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Außkaud.

Petersburg, 5. Juli. Es ist ein Gesetz veröffentlicht worden, wodurch der Einfuhrzoll aus Metall und Mineralerze, ausgenommen Kupfererze, Zinkerze, Graphit in Stücken oder puloeristrt, sowie Eisen auf 7 Goldkopeken, aus Eisen- und Slahlfabrikate ohne weitere Bearbeitung, al» Anker, Nägel, Haken, Glocken, Mörser und Eis-nbahnzubehör aus 120 Goldkopeken festgesetzt wird.

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Corrcspondcnz»Bureau.

@mS, 5. Jul>. Sc. Majestät der Kaiser ist mit Gefolge um II Uhr per Extra- zug hier emgetroften und am Bahnhofe von dem Bade - Commissär Kammerherrn v. tepd und Frau o. Lepel begrüßt worden. Der Kaiser fuhr im offenen Wagen mit dem General Lehndorft durch die prächtig dekorirte Bahnhofstraße über die Bogen- uach dem Kurhaus. Die Schulen bildeten auf dem Wege Spalier. Von der zahlreich zusammengestromten Menschenmenge wurde Se. Maj. der Kaiser mit begeisterten jUvanonen begrüßt. ° 1

s die Kaiserin und Seine Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm

Koblenz hier e?n"etr°ffen^ 8rUBun8 6r' beS Kaisers mittelst Exirazuges aus Suli. In der vorgegangenen Nacht hat ein großer Brand das unh bser Wassergasse zum größten Theile zerstört, in dem sich die Lager

und Z^beitsräume der Hamburg-Berliner Jalousiefabrik und die Laboratorien der chemischen Fabrik von Bubizinsky befanden. oer

^andesoerrathsproceß. Bei der heute erfolgten Fortsetzung beschuldigte Zeuge Lauffenburger, der frühere Compagnon Gre- berl s, den letzteren, dem Angeklagten Klein wenigstens bei den Zeichnungen von einem F« bU«9 0he$olfen öuhaben. Frühere, weitergehende Beschuldigungen gegen Greberi nahm Lauffenburger zuruck, derselbe gab aber zu, von Klein eine Seite .ranzosischen Grenzcommtssar Fleuriel überbracht und von diesem Geld afi" brüten zu haben. Ter Zeuge Lteszfeld hat von Lauffenburgei" erfahren ?flnB ? Ctn Uob Jpre?ert Deutschland gegenüber Verrätherdienste leisten. ^Auf die an scknldi^^Ä^berger gerichtete Frage, weßhalb er keine Anzeige erstattet habe, ent- hamit, daß ihn die Familien der Angeklagten gedauert hätten. Der q be^att0tc.' @rebcrt eine eiserne Kasette beseitigt habe.

b .ba& sie aus Rachsucht handelten. Bezüglich des Zeugen

verdächtig erscheint, einen Helfershelfer Grebert's zur Flucht und^zu h^TOpfÄ? h9l rllIxte- 3lU Vben' traf während der gerichtlichen Verhandlung

die Meldung ein, daß sich derselbe heute früh in einem hiesigen Gasthause das Leben genommm habe. Für die Vernehmung der militärischen Sachverständigen wurde vom Gerickts^?^sii^^ssendorf der Antrag ausiAusschluß der Oeffentltchkeit gestellt. Der (.erlchtshos -og sich zuruck, um über diesen Antrag zu berathen.

5Är/°nl8 Milan reiste nach Belgrad über Pesth ab.

polje ftatt; ' 5 3UU* ^CUtC fanb ble Eröffnung der Bahnstrecke Triest - Her- <" . desth, 5. Juli. Nach einer Meldung aus Jasz-Berenu ist wäbrend hpa hpn «plUtrt*2B eenuer"«utertiemärenlOh'^(ln .Urterrid,t§ eine Dynamilpatrone verlautet, waren dadurch 4 Ofsiciere und 16 Mann getödtet und «Änuu errmmeU. Die Gesarnrntzahl aller Verunglückten sei jedoch noch

s««s'äw"6' «»«*»« m «« Kabel welch^'am lb* TOiT' imTOi m1' 6?"ferQc,n3um Schutze der unterseeischen »» BSSBESs KSÄ* w" gSSsSSSS* Heeresv^ganl"tton"a'n^ Stortbin9 «ahm -itistimmig die Vorlage über die

