Landwirthschaftliche Nachrichten.
biefer b-t ®on.bcn kleineren Besitzern werden oft die Anzeichen
£ af? r 1 d°ufig ausirclenden Krankheit nicht genügend beachtet, so dahin beruhende ^Krankt?/«?»? ebSfaI1® roic der Ferkelausschlag auf falscher Ernährung Snih Ln™ k6 * ? ^'stehen, die einen verderblicheren Verlauf nehmen. Es follic deshalb genau darauf geachtet werden, ob bet den Ferkeln, gleichviel, ob sie noch säuaen was luetft ‘in* fiCViC flCil^'?i4‘ bj‘ «'"ander stehenden Bläschen zeigen,
M w b Z ? bey- 2l“aen SMthtn wird. Seine Ursache hat dieser Ausschlag
% b e betroffene Stelle geschwollen ist, an einer übermäßigen Fütterung der S d" Gleich in Behandlung genommen ist die Heilung
T?0};* Denn es genügt, den Ferkeln, so lange sich der Ausschlag bemerkbar macht täglich je einen Theelöffel voll Glaubersalzlösung zu geben. Säugen die Ferkel noch' iahlßfun? w™ Mutterschwein eine etwas größere Dosis, etwa einen Eßlöffel, Glauber- salzlösung zu reichen. Daneben muß natürlich eine Aenderung in der Fütterung mrabfolgt^^^^' aId ^an leicht verdauliches Futter in mäßigerer Menge als bisher
Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher?ogthum Hessen
während des Monats Juli 1887.
4n ^urde feftgestellt in Mittel-Gründau im Kreise Büdingen am 7.
rtinmo, m Kreise Bensheim am 3., und in Klein-Gerau im Kreise (9rofc= „u i9 3uli bei je einem nolhgeschlachteten Rinde, ferner in Lampertheim am und tn den Orten des Kreises Friedberg: Rodhetm am 10 und 28 SSSwSä.“ 24*' Nieder-Weisel ?m 3l?Junt, "bei je ^m ttepirten
9Pr®impJc.n im Kreise Heppenheim wurde am 21. Juli ein Pferd als der Seuche verdächtig erklärt. Der Besitzer hat keine weiteren Pferde.
ill dp,- Nns^^ieuche. In Maulbach im Kreise Alsfeld stehen in einem Gehöfte 10 der Ansteckung verdächtige Rinder unter polizeilicher Beobachtung.
fürr.i 1 a!’llllen. im Kreise Lauterbach wurde am 7. Juli eine nothgeschlachtete 6 Äi^ni-ksll^uieuchekrank ei klart. In dem betreffenden Gehöfte befinden sich noch 6 Rlndviehstucke, welche unter polizeiliche Beobachtung gestellt wurden-
ist erlogen ^laschenausschlag des Rindviehs in Schöllenbach im Kreise Erbach im teMeeSenC ^ainftabt im Kreise Offenbach, und in Ettingshausen
rj Westellt wurde die Seuche am 3. Juli tn Heblos im Kreise Lauterbach, und am 7. Juli in Stammheim tm Kreise Friedberg.
Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Harbach im Kreise ffÄ' ia,nelVD?tCn k£SmS^ifc8 Isfeld: Altenburg, Ober,Breidenbachs Rülsenrob, J—fJk «4,58o.ctEnri’b- R- bertenrod, ®[6enwb, Elpcnrob, Bleibenrob, Strcbenbors, abenf*b' kRenzendorf, Hopfgarten, Hergersbors, Unter-Sorg, §n,^t^5r°u-rschwenb, Ratnrob, Helbetbach, Fischbach, Seibelsdorf, Etfa, Schwarz, Eulersdorf unb Windhausen; in ben Orten bes Kreises Bllbingmt Nidda, Wallern- Fauerbach, Schwickartshausen, Lißbcrg, Eckartsborn, Altenstabt, Robendach, = $?0<?fkabn ^el9e,kCn't Ottcnberg unb Lindheim; tn ben Orten bes xreifc§ Friedberg. Ilbenstadt, Heldenbergen, Büdesheim und Burg-Gräfenrode; in den Orten des Kreises Lauterbach: Rixfeld, Weid-Moos, Nösberts, Altenschlirf, L I?oorn , Herbstein und Freiensteinau; in den Orten des Kreises Schotten: Rudingshein, Ober - Seemen, Mittel - Seemen , Nieder - Seemen , Bobenhausen und Lvohnfeld.
