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is (z April. Veranlassung der Forstbehörde wird gegenwärtig der

vis Spielplatz der den Jugendfesten benutzte Theil des Philosophenwaldes mit einer größeren Anzahl von Ltndenbäumen bepflanzt. Bei gutem Gedeihen kann diese Anlage schon in einigen Jahren eine Zierde des Platzes bilden; jedoch die Annehmlichkeiten Lieser Verschönerung zu genießen, wird einer späteren Generation vorbehalten bleiben

später den Besuch der Kronprinzessin, sowie der Prinzessinnen Sophie und Margarethe ainb machte Nachmittags eine Spazierfahrt.

DieNorddeutsche" schildert die Thätigkeit des Caplans Dasbach in Trier Lei dem letzten Wahlkampfe, der, nicht zufrieden mit seiner Thätigkeit in Wahl­versammlungen, auch eine zur Agitation im klerikalen Sinne bestimmte Schrift mit dem TitelDie Reichstagswahl des Jahres 1887" unter seinem Namen veröffentlichte. -Ein Theil der Schuld falle aber auch auf den Bischof Korum zurück, der es duÜ)e, daß von einem Geistlichen seiner Diözese ein Handwerk getrieben wird, welches das Priester- thum in den Augen des Volkes herabsetzen müsse.

Berlin, 6. April. DieMünchener Allg. Ztg." sagt betreffs der Zeitungs- meldungcn über die Betheiligung Bayerns an der Reform der Spiritussteuer, die Mitwirkung der bayerischen Regierung sei darauf gerichtet, den dem Reichstage zu- gehenden Entwurf den verschiedenen Verhältnissen soweit anzupassen, daß der spätere Anschluß Bayerns an die bei dem Entwürfe schon jetzt betheiligten Staaten ermöglicht werde. Hierauf beziehe sich die Meldung von einer am 13. dss. Mts. erfolgenden Zusammenkunft der deutschen Finanzminister in München. Daß die bayerische Re­gierung vor Abgabe einer bindenden Zustimmung sich mit dem bayerischen Landtage in's Einvernehmen setzen werde, sofern der Gesetzentwurf aus dem Bundesrathe und Reichstage in einer solchen Gestalt hervorgehe, daß dessen Einführung in Bayern wünschenswerth oder nothwendig erscheine, habe der Finanzminister bereits in der vorigen Landtagssession erklärt.

Genf, 6. April. Die Königin von England ist heute Vormittag in Aix-Les- Bains eingetroffen.

St. Gallen, 6. April. Bei starkem Föhn sind gestern im Dorfe Büchel im Rheinthale 45 Gebäude niedergebrannt.

Kopenhagen, 6. April. Der hiesige DampferArcturus" ist auf der Fahrt nach Danzig gestern Abend bei Falsterbo mit derSavona" aus Leith zusammen­gestoßen. DerArcturus" sank, doch wurde seine Besatzung von derSavona" aerettet Der Bug derSavona" ist stark beschädigt.

London, 6. April. Oberst Ridgeway und Eapitän Barrow begeben sich morgen nach Petersburg, um die Unterhandlungen mit der russischen Regierung wegen der endgiltigen Feststellung der afghanischen Grenze wieder aufzunehmen.

. Rom, 6. April. Einer Meldung derAgencia Stefani" aus Massauah zufolge bestätigt sich die Nachricht nicht, daß bei Ghinda oder Asmara abessynische Streitkräfte roncentrirt würden. Ras Alula, welcher sich zum Negus begeben, ist noch nicht nach Asmara zurückgekehrt.

Athen, 6. April. In der Kammer wurde die Berathung über das Budget fortgesetzt. Trikupis erklärte, die von der Opposition geforderte Verminderung der Ausgaben würde das Heer und alle Verwaltungszweige desorganisiren, ohne die Lage zu verbessern, allein die Maßregeln der Regierung könnten Griechenland, welches die flerorbertcn Steuern gut tragen könne, aufhelfen.

Newyork, 6. April. Zur Feier der Entlassung Most's aus dem Gesängnisse bielten die Anarchisten heute eine große Versammlung, in welcher Most erklärte, er werde den Krieg gegen das Eigenthum wie vor seiner Einsperrung fortsetzen.

Vermischte-.

< Or-?!a.rmP£bt' 5. April. Aus der Jubiläums-Stipendien-Stiftung zu Ehren ber fahrigen Regierung des hochstseligen Großherzogs Ludwig III., welche bezweckt, bafc aus den Kapitalzmsen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen Emer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren B.ldungsanstalt erhalten sollen, sind für das Jahr 1887 drei Stipendien zu vergeben. Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur 'vlcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben. Hierauf berechtigte und qualificirte junge Männer, welche zum Zwecke Ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen, und sich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, haben ihre Gesuche, mit den nöthigen Zeugnissen belegt, durch ihre betreffende Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz bis längstens zum 20. d. M. gelangen zu lassen.

.,. §eVen'r Kastel ist die Diphtheritisepidemie noch immer

Nicht beendigt. In den Letzten Tagen sind wieder mehrfach Erkrankungen vorgekommen. .. ^-.ie "A?'..I' " ^eilt, soll in Ober-Mörlen eine Frau krank darnieder-

liegen, die schon seit 20 Wochen nichts mehr gegessen und getrunken hat. Einige Lebenszeichen gebe die tvrau ab und zu von sich, sonst liege sie aber wie tobt da.

« Ma" ä' 6* April. Unser städtisches Museum hat soeben eine werthvolle 28ereta)erung gefunden. ^Der lungst in Darmstadt verstorbene frühere Bürgermeister von Bingen, Eberhard >L>oherr, hat nämlich der städtischen Gallerie seine ganze weithin bekannte und berühmte Antiquitatensammlung testamentarisch vermacht. Die Sammlung, auf welche Engländer und Hollander mehrmals vergebens große Summen geboten P^orzellane^ ueben Gemälden prachtvolle Schnitzereien und alte Gefäße und

r Laufe des Sommers wird hier im Akademiesaal eine Ausstellung der in Prlvatbesitz befindlichen Gemälde stattfinden. Da Mainz wie keine gleich" Stadt van ihrer Große einen großen Reichthum an werthoollen Prioatsammlungen besitzt, so laßt sich eine interessante Ausstellung erwarten. iuuiuuuuBen

rr eine Jn ^er Neustadt hier projectirte neue katholische Kirche kommt

5Ur)C m Wege allgemeiner Eoncurrenz zur Ausschreibung. Die Grundzüge

zu dem Bauprogramm sind vom Dompräbendat Dr. Schneider entworfen.

Ausstellung im M. I." befinden sich auf dem hiesigen Friedhof zur Uche R-rnEvo'n^ 9830 ®r5bcr- °°» d-n-n der Stadt eine jähr-

Wie dieMainzer Nachrichten" mittheilen, beherbergt das hiesige Gefänaniß Kin'leSmörberinnm.'6 *Cn ®cf,natncn 8 »°4 'n ganz jugendlichem Alter stehrndc " kDer deutsche Biervcrbrauch von 1872 bis 1885.1 Der Bierverbrauch ist ein fe! m ""^meinen Wohlstandes, weil er sich aus die breiten

;?lc "And. Bl." geben einen dem neuesten statistischen Jahr- ^Ech von 1886 entnommenen Bericht über den Bi-rv-rbrauch w nru>k 3°P.cbtet> .ro°nat6 der muthmahliche Verbrauch von 1872 bis 1885^ von ^302 000 Hectoliter auf 41325 000 Hcctoliter gestiegen ist Es kamen mithin im hi! aUCfbenrQo8Df her^it6Aim 3a6Ee 1885 n°h°zu 47 Millionen betrug ttwa 80 Liter ble ben nu "-/? ür Ermn»se"8' Qb=V/3 -auf d«-Kinder -inr-chnen muß so 6m arcfteren The» nah 1 unb b? roteber unter oen Erwachsenen die Frauen ? Sen ermarhien,nbTO ' ,0 Iom®tn durchschnittlich in Deutschland nahezu 270Liter

nicht einmal auf dem Strich habe. Die peinliche Angeleacnbctt llt hkrltit enhA»4 unb gut musikalisch aus der Welt geschafft. -

sich der Humorist Siegmund Haber im .Ulk". mevlichen Aprilscherz leistete

Ucb-l das Färben von Ostereiern dürsten einige Mittheilungen der }}nb rerwünscht sein. Die poröse Schale der Eier nimmt leicht jede in Wasser lösliche Farbe an; da aber durch Sprünge der Schale Farbe in das Innere des Eies gelangen kann, so muß man bei der Wahl der ersteren vorsichtig sein. Für Farbe stelle mau zuerst durch fünf Minuten langes Kochen mit dem nur in kleiner IKenge anjuroenZienben Färbemittel eine Farbebrühe her, in welcher die Eier acht bis zehn Minuten lang gekocht werden. Man färbt grün mit einer Hand voll frischem Salat, dunkelgrün mit getrockneten Malvenblüthen, besonders dunkler Arten, gelb mit Gelbholz oder Safran, goldgelb mit den äußeren Zwiebelschalen, strohgelb mit Mandel- LCIkiCl c-n0cIb Brennnesselwurzeln, braun mit Kraps. Eine Brühe ffir rothe Eier erhalt man aus Fernambukholz. Legt man Blätter von Petersilie, Schaf­garbe oder dergleichen auf das Ei, bindet diese mittelst Leinwandlappen fest und kocht sie in der genannten Brühe, so erhält man rothe Eier mit weißen Blättern, Herzen, Sterne; Thierbllder aus Ziebelschale geschnitten und auf Eier befestigt, geben rothe Eier mit gelben Figuren. Zartes Rosa bis Purpurroth erhält man aus mehr oder weniger gepulverter Cochenille. v

Nach einer statistischen Zusammenstellung des österreichischen Forstvereins wurden im vergangenen Jahre, in welchem der Wilddiebstahl besonders überhand erÄüen^ rocmger aI§ 76 Jäger oder Heger in Oesterreich von Wildschützen r ~ tDie Freudenfeuer auf dem Watzmann.) DerBerchtesgadener Anzeiger" brachte in seinem Bericht über die Geburtstagsfeier des deutschen Kaisers in Berchtes- gaben bie kurze Notiz:Die Bergführer Stanzl und Nep. Walch brannten auf dem Watzmann etn Freudenfeuer ab. Große Schneemassen gestatteten nicht, bis zur Spitze und wurde daher auf dem sogenannten Falzköpfl angezündet." Wenige werden es diesen Zeilen ansehen, wie sauer es sich die beiden braven Bergführer haben werden lassen, um ihr Scherflein zur Jubelfeier beizutragen. Der eine der Genannten, der über 70 Jahre alte ^ohann Jlsanker (genannt Stanzl) hat schon seit einer Reihe von Jahren bei ledem Kaisergeburtstag desselben Amtes gewaltet; so ungünstig wie diesmal^ aber find die Verhältnisse selten gewesen. Der wackere Alte erzählte über den @ang folgendes:Auch ich unb der Mucki (Nepomuk) packten unser Brennmaterial k 0 Petroleum) zusammen und gingen früh 8 Uhr mit schwerem Herzen nach dem Watzmann; denn das hatten wir schon gewußt, daß der Neuschnee sehr tief ist,

®a.r, 22. rin recht warmer Tag, wo uns der alte Schnee auch nicht mehr

Stand halten wirb. Und so war es fast auch; auf die Spitze des Watzmann zu steigen, mußten wir gleich aufgeben. Wenn wir nur so weit kommen können, daß. man baj treuer Dom Markt aus gut sehen kann. Knietief mußten wir immer waten, und wenn uns der alte Schnee auch nicht Stand hielt, oft bis unter die Schultern, fo find wir doch um halb 3 Uhr nach der Gugelalpe gekommen, wo wir eine Pause machten, denn nach dem Falzköpfl ging es im Sommer in einer kleinen Halden Stunde. Wir machten uns wieder daran, aber der alte Schnee hielt uns gar nicht mehr Stand, jeder Schritt ging in die Tiefe. Dann versuchten wir zu kriechen, haben den Bergstock quer drei Fuß vor uns auf den Schnee gelegt, uns mit den Händen und Vordertheil auf den Stock gestutzt und mit den Knieen nachgefahren, wo wir dann 15 Minuten vor o Uhr aus dem falzköpfl angekommen sind, bereits 7000 Fuß hoch. Ein Viertel

19 k5 ?euer angezündet und haben den Rückweg angetreten.

aI-ti mir im Neuhaus-Gasthof angekommen, wo wir von den

Gasten freudig empfangen wurden."

Augen.) Im Wissenschaftlichen Club zu Wien hielt der S1funsKönigstein, einen insbesondere von Damen stark Ertrag über die Sprache der Augen. Sie sei die einzige Sprache, ber nnn mit welcher sich keine messen könne, sie werde von Allen gesprochen,

von Allen verstanden, obwohl sie nicht gelehrt werde, sie werde nur gefühlt und öinähmn'Hpt frfihJr Weltsprache. Der Vortragende erwähnt weiter in seiner B ° f Kb flan?cncn Theorien zur Erklärung der Augeusprache, d. h. der

im Gesichte zum Ausdr^ kommenden seelischen Stimmungen. Eine Theorie nahm das ÄiL 1 ^Cr d bcr ?ceIe iei. daß je nach den Gemüthsstimmungen Fluidum mit größerer oder geringerer Energie aus dem Auge strahle und dem Auge dadurch em intensives Feuer oder einen milden Glanz verleihe. Die zweite HrfaAp6 verschiedenen Spannungsverhältnissen des Auges die

Augenausdruckes gelegen sei. Die moderne Wissenschaft zeige, daß beide Theorien unannehmbar seien. Das Auge selbst hat nach der dasselbe^Augensprache nichts zu thun, sondern nur »Lmhrmf J^Äp hL "fe ap^?--at?nb feTne Schutzorgane. Das Oberlid und die

p C Thranenfluffigkeit vermögen den Ausdruck der Freude und des ^dps^i'.nb^P^^^^ u}n^ Acr Sorge zu geben. Durch Hebung oder Senkung des T e frei oder gedeckt, sie könne also in größerem

^"?^aße die aus sie auffallenden Strahlen reflectiren. Der Augen- ddUp VSpn'^P^derfcbcinun0: . Der geistig durchdringende, wie der gebauten;

£n ^hi^^£e,ChlaVböiroenbrde beruhen in der Stellung der Augen-

ä K'ÄÄS

Graue Augen, schlaue Augm, Auf schelmische Launen deuten die braunen, Der Auge» Bläue bedeutet Treue, Doch der schwarzen Augen Gefunkel

, _ ,.x Ist wie Gottes Wege dunkel,

fachmänmschen Gegenbeweisen bei, und wir würden trotzdem nicht minder ??? m ein geliebtes Auge sehen, wenn wir auch roinen, daß nicht die Seele aus dem- selben direct zu uns herausspreche, nicht minder eifrig die Räthsel der braunen oder miTfph^K ^UptFnffn öcfr udbcn* <5° ber Vortragende feine Ausführungen, die mit lebhaftem Beifalle ausgenommen wurden. '

. man Telegrammgebühren spart!) Aus Newyork erhielt kürzlich ein

lerl" S4nAfAMPeWC-f8lhenb«"?rnb,aItä: E»tstkl Johannes, '137-15.

. -I^ach Nachschlagen tn der Bibel lauteten die Verse also: 13. Vers: Ick - ^t mit Feder unb Tinte an Dich schreiben.

15 ^r?pbhr b? ^?u ^^n, so wollen wir münblich miteinander Freunde mit Namen!" fC* "" ®ir' 68 putzen Dich die Freunde. Grüßet die on-9m^0IV!cl üm-'iebCrn^ Paris wird folgende kleine Idylle erzählt: "P* Eam ein Bäuerlein, Namens Bonifel, in die deutsche Botschaft und u^überaebm^^Man ' tofÄn b9m^Crrn Botschafter etwas für den deutschen Kaiser zu übergeben. Man ließ den Alten vor unb dieser überreichte mit einer linkischen Verbeugung dem Botschafter etn großes Couvert, indem er sagte dasselbe enthalte fptn Geburtstagsgeschenk für den Monarchen. Selbst einDiplomatburf (ÄS pCUfl er vnd der Botschafter meinte daher:Lieber Freund, wenn ich die Be- Ä"? ^eAnefenft fr011, ?üßt Ihr mir auch sagen, was das Couvert enthält."

richtete sich stolz auf und sagte:Warum denn nicht? Es ist kein Geheimniß von ^1870^efchi«!" " iU fcincm 901 Geburtstage meine P-rzeihung für den Krieg

aefnmmVn bcr in St. Franzisko von China und Japan an-

t®n Chk,n ßunbe «ner Tragödie in His-ip-shtp, unweit Hankow

in China. 200 Landstreicher waren in dem Dorfe erschienen und die Einwohner in hohem Grade erbittert durch ihre Gegenwart, veranlaßten die ganzen Landstreicher einen Tempel zu betreten, den sie während der Nacht ansteckten. Nur 40 Landstreicher entkamen. Die übrigen 160 fanden in den Flammen ihren Tod.

,®ugenie als Krankenwärterin.) Die eben in Neapel weilende ^rprh?n ^a^Gpgetreulich ihr der italienischen Regierung gegebenes Ver- ^elbxuae bewirtbpn Stabt befindlichen Verwundeten aus dem abessynischen

hipf%UnnHiVFrV*»ü UJll?Fr.eöencrbe- Sie erscheint nämlich fleißig in der Mitte n m llnen Erfrischungen dar, spricht ihnen Muth zu und pflegt 9In^^ ^brc mt^tc Aufmerksamkeit schenkt sie jedoch dem Gemeinen

WW1' bP1 der ganze rechte Arm amputht werden mußte.Ich pflege 16 "cSJ13 Ciebe gu Deiner alten Mutter, da ich wohl weiß^was un0llrlÄr<?I ^"tter für ihren unglücklichen Sohn empfindet. Bin ich

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