MiSSNM

Lokale-. nad,rfeSe^efer5Umii8e^t:bfl§ ^i's«°nsfest auf dem Gleiberg wirb ms fanbeni? W E^b^r denkbar erwünschtesten Weise verlausen. Zuerst

kbr «ee andeu tonmnen V°n Ubt B-grühung und Ansprachen in dem da,,

UmaeäaSftStmÄuume Jm »«len an die Festtheilnehmer aus Gießen und Sirdie8 ® rbhftn'-°AC 1 b?fprad> »uerst das Bedürsniß der eoangelischku

bie her römlto rnfhnrH^Ibf,flanltgfe*t un£ Unabhängigkeit vom Staate tm Hinblick aus für bie XnaeÄÄ eingeranmte viel größere Freiheit und die baraui allein eine ?nve!löM»5lÄ-'< alle Staaten, nach dem Zeugniß der Geschichte, nein eine zuverlässige Stutze hatten, drohenden Gefahren bin rweiter Redner wies ständiakest^hin^während der evangelischen Kirche auf größere Selbst-

der Versammllinn SL? dritter die von den Vorrednern ausgesprochenen und non Sfe faIfrh0 S Beifall aufgenommenen Wünsche durch Hinweisung aus das^Recktund di- Ä0ln ?^orte und Praxis ergänzte und ein vierter Redner Art un? Mgenthüm?ichkeit^he^rvorhob^"^^" &ben§ in b" Emilie als eoangeiische

Sch^n das* ^rn,nC" ^"ktagsmahle folgte der Ausbruch nach dem Gleiberg, lieb einT ir auf den förmlich belebten Wegen oon allen Seiten

dk Kapelle n^cht S "" cnpa'te1}' °ber die Erwartung wurde übertroffen. D- ber @artenumaehima S ß s °f'Je Jpraben bie Festredner zu der im Burghöfe. siSe im dreien8 fl>brf.sn ben Abhängen harrenden Menge von den Balkons ® auf die R Nachdem zuerst Pfarrer Or. Naumann in gewohnter W-s-

binaetDiefei? mb fn Ehnftenthums für alles menschliche Leben und dessen Ordnms-a nabmfiohÄJ» b e Sebeutung ber inneren wie äußeren Mission begründet M anlaüuna bef nnher? nnfv «n?er geistlichen Noth der Evangelischen m Berlin!«- tbätiaen »rifmrfJn o!C r,®eb,euLu..nS1 der inneren Mission, als der »"st irn Bereicke^hJ^m "'s Hulse für die leibliche und geisti«-N°tb

Beispiele als Erfahrungen" erläuterte/ <inC §Ülfc- bic er bur<

SurafiofeIlniifeiHn/,rI9)nsereit.'^aU e bcr Nuhe und Erholung folgte dann mitten im äoforebiae^ ®TH rf^eb"nrbutb-ne^nlEr bcr Menge eine christlich-sociale Ansmaede d » ber1 aefnmmt^b.0bec fe,n Wirken und die bisherigen Erfolge in Berlin, wie in ber gesummten deutschen evangelischen Kirche.

tbm m-irhäC fr"nlc I bie er bekämpfe. Der erste fei das entartete Juden- flbMnn^n* qn n ber kbletne Presse, wie durch seine Einwirkung auf die von erniebrint .Ehrrstenthum in ganz unglaublicher Weife geschmöbt und

aßw nefnirpnb ia? c?nftl,d,e Gefühl ganz unerhört verletzt habe. Kein Wort m

ba ia « h, T *er' bM »iäubige edlere Judenthuin hätte verletzen können,

6ßrift,nefhnma b *t8lb,(?e Christ das edlere wahre Judenthum als Vorballe d» lefÄeb "n5mrC(* ®urb'9t und das ganze alte Testament anerkennt als 6* nffenhnr ru »*/r' ,®eiui auch nach menschlichem Verwögen, das Walten und di- ^as entartete Judenthum"""8' fd' ~ ber fo gefürchtete Stocker spricht nur 6-9- ♦nhf 1ltACr ^tDätck.®C9ner 'n Berlin sei der sogenannte Fortschritt, aber er sei in>Derldl Fortsch^'itt^gesagO^ f°Uc man nichts Böses sagen. Nur so viel wurde über dm

IX. Deutsches Bundes- und JubilSumsschießen in Frankfurt a. M

(Von unserem Specialberichterstatter.) * ®

O. K. Frankfurt a. M., 5. Juli.

Dunte Bilder vom Festplatz.