- In einer der letzten Ausgaben bes .Leipziger Tageblattes" ist unter ^amilien-Nachrichten Folgendes zu lesen: „Meinen vielen Freunden und Bekannten «ir Nachricht, daß der Wunsch, das halbe Schock voll zu machen, in Erfüllung gewannen, am 1. September, Abends 8/<9 Uhr, wurde uns durch Gottes Gnade ein munteres Mädchen, das dreißigste Kind bescheert. Leipzig, den 2. September 1887. ö-rmann Ziliar, Marie Ziliack, geb. Friedemann." — Das genügt!
* - lieber das Recht der Nothwehr hat das Reichsgericht am 13. Mai ds. Js.
<ine wichtige Entscheidung gefällt, indem es dahin erkannte: „Vermag sich ein rechtswidrig Angegriffener dem Angriff durch die Flucht zu entziehen, ohne dadurch nach den Anschauungen des gesellschaftlichen Verkehrslebens unehrenhaft zu handeln oder andere sLuhberechtigte Interessen preiszugeben, so liegt, falls er, statt zu fliehen, sich verteidigt, eine erlaubte Nothwehr nicht vor. Wohl aber handelt er gesetzlich, wenn die Klucht unehrenhaft erscheint oder mit materiellen Schäden verknüpft sein kann und er deßhalb zu seiner Verteidigung sich wehrt, bezw. zu Gegenangriffen schreitet."
— Des unglücklichen König Ludwigs Nachlaß ist jetzt geordnet. Mit Hilfe btt Prioatmittel des Königs Otto, durch die bet Hof beobachtete Sparsamkeit, durch Verkauf verschiedener Hinterlassenschaften und durch den Ertrag der Eintrittsgelder in M Schlössern u. s. w. wird in etwa 5 Jahren die Schuld der königlichen Eioilliste -er Vergangenheit angehören. Die Einnahmen aus dem Verkauf des königl. Nachlasses und aus dem Besuch der Schlösser erwiesen sich besser, als man gehofft hatte. Allerdings verkaufte man ganze Kioske, massenhafte Costümoorräthe und die Eintrittsgelder in Herren Chiemsee, Linderhof und Neuschwanstein sind ebenso hoch wie ergiebig. Mn rechnet 100—150,000 JL pro 1887 allein Dabei sind alle Werthsachen, die nicht niet; und nagelfest sind, vorsorglich entfernt, nach München übergeführt worden und kommen dort (mit entsprechenden Schutzmaßregeln) in den nächsten Jahren zur Ausstellung, selbstverständlich auch nicht unentgeltlich. Das „Geschäft" wird voraussichtlich in der Zeit der Kunstausstellung von 1888 und des deutschen Turnfestes von 1889 lehr blühen.
Kreuznach, 7. September. In der benachbarten Gemarkung Norheim wurden vor einigen Tagen von zwei Jägern bei der Feldhühnerjagd zwei Mädchen angeschossen und derart verletzt, daß sie ärztlicher Obhut übergeben werden mußten.
