Zausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Griesheim, am 4. Februar wurde dem Schulamtsaspiranten Johs. Maser aus Fränkisch'Crumbach die Leh- -rerstelle an der Gemeindeschule zu Ltchtenberg'Obernhausen übertragen.
11. Concurrenzeröffnungen:
Erledigt sind: Die dritte evang. Pfarrstelle zu Büdingen mit Herrnhag. Die Präsentation steht dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Büdingen zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende LehrersteUe an der Gemeindeschule zu Dirlammen mit einem Gehalt von 900 A Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Köngernheim mit einem Gehalt von 900 A Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Leh- verstelle an der Gemeindeschule zu Schlierbach mit einem Gehalt von 900 A Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Büdesheim mit einem Gehalt von 900 A Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gras-Ellenbach mit einem Gehalt von 900 A Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Freienseen mit einem Gehalt von 900 A. Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Hofheim mit einem Gehalt von 950 A. An der Gemeindeschule zu Weisenau drei Lehrerstellen, von denen zwei mit kath. Lehrern zu besetzen sind und eine mit einem evang. Lehrer zu besetzen ist, mir einem nßrfi dem Dienstalter der betr. Lehrer sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1600 A, sowie zwei Lehrerinnenstellen, welche mit katholischen Lehrerinnen zu besetzen sind, mit einem nach dem Dienstalter der Betreffenden sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1200 A Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Erbach mit einem Gehalt von 900 A Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle (erste Mädchenschulftelle) an der Gemeindeschule zu Heppenheim mit einem Anfangsgehalt von 1000 A Dem Großh. Kreisrath, dem kath. Pfarrer und dem Stadtvorstande zu Heppen- beim steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Ingelheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1400 A Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Algesheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1200 bis 1500 A
Reichstag.
E. R. Berlin, 9. März 1887.
Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung der Militär- vorlage.
Abg. Rickert (dfr.) erklärt, daß er, um die Annahme der Vorlage nicht zu verzögern, das Haus bitte, die von ihm beantragte Resolution (wegen der Reichseinkommensteuer) erst nach vollständiger Erledigung der Militärvorlage zur Berathung zu stellen. (Beifall.)
Abg. Frhr. v. Franckenstein (Ctr.) erklärt, daß er und die Mehrzahl seiner politischen Freunde noch auf demselben Standpunkte stehen, den sie im vorigen Reichstage eingenommen. Da sie aber einer geschlossenen Mehrheit gegenüberstehen und ihren Standpunkt daher nicht zum Ausdruck bringen könnten, so bleibe ihnen nichts weiter übrig, als sich an der formellen Abstimmung nicht zu betheiligen.
Abg. Dr. Bamberger (dfr.) befürwortet das neuerdings eingebrachte Amendement auf dreijährige Bewilligung; er und seine Freunde glauben auch heute noch, über drei Jahre nicht hinausgehen zu dürfen.
Abg. Dr. Reichensperger (Ctr.) erklärt Namens eines Theils des Centrums, M ste rbren bisherigen Standpunkt nicht aufrecht erhalten, sondern für die unveränderte Annahme der Vorlage stimmen werden. (Beifall.)
Abg. v. Helldorff (cons.) betont noch einmal, daß das Volk bei den Wahlen seine Entscheidung dahin getroffen habe, daß es ein kaiserliches und kein Parlamentsheer wolle und daß die Majorität des Reichstages auf diesem Standpunkte stehe.
Fürst Bismarck ist im Hause erschienen.
Abg. Richter (dfr.) erwidert, daß auch seine Partei bei der Bewilligung des Trummus auf dem Boden der Verfassung ständen. Die Frage, ob Kaiserliches oder Parlamentsheer sei bei den Wahlen vollständig in den Hintergrund getreten. Das Volk sei durch die Behauptung getäuscht worden, es handle sich um Krieg oder Frieden. D" gegenwärtige Majorität des Reichstags sei ein Angstproduct der Wählerschaft. (Großer Lärm rechts.)
Tie Discussion wird geschlossen.
Der Antrag Bamberger wird in namentlicher Abstimmung mit 232 gegen 23 Stimmen abgelehnt, 88 (Centrum) enthielten sich der Abstimmung.
•x "ÄS1 der Regierungsvorlage, ebenfalls in namentlicher Abstimmung,
mrt 223 gegen 40 Stimmen angenommen; 83 enthalten sich der Abstimmung. Eine kleine Minderheit des Centrums von ungefähr 12 Stimmen war für die Vorlage
Die namentliche Abstimmung über $ 2 (Neuformationen) ergibt eine Majorität von 247 gegen 20; 83 Centrumsmitglieder enthielten sich der Abstimmung
Die erste Lesung des Gesetzes, betreffend einige Abänderungen des Pensions- gefetzes bei der Marine, wird nach einigen einleitenden Bemerkungen des Chefs der Admkralttat, v. Caprrvi, debattelos erledigt. M
Der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen von Angehörigen des Reichsheeres und der Marine wird nach einigen Bemerkungen des Kriegsministers v. Schellendorf, sowie der Abgg. Pfafferotb lCtr 1 v- ?crnuth (natlib.), Richter (dfr.) und v. Manteuffel (cons.) an eineCom- Mlfflon zur Vorberathung überwiesen.