Eorresponbetst"stn"Co^m>nbenzstmmer" b^s°P« °schuüei"^ t ^'während Ihr dringt in einem schweren Gewirr Das Rausch n lte ' aui'^^^^ WtI niederfallenden, gewichtigen Reaentromen und dr,«"?? /Ä Dach der Halle mit dem Krachen der Schüsse aus hinderten Bücblen "bkm ^ner§ ".-rdindet sich Testhalle und den überdachten Restaurattouen St'mmgcwirr aus der

Vogelwiese herüberdringt zu einem eigenlhümlichen Töne Ebaö8s con ber

sallt, die Gedanken auf einen bestimmten ffieaenftnnh ,,, e<<\ schwer

Wirrung die naturgemäß^ Tiefer ®«s

iMuTut ^«ömeL^ÄeL

Son feinem Luftzug beweg, Ringln bie® verdmrten BlStter"an'°ben°Rb-b k6sten Tage, unlerer prächtigen Anlagen war in dieser astikanikwe,. Äi° ? Daumen, das Gras von den Flchtenguirlairben fiel ein Nadelreaen auf bie ^t,8n&J rothbraun geworden, Wie letzt Alles ausathmet- ®ie$ruft nuf h®,r hi, ^Caßenpanaiiten hernieder d - Wolken Staubes absorbier mußten weiten fi± b>° Lungen,

Atmosphäre. Und schon beginnt über den' Tm/p ^sichen, abgekühlten

Himmel zu blauen, ein frischer Luitrua fm^hip b Hohen des Taunus wieder der der Mainebene. Bis heute Abend hofft man ^mied?^n?/^^6?wölken hinüber nach Natürlich hat der Platzregen einzelne^Thette^^des^"»ste Schützenwetter, heute Abend, wenn sich nach Schlich ber *©efrbäfk ftreg wirb hi-rher ergießt, gar schmutzige Slie ei geben Mb r bn8 ^f^nflro^ au§ der Stabt l°une, in ble sich unsere guten Frankfurter und uni,?, bic e»(e F-st-

iaben. Das mindert wohl auch nicht den immensen ^ub" ntnmai hiucingelebt wahrend der Abendstunden, hier herrscht. Von diesem Lpöpn^^i ^Cr Jc^t# besonders würde schwer halten. Der Zei.ungs-Corre pondent der . 8s.'rIcueä ®ilb «u Schattenseiten seines ruhelosen Berufes bis auf bie 9ieige burdUnfnfl b ClCn. 3'a0en bic barauf beschranken, einzelne, besonders lebensvolle und chärmter.M!» b^' mu6 fid> bjefem stets beweglichen, stets sich verschiebendeir und neue 6cenerim ?CeiJe? auS Gesammtbilde mit raschem Blicke zu erfassen War bo?^,r^ ^den sestlichen Leben ! Ich glaube nicht, daß bie ^quen^eS Sef a6eS geg^n b e^enin^ a^£ber rin 'umstand. Durch die beiden Eingangsboge-, zogen von S UHr ^ uLe1bf°chen°die

Masten. The«? waren sie zu Fuß aus der Stadt herauSgewanbert tMra t b,e zahllosen Droschken, die - eine dicht hinter der anbere - .um V1?1 fe unb dann auf der anderen Straßenseite zur Stadt zurückrollen" fabrau

herbeizubefordern. In einzelnen engen Straßen, durch w che dLe um^ Massim werke ihren Weg nehmen, ist das Passtren für gufegänger Xbe.u bSF ?ubt= 6ort man trotz dieses immensen Verkehrs auch jetzt nickns b?Ech und doch, Stockung ober von schlimmeren Unfällen. 18 " 4,8 eon eilw °rh-bllch,7

Der altchrwürdige Eschenheimer Thurm, zu bcm in biefen .

&'«*'?. einem Wahrzeichen längst in's Meer der Zeit ge untrer - a mandler gat Fcstgewand um seinen langen Leib gekleiät An ber bli<rt-

0k SÄe®np bm ICUd,,C bm ed,Ü8m unt-r einem Silbe ©e«

Durch diese hohle Gasse müßt Ihr kommen, Es fuhrt kem and'rer Weg dem Festplatz zu Euch zu begrüßen hab' ich übernommen, Was ich hiermit auch ganz ergebenst thu'. Ich bin ein Schützenthurm vom alten Schlage t

Und leb' als solcher in des Volkes Mund-

Doch etwas lang ist leider meine Sage ' er.. .. wie ich selber, auch vielleicht zu rund.