— (Ein entsetzlicher Tod.j Ein 19jährigcr, kräftiger junger Mann, Ludwig Esizmadia, der vor nicht langer Zeit von einem wüthenden Hunde gebissen wurde, erlag in Bojt nächst Großwardein unter fürchterlichen Qualen der Wasserscheu. Als die entsetzliche Krankheit bei dem Unglücklichen zum Ausbruche kam, wurde derselbe in ein Zimmer gesperrt und die Thür verrammelt. In einem Tobsuchtsanfalle drückte der Kranke jedoch das Fenster ein und gelangte auf diese Weise in den Hof, welcher nur mit einer 2 Meter hohen Planke abgesperrt ist. Furchtbar war der Anblick, welcher sich ben durch das Gitterthor schauenden Personen bot. Der Kranke schlug mit wilden Geberden um sich und brach bald in wahnsinniges Gelächter aus. Dann ließ er neroenerschütternde Schreie vernehmen und versuchte mit einer Haue das Gitterthor em,Zuschlägen. Als der Kranke den Notar erblickte, rief er ihm zu: „Herr Notar! Nehmen Sie Ihr doppelläufiges Gewehr hervor! Ich setze mich nieder und verhalte mich ruhig. Zielen Sie gut und schießen Sie mich nieder, denn ich leide entsetzlich." Im nächsten Augenblick sprang er unter unsäglichen Martern, von schreckenden Fieber- gestalten verfolgt, die Haare raufend, wild im Hofe umher. Eine der peinlichsten Scensn war es, als fein Großvater in den Hof trat und sich ihm näherte. „Du stirbst!" schrie ihm der Kranke zu, indem er auf ibn losstürzte. Der Greis verlor jedoch die Geistesgegenwart nicht und erfaßte den Burschen dergestalt am Nacken, daß er sich nicht bewegen konnte. Als der Alte sah, daß ihm von draußen keine Hilfe ward, sprang er mit einem Satze zum Gitterthor hinaus. Der Kranke blieb nun einige Minuten ruhig liegen, wurde aber dann abermals von einem Tobsuchtsansalle erfaßt. Mit hochgeschwungener Hacke wiederholte er nun den Angriff auf das Thor unb basselbe gab nach. Da fanden sich denn doch mehrere beherzte Männer, die sich auf ben Unglücklichen warfen und ihn nach fürchterlichem Kampfe zu Boden schlugen unb banden. Nun wurde der Kranke zu Bett gebracht. Nachts gab er seinen Geist auf.
Amsterdam, 4. September. Von der Garnison in Middelburg (Provinz Zceland) sind etwa 250 Soldaten erkrankt, wie man oermuthet, in Folge des Genusses einer aus conservirtem Fleisch zubereiteten Suppe. Bis jetzt ist noch kein Todesfall soraelommen, vielmehr sind fast alle Kranke auf dem Wege der Besserung. Der Fall wirb wohl die guten Folgen haben, daß man den Lieferanten für die Kasernen schärfer als bisher auf die Finger sieht. Man dürfte in dieser Hinsicht zuerst mit dem Brode selbst beginnen, da allgemein über die Verfälschung des Mehles mit Gyps und Alaun geklagt wird. Eine belgische Mehlfabrik wurde tn den letzten Wochen überführt, verfälschtes Mehl an eine Amsterdamer Brodsabrik verkauft zu haben, und als das Ergebniß der chemischen Untersuchung in den Blättern veröffentlicht wurde, hatte dieselbe Fabrik noch die Stirn, eine Verleumdungsklage bei Gericht anzustellen.
— (Blinder Eifer schadet nur.] Am letzten Freitag nahm ein betagtes englisches Parlamentsmitglieds ein sehr eifersüchtiger Herr, der obendrein das etwas gefährliche Glück besitzt, eine hübsche junge Frau fein eigen nennen zu können, aus dem Ankleidezimmer -es Sitzungssaales einen Seidenhut, den er für den seinen hielt. Am nächsten Morgen entdeckte er in seinem Hausgange einen fremden Cylinder, auf dessen Innenseite ein fremder Namenszug sammt einer Krone darüber angebracht war. Am Abend zuvor war seine Frau aus Südfrankreich zurückgekehrt, während ihr Gatte feinen Pflichten im Parlament oblag. Er eilte spornstreichs in ihr Boudoir, stellte sie wrJHebe unb fragte, welcher Herr sie begleitet habe. Die Frau wies mit begreiflicher Entrüstung ben Verdacht zurück, aber der Gatte, keineswegs von der Unschuld seiner ,<ra“ überzeugt, schlug in einem Adelslexikon nach und fand, daß der Namenszug und die Krone auf den ältesten Sohn eines Lords paßten. Dieser Junker hatte ebenfalls einen Sltz im Unterhaus, aber im feindlichen Lager. Er erhielt noch am selben Tage einen JBrtq vom Rechtsanwalt des Gatten, der ihm mit allen erdenklichen Strafen für ! e Hausehre drohte. Der Junker, der ebenfalls mit einem fremden Hute wat Abends nach Hause getrollt war, sah den Mißgriff des Gegners sofort, ging je- doch auf den Scherz ein und beauftragte seinen Rechtsanwalt, dem eifersüchtigen Henn Msetzgkber einen Drohbrief wegen Entwendung eines Hutes zuzuschicken. Da gingen dem eifersüchtigen Manne die Augen auf unb er bat ab.
