auf Weizen auf 4>/r »4L, auf Roggen auf 4 jl und auf Hafer auf 2 ju
Es starben an:
Zusammen:
Erwachsene:
1
3 (3)
in der
13. May, Reinhard, Gulspachter auf Hof Hetbertshauscn.
14. Demper, Johannes, Zimmermeister von Großen-Buseck.
den und
8.
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12.
1 (1)
1 (1) 1
dem den
Scheid, Johannes, Wirth von Großen-Linden.
Walther, Jacob II., Landwirth von Garbenteich.
Braun, Johannes V., Gemeindeeinnehmer von Staufenberg.
Kreiling, Jacob IV., Bürgermeister von Heuchelheim.
Brück, Jacob, Landwirlh von Heuchelheim.
vom
2.—15. Jahr:
im
1. Lebensjahr:
Kehr, Georg IV., Gastwirth von Treis a. d. Lda.
Dern, Johannes III., Landwirth von Leihgestern.
Lindenstruth, Balthasar II., Gemeindeeinnehmer von Beuern. Beck, Ludwig Philipp, Haltestelleaufseher i. P., von Reiskirchen. Lenz, Johannes VI., Gemeindeeinnehmer von Klein-Linden. Arnold, Wilhelm, Schmied von Oppenrod.
Bonar'ius, Conrad III., Landwirlh von Großen-Buseck. Seuling, Heinrich, Gemeindeetnnehmer von Alten-Buseck.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Eorvespondenz-Bnrea«.
Berlin, 5. December. Der Kaiser arbeitete heute Vormittag mit Chef des Cioil-Cabinets v. Wilmowrkt und empfing Nachmittags 4 Uhr Etaatssecretär Graf Herbert v. Bismarck.
— Zolltarif-Commission. Die Freiconservativen (Ow) beantragten Zoll auf Weizen, Roggen, Hafer und Buchweizen auf 5 JL jw bemessen
AranLreich.
Paris, 5. December. Bei der Entgegennahme der Demission des Ministeriums Rouvier dankte Sadi Carnot demselben für seine patriotische Ergebenheit. Bezüglich der Bildung des neuen Cabinets wird Sadi Larnot nicht eher Beschluß fassen, als bis er bk Meinung der Präsidenten der Kammern und der Führer der Gruppen ein- geholt hat.
— Das „Journal des Debattz" räth zur Beibehaltung des gegenwärtigen Cabinets. Die republikanischen Blätter fordern einstimmig eine Poittlk der Beruhigung und Concentrirung. Die conservativen Blätter zweifeln an dem Bestände einer solchen Politik. M _
— Gestern wurden in etwa 30 Departements die Wahlmanner für die Ergänzung eines Drittels des Senats ernannt. Es heißt, die Mehrzahl der gewählten Wahlmänner seien Republikaner.
Pari-, 5. December. Die Berichte der Präfekten constatiren einstimmig den ausgezeichneten Eindruck der Wahl Carnot's in den Departements. Die Zeitungen bringen Combinattonen betreffs des zu bildenden Ministeriums; einige glauben, das gegenwärtige Cabinet werde nicht bleiben, wohl aber einzelne Mitglieder, nach anderen würde Goblet ein vollständig neues Cabinet bilden.
— Der Präsident Carnot empfing Nachmittags mehrere Senatoren und Depu- ttrte, darunter Soblet und Clemenceau und conferirt morgen mit anderen politischen Persönlichkeiten. Die Kammern treten am 6. ds. zusammen und vertagen sich alsbald weiter. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, das neue Cabinet werde vor Donnerstag gebildet sein, alsdann würde Donnerstag den Kammern eine Botschaft zugehen. Die Botirung der provisorischen Budgetzwölftel soll schnell erfolgen und die Session alsdann geschlossen werden. Voraussichtlich wird Goblet das neue Cabinet bilden und Rouvier, sowie Flourens ihre bisherigen Portefeuilles behalten.
Bright'scher Nierenkrankheit Organischer Herzkrankheit Altersschwäche Eitervergiftung
Diphtherie
Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen.
48. Woche. Vom 27. November bis 3. December 1887. Einwohnerzahl: 19001 (incl. 1600 Mann Militär).
15.
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Sterblichkeftsziffer: 19,15»/«.
