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unter bewährter trefflicher Leitung Emil Steinbach's unvergleichlich gespielt Die hiesigen VereineLiedertafel und Damengesangverein",Liederkranz und Männer­gesangverein" brachten Chore von Max Bruch, H. Langer, Schubert und Isenmann mit großer Präciston und vortrefflich harmonischer Wirkung, und Herr Naviasky der stimmbegabte Bariton der frankfurter Oper, sang die große Arie Heiling's An jenem Tag, da du nnr Treue versprochen" mit imposanten Mitteln und überwältigendem Ausdruck.

Die zweite Abtheilung des Concerts bildete Mendelsobn'serste Walpurgis­nacht" für Soli, gemischten Chor und Orchester. Die drei Faktoren zeigten sich ihrer Ausgabe vollkommen gewachsen; Orchester: städtische Capelle, Chor: Liedertafel und Damengesangverein, Solisten: der bereits genannte Herr Naviasky, der erst kürzlich entdeckte, mit schöner Stimme ausgestattete Tenorist Siegmund Kraus von Wies­baden und Fräulein Neumeyer, die beliebte Altistin der hiesigen Bühne und fand das Werk somit eine seinem hohen Werthe entsprechende Wiedergabe.

Herr Kapellmeister Lux dirigirte die zweite Abtheilung, ebenso die Chöre der ersten Abtheilung mit gewohnter Umsicht und Tüchtigkeit.

Das Publikum nahm jede einzelne Nummer des Programms beifallslustig auf und verließ das Concert, welches von 11 Uhr bis V,2 Uhr währte, ohne Zeichen der Ermüdung, sondern mit dem Ausdrucke lebhafter Befriedigung.

Programmgemäß soll heute Abend als zweiter ofstcieller Festakt noch ein großes Concert mit bengalischer Beleuchtung stattfinden ob es geschieht, hängt von der Huld der Witterung ab, die hoffentlich so gnädig sein wird, morgen zu dem eigentlichen Fest- tage eine hertere Miene anzunehmen.______________________________

Universität- - Chronik.

Gießen, 6. Juni. Nach dem uns zugegangenen Verzeichniß der Studirenden der hiesigen Universität nehmen an den Vorlesungen Theil in Summa 553 fwrer, worunter 23 nicht immatrikulirte. Es studiren Theologie 99, Rechtswissenschaft 72, Medrcin 85, Thierheilkunde 31, Zahnhetlkunde 3, Cameralwissenschaft 28, Forstwissen-

M' Mathematik 25, Philologie, klassische 37, neuere 21, Philosophie und Natur­wissenschaft 21, Geschichte 4, Pharmacie 22 und Chemie 35. Unter diefen Studirenden befinden sich 421 Hessen, 65 aus Preußen, 18 aus Bayern, 1 aus dem Königreiche Sachsen, 6 aus Baden, 2 aus den Reichslanden, 2 aus Sachsen-Gotha, 1 aus Schwarz­burg-Sondershausen, 1 aus Hamburg, 1 aus Bremen, 3 aus Großbritannien, 1 aus Rußland, 1 aus der Schweiz, 1 aus Belgien, 5 aus Nordamerika. Im vorigen Semester betrug die Zahl der Studirenden 486, hiervon sind abgeqangen 108, tm S£mmCr'eh1?fter 1887 dagegen hinzugekommen 152. Von den Studirenden besitzen 367 Gymnastalmaturität, 87 das Reifezeugniß einer Realschule erster Ordnung, 53 das Reffezeugniß für das betreffende Fach und 32 sind nach dem Ermessen des Rectors rmmatriculirt. Ee

Königsberg in Pr., 3. Juni. Die hiesige Universität wird in dem laufenden Sommersemester von 862 Studirenden besucht, von denen 243 zur theologischen, 114 jur puristischen, 270 zur medicinischen und 235 zur philosophischen Fakultät gehören. 120 ber lAeren entfallen auf die philologisch - historische Abtheilung, 64 auf die mathematisch-naturwissenschaftliche, 17 studiren Oekonomie, 29 Pharmacie und 8ahn- heil rnnh<»

Lokales.

Gießen, 6. Juni. Gestern fand in der städtischen Turnhalle hier die zweite Gauvorturnerstunde nut darauffolgender Sitzung der Vorturnerschaft des Lahn-Wetter- Gaues im Cafä Schnell statt. Dieselbe war außer den zum Gau gehörenden Vereinen auch von dem neu gegründeten Verein in Krofdorf, welcher hierzu besondere Einladung erhalten hatte, sehr zahlreich besucht. Der von dem Gauturnwart Stoffer bestimmte Uevungsstoff wurde unter Leitung desselben recht präzis ausgeführt und zeugte dieses von allgemeiner turnerischer Thätigkeit im Gau. Das Turnen nahm seinen Anfang, w,e festgesetzt, punkt 2 Uhr und endete um 5V2 Uhr Nachmittags, welchem sich sofort die oben erwähnte Sitzung anschloß.'

Die Sitzung, welche auch außer den Vorturnern von einer größeren Anzahl ..ufrnc[ besucht war, wurde um 6 Uhr von dem Gauturnwart eröffnet. Der­selbe begrüßte die Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen und gedachte hierbei ganz besonders der von Krofdorf anwesenden Turnbrüder, von denen er hoffte, daß sie bei regem Eifer recht bald den Werth der turnerischen Sache erkennen lernen würden, welchem nur zum Wohle eines jeden Einzelnen, sowie zum Wohle der ganzen Gemeinde und fomU auch unterem Deutschen Vaterlande nutzbringend sein könnte. Die Tages­ordnung für die .Sitzung, welche sich auf nur rein turnerische Angelegenheiten bezog, wurde tn l1/2fiunbt0er Verhandlung erledigt. Herr Raimuth aus Lich dankte den Er- sihlenenen ebenfalls für ihre Betheiligung und gab in kurzen Worten ein Rückblick auf Die früheren Verhaltmffe unserer Turnerei. Redner schloß mit einem Hoch auf das Deutsche Vaterland. Punkt 7*/2 Uhr wurde von dem Gauturnwart der Schluß der Sitzung verkündet, und mit dem Wunsche auf fröhliches Wiedersehen bei dem nächsten Gaufest em dreifachesGut Heil" aus den Lahn-Wetter-Gau ausgebracht.

auch ö^bnne ?f er-* H?1 den Zahlreichen Theaterfreunden in Gießen wohl aeÄ^^ uuÄ"1" bidAn' bat bcr bei ims

königl. Hostbeaters in rrlfur . Julius Rudolph die ersten Schauspielkräfte des Ä Än8t

groß- Anziehun^skrast'aÜsMbm"""8 9Cm6 md,t Derfe6Itn'uf a£[e G-bildetcn eine nommenCrin?Un,ntnMr E;%r6cr b.a§ Billet-Arrang-mmt bereitwilligst über- Plätze auf. Ö Cl demselben von heule an eine Liste zum Einzeichnen auf feste Nummen^ aU8iÜWe Programm bringen wir in dem Annoncentheil der nächsten

Vermischt«-.

^uni. Wostpersonalnachrichten^ Angestellt sind der Post- affistent Feldmann und der Telegraphenassistent Block in Mainz

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*"» D- I« »In, .»d > »II,

(TOaftenßurg, Bensheim, Bockenheim, Darmstadt, Frankft.rt, Giehen SanaÜ » Wiesbaden) und etwa 600 Mitglieder Umsatz,, hält^einm h nh (8,L. tenoF am Sonntag den 12. Juni im Zoologischen Garten d § Äen'^®er^n/nnTnI»nJf?-fiIne6mer-I1Crben ber Frühe durch Mitglieder

S?ran ben SaMofen empfangen und nach dem Festlocale geleitet fi rF,10 ^br die Vertreterversammlung, während die Übrigen Festaäste und um 11 Uhr die Hauptversammlung, in welcher der Jahres­bericht erstattet, die Frage der Verwendung der Stenographie in der Rechtsosteae erörtert und die geschäftlichen Angelegenheiten erledigt werden. Außerdem findet ein &cn }n 3 Abtheilungen statt, an welchem sich jeder Gabelsberger Steno- kann. Aus die Hauptversammlung folgt um 1 ein gartei£ schaftllches Mittagessen, nach demselben eine Besichtigung des Aquariums, des (Söthe- mers Samnilungen des Mitteldeutschen Kunstgewerbeoereins. Ein Com-

d)ern PeId)F um 7 Uhr Abends beginnt, bildet den Schluß, ^mmpn r <^r Stenograph und Freund der Stenographie will­

kommen. Der Preis der Festkarte, einschließlich des Mittagessens, beträgt 3 je An- lSUe§0 Dr^b(ian Juni an den Vorsitzenden des geschäftsführenden Aus-

fchusfes, Or. E. Gantter (Friedberger Landstraße 69) in Frankfurt a. M., erbeten

Wärmegrade der Labn und der Luft

nach Reaumur gemessen am 6. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Ubr Wasser 13V2 Grad, Luft 14 Grad.

________________________ L. Ehr. Rübsamen.

Handel und Verkehr.

.. ?Eeßen, 6. Juni. Die .Herausgabe der neuen Zwanzigpfennigstücke hat wie ruibrem^Vort^^i^n - r!Äen' bic Spitzbubenzunft veranlaßt, dieselben

zu ihrem -Lortheil und natürlich zum größten Schaden der Empfänger derselben zu verwenden Es ist vorgekommen, daß diese Stücke, die die Größe eines Zwan igmark- stuckes haben, vergoldet und in Goldrollen eingereiht worden sind. Nur einem auf: ^erksmnen Beobachter wird das Falsificat in der Rolle bemerkbar, und selbst beim Aufzahlen der Stucke noch schwer erkenntlich, besonders da die Stücke dann etwas am mK. ßÄü?11« r8tOtt lmd sie sonst etwas größer wie die Zwanzigmark- ftucke. Vorsicht ist bet Annahme von Zwanzigmarkrollen jedenfalls am Platze. E. m - ^5?,uberg, 4. Juni. (Fruchtpreise.) Weizen JL 19.50, Korn JL 14.60, Aerste JL 00 00, Hafer JL 11.90, Erbsen JL 14 60, Linsen 00.00, Lein JL 0000 Samen X 00.00, Kartoffeln JL 4.50, Wicken 00.00. '

cm u dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per

Malter 0.000^00, das Gescheid 610 Eier das Hundert JL 3.805^50, das 00.00-00.00, im Detail das Pfund JL 1.00 bis ^0, Weißkraut per ©türf 10-00 H, Rothkraut per Stück 00-00 Kohlrabi Ver18-20 Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45-70 4, ^^eifch 4060 Schweinefleisch 6575 H, Hammelfleisch 5070 1 Aabn

^i-OO-^ÖO, 1 Ente JL 2X10-3.00, Gans Pfund 00-00

1 Taube 4060 H, Welsche JL 12.0000.00.

Arbeitsdersteigerung.

Freitag den 1«. I. Mt-.,

Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhause versteigert werden:

Maurerarbeit, veranschl. zu 1734.

Steinhauerarbeit, 600.

Schlofferarbeit, 808.50

Weißbinderarbeit, 508.92

Tapezierarbeit, 105.

Gießen, den 6. Juni 1887.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: 4332

______Keller, Beigeordneter.______

Zur Verdingung der Lieferung der zur Ausstattung für 9 Offizier-Woh­nungen in dem neuen Kasernement Hierselbst erforderlichen

Kleiderschränke, Kommoden, Schränke zum Aufbewahren von Speisen, Sopha's, Spiegel, Stühle mit Rohr­geflecht und Tische mit Maha­goni Fournirung, Lamberquins, Waschtolletten, 109 Fensterrouleaux und 44 Gaceflügel

ist ein unbeschränkter Submissions­termin auf 4262

Sonnabend d. 1L Juni 1887,

Vormittags 9 Uhr, im Garnison-Verwaltungs-Bureau an­beraumt, woselbst Bedingungen und Zeichnungen zur Einsicht aufliegen.

Gießen, den 31. Mai 1887.

Großh. Garnison-Verwaltung.

Allgemeiner Anzeiger.

Montag und Dienstag, den 6. und 7. Juni, von Nach­mittags 2 Uhr an, werden die Mobilien aus dem Nachlaß der Frau Chrisiian Wallenfels Wittwe, Marktplatz 17 II., versteigert. Es kommen zum Ausgebot: 1 schöner Seeretär, Silberschrank, Kleider- und Weißzeuaschrank, mehrere Sophas mit Stühle, komplette Betten mit Roßhaarmatratzen, 1 Trümeau- Spiegel mit Goldrahwe, verschiedene Sessel, 1 Regulator u. and. Uhren, Bilder, 1 Tisch mit Marmorplatte, Küchen­mobiliar, Küchengeräthe, Porzellan, Nippsachen und sonstiges HauSgeräthe.

Zu haben in den Colonial-, Delicatesswaaren- und Drogen- Geschäften, Apotheken etc. 172

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I Donnerstag den 9. Inni l. I., Nachmittags 2 Uhr, tollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Georg Daniel Vogt's Eheleuten gehörigen Immobilien, wie solche in dem Gießener Anzeiger" unterm 2. Juni beschnei sind, einer nochmaligen freiwilligen Versteigerung mit dem Be­merken ausgesetzt werden, daß mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt wird.

Gießen, den 6. Juni 1887.

Großh. Ortsgericht Gießen.

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Vogt. 4333

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