Ausgabe 
3.4.1887 Drittes Blatt
 
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Allgemeiner Anzeiger

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Sciäc belastete ihn ein älterer Mann, der Inhaber eines Fle cTtu fur Mantelnäherei. Derselbe erzählte seine Erlebnisse etwa wie folgt: Zcb ^dig tu Hause, eine Dame war wegen eines Mantels erschienen. Ich hatte sie in s Arbeitszimmer zu meiner Frau geschickt und wollte eben dahin nachfolgen, als es klingelte. D, lch gerade meine Stiefel anzog, schrie ich hinaus:Warten ^5 ?e Stiefel an! Aber er klingelte inzwischen mit größter Hef- tigkeit weiter. Endlich rst mein Stiefel am Fuß, ich laufe an die Thür und herein rah .Meine Frau ist hier bei Ihnen!" mit heiserer Stimme

rutt er so. ,,Ihre Frau? fragte ich. Er aber packt mich flugs am Halse b^um mit der brüllenden Frage:Wo ist sie?"Ich bin" so »erfid»^ der Zeuge,im Allgemeinen ein friedfertiger Mann, denn ich habe zumeist iU tbun' a 5rm«r "der die Sache zu toll wurde, forderte ich den Wüthenden Ä immer ju »crlaffcn. Vergeblich. Derselbe schreit unaufhörlich:Leugnen m/n " i*zhmC 5n^raU A Ich habe sie verfolgt und hier eintreten sehen." Dabei will mich der Mann bet den Haaren packen, zum Glück behielt er aber nur meine }!n der Hand. Auf mein Geschrei stürzt meine Frau und die fremde Dame in Begleitrmg elnrger Arbeiterinnen, in's Zimmer.Mein Mann!" schreit entsetzt die '/Wollen ^>le wohl meinen Mann gehen lassen", schreit noch stärker meine Frau, indem sie dem Störenfried zu Leibe geht. Jetzt schien er endlich zur Besinnung ^kommen, sah bald auf seine, bald auf meine Frau und wußte kein Wort hervor- «a roar beJ ^uhalt der Zeugenaussage, deren Richtigkeit der An- geklagte im Allgemeinen zugeben mußte. Er mußte auch ferner zugeben, daß er trotz Inhw1??r ÖCn leiner Ehe mitunter ohne jeden Grund auf seine auch schon dem an0e^rt^Pr^ furchtbar eifersüchtig ist und derselben in der lächerlichsten ??Äe schon manche böse Scene bereitet hat. Diesmal hatte er sich aber selbst in die böseste Lage gebracht de«n er hatte sich wegen Hausfriedensbruches zu verantworten $ k k; den Schneidermeister wiederholt um Verzeihung gebeten hatte

?rtnb bic Strafe des Spottes ihn hart bedrückt, so sah das Gericht die Sache nicht für r*?/ a^unb ^ es bet einer Geldstrafe von 30 JL für diesmal bewmden. Der eifersüchtige Ehemann erhielt aber eine Warnung mit auf den Weg.

w r, "T lHeimathsliebe.j Westphältsche Blätter berichten: Ein Sendenhorster Büraer Alcker in jungen Jahren nach Rom ausgewandert, dort durch Fleiß und einen vom Gluck begunstlgten Antiquariatshandel nach und nach Millionen ^verdiente Herr Spithover, hat vor einiger Zeit seine Anhänglichkeit an die Heimath durch eine Schenkung eines bedeutenden Kapitals - über 250 000 je. für ein in Sendenborsi zu ^richtendes Krankenhaus glänzend bethätigt. Dieser Tage wurde derG?u7dstetn

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