Schiffs- Bewegung
der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.
Hamburg, 2. Januar. Das Hamburg - New - Yorker Post-Dampfschiff „Westphalia", Capitän Barends, welches am 19. Decemver von hier und am 22. November von Havre abgegangen, ist am 1. Januar, 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New - York angekommen.
Hamburg, 3. Januar. Das deutsche Dampfschiff „Polynesia", Capi- tän Kühn, ist am 2. Januar, 1 Uhr Mittags, wohlbehalten in New - Dort an- gekommcn
Farbige Seidenstoffe v. Mk« 1.35 bis 12.55 p. Met. i sca. 2UU0 versch. Färb. u. Dess.) Atlasse, Failie Frangaise, „Monopol“, Fou- g lards, Grenadines, Surah, Sat. merv., Damaste, Brocatelle. Steppdecken- und H Fahnenstoffe, Ripse, Taffete etc. — versendet roben- und stückweise zollfrei 8 ins Haus das Seidenfabrik-Döpot €1. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) ■ Zurieh. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 155
— Die ärztliche Kunst hat ihre Sommer- und Wintercampagne. Wenn die imlben Lüfte zum Besuch der Kurorte einladen und die pekuniären Mittel zu einer Badereise gegeben sind, wird man den Lungen- und Magenkranken gern nach solchen Heilbädern senden, die, wie z. B. das anmuthige Soden am Taunus, gerade für die Hebung solcher Leiden hochgeeigneter Mineralquellen besitzen. Aber mit der strengen, kälteren Jahreszeit pflegt man den Badeaufenthalt mit dem in der Stadt zu vertauschen und man sehnt sich nach dem Mittel, den Stadlaufenthalt mit der Fortsetzung des heilsamen Gebrauchs der Quellen zu verbinden; denn viele katarrhalische Leiden weichen erst der anhaltenden Benützung edler Heilkräfte der Natur. Dieses kostbare und doch nicht theure Mittel (k Schachtel zu 85 ist nun in den in allen Apotheken käuflichen Sodener Mineral-Pastillen, welche unter bester ärztlicher (Son* trole aus den Bestandtheilen berühmter Quellen bereitet werden.______________156
Zteber Liqueure.
Die Liqueure dienen in vielen Fällen als Reizmittel zur Beförderung der Verbauung; viele Personen indessen nehmen dieselben nur dehhalb, weil sie damit ihrem Geschmack und Geruchsinn schmeicheln. Bet dem so allgemein gewordenen Gebrauch ist es daher Pflicht des Hygienisten, diejenigen Liqueure zu bezeichnen, welche — wenn sie nicht im Uebermaß genommen werden — niemals schaden und bei gewissen Gelegenheiten wirkliche Dtenste leisten. Ich habe daher dem Benediktiner, dem besten aller
bekannten Liqueure, eine besondere Studie gewidmet und empfehle denselben allen auf Erhaltung ihrer Gesundheit bedachten Personen. PT 9 ' 10 n aUcn
_ __Dr. med. 2l. Durand.
Wöchentliche Veberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen.
Vom 26. December 1886 bis 1. Januar 1887
Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichke'itsziffer: 24,6°/«,.
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: ^Kinder
Rippenfellentzündung
1
1
1. Lebensjahr:
2.-15. Jahr:
Lungenschwindsucht
2 (1)
1 (1)
1
Krebs
1 (1)
1 m
Starrkrampf
1 (1)
1 X1/
l (1)
Selbstmord mittelst Ueberfahren
durch die Eisenbahn
1
1
Gehirnentzündung
1
1
Diphtherie
2 (1)
_
2 (1) 1
Chronische Stierenentzündung
1
—
—
Summa:
10
5
1
4
. t ?um. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben
an. wie viele der Todesfälle
1 ^kUeperiben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Temperatur in & i e f e n.
December 1886.
Niederste
Mittlere..... [
Mittel früherer Jahre Höchste.........
Niederschlag an 24 Tagen ....
„ im Mittel früherer Jahre an 17 Tagen
7,5 OR.
1,23 „
0,25 ,
8,0 ,
4,01 Par. Zoll.
2,05 „ „
Kirchliche Antigen der evanflrl. Gemeinde.
c. ^Donnerstag, den 6 Januar, Abends 8 Uhr, Gottesdienst in der Kirche, dre Mission rn Kamerun, Pfarrer Schlosser. j '
Bekanntmachung.
In der Gemarkung Lollar stehen die Wege auf niemandes Namen im Grundbuch, nämlich Flur und Nummer 11/363. II/336. IV/268. V/344. VI/529 VII/590. V1II/3. IX/238. X/22. XI/359 XII/431. Auf Antrag der Gemeinde Lollar, ihr die Wege zuzuschreiben, werden alle, welche Ansprüche an die Wege haben sollten, aufgefordert, solche so gewiß binnen drei Monaten hier geltend zu machen, als sonst angenommen werden soll, die Gemeinde habe die Wege ersessen, und die zum Eintrag der Ersitzung erforderliche Verfügung erlassen werden wird.
Gießen, den 29. December 1886.
Großh. Amtsgericht.
Langsdorfs. 127
Am 14. Januar ISST,
Vormittags 10 Uhr, soll die Abnahme der im Lazareth- haushalt in der Zeit vom 1. April 1887 bis ult. März 1888 gewonnenen Küchenabfälle, Knochen und Brotreste in öffentlicher Submission an den Meistbietenden vergeben werden.
Die bezüglichen Bedingungen liegen im Bureau des Garnison-Lazareths auf und sind vor Abgabe von Offerten zu lesen und zu unterschreiben.
Die Offerten, welche den Bedingungen genau entsprechen müssen, sind Kis spätestens am 14. Januar 1887, Vormittags 10 Uhr, im Bureau des Garnison-Lazareths kostenfrei abzugeben. 130
Gießen, den 4. Januar 1887.
Grobherzogliches Garnison-Lazareth.
Bekanntmachung.
Zur Empfangnahme bezw. Beischreibung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Capitalien, am Ende d. I. fällig werden, sind nachstehende Geschäftstage festgesetzt, und -war:
Donnerstag den 6. Januar 1887
Samstag „ 8. „
Dienstag „11. ,
Mittwoch „ 12. „ w
Donnerstag , 13. w „
Samstag „ 15. „ „
Die Einleger werden daher aufgefordert, Ihre Schuldscheine vorzulegen.
Die Herren Bürgermeister werden er- kucht. dieses in ihren Gemeinden auf orts- ubüche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 27. November 1886.
Der Rechner der Spar- und Leihkaffe.
Sehr.
Allgemeiner Anzeiger. Pfennig-Sparkasse.
Die Einleger werden aufgefordert, SamStag den 8. Januar L I. die Sparkaffenscheine zum Zwecke der'Einlage der Pfennigspargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennigsparkasse-Erheber abzugeben.
Gießen, den 4. Januar 1887.
Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim.
139] Der für nächste Campagne zu beschaffende Rübendünger wird voraussichtlich aus 10% Stickstoff und 10% Phosphorsäure bestehen.
Es soll Interessenten gestattet sein, außer diesem Fabriksdünger noch gleichzeitig eine Beigabe von Thomasphosphatmehl anzuwenden, soweit solches durch Vermittelung der Fabrik bezogen worden ist. —
Die Fabrik wird demgemäß außer dem Bezug oben angegebenen Mischdüngers einen solchen von Thomasphosphatmehl stattfinden laffen, und ersuchen wir diejenigen unserer Herren Actwnäre (resp. Accordanten), welche gesonnen sind, Gebrauch hiervon zu machen, die Anmeldung des (außer dem bestellten Rübendünger) gewünschten Quantums Thomasphosphatmehl's bis spätestens 10. Januar zu bewirken. (Die Ausstreuung des Phosphatmehl geschieht am zweckmäßigsten bereits im Monat Februar.)
Der Vorstand der Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim.
Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim.
140] Wir machen die Herren Oeconomen der Hungener und Licher Gegend, welche für uns Rüben ziehen, resp. geneigt sind, es in diesem Jahre zu thun, darauf aufmerksam, daß im nächsten Herbst die Abnahme der Rüben sowie die Bestimmung der Schmutzprozente auch auf der Briquettfabrik in Trais-Horloff erfolgen wird.
Die Briquettfabrik ist erbötig, die Rüben auf ihrer Fuhrwerkswaage gegen eine geringe Vergütung zu verwiegen.
Der Vorstand der Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim.
kann fich jeder dadurch verschaffen, wenn er seinen voraussichtlichen Bedarf bei mir deckt, da ich laut Vertrag in meinem neuen Local keine Schirme führen darf und ich mein Lager darin innerhalb 8 Tagen räumen will. 152
Pb. Etlinger
jetzt noch. Selteraweg 71.
143 Ein junger Mann mit guter
150 Eine junge Frau, in feiner Weitz- und BnntstiSerei erfahre», bittet geehrtes Publikum um Beschäftigung.
Näheres Ludwigsplatz 5, Hinterhaus.
Am 17. Januar 1887,
Vormittags 10 Uhr, sollen die Verpflegungs-Bedürfniffe für das hiesige Garnison, Lazareth für die Zeit vom 1. April 1887 bis ult. März 1888 in öffentlicher Submission vergeben werden.
Die bezüglichen Bedingungen, welche auch die Qualität und Quantität der zu liefernden Gegenstände angeben, liegen im Bureau des Garnison-Laza- reths auf und sind vor Abgabe von Offerten zu lesen und zu unterschreiben.
Die Offerten, welche die Preisforderungen in bestimmten Geldbeträgen (M. — H.) pro Liter, Stück und Kg. ausdrücken und den sonstigen Bedingungen entsprechen müssen, sind bis spätestens am 17. Januar 1887, Vormittags 10 Uhr, im Bureau des Garnison-Lazareths kostenfrei abzugeben. 129
Gießen, den 4. Januar 1887.
Großherzogliches Garnison.Lazareth.
Aeilgeöoteues.
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Wo? sagt die Exped. d. Bl. 51


