i, Zwiebeln per Centn» M 5506.00.

«anbei unb Berfrbr.

Sielt fi»1 au^'ber' Zutrieb zu dem Viehmarkte gestern und oorgestern

R ndoieb und Es waren aufgetrieben: 2 Pferde, 1032 Stück

6 3iä6fter8 m?rftjne;S1ble8ma[ war ein Preisrückgang nicht zu verzeichnen, lebtfrpn Tnnr ef- Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. October d. I., am X SaVlÄ d°?K?Lst°^statt.'"°""' unb Pnbct an bie,cm ^-Morgens

Schweiz.

d-ru, 9. September. Die Meldung der Blätter, daß Frankreich die ^weiz aufforderte, im Kriegsfälle das neutralisirte Gebiet Savoyens zu be- setzen und daß ein die bezüglichen Verhältnisse regelnder Vertrag abgeschlossen sei, wird von bestunterrtchteter Sette für unbegründet erklärt. 8 lq n

AranLreich.

miterze^ntt."' 9 September- ®er Handelsvertrag mit Bolioia wurde heute Consul^»k!i.n?"b"°b T gerüchtweise, der franzässsche

Eb° demnächst abberufen werden, weil seine Stellung bei

den i-tzigen Zuständen de« Lander äußerst mißlich geworden sei. 9

aleht CS erfotot, mm ^b^-m mitzh-nd-lt und mehrere Beamte schwtt s.*-* -

^u^eanroCrf§betrieb 111X0 bC Erwer^klein^Grundstück^ ^dritter

Sie und nahm

und Malaga hat ein heftiger Sturm

Fevtschlaud.

Darmstadt, 8. September. Unter dem Vorsttze Sr. Ercellen, der Herrn Mtmsterial'Prästdenten Weber fand heute die 13. Sitzung der hesst. schen Eisenbahnbeiralhs statt. v "

In der Besprechung der ersten Punkts« der Tagesordnung, der Winter- Fahrpläne der im Großherzogthum gelegenen Boll- und Nebenbahnen, wurde zunächst selten« der Vertreter« der Oberhesfischm Eisenbahnen daraus aufmerk­sam gemacht, daß außer den in der Tagerordnung bereits mitgeihetlten Aende« mngen im Fahrplan dieser Bahnen noch die Verlegung der Abgangszeiten bei Zug Nr. 9 ab Gießen 7 Uhr 32 Min. Abends auf 7 Uhr 35 Min und bei gug Nr 10 ab Nidda 5 Uhr 10 Min. auf 5 Uhr 6 Mtn. nöthig geworden a n bAae8iaus 6,etx ®tunb - roelt in Folge der Errichtung einer neuen Halle- stelle Ostheim zwischen den Stationen Bad Nauheim und Butzbach seitens der Main-Weser-Bahn bet den belr. Zügen letzterer Bahn eine Verschiebung von tx 9Cm?ZcU^en ^ngetreten sei. Der gleichfalls zum Fahrplan der Oberhesst- schen Eisenbahnen von der Großh. Handelskammer Gießen geäußerte Wunsch den Zug 19 ab Gießen im Interesse ves Anschlusses an die entsprechenden Qüae oon Koblenz, Deutz, Frankfurt, Kassel auch im Winter erst um 8 Uhr 46 Min abzulassen, konnte mit Rücksicht auf die geringe Zahl der von der Main-Weser- Bahn bezw. der Koblenz. Gießener und Deutz - Gießener Linie auf die Ober- hesstsche Strecke Übergehenden Passagiere nicht berücksichtigt werden.

Eine umfassende Debatte entspann sich bei der Besprechung Über den Mum.Weser.Bahn über die Einlegung eine« Omniburzuges wäh- .. ®°^ungrdauer der Winterfahrplanr um 7-/, Uhr von Lollar ab nach 1Z3 juriid Diese Angelegenheit, auf der letzten Sitzung de» Etsenbahnbeir-ühs durch ein Gesuch der Einwohner von Lollar, Daubringen RfTrn^nnn ^""brrhausen bezw. einen Antrag gleichen Inhalts der Herrn FreC hn6nhi»rti 9i0Abei1 3ur angeregt, wurde, nachdem die Köntgl. @tfen«