At. -Ote Wutfferte des Thurmes erzählt in launigen Versen das Bewand - alten, vielbesungenen Wetterfahne: -oewanotniß emer

Ein Wildschütz schoß in meine Wetterfahne

Einst mit neun Kugeln eine 9 hinein, Jedoch bei einem heftigen Orkane Fiel sie herab und brach da Hals und Bein. Die jetzt an meiner Spitze angebrachte Ist unecht, aber wär's die echte noch, Das Schützenkunststück, das der Wildschütz machte Es macht ihm nach so leicht kein andrer Schütze doch!

SMÄÄ »VOM $»»=« w». äi e,*«.* ^nfprpf^n^ «UrÜ^ zum Festplatz, denn ich möchte meinem Lesern noch nian*^ äÄ b von dem gestrigen Abend erzähl-en. Das festliche Gewoge crreiditp Höhepunkt um die zehnte Abendstunde. Um diese Zeit war ZVEW? ^bst noch in den Restaurationen des Platzes ein Plätzchen unbesetzt Das H der Ärp'fbQ- Klirren der Gläser übertönte noch d7n Lärm^ L »NwN^L uvarenknelpe ging es wieder toll her! Ein origineller Rundgesana Ät woher er plötzlich gekommen, klmgt aus vielen tausend Kehlen über den Plak- 6' ®tr brauchen kerne Schwiegenna ma ma, ^chwtegerma ma ma, Schwiegerma ma ma . .

/""Sem Ziehen ber Endsilben. Und dabei wird geschunkelt $1, hL" skVh"ne Ruh! nichtsnutziger Kobold Hal sie angedichtet und nm ben verschiedenen Restaurationen klingen die Töne der Capellen in,i,m - s7ck mckb^!^»b"^İ"n. Ch°°s zusammen. Wie sich dort die englische İ ü a«>bc *,e e* ..om ®rm -hocs Gatten herausgewagt hat, entrüstet die hßren .uhsin mrtbeLe^?^" S* Verehrteste, ober lieb« ganz wegblL'T

ÄuÄrt"<,fl unser Schützenfestplatz am Abend nicht gerade zu enwfeblen am Tis», h m Aundgang wieder bei der Festhalle angelangt, einige » am Preßausschuffes sind frei geworden, schnell hinein auf ein (SM an,;,;

'S" M«-'ch-n" wieder aufzuhelfen 'unb ben Wnben Säumen >?£ cbarmirti stw?» \ b? n.ebenn§ der schmucke Tiroler mit ber kleinen Frankfnrtestn hrtmn1' h^6 s b^V^2b"N Deanbi" so freubig zutrinkt. Gib' acht, kleine ss-an" ferne^Helum^th^^B?aÄendb/^TO^s ®ü^e?'S ®ci" ®er»e nicht mitnimmt in f,ü«

rekendin Stillleben äb b u^^Enge ziehen unsere Aufmerksamkeit oon diesem milbe§ Umd6e^ rSubk^fSe®lffam-ft 0iie6c" bic, »"hlreichen electrischei, Campen iir $auknben fefteg^nhinL8 4 ^n rmposanter, herzerhebender Anblit, diese

Menfchenstrom b!i n« m! uusgciassener aber nie ausschreitender Menschen! Ter

TOS wieder hinausgetragen aus der Halle, schon beginnt sich lang, 12 Ubr ro^rb [aßa,r&--iUentlee,';; Cs ist gegen halb 12 Uhr Nachts und um fließenden Quellen m » unwillkommenes Zeichen für die Wirihe, nun die stets ^ für ben müh,n 3 st°pf°n. Und es ist auch wirklich an der

Dienstaa Abend sinA Berlchterstatter vorweg, den Nachhauseweg anzutreten. Heute, Dreine 8morBaen Ä t, ? desthalle großes Conzert zahlreicher Frankfurter ®efang ftatt lieber 8heihesn,^nfteuUn8 bcr Turnerschaft,die Glorifizierung der fflermania", Itatt. ueber beide Veranstaltungen erzähle ich Ihnen im nächsten Briefe