Donnerstag den 4 August
-!r. 178
1887.
Anlts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
viilreaur Schul st raße 7.
Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.
2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
'»rch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
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in Gießen,
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Betreff: Den Feldschutz.
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und Sterbekaffe der Tischler zu Hamburg Heuchelheim, Klein-Linden, Steinberg, Wieseck,
und Sterbekaffe der Schuhmacher zu Hamburg Gießen,
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2) die Central-Kranken- in in in in
3) die Central-Kranken- in
4) die Central-Kranken-
Daubringen, Gießen, Lollar, Rödgen, Wieseck, Reiskirchen, Hausen,
Reichskanzler zur Zeit vorliegen. Die Ausarbeitung eines vollständigen Entwurfes erfolgt erst nach den Aeußerungen der einzelnen Regierungen.
In Frankreich, dem klassischen Lande der Duelle, machen zwei Duelle politischen Ursprungs, die entweder schon stattgefunden haben oder unmittelbar bevorstehen, von sich reden. TNS eine Mal handelt es sich um einen Waffengang zwischen Jules Ferry und General Boulanger; letzterer fühlte sich durch die kürzliche Rede des Chefs der Opportunisten, in welcher das Gebühren der Boulangisten und Intranstgenten scharf kritistrt wurde, beleidigt und sandte Ferry seine Zeugen. Letzterer nahm auch an und sollte das Duell am Montag oder Dienstag stattfinden. Bei dem zweiten Duell sind der radikale Deputirte Laur und der bonapartistische Deputirte Delafoffe die Gegner. Laur hatte in einer an die „France" gerichteten Zuschrift Delafoffe als eine derjenigen Persönlichkeiten bezeichnet, welche dem General Boulanger einen Staatsstreich vorgeschlagen hätten. Delafoffe hat nun diese Behauptung nicht nur formell dementirt, sondern auch Laur gefordert. Außerdem schwebt zwischen Letzterem und dem bekannten bonapartistischen Kampshahn Paul de Cassagnac eine Strett- Affaire. Caffagnac hatte Laur wegen deffen Behauptung, es sei eine monarchi-
6) die Central-Kranken- und Sterbekaffe der Bäcker und verwandten Be- russgenoffen zu Dresden
in Gießen.
l. ^Gem der Dienstmann Rr. 12 Christian Lemp erklärt hat, sein Gewerbe niederlegen zu wollen, werden alle diejenigen, welche etwa Ansprüche !.Jlc von dem Genannten bei uns hinterlegte Caution aus demselben erthellten Aufträgen geltend machen zu können glauben, hiermit aufqefordert, solche «n acht Tagen bei uns anzumelden.
Gießen, am 1. August 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
__________________________________________Fresenius.
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in Gidßen, in Wieseck, in Rödgen,
5) die Central-Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer zrt Hamburg
m und Begräbmßkaffe für Frauen der Buchbinder,
Portefeurller und anderer Geschäftszweige jeder Art in Deutschland zu Offenbach
^Pslichttt^worden^^ist^^ ö^entIi^en ^^nntniß gebracht, daß Heinrich Müller von Gießen zum Feldschützen der Stadt Gießen bestellt und als solcher
Gießen, am 2. August 1887. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen.
___ Fresenius.
Dienstmann Heinrich Müller (Nr. 11) hat in Folge Ernennung zum Feldschützen sein Gewerbe als Dienstmann niedergelegt und um Mckaabe von chm gestellten Caution gebeten.
werden hiernach alle Diejenigen, welche Ansprüche an solche aus den rc. Müller ertheilten Aufträgen geltend machen zu können glauben, auf- swert, mnerhalb acht Tagen dieselben bei uns anzumelden.
Gießen, am 1. August 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
■---------------------------------------Fresenius.__
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Berz e i ch niß
her im Kresse Gießen bestehenden eingeschriebenen Hülfskaffen.
A) die eingeschriebene Hülfskaffe der Cigarren- und Tabacksarbeiter in Gießen und Umgegend zu Wieseck,
22) die allgemeine Arbeiter-Kranken- und Sterbekaffe zu Großen-Linden,
B) die Kranken- und Sterbekaffe zu Heuchelheim,
S) die Kranken- und Sterbekasse zu Watzenborn-Steinberg,
v) die allgemeine Arbeiter-Kranken- und Sterbekaffe zu Steinbach,
S3) die Kranken- und Sterbekaffe zu Garbenteich,
7) die Kaufmännische Kranken- und Begräbmßkaffe zu Gießen.
Politische Ueberficht.
m GieHen, 3. August.
.Berlin sand am Sonntag Mittag im großen Ehrensaale des die feierliche Eröffnung der diesjährigen großen Kunstausstellung statt. Dem Eröffnungsacte, welchen der Secretär , , . V Kunstakademie, Geh. Regierungsrath Zöllner, vollzog, wohnte ein
0' W) r8 Publikum, das die hervorragendsten Namen der Berliner Künstler- rnbft er®elt auswies, bei, das Staatsministerium war durch den Cultus- ®°6ler vertreten. Aus der Rede Zöllner'« ist zu erwähnen, daß ; 787 Aussteller, von ihnen 732 Deutsche, die Ausstellung mit 1383
^«Wwerken beschickt haben.
^Usd^m^eloung, daß den Bundesregierungen die Vorlage i^^rsversicherung der Arbeiter bereits zugegangen fei, war verfrüht; P'v u 'JL i ™ Bundesstaaten noch kein bezügliches Material zugegangen. Auch Reichsamte des Innern bislang noch gar keinen vollständigen Ent- L-r , sondern es handelt sich noch immer um die bekannten Grundoer Alters- und Invaliditäts-Versicherung der Arbeiter, welche dem
V e r z e i ch n i ß
ta außerhalb des Kreises Gießen domicllirten Hülfskaffen, welche in dem Kreise örtliche Verwaltungsstellen errichtet haben.
II) die allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter zu Hamburg in Alten-Buseck,
Betreffend: Die Zulassung eingeschriebener Hülfskaffen. Gießen, den 1. August 1887.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise».
Auf Grund der Gesetze über die eingeschriebenen Hülfskaffen vom 7. April 1876 und 1. Juni 1884 theilen wir Ihnen nachstehend die Namen der Kreise Gießen zugelaffenen eingeschriebenen Hülfskaffen, sowie bezüglich der außerhalb des Kreises Gießen domicllirten Wfskaffen die Namen der in dem Kmft eruchteten örtlichen Verwaltungsstellen unter dem Anfügen mit, daß diese Kaffen dem § 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1883, die Krankenversicheruna fa Arbeiter betr., entsprechen und daß bie Mitglieder dieser Kaffen von dem Beitritte zur Gemeinde-Kranken-Versicherungskaffe befreit sind. $ 9
Dr. Boekmann.


