Ausgabe 
2.9.1887
 
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- [®« Prüfstein d-r Liebess Ein Potsdam« Dienstmädchen hatte schon lange di- Lieb-swerbung-n des bei derselben Herrschaft engagirten Dieners recht gern «sehen, hakle aber ihre Freude daran, durch Kalte und sorcirtc Empfindsamkeit ihren Mtz häufig zur Verzweiflung zu treiben. Als sie so auch letzthin wieder einmal ihre Koketterie auf sAeußerste ^trieben hatte zog ihr Geliebter plötzlich mit düsterer Miene ttn gefülltes kleines Fläschchen, auf welchem sich ein Etikett mit Todtenkopf und der AtzeichnungGift befand, aus der Brusttasche hervor, setzte'dasselbe kurz entschlossen an die Lippen und Al den leise geflüsterten Worten:Ungeliebt

von Dir wähle ich den Tod schaudernd hinab, worauf er wie leblos auf einen Stuhl nicderglitt. Erst retzt wich die Starrheit von der bestürzten Kokette und mit lautem Aufschrei warf sie sich auf ihren Herzensschatz, versuchend, denselben mit den zärtlichsten :Hchmetchelworten m s Leben zuruckzurufen. Und siehe da, die Liebe schien auch ihre Allmacht zu beweisen, denn »anz leise öffnete der Todtgeglaubte seine Augen und Melle gerührt seinemf mit ^anenfeuchtem Anlitz bittenden Schätzchen zu, welches ihm «immer wieder und wieder versicherte, daß sie ohne ihn nicht zu leben vermöge. So iioett wollte der Schelm die Komodte aber gerade getrieben wissen, denn nunmehr sprang .5 lustig auf, schloß sein Liebchen in die Arme und beschwor sie bet einem schallenden !ktuß, ihrer Worte stets eingedenk sein zu wollen.Ja, aber das böse Gift?" Unsinn, war nur Falle, lieb Hannchen; Nordhäuser war der Prüfstein unserer Liebe tobtet nre.

- /Fossiler Riesenoogel.j Eine der letzten Arbeiten des kürzlich in Neu- i,erlaub verstorbenen Dr. v. Haast betrifft die Entdeckung eines neuen fossilen Riesen- -vogels. der nut dem Krwr (Apteryx) verwandt ist. Der Kiwi, der auf Neu-Seeland 'lebt, etwa die Große unserer Hühner und einen Schnabel, ähnlich dem der Schnepfen besitzt, ist hauptsächlich dadurch merkwürdig, daß ihm die Flügel vollständig fehlen. Er lebt von Jnstkten und Gewürm und hält sich während des Tages in Erdlöchern ver­steckt. Der Capitan John Barclay brachte ihn 1812 zuerst nach England. Während von vielen anderen neuseeländischen Vögeln fossile Riesenformen seit längerer Hett be­sannt sind, war ein Vertreter des Apteryx aus der