Deutscher Reichstag.
7. Sitzung vom 5. December 1887.
Eingegangen: Gesetzentwürfe betr. die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfindenden Gerichtsverhandlungen und betr. die Einführung der Gewerbeordnung in den Retchslanden.
Erster Gegenstand der Tagesordnung ist: Erste Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Unterstützung von Familien in dcn Dienst eingetretener Mannschaften.
Bundescommissar Geh. Ober-Regierungs-Rath Köhler begründet die Vorlage mit der Nothwendigkeit einer einheitlichen unö besseren Regelung der Fürsorge für die Familien der zum Dienst eingezogenen Mannschaften.
Abg. Frhr. v. Ellrichs Hausen (Reichsp.) begrüßt die Vorlage als einen Act ausgleichender Gerechtigkeit, hofft daß dieselbe die Zustimmung aller Parteien finden werde und beantragt deren Verweisung an eine 21cr Commission.
Abg. Dr. Baumbach (freit) gibt der Commission zur Erwägung anheim, ob die Sätze der Vorlage, die ja allerdings Mtnimaftätze sein sollten, nicht höher zu bemessen seien. Hoffentlich werde dem Reichstage noch in dieser Session eine Vorlage wegen Entschädigung der Familien der zu Uebungen in Frtedenszeiten eingezogenen Mannschaften zugehen. Dieselbe sei wichtiger als der vorliegende Entwurf.
Abg. Haupt (natl.) spricht sich gleichfalls im Allgemeinen zustimmend zu der Vorlage aus.
Abg. Harm (Soc.) erklärt die vorgeschlagenen Sätze für viel zu niedrig und wünscht, daß die Sätze des Unfallversicherungsgesetzes als Richtschnur genommen werden.
Abg. v. Kleist-Retzow (cons) bestreitet dem Vorredner gegenüber, daß eine Besserung der Unterstützungssätze erst durch die Socialdemokralen veranlaßt worden sei und macht dann eine Reihe von Einzelbedenken gegen die Vorlage geltend, um derenwillen er Comrnissionsberathung für erforderlich erachtet.
Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf tritt gleichfalls der Annahme entgegen, als ob die Unterstützung etngezogener Mannschaften eine socialdemokratische Erfindung sei. Daß biefe Annahme falsch sei, gehe schon baraus hervor, baß bie Vorlage nur eine Umbildung bereits bestehender Gesetze sei. Die Minimalsätze seien eben für den Fall der Mindestbedürftigkeit angenommen, während man die Höhe dieser Satze durch Anführung von Fällen der Höchstbedürfligkeit angreife.
Nachdem sich noch die Abgg. Dr. Windthorst, Dr. Baumbach und Singer sowie Kriegsminister Bronsart an der Debatte bethetligt, wird die Vorlage an eine 21er-Commtssion verwiesen.
Es folgt erste Berathung des Gesetzentwurfs betr. den Verkehr mit Wein.
Director des ReichSgesundheitsamts Dr. Köhler begründet kurz die Vorlage und erklärt sich bereit, in der Commission alle wünschenswerlhen Auskünfte zu geben.
Abg. Dr. Bürklin (natl.) plaidirt dafür, daß die Fabrikation von Kunstwein überhaupt verboten werde. Was die sogenannten verbesserten Weine anlange, so komme es auf die Declaration an. Der Name Wein setzt ein Naturproduct voraus; werde ein künstlicher Zusatz gemacht, so müsse das auch in der Bezeichnung zum Ausdruck gebracht werden.
Abg. Dr. Bamberger (freit): Die Vorlage habe Enttäuschung gebracht. Wenn die Weinfrage mit allen uns zu Gebote stehenden gesetzgeberischen Mitteln nicht gelöst werden könne, so sei das ein Armuthszeugniß für unsere ganze Gesetzgebung. Wenn die Frage durch einen Zoll geregelt werden könnte, so wäre sie wohl längst gelöst. Redner vertheidigt insbesondeie die Versüßung des Weins und wendet sich gegen den vom Vorredner befürworteten Declaralionszwang.