Nächste Sitzung Donnerstag. (Etat.)
_ , Univerfität».Chronik.
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-in., H. AU'
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau.
. Berlin, 9. März. Dem Bürgermeister Duncker brachte anläßlich seines fünstia- lahrrgen DlensyubitäumS der Oberbürgermeister v. Forckenbeck an der Svitze einer D-pu,°.wn des und der Stadtverordneten die Mlllckwü sch? Lunt
1 Überreichung einer Adresse, sowie des dem Jubilar vom Kaiser verliehenen rXn Adlerordens 2. Classe mit Eichenlaub. Die Beamten des Maaistrats Batfm Mm» vorher Glückwunschdeputationen an den Jubilar entsandt. Nachmittags finbet*in rjefimabl im Festsaale des Rathhauses statt, woran auch der Minister 33uttfomrr ier frühere Minister Hobrecht iheiinebmen werden. ' -Hutttamer und
- , r^4*^**’ 9- März. Seine Majestät der Kaiser empfing Vormittags den Fürsten Hohenlohe^angenburg nahm sodann militärische Meldungen und den Vortrag W l mowskt's entgegen und machte Nachmittags eine Spazierfahrt. Um 3«/, Uhr erscheint her eultu§minifter und um 4 Uhr der St.atssecreiär Bismarck zum Vortrag Abends
. , , - Lothringen bestehenden Vereinen sind dem Vernebmen
worbet b RrC16: “nb P°li,eidirection gegen 200 als antideutsch bezeichnet h^en eTnonnt W®C W Dr" @tüM- wurde zum Conful in Kopen-
Bremen, 9. März. Der Lloyddampser „Rhein", Capitän Jahns am 23 von Bremen nach Baltimore abgegangen, ist nördlich ber CheaSpeakbay ^au?G^°! Serathen. Ern Dampter wurde zur Hilfeleistung abgesandt. 9 U ®runb
Petersburg, 9. März. Das Journal de St. Petersbourg" sagt bezüglich der Hinrrchrungen m Bulgarien: Diese Handlungen empörender Brutalität batten enhlirh btc offenttrche Meinung über den Werth der vermeintlichen Vertheidiger der Ordnung
Friedberg, 9. März. Heute früh flatterte vom Adolfstburme in der Burg, dessen Zugang gewaltsam erbrochen war, eine große rotb-weise Flagge mit der Jn- jchnft: „Wählt Hinze!" Dieselbe wurde sofort herabgeholt.
., Darmstadt, 7. März. Die Besserung im Befinden des Fürsten Alexander schrecket m erfreulicher Weise fort, so daß die völlige Genesung in baldiger Aussicht steht. Die letztere ist bereits soweit vorgeschritten, daß der Patient aeftcui das Bett verlassen konnte.
Mainz, 9. März. Das hiesige städtische Gaswerk wird von dem 1. Aprrl an den Gaspreis von 22’/io Pfg. auf 20 Pfg. pr. Cubikmeter reducrren.
„ „ — Nächster Tage wird für den Bau einer neuen katholischen Kirche in der Neustadt hier em Concurrenz-Ausschreiben für die Baupläne erlassen werden. Ntit dem Fundamentausheben für diesen Kirchenbau soll schon mit dem Eintritt der Bau- sarson begonnen werden.
c , . — Aus Anlaß der Wahl des Centrumscandidaten N. Rack6 in den Reichstag ftndet am kommenden Sonntag 9iachmtttag im „Frankfurter Hof" hier eine Festwerden^ roo^u Buhler aus Stadt und Land eben durch die Blätter etngelaöen
^us der Landstraße zwischen Esselborn und m"E^uchttam verflossenen Sonntag Nachmittag ein junger Bursche aus Oberflorsheim ein Mädchen aus Kettenheim,. seine ehemalige Geliebte mck einem Reoolvep zu erschießen. Zum Glück gingen die abgegebenen Schüsse aber fehl und kam das Mädchen mit dem bloßen Schrecken davon.