Ainmpf. n, r Ojertobe.t ,®ro66- Regierung ihre ablehnende Stellung unter » k Geringfügigkeit be« betr. Verkehrs kundgegeben hatte, durch ein @efu4 der Buderus schen Eisenwerke, eine Eingabe der Bürgermeister vieler be-

Petschaften und einen Antrag der Handelskammer Gießen von Neuem nnn°hUmftbei Ess-nbahnbeirath« gebracht, welcher die eingehende Haupt- Mlich von den Herren H-urand (Frankfurt), Freihrn. von Nordeck zur Rabenau <nCxnLm *-®*c6en)- Oberkonststorial-Präsident Dr. Goldmann Erc. Minlsterial- Präsident Weber Exc. geführte Debatte durch Annahme der von dem zuerst genannten Herrn gestellten Antrags beschloß, 11

bie ®wßh. Regierung darum zu ersuchen, wegen Willfahrung der vor- liegenden Gesuche mit dem König!. Preuß. Ministerium in« Benehmen

Mittaa^N ^OsmS-Ptember Seine Köntgl. Hoheit der Großb-rzog trifft bcute nach Zell-Romro^s^ f Wt8et Sta,ion ein und setzt 11 Uhr 50 Min. seine Reise G-burt^aa-Sr 93n^rirf,CmbR't1 Kwnm»iden Montag, den 12. September, als am Umfänge rote InnntaaSrhrS$f?6C*Lb « Eroßherzogs, ist der Postdienst In demselben

Es ftndet demnach nur -ine einmalig- B-stcilung &ittÄf^tWa<tCr fmb nur Don 7 bis 9 Uhr Vormittags und von 5-7 Uh?

Wolff'S UUet» Correfpondenz - Bureau.

der Matrosenstati?^'unwett Glienicke, bchchtigt^dott ein von^er^?^ ^gr 0c^ern nad& now in Grabow bei Stettin erbaut^ Arma Aron u. Göll­

ner den unter Leitung der kaiserl. Admiralität ausgNrten^Blu au/^ befriedigend Personen eingeladen. epa8tcrfa^rl ^axt Zum Diner sind mehrere

Kaiscrreise nach' St-tt^erfostzs bie^Abr-ise"vo7"B-^lsb-r^V>"bE? Programm der 15 Minuten, von Berlin 2 Uhr 5 Min di- <»ürff,hr nm®8 ®?na8 Mittag 1 Uhr Abends 7 Uhr. ' Ot Rückkehr am Samstag den 17. ds. Mts.,

gegeben, zum Dank dafür von NuMand tro nd Ä 018 bL^ ba§ Bedürfnis ein- »ÄSwSvÄtm päische Wlitik nicht maßgebender-inmflken »->»-; -r würde auf bi

Die im Orient eingehaltene Politik sei eine ausscblietztt^pE^wice und Kremsier. aufhoren dies zu sein, wenn sie außerdem b-n m7s ^ ^^"ische und würde nicht knüpfe weder Besürchtimg-n noch Hoffnun^an di- russische VoUM Deutschland ihr weder Handlungen noch Unterlas unaen di- D- unb erwarte von

an Änteresse oder Würde erkaufen müßte ' Di- Norkd Mo Ä 's8'?beId>e Opfer di- deutsche Politik einen derartigen Sandel mit flIaubt nicht, daß

deutschen Politik bestehe in ihrer Bebüttniß °si7k i ttc!be; di- Stark- der

Rußland geg-nüber; unserer Politik fehl- stbes Motiv ^Eand Dienst"^ un§ flu<* fut roelcüe mir Gegendienste erwarten könnten Die beSJU »weisen, Jrrthum Vorschub leisten, als bedürfe Deutschland m sollte nicht dem C-rtifi-ates über W°hl°-rbalt-n.°"Lie Linke "we che ^bS8^^^,8 russischen als richtig anerkannte, sei Achtung vor den Verträgen und Wen

angezeigt wie 1878; dieselbe zu verlassen nur weil beute ebenso

Stimmungspolitik Die deutsche Politik könne durch die Esche und roäre > P^sse erschwett, aber nicht aus dem Geleise gebracht werden $ nb bie deutsche

. ^Danzig, 9. September. Nach Meldung der »Danz ^ta " nerli-k, von Weftpreußen, Herrn v. Ernsthausen den

Wirklicher Gehetmerath mit dem Prädikat Excellenz. 9 ' Den Charakter als

Königsberg i. Pr., 9. September. Gestern Abend fand in m- »ssource ein vom Studentenausschuß unb in dem Börsen,aal- el non h .?!" Studenten oeranstaltet-r Festkommers statt. Sc. K. Hoheit Prim MbriS 6ouleut= Sinbert einem ber Komm-rse betzuwohnen und ließ noch in l-tzt'er SmÄ>."« °»° Dem Kommers im Borsensaalc wohnten General Gras Lebnborff ^ag-n.

