Bureau r Sch ul ft raße 7.
Politische Ueberfkcht.
gere Berichte eingehen, recht bald wieder ! Diese» Verlangen des greisen Monarchen
Zte- ven Vkupfcynna-Abgeor nd ! führt. Der Ministerrath trat
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Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Lorrclvondenz - ®urc»u.
_n„ « 6r b . Qn8* Complott gegen den Fürsten Ferdinand von Bulgarien tauchen noch immer neue sensationelle Meldungen aus. Die dementirte Behauptung, er sei in Varna ein verdächtige« Individuum verhaftet worden, wird von privater Seite aufrecht erhalten und soll hiernach ber Ser. Saftete dn Montenegnner sein, der gestanden habe, ein Sendling der slavlschen Comttä, in Odessa zu sein, um gegen 5000 Napoleonrd'or „Entschädigung- und S«^tnCIBn0» w8 Amte» in Rußland ein Attentat gegen dar Leben de» Fürsten! Ferdinand» Natchewitsch'r und Stambuloff'r zu organistren und am Lage der Sobranie-Erüffnung zur Ausführung zu bringen. Um jene Reit ein paar Tage vor Eröffnung der Sobranje, hatte auch der Vertreter Oesterreich« in Sofia, Burian, dem Ministerpräsidenten Stambuloff Mittheilung von dieser Verschwörung gemacht, auf Grund einer chiffrirten Depesche, welche Herrn Burian von einem österreichischen Consul in Rumänien zugegangen sein soll.
daselbst irgendwie behelligt zu werden. In Anbetracht dieser Lage der Dinge fthen die Dominikaner wie die Ursulinerinnen mit Bestimmtheit der baldigen ®ua»nn 8U:T R«^hr nach Berlin entgegen und e» ist nicht erfindlich, warum mit Berlin eine Ausnahme gemacht werden sollte.
Dar Deutschthum kann in Straßburg einen neuen Erfolg per. Bürgermeister Lack wurde einstimmig zum Mitglied der unterelsässi-
Ük Straßburg-West gewählt. Er stimmten ungefähr die Hälfte der Wähler und von diesen wiederum waren drei Fünftel Elsässer, wa, ein h r*1 a,rxe ä für bie sortschreitende Verständigung zwischen den eingewan- oerren Altdeutschen und den gemäßigten einheimischen Elementen Straßburgs ist. Von protestlerischer Seite war gar kein Candidat aufgestellt worden.
(SnrifÄ m '.putsche Regierungs-Dekret gegen die Einfuhr Hamburger SV** ®ieb« aufgehoben worden. Nur soll dieselbe erst dann gestattet sein,
Aufsuchung von Mitteln zur Denaturirung des Spiritus elnge« k-n Kommission ihre Arbeiten erledigt hat — eine etwas seltsame Klausel, oenn m Spanien wird man doch wohl ebenso gut wie anderwärts die Mittel zur Denaturirung des Spiritus kennen.
w. Rückzug des Czechen-Clubs des österreichischen Reichs- fAL*«r Mittelschulsrage hat in den Kreisen der czechischen Wählerschaft lhens Ni^ergeschlagenheit, theils aber auch hochgradige Erbitterung hervorge- rusen. Dre letztere äußert sich namentlich in dem radikaleren Flügel der ^zeqmpartei, bet den Jungczechen, in drastischer Weise, und deren Organs führen eme Sprache, daß man meinen sollte, es wäre den Ezechen da« größte Unrecht ?n m n‘ ^ser Unmuth wird noch gesteigert durch die Ergebnisse der jüngst vollzogenen Stadtoerordnetenwahlen, bei denen die Deutschen m Ezechen in vielen Bezirken fast ebenbürtig an Wählerzahl gegenüberstanden. Auervtngs unterlagen die deutschen Candidaten in den meisten Bezirken und nur n einigen gelangen sie zur Stichwahl, aber selbst hierüber äußern sich wenig- uens die Mgezechischen Organe sehr erregt. Nun, die Deutschen Prags können R i- l m relativen Erfolg bei den Stadtverordnetenwahlen zufrieden sein, denn
Huben gezeigt, daß sie noch immer ein lebenskräftiges und gewichtiges lnmillen der überwiegend czechischen Bevölkerung der böhmischen Haupt- «aor bilden und das Mährlein von dem rein slavischen Prag hat wieder einmal -lne schlagende Widerlegung gesunden.
