der Bäcker
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1. Sorte 48
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Gießen, den 8. Januar 1886.
Schwarzbrod 1. Sorte 24
Schwarzbrod 1. Sorte 48
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Weißbrob .
Weißbrob .
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der Brodverkäufer Pfb.) Weißbrob .
Schwarzbrob 2. Sorte 21
Schwarzbrob 2. Sorte 42
-u—» 1. Sorte — Schwarzbrob 2. Sorte 21 Schwarzbrob 2. Sorte 42 Schwarzbrob 2. Sorte 6L
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
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Brodpreife
vom 9. bis 23. Januar 1887.
» ) „ 54
„ ) Schwarzbrob 1. Sorte 24
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raschenb waren auch die Halluzinationen, Sinnestäuschungen, zu welchen Hr. Böllert or ^?anß;- 6l°udten sich in einem schönen Garten, vermeinten bie rofflicysten Aepfel zu eilen und verzehren unter dem Ausdruck sichtlichen Wohlbehagens J *5*°% ?arTfn. a^r natürlich beim Erwachen die ekle Kost voll Unwillen Am Schluß zeigte Hr. Bollert einem Hypnotisirten einen schaukelnden Kahn, nnt Plötzlich schlagt der Kahn um und der Hypnotisirte stürzt
uU1P C§c VF rcttcn: das Kind aber war ein Tuch, welches Böllert hatte fallen lassen, und statt in den Fluchen bewegte sich der ufchte auf dem Boden des Podiums. — Die hochinteressanten Versuche der Herren nnfcrpr Un\£L°ntai 2t5.cnb im 2elb fortgesetzt, worauf wir diejenigen unserer Leser, namentlich auch die Damen, aufmerksam machen möchten, welche bis heute noch keine Gelegenheit hatten, derartige wunderbare Dinge wahrzunehmen.
Toöe8- Anzeige.
Heute starb unsere unvergeßliche Tochter, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Schwester
Christine Lang, geb. Köhler,
™*r Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Therlnahme tiefbetrüit mittheilen.
Gießen, den 8. Januar 1887.
Die trauernden Hinterbliebenen.
, ,r Die Beerdigung findet Montag Mittag 2 Uhr vom Sterbe. Hause (Asterweg 17) aus statt. 258
c )rx u s^O b er Hessen, 29. December. Der Oberhessische Bienenzüchter-Vereinhat
durch den Tod seines verdrenten Präsidenten, des Herrn Pfarrers De ich er t, der °ArC mit & bci? Vereine vorgestanden hat, einen großen Verlust erlitten und eine schwere Krisis auch insofern durchgemacht, als er auf der letzten General- M November vollständig neue, den Zeitverhältnissen und den
roorben^ft^1111 eIer kvtsprcchenbe Statuten erhalten hat und neu constituirt ; 6ewiß für die Freunde der Bienenzucht nicht ohne Interesse, die
^achrtcht zu erhalten, baß Großh. Ministerium des Innern am 3. December ?c?l ^.c.relnc' no8nC$tcrr ^Burbigunß der von demselben verfolgten Ziele, eine Staatssubvention von 250 Jt gütigst gewährt hat und daß ferner 9 Abgeordnete aus den 3 Pro- "^n (Ellenberger, Schaum und Sturmfels aus Oberhessen, Arnold, Haas Starkenburg, Or. Schröder, Pitthan und Stephan aus bei der II. Kammer den Antrag eingebracht haben, die Großh. Regierung die Bienenzüchter-Vereine der 3 Provinzen im nächsten Budget durch eine Staatssuboentron um deßwillen zu unterstützen, weil die Bienenzucht ein nützlicher ker unb insofern auch mit derselben zusammen-
re»; -r* B^ne nach den Entdeckungen des Herrn Prof. Leuckhardt sehr wesentlich Obstbaume beiträgt, alljährlich ansehnliche Summen für Honig
XJ «Äa ond (aus Bremen wurden 1885 nach der Statistik vom October allein in hrVia rI^09r®mmemgesührt) gehen und auch die übrigen an der Ver- erhalter? nu^ ^er Kenntnisse verbreitenden Vereine ansehnliche Zuschüsse vom Staate 9ß 9*ad)bcin bcr Verein durch die erhaltenen (Staat 250 Jt, Creditkasse Ortenberg uanb. ru erwartenden Subventionen aus seiner finanziellen Bedrängnitz wenigstens einigermaßen befreit und in die Lage versetzt worden ist, den Zweigvereinen nach verschiedenen Richtungen hin helfend unter die Arme zu greifen, darf wohl mit P^^n, dag er durch lebhafte Betheiligung feiner alten und zahlreichen Beitritt neuer Mitglieder (er ist von 149 Mitgliedern in 1886 bereits auf über 500 gewachsen) erstarken und neues, frisches Leben erhalten wird.