Sr- Kgl. Hoheit des Prinzen Albrecht, sowie Ministtr MeepräsideM

Ob^prasident v. Schlieckmann, der Oberbürgermeister Sekke viele andere hohe Würdenträger, sowie auch die fremdherrlichen Officiere M ^Cnc^Ic und Mc°präsib-nt v. PuttkaLer brachte -inen Toas^akf dtt Mb7r«n7°ukb rektor vr Zorn in zündenden Worten auf Kaiser und Reich ausgebrachtes ^ro- mtt Begettterung ausgenommen. Der Toast des Studiosus Lanae Son L, $ wurde Wtd-fhaL U-ft^°beit d-n Kronprinzen, als Rektor ber Alb°rtin°8s-nd en,huKtf°ch« ,, Königsberg, 9 September. Bei dem gestrigen Diner des Provinwln^^ s. - roeldK.» in dem rerchgeschmuckten Exercierhause auf dem Herzogacker ftattfanh^0^8' Se- K. Hohett Prmz Albrecht im tarnen Sr. Majestät des Kaisers auf Ä 'm nachdem Graf zu Dohna-Schlodien ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser batte. Se. K. Hoheit der Prinz hob hervor, datz alle Provinren in Ä^bracht L>r. Majestät dem Könige am Herzen lägen daß redoch zu Ostoreuk«>n Weise Ziehungen beständen. Auf die geschichtliche Vergangenheit zurückaE^ b Prinz der Thatsache, daß von Ostpreußen aut^^sich das preuW

?abe und ging hierauf besonders in warmen Worten auf He ^reianH^h^ Wahres 1807 zurück. Als er vergangenen Sonntaa nnm <?nifpr cmnu 8^1,1 c des S-. Majestät im Laufe ber Unterhaltung öor3U6§wdf bti ^e7@rtonerun?Jd' ft*1 Jahre zurückliegenbe Vergangenheit verweilt, aus bie Allerhöchstbersttbe mW bltrfc menn ®r Äoni8äbCr0§ 9£bente. Se. Majestät habe erwähnt $ baftfrfi W=Uwn Vater bezüglich ber Rekonstruktion ber Armee eine bebeutenbe ® verbanke. Die Gebanken, welche Friebrich Wilhelm III. 1807 befeelten feienInW Preußen auf besonders fruchtbaren Boden aefallen LT Je,® Dst-

dE S-. Majestät aus bi-Gegenwart zu sprechen gekommen und babe^ibn^kL °n dieser Stelle zu sagen, baß S-. Majestät auch jetzts-r Pwvim bi-stlbe^ gefunden habe und daß, als Gr vor Kurzem an den Vatriotismns TipHffrMA s.» appcllirm müssen, gerabe Ostpreußen Ihm ein- Antwort -rtb-M m!"i8 babe 8^k"F^d- gereicht- unb' für bie etim

ausspreche. Di-s sei auch ber Grunb, weshalb es Sr. Majestät so schwer aem^' °°n dem ursprünglichen Vorhaben, bte Provinz zu beluden tafleta Ä benftC£ßriniienft2II6r^Lenbe ^°"b° bc8 Pr°°mzi°l-Lanbtag-s,' Bo^R^hauskn" üf beä^rin7n0^i?e" Ä-äÄÄMW er (Prinz Albrecht) fei auf Grunb einer perfönlicjen Äli^bÄJrinÄ angenehmen Lage, mitzutheilen, daß das Befinden Sr « n n? m°cr

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______________________________Fresenius.

Stegen, am 10. September 1887. Großherzvgliches Pvlizeiamt Gießen.

__________ Fresenius. __