— (Dreifacher Mord und Selbstmord.] Am Sedantage hat in Züllichau ein dreifacher Mord und Selbstmord stattgefunden. Stach einem Berichte der "U- O.-Z." hat ein Gerichtsdiener und Gefangenwärter, welcher erst seit einigen Tagen mWenalau nach Züllichau versetzt worden war, seine Frau und seine beiden Kinder durch Reooloerschusse gelobtet und darauf sich selbst eine Kugel durch den Kopf ge- Ichoffen. Der Mann lebte noch, als man an den Ort des Schreckens kam; er wurde m s Hospital gebracht, aber zu seiner Wiederherstellung ist wenig Hoffnung. Die r fürchterlichen That ist jedenfalls eine am Tage vorher stattgefundene gericht- Uche Haussuchung, bei welcher Gegenstände gefunden fein sollen, über deren rechtmäßigen Besitz das Ehepaar sich nicht ausweisen konnte.
Lelegraphischer SchiffSbericht
der „Red Star Line" Antwerpen.
Philadelphia, 7. Septbr. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line", welcher am 24. Aug. von Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier angekommen.
Kirchliche Anzeigen der Stndt Wiestes.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag den 10. September.
Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey.
14. Sonntag nach Trinitatis, 11. September.
Vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Schlosser.
Feier des heiligen Abendmahls.
Nachmittags 2Vt Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Die Kinderkirche fällt aus.
Am Sonntag, den 18. September, findet die kirchliche Feier des Geburtstags Sr- Kgl. Hoheit des Großherzogs statt.
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 11. bis 17. September besorgt Pfarrer Schlosser.
Katholische Gemeinde.
15. Sonntag nach Pstugsten.
(Mariä Geburt.)
Von 6 Uhr an Beichte.
Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion.
* ValO Uhr: Hochamt und Predigt.
„ 2 Uhr: Festandacht.
Montag ben 12 September ist Vormittags 8 Uhr Gottesdienst und Te Deum zur Feier des Geburtsfestes Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs.
GMesdienst in der Synagoge.
Freitag Abend 6*s Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr Samstag Abend 7« Uhr.
Wärmegrade der Lahn und der Luft
nach Reaumur gemessen am 9. September, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12V2 Grab, Luft im Schatten 15 Grad.
L. Ehr. Rübsamen.
Allgemeiner Anzeiger.
Carl Garrthe, Wetzlar
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DarmstüiNer PstrSe- u. Foyirn-Mrkl am 6., 7. und 8. October 1887, Preisvertheilung am 6 October, Nachmittags 3 Uhr.
Berloosung am 8. October, Nachmittags 4 Uhr, von schönen Reit- Fohlen, einem eleganten Zweispänner mit zwei H>ferden und completem Geschirr, einem Stuhlwagen mit Pferd und Gesurr, vielen Reit und Fahrgegenständen rc- rc.
in -r^De«^tneb der Loose ä 2 Mark per Stück ist dem Herrn L. F. Ohnacker tm einzigen General-Debit übertragen.
Der Darmstädter Pferdemartt-Berein.
Bairischer Hof. i 6626 Ein kräftiger Bursche von
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