Wie hiesige Blätter wissen wollen, stände in Kurzem eine A^nde^ung m der Besetzung des hiesigen Gouverneurpostens bevor. Durch den x r-!?Cdi Bruders des jetzigen Gouverneurs, des Herrn Grafen v. Schlippenbach, soll anzutr?ten"ge?enke^^ ber ttei geworden sein, welches Herr v. Schlippenbach < b^f^e Polizeiamt warnt vor einem Schwindler Namens Heinrich Wagner,
in Darmstadt, Worms, Oppenheim und Bingen e cinc ^ollecte für ein dem Hergenhahn untergegangenes Schiff veranstaltet.
„ c^Uv nhessen, 7. Januar. In Oppenheim wird eben eine lebhafte Agitation fur^bie Anlage einer Nebenbahn Mörstadt - Oppenheim mit einem Anschluß PPFP’!tsnni<»'Ir^benji, Leebeim, Griesheim, Darmstadt getrieben. Die Wich- nach' ätabt‘SnS m,t 0r°6tm S?clnDtr,anb‘ °us bem ßreife Oppenheim /!? ^tzt herausstellt, haben nicht zwei, sondern nur ein Liebespaar die Die^eim^ unb ^U)ar ba^ Pärchen nicht von Oppenheim, sondern von
— [Sin passender Druckfehlers Was gleicht wohl aus Erden dem Jagd- vergnügen? — Beim Schalle der Hörner im Grünen zu lügen! 6
mnt,r d« Dolksschule.s Lehrer: „Was für -in- Profession Hai denn Dein
A,rr ~ : »I . . . i ... trau m'rs nct ,lagen.
Lehrer. — Lehrer: Nur heraus damit, genire Dich nicht, Michel!" ~ Mchel (nach langem Zögern): „Mei Da,er is - das „bärtige Weib" im \5/tTCU5 !
Handel und Verkehr.
H7R6 ntnn^-8k 3°.nuar- Ä^b^heutigen Markt kostete: Butter per Pfund sxc0'7^0-80, Hühnereier per St. 7—8 Enteneier St. 8—9 Käle vr. St. 5—8 A
T0 jn pr,Atlcr 17 Linsen 28 Tauben per Paar 70 bi4
90 Hühner per Stuck 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück 0 70 1 ‘20
6?^^iB^unb^nbfleifA5^ *58 50—65 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis
66 A bnn 5l“^6rÄ' Schweineflestch 56-60 Hammelfleisch 50 bis
io qI6o y)—00 Kartoffeln per 100 Kilo JL 4.00—4.50, Milch per Liter
12—18 Zwiebeln per Gentner 5.00-0.00. ' A,ucr
^Ermehrung und Veredlung ber geistigen Schätze der aufblühenden Hauptstadt nicht ermuven soll.
Berlin, den 4. Januar 1887.
gez. Friedrich Wilhelm, Kronprinz."
, , .93°,’r ?hr-r K. u. K. Hoheit der Frau Kronprinzessin ging dem Magistrate folgendes Antwortschreiben zu:
„Mit aufrichtigem Danke habe Ich die aus Anlaß des Jahreswechsels an Mich gerichtete Zuschrift des Magistrats empfangen. Gern erwidere Ich die Mir darin aus- gesprochenen Glückwünsche mit Meinen wärmsten Empfindungen für das fernere Wohl n? Hllb lemer Bewohner. Möge das neu beginnende Jahr der immer mächtiger fich entwickelnden Hauptstadt ein Jahr des Glücks und Segens werden.
Berlin, den 5. Januar 1887.
gez. Victoria, Kronprinzessin."
m — In dem Dankschreiben des Kaisers an das Eentralcomitö der deutschen Rothe-Kreuz-Vereine für die Neujahrsglückwünsche heißt es: Wenn ich auch der Hoffnung lebe, daß die Bemühungen, dem deutschen Volke die Segnungen des Friedens ru erhalten, nicht vergeblich sein werden, kann ich doch meine volle Anerkennung über den Ernst und Eifer nicht zurückhalten, womit die Rothe-Kreuz-Vereine auch in ruhigen Zeiten der Erfüllung ihrer Aufgabe sich hingeben. M
Bremen, 7. Januar. Die Rettungsstation Dorumertief telegraphin: Am 7. Januar von einer gestrandeten Fischerschaluppe vier Personen gerettet durch die Rettungsmannschaft der Station Dorumertief.
,-PariS, 7. Januar. Dem „Temps" zufolge ist die wiederholt aufgeschobene Abreise Brazza s nach dem Eongogebiete nunmehr auf den 20. ds. Mts. festgesetzt worben. B °
Lsndon, 7. Januar. Der „Stanbard" melbet, Glabstone sei geneigt, seine Home-Rule-Vorlage dahin zu ändern, daß das Reichsparlament bie Ausübung gewisser beschrankter, auf irische Angelegenheiten bezüglicher Gewalten auf ein Dubliner Parlament übertrage.
London, 7. Januar. Die bulgarische Deputation ist beute nach Paris abgereist. ' *
. Rom, 7. Januar. Der Kronprinz ist nach Livorno abgereist, um zu seiner Orientreise, zunächst nach Creta, sich einzufchiffen.
,. , 2tthen, 7. Januar. (Meldung der „Agence Havas".) Die Pforte richtete hierher eine Note, worin sie die Abberufung der ariechifchen Consuln in Ganea, r'Tr’I1110 und Heraklion verlangt, welche an den Kundgebungen anläßlich der Groß- lahrigkeitsfeier des griechischen Kronprinzen theilgenommen haben sollen.
London, 8. Januar. Reuters Bureau wird aus Brisbane unterm 7. d M. gemeldet: Der deutsche Kreuzer „Adler" landete Matrsfen in Steu-Jrland, welche Au'e/.bu^chzogen wurde, wobei mehrere Dörfer in Brand gesteckt wurden als Strafe für die Ermordung deutscher Händler. Ein Eingeborener wurde getödtet.
Lokales.
a 8C I^uar.^ fStadtoerordnetensitzung vom 6. Januar, Nachmittags
4 Uhr.I Anwesend Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeordneten Keller und^Gnauth, von netten der Stadtverordneten die Herren Baist, Georgi Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Haustein. Hoch, Homberaer ^unbarbf' SBa11e°nftB“9“^ctri' Dr‘ Schopbach, Simon, Vozl nnb
Beginn des Jahres die verschiedenen Deputationen gewähir. Außer den bisher bestandenen wird eine neue gebildet und zwar eine Devu- «“£1 tY.. Derathung der Eoncessioncn für Wirthschasten und Schnaps-Ausschank. 3» bi-sclb- werden die Herren Simon, JugHardt, V-. Ploch und Georgi ,e- 3babfr b«?^ ®CJUC^ ^bs Wirths und Specereihändlers Carl Krom- wstsen ^ e d^ienige des Restaurateurs Franz Schray an diese Commission ver- Die Klage des Hch. Juderthal auf der Großmühle bei Alten-Buseck und Consorten gegeni dte Stabt G ießen, Beklagte, wegen Veränderung des Wasserlaufes und vermeintlicher Entziehung öffentlichen Wassers, wird ausgenommen T. . Auf em Gesuch der Frau Gg. Lony Wwe., Feststellung ber Bau'flucht- ous Anlaß des Umbaues resp. Neubau ihres Hauses Neuenweg 17, beantragt die Baudeputation an ihrem Beschlüsse vom Juli 1886 festzuhalten, womit sich .die Versammlung einverstanden erklärt. 1
Der Gewerbeoerein ersucht um Ueberlassung eines Schullocales für die erweiterte Handwerkerschule und wirb hierfür der untere Saal der alten Schule am Aster- weg widerruflich verwilligt; die Zahl der Sonntagsschüler beträgt 121, die ber erweiterten Handwerkerschule 197. ' * 1
a-f ? b" erlöschwesen betreffend, wird ein Gesuch des Commandos der Gießener freiwilligen H-euerwehr behufs Errichtung einer Gaslaterne im Spritzenhaus ßenebmtgt, rbenfo die Anfertigung von gackeln nach einem Berliner Muster. Eine entstandene Revaraturkssten-Rechnung wird ebenfalls genehmigt.
OT Actien-Gesellschaft für Annoncen-Uhren in Hamburg ersucht um Erlaubniß P e? ncenuh r und Anweisung eines hierzu geeigneten
Aufftellungbesstrnüstb cntfpro^cn unb ba§ nördliche Ende des Kreuzplatzes zur Das Gesuch des Herrn Hch. Adami wegen Wasserabführung wirb widerruflich nach Angabe durch den Stadtbaumeister genehmigt s^.^^^esserung des Hammweges werden die von d'er Vaudeputation ver- ^n^en lOO JL verwilligt und eine durch Einsturz eines Kanals auf dem Brand nothig gewordene schleunige Reparatur nachträglich genehmigt. Verschiedene Kosten- becreturen gutgeheißen. — Schluß der öffentlichen Sitzung 5 Uhr.
. . . 8. Januar. sTurnerischesJ Der hiesige Turnverein (gegr. 18461
//ln ^^ivhriges Winterfest soviel uns bekannt am 5. Marz in Stein's Saal.
JUr 992(11 blcrbei von der Aufführung eines Reigens abgesehen werden' und hierfür em Turnen am transportablen Reck, welches zu diesem Zweck in Stein's ^a?nMUTC a8Cn croeÄ m ro<r^' ^at[^nben» sowie außerdem einige von einer größeren Anzahl Turner aufgeftellten Pyramiden zur Aufführung gelangen.
k u ePJvä .umsomehr zu begrüßen, da die echt turnerischen Aufführungen bei derartigen Festlichkeiten bis jetzt doch immer nur sehr spärlich behandelt wurden.
8. Januar. Herr Th. Böllert, der ehemalige Begleiter und Schüler ^uskM der vor 6—7 Jahren in Berlin, Wien rc. durch seine hypnoti- schen Experimente so gewaltiges Aufsehen erregt hat, sowie Herr Krause setzten gestern Abenh im Saale des Cafä Leib ein äußerst zahlreich erschienenes Publikum "Äfeä ®rff“unen- Herr Böllert in fließenden! Dortrag
G-fchicht- und Wesen des Magnetismus kurz skizzirt hatte, ging er zu den hoch- interesfanten praktrschen Versuchen über: etwa 20 P-rfonen bestiegen das Podium
,TnL»CsmfStlflfe!tißE8en^a5 placirt und mutzten ein kleines Glas:
Minuten lang unverwandt ansehen. Herr Böllert setzte sich während dessen an s Klavier und spielte ausdrucksvoll eine MozarLsche Sonate, bestieg dann leise wieder das Podium und begannen dann an jedem einzelnen der Dasitzcnden die Experimente: Hanttrungen, die schwer zu beschreiben sind und in allerlei sonderbaren Strichen mit der Hand um und über Kopf und Rumpf des zu Hvpnotisirenden bestehen Simm» -rw.es sich der größere The« der Erschienenen als nicht oder weniger zum iS t * tih- bhi,(,maknCh «^eignet und wurde enllaffen; die Empsäng-
Iid,fett für diese hypnotischen Versuche ist nämlich nach Böllert's Tllittheiluna die auch im Verlauf des Abends bestätigt wurde, bei dem Einzelnen ganz verfchleden, und wahrend d,e einen ort erst nach Monaten dem Magnetiseur sich willtaong zeigen, sind anbcrc schon nach Wochen, Tagen, Minuten in dem unerklärlichen Bann seines Blickes und seiner maanetiscken" St,«b. SBoii den auf dem Podium Zurückgebliebenen, etwa 8 Personen verschiedenen Mt^g erwiesen, ,,ch wiederum namentlich vier höchst empfänglich für die Experimente Di- Hnpnot.Men konnten die Augen, den Mund nicht öffnen, wenn der Maaneti eur nüb wollte. Das Jntere,lauteste waren die Fäll- von Katalepsie Starrsucht b H/- Wll-rt durch seine. Willkür zwei der höchst empfäugstchem^^ i-r Allerts Bann gänzlich willens- und gefuhlsloscn Objecte, beide kräftige junge Männer im Nu ver- an?e^enbc^ brachte den regungslos Daliegenden Stiche in Hand und Wange bei, phne baß sie nur im geringsten reagirten. Hochinteressant unb über-
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3 i, C6 Pfb.) Schwarzbrod 2. Sorte
bei I. Lein, K- Haas, L- Keil