.ai8 ein Nachklang zu Der bis Januar vertagten Session des ö st er r ei- 5yrd?,e_n Reichsrathes ist die seitens des Herrenhauses debattelos in der Schlußsitzung vom Montag erfolgte Annahme, betr. die provisorische Verlängerung der Handelsverträge mit Deutschland und Italien zu betrachten.
In der Schweiz haben am Sonntag die Neuwahlen zum Natio- ^alrathe, der eidgenössischen Volksvertretung, stattgesunden. Die bis Montag gerannt gewordenen 144 Wahlen zeigen wiederum das Vorherrschen eines ^^..^oemokrattschen Zuges in der schweizerischen Bevölkerung aus, denn dieser Mtttichen Richtung gehören 98 der neugewählten Nationalräthe an, 41 der-
>rnd Vertreter der conservativ-ultramontanen Partei und nur 5 National- ^^ntiren die gemäßigte liberal - conseroative Mitte. Der Nationalrath ins A 1O,I ^^bschon bislang, in seiner großen Mehrheit entschieden liberal sein S uuch im Ständerathe, der Vertretung der Cantone, ist eine liberale Mehr- M gesichert.
November. Seine Majestät der Kaiser hat in der vergangenen
Wilhelm ^'chlafen. Er empfing gestern Abend um 5»/, Uhr den Besuch des Prinzen
Der Kaiser soll den lebhaften Wunsch geäußett ^abe^^s^/n Sobn über dessen Bünden jetzt immer günstigere Berichte etngehen, recht bald wieder tn der Heimath begrüßen zu können. c
s)?Arh?er?» Vogesen wird man von der Kritik, welche der russich-osficiöse ^.^TurinerProgramm-RediCri-pi'S üb, nur i x 0t^utn0 äct nehmen. Der „Nord" liest au» den Aeußerunaen bei Ul en « ^ntsache heraus, daß eine deutsch,österreichisch.
Spitze gegen Rußland bestehe. Als Gegengewicht ffi» e e}irropälf,5^cJPrCl,SaiQn8 betrachteten die maßgebenden russtsche-1 Kreise ein gemeinsames Handeln mit Frankreich in allen europäischen Kranen Nard^d^^ Fall, ohne ein förmliches Bündniß. Offen erklärt ^der hL' M?CrcC in 41 fc} benn Frankreich gewähre keine Garantie . ? e Stetigkeit seiner Regierungsform. — Die frauzöstschen Republikaner Bemsrkunn ®el^2,^ncn baS russische Regierungsblatt mit letzterer
Bemerkung reicht, wohl oder übel hinunterschlucken müssen!
^.ord Lytton, der frühere Vicekönig von Indien, ist an Stelle Lord worden"'"""^ offidel1 ?um Botschafter Englanb» in Pari» ernar it
Darmstadt, 2. November. (Militärdienst-Nachrichten.) E» wurden- Haup'manu und Compagnie-Chef vom 3. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Leib-Regt.) Nr 117, dem Regiment unter Beförderung zum überzähl. Major aggregirt; Wei», Kasernen-Jnspector in Mainz, nach Gießen versetzt: Lutz, Zahlmeifier vom 2. Bat. 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt». (Leib-Regts.) Nr. 117, iUak^efT',=$ On'aa ' ^r' L1 r”erfe6t; Zahlmeister Freimuth und Emich cÄw.TCT17*»,?S» b""' 2- ®‘1' ’■ ®'*
m .Darmstadt, 2. November. Se. König!. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen trifft, von Baveno zurückkehrend, Nachmittag» zum Besuch der Großh Familie hier ein. w
r.,n*^rt,k“' 21 92o”e”b®1- Da» heutige Reichsgesetzblatt enthält eine kai- 6er ein6®rufeinroirbÜOm 31‘ °C °Ber' bui<5 roeI^e ber Reichstag zum 24. Novem« cm 31. October. Ein aus London, 26. October, datirter Brief Sir
M. Mackinzie s an Professor Dr. Oertel in München spricht sich nach sa?aen'd^b! Bemerkungen über das Befinden des deutschen Kronprinzen wörtlich nnAm.kminfioltIit6 3?rer Anfrage in Betreff des deutschen Kronprinzen bin ich in der ff“ Ihnen mittbeilen zu können, daß seine Gesundheit, als ich ihn in
k-J 6.’: n gutem Fortschritt begriffen war. Es hat niemals das Charakteristikum RrfLl 6°rt 8i" Kruukheit cxisttrt, soweit als es die mit dem freien Auge sichtbaren erkennen ließen, so daß meine Behandlung durchaus aus die Erfahrungen Ihres berühmten Pathologen sich stützte. So werthooll auch Professor Virchow'"
Mn a8kel!(.8ett,elcn ftnb’ fo Huben sie natürlich nur eine negative Beweiskraft und ich bin deshalb noch nicht vollständig sicher, bis nicht sechs Monate nach der An° Wendung der elektrischen Cauterisatton verflossen sind. Ich brauche wohl kaum tu «flären, daß ich niemals nur im Mindesten abgeneigt gewesen war mit meinen deutschen Kollegen zusammenzutreten, und sollte unglücklicherweise sich irgend ein «‘81 Symptom zeigen, wäre ich der Erste, die Mithilsi eines Ih^r Landsleute ^6ra MnndltiUhn66M-mfi di- Veröffentlichung von Bulletins 6elrifft, bin ich gau, ÄS ' ? ? hüuffge officietle Mitthellungen wünschenswertb seien, da durch lie iVh,6 M.u ® 1 ^I,c6cr fruchte entgegengetreten wird. Bet Privatpersonen bleibt hn sVo lmmer bem Patienten überlassen und es erscheint nicht billig, daß, werden soll/Wftem SRan0e ift' ,clnc {i8enetI Gefühle hierin nicht berücksichtigt
ist ein ganz natürliche» und erklärliche» und e» steht zu erwarten daß von ä»t. sicher Seile kein Veto eingelegt werden wird, wenn der Kronprinz seinen Winteraufenthalt in Italien etwa» abzukürzen gesenkt. Nach dem Kleinen Journal" würde die Rückkehr de« hohen Herrn nach Deutschland erfolgen, wenn ihm der Aufenthalt in L-an Remo zu der erhofften beschleunigten Wiederherstellung seiner Gesundheit verhalfen haben sollte. Die lieberRebelung de» Kronprinzen und !Er Familie von Baveno nach dem milderen San Remo geht voran» sichtlich in diesen Tagen vor stch, nur heißt e», König Humbert, welcher bereite in notiger Wache die Frau Kronprtnzesfin und die Prinzeß Victoria aus seinem Schlaffe zu Monza empfangen hatte, gedenke dem Kronprinzen noch in Baveno einen Besuch abzustatten.
D>e ^4 °uf Grund de. Friedensschlusses zwischen der preußischen Regie, rung und dem Vatikan vollziehende Rückkehr der katholischen Orden nno ^ ^/rlassungen nach Preußen regt auch die Frage an, ob nicht auch die früher in Berlin ansässig gewesenen Orden dahin zurückkehren werden Es handelt sich h-erbe um die Domimkaner, die das Kloster in Moabit inne halten und um b e Urfulinerinnen, welche in der Lindenstraße ein Pensionat und eine Schale besaßen. Zwei der Dominikaner, die Patres Czeslan» und Vetru»
dt° ReArhauptstabt überhaupt nicht verlassen, sondern übten als Welt- geist iche d e Seelsorge in der Moabiter Kapelle und im Knaben-Waisenhause ebenfalls diese» Amt au,. Dem zeitweiligen Aufenthalte von katholischen Orden«- Angehörigen, selbst die Jesuiten nicht ausgenommen, find in Berlin niemals Schwierigkeiten gemacht worden und ebenso verfuhr man gegen die Ursuline- rinnen äußerst nachsichtig. Zwei von ihnen, die bei der Abreise ihrer Orden«, schwestern van Berlin wegen Krankheit zurückbleiben mußten, errichteten in Ruaow bet Berlin ein Pensionat mit durchaus klösterlichem Anstrich, ohne daselbst iraenbroie bebelltat m werben 5>n kZJ cml..
»3" ®llflrQb bie Angelegenheit der 52 von ber Krone zu ernennen» fnhr®f™ 0rbneUn 0an’ °ugenscheinlich zu einer Krisis ge»
am Dienstag zu einer außerordentlichen Siduna hb°ffinißn' "^^bflnttive Beschlüsse über bie Einberufung der Skupschtina und miren^i» br: fafFcn- S8on diesen 52 Deputirten rekla»
miren bie Liberalen wie die Radikalen in der Skupschtina die größere Hälfte für sich und da da« Cabinet Risticr auf beide politische Richtungen Rücksichten nehmen muß, so gestaltet sich seine bevorstehende Entscheidung zu einer ziemlich h-'k-ln Sache. Doch ist die Möglichkeit natürlich nicht ausgeschloffen daß e« zwischen den beiden serbischen Regierungs-Parteien zu einer Verständi» gung kommt.
Rr. 287 Sreitag bm 4. November 1387
Gießener Anzeiger
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