Lüftern hier abgehaltenen Ausschußsitzung des Mlttelrhelnischen Turnkreffes wurde der Tag, an welchem das diesjährige Mittel- rheinische Turnfest dahrer gefeiert werden soll, auf Sonntag den 7. August festgesetzt- Verlauf der Verhandlung wurde ein neuer Turngau unter dem Diamen Lahn-Wetter-Gau gegründet; während der neu gebildete Rhein-Taunus-Gau wegen Mangel der nothlgen Anzahl Mitglieder — wenigstens 1000 Turner — statutarisch ausgenommen werden konnte. Der Mittelrheinkreis zählt jetzt 26 000 Turner in LÄS' W£runtcr Rhernhessen der stärkste mck 5000 Turnern Neben einer Reihe geschäftlich^ Fragen trat der Ausschuß namentlich der Organisation des Fechtens in fp$h*n^mprrf1p?chllnh n?^Cr ua"b t.oU ein in Wiesbaden stattfindendes Preis- und Schau- MnrnP trugen Vereine zu arrangiren übernommen haben, die praktfichen
Erfolge des neugesammelten Materials vercufichaulichen Berüalicb einer w-gen Nichtausnahrn- in^d-n Gau NbUnhefsin wttd dal Vorgehen des Gauausschusses gebilligt und werden demselben weitere Entscheidungen ^/"?egeben Für das Mcktelrhein-Fest wurde bestimmt, daß sich die Höhe der Fes karten auf 2 und h^r Tageskarten auf 1 JL belaufen dürfen.
? u$ der Vrovinz Rheinhessen, 7. März. Nach beendeter Vorschau sind ^hlere b^i^^t^^H ^.^llung^der"deulschen^^^
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aufgeklärt. Die Pforte habe auf Ansuchen des russischen Botschafters, welcher durch- den deutschen Botschafter unterstützt wurde, Riza Bey beauftragt, die Gefangenkn zu besuchen, um wenigstens den Grausamkeiten Einhalt zu thun, welchen der Vertreter des Sultans nicht hätte gleichgiltig zusehen können, ohne die suzeräne Autorität zu compromittiren und die Usurpatoren zu ermuthigen. Man dürfe hoffen, diese Ausschreitungen würden endlich die Ueberzeugung herbeiführen, daß es geboten sei, dem Martyrium des armen Volkes, welches durch Rllßlands Hingebung in's Leben gerufen, aber durch die übergroße Toleranz Europas der Anarchie überliefert worden, ein Ende zu machen. Auch die Geduld habe ihre Grenzen; diese seien aber bereits überschritten.
Rom, 9. März. Aus Massauah wird gemeldet, Salimbeni sei am 1. März nach Asmara abgereist. Die Situation sei unverändert; eine Operation gegen Massauah scheint ausgeschlossen.
— Die Fürstin Wittgenstein, die Vollstreckerin des Liszt'schen Testaments, ist heute hier gestorben.
London, 9. März. Nach einer im Arsenal von Chatham veröffentlichten amtlichen Ntittheilung ist der oberste Zeichner des Arsenals, Namens Terry, weil er von. Informationen, die ihm in seiner amtlichen Eigenschaft zugegangen waren, an dritte Personen gegen Entgelt Gebrauch gemacht hat, seines Postens entsetzt worden. Wie es heißt, hätte Terry zahlreiche Zeichnungen von Torpedos und Marinemaschinen an einen. Vertreter der nordamerikanischen Gesandtschaft verkauft.
Lissabon, 9. März. In dem Grenzstreit mit Zanzibar wies die portugiesische Regierung in Folge freundschaftlicher Vermittelung Deutschlands den portugiesischen Gouverneur von Mozambique an, die Feindseligkeiten gegen Zanzibar einzustellen, nachdem der Sultan von Zanzibar, den ursprünglichen Forderungen Portugals entsprechend, einen Commissar zur Regelung der streitigen Grenzfrage ernannt hatte.
Newyork, 9. März. Ein in Boston aufgegebenes, an den Prinzen von Wales adressirtes Packet wurde, weil es nicht frankirt war, aus dem Postamte in Washington zurückgehalten und geöffnet. Dasselbe enthielt eine in Watte gehüllte Glasröhre mit einer weißen Flüssigkeit, durch welche zwei Drähte hindurchliefen. Der Inhalt der Röhre wird gegenwärtig durch Sachverständige analysirt.
Bukarest, 9. März. Die Abreise des Königs und der Königin nach Berlin wurde auf den 18. d. M. festgesetzt.
__ Belgrad, 9. März. Der türkische Gesandte Zia Bey überreichte dem König ein (schreiben des Sultans als Antwort auf das gelegentlich der Akkreditirung des serbischen Gesandten Nooakooie von demselben überreichte Schreiben des Königs.
Sofia, 9. März. Das Gerücht von dem demnächstigen Zusammentritt der Nationalversammlung wird als unbegründet bezeichnet.
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Gießen, 10. März. sRealschul-Jubiläum.j Die gestern Abend auf dem Lenz'schen Felsenkeller anberaumte Versammlung war sehr zahlreich besucht. Es wurde nach Eröffnung der Versammlung sofort die Constituirung eines erweiterten Comit<s beschlossen und daher das bereits bestehende provisorische ComitS auf 25 Mitglieder ergänzt. Heute schon wird das große Comit^ seine Arbeiten beginneu.
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Gottesdienst der israelitischen Religionggfielllchast^
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