Abg. Menzer (cons.) wendet sich gleichfalls gegen ein Verbot der Weinverbesserung. Die Vorlage könne unbesehen angenommen werden, denn sie bringe Niemand Nachtheil, aber sie trage nicht allenthalben den praktischen Bedürfnissen des Weinbaues Rechnung, sondern stehe einseitig auf sanitärem Boden. Die Grenzen des Begriffes Wein seien vollständig klar und präcis festzusetzen, damit Jedermann bestimmt wisse, was zulässig sein solle und waS nicht.
Director im Relchsgesundheitsamte Dr. Köhler erwidert dem Vorredner, daß die in dem Gesetzentwürfe aufgeführten Stoffe in der That häufig zur Verfälschung des Weins benutzt würden, ferner dem Abg. Dr. Bamberger, daß Verurteilungen wegen Versüßung des Weins durch Zucker nicht vorgekommen seien.
Abg. Lingens (Centr.) hofft, daß es der Commission gelingen werde, die rechte Grenze zwischen der zuläffigen Verbesserung und der unzulässigen Verschlechterung zu finden.
Abg. v. Cuny (natl.) befürwortet gleichfalls eine klare Feststellung.
Die Vorlage wird darauf an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen.
Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Anträge auf Entschädigung unschuldig Verurteilter, Verweisung der politischen und Preßoergehen vor die Geschworenen und Wiedereinführung der Berufung gegen Strafkammerurtheile.
XfrastM und Berkehr
j Lc n'.-December. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 1.05-1.10, Hühnereier pr. St.7-8H, Enteneier St. 0-0 Käie vr. St. 4-7^, Ääfematte 3—0 Erbsen pr- Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 70 bis
80 A Hühner per Stück at 0.85—1.50, Hahnen pr. Stück 050-0.70, Enten per Stück at 1-40-1.80, Gänse per Pfund 40-52 5>, Ochsenfleisch per Pfund 58 bis 60 H, Kuh- und Rindfleisch 45-50^, Schweinefleisch 54-60 Hammelfleisch 40 bis 60 H Kalbfleisch 40-48 Kartoffeln per 100 Kilo at 4 00—4.50, Milch per Liter
12-18 Weißkraut Stück 6-11 H, Zwiebeln per Gentner at 7 50-.9.00.
23. Duill, Christian, Wirth von Heuchelheim.
24. Mnhly, Ludwig, Glaser von Allendorf a. d. Lda.
25. Wallbott, Johannes XII., Landwirlh von Garbenteich.
26. Otto, Philipp II., Landwirth von Beuern.
27. Wagner, Balthasar IV., Kaufmann von Allendorf a. d. Lda.
28. Keßler, Jacob, Zimmermann von Annerod.
29. Stephan, Conrad II., Landwirth von Großen-Buseck.
30. Amend, Adam II, Landwirth von Treis a. d. Lda.
31. MüIler, Melchior, Bäcker von Wieseck.
32. Guntrum, Ferdinand II, Wirth von Reiskirchen.
33. Brück, Johannes II., Wirth von Oppenrod.
34. Rohde, Ludwig II., Färber von Großen-Linden.
35. Baumann, Max, Hüttenbeamter von Lollar.
36. Hofmann, Theodor, Bürgermeister von Burkhardsfelden.
Gießen, 6. December. (Theater.) Eines der vornehmsten Lustspiele der Gegenwart, oer drollige dramatische Scherz „Silit", welches am Hoftheater in Berlin über 60 Mal mit fenfationeUem Erfolge gegeben worden ist, gelangt morgen Abend zur ersten Aufführung.
Gießen, 6. December. Es sei an dieser Stelle auf den morgen Abend statt- findenden 2. Vortrag zum Besten des Kirchenbausonds aufmerksam gemacht. Herr Privatdocent Dr. Krüger dahier hat es übernommen, eine der interessantesten Persönlichkeiten der alten Kirche, Athanasius, zu schildern. Der Vortrag wird für alle Diejenigen von Interesse sein, welche vor Kurzem Augustin's Bedeutung aus dein geistvollen Vortrage Harnack's kennen gelernt haben.
Gießen, 6.December. Der Schreiner August Seipp von Rodheim a. b. B. ist gestern dahier wegen Urkundenfälschung verhaftet worden. Derselbe erschien in einem hiesigen Geschäfte und behauptete, gewifse Beträge für geliefertes Material bezahlt zu haben und als ihm dieses bestritten wurde, zeigte er zwei qultttrte Rechnungen vor, bie sich bei näherer Besichtigung als gefälscht erwiesen, worauf feine einstweilige Festnahme erfolgte.
Giu ge s a u d t.
Gießen. 6. December.
Wie wir hören, feiert ber Gießener Zitherclub (Wohlthätigkeitsoerein) feine diesjährige Weihnachtsbescheerung, verbunden mit Cvncert und Theater, am 17. December b. I. im Casä Leib und ist es genanntem Verein in biefem Jahre gelungen, in Folge Zuwachs von Mitgliebern 10 arme hiesige Kinder vollständig neu ju kleiden, wobei ihm noch ein bedeutender Reservefond übrig bleiben soll. Trotzdem der Verein große Ausgaben an Vergnügungen rc. hatte und seinen Mitgliedern Alles bot, was in seinen Kräften stand, so hat er dennoch seinen Hauptzweck nicht verfehlt, nämlich den, Armen Wohlthaten zu erweisen und kann er stolz auf das Ergebniß seiner so kurzen Thätigkeit sein (derselbe besteht erst 2'/, Jahre) und hoffen wir, daß er im künftigen Jahre noch erfreulichere Resultate aufzuweisen hat.
Die Feier selbst verspricht eine recht amüsante zu werden und sollen dem 23er: nehmen nach Freunde und Bekannte von Mitgliedern einaefübrt werden können. X. Y. Z.
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«nur. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle betreff ent) en Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke tommen.
2^ auch Aber die Grenzen unseres Landes hinaus besprochen. Eine Notiz de« \ alle Viehzölle um 33 Vs pCt. zu erhöhen. Das Centrum beantragte den Zoll Nürnberger Anzeiger», welche wir in der Nr. 331 des citirten Blattes finden, Ä,,£ an"4“w ***c ,,z " AW *,,c * " ,“k —c .....c ° " ***
dürfte auch Ihre Leser interesfiren, weshalb wir dieselbe hier wiedergeben wollen. Dieselbe lautet: ,3m Hessenlande bildet zur Zeit ein ungeheuerliches Ereigntß den Stoff für da» Tagesgespräch. Die Finanzen de» Lande» stehen dermalen so günsttg, daß trotz der erhöhten Anforderungen de» Reiche» die directen Steuern eine mäßige Verminderung erfahren werden. Lebten wir im finstern Mittelalter, würde der hesfische Ftnanzminister sicherlich als Schwarzkünstler dem hochnothpetnlichen Verfahren unterworfen werden."
1
3 (3) Summa: 7
normiren.
Berlin, 5. December. Der Bolkswirthschastsrath wurde heute durch den StaatSmtnister v. Bötticher eröffnet, welcher die Versammlung Namens der Re« gierung begrüßte und auf die hohe Bedeutung der Invaliden- und Altersversorgung hinwte». Er machte den Vorschlag, die Vorlage bei dem umfassenden Stoff nur generell im Plenum durchzuberathen, sodann im Einzelnen durch einen 25gliedertgen Ausschuß vorberathen zu lassen, wozu die Secttonen für Handel, Industrie und Landwirthschaft je 5 Mitglieder wählen sollen. Die Versammlung stimmte dem Vorschläge zu und begann alsdann die Generaldebatte.
Gotha, 5. December. Es heißt, an Stelle de» sich zurückziehenden Staatsmintsters Seebach würde der preußische Geheime Finanzrath Bonin treten.
Kopenhagen, 5. December. Der Reichstag ist heute wieder zusammengetreten.
London, 5. December. Der ehemalige englische Botschafter in Pari«, Lord Lyon», ist heute Vormittag gestorben.
Lokales.
Gießen, 5. December. In öffentlicher Sitzung des Amtsgerichts wurden heute die nachbenannten Personen als Schössen für das Jahr 1888 ausgeloost:
1. Will, Kaspar II., Landwirth in Leihgestern.
2. Klingelhöfer, Johannes L, Fruchthändler in Mainzlar.
3. Weller, Georg, Wirth von Wieseck.
4. Klein, Philipp, Metzger von Allendorf a. d. Lda.
5. Gerhard, Georg, Postagent von Steinbach.
6. Sßöljel, Heinrich II., Kaufmann von Wieseck.
7. Wagner, Balthasar, Landwirth von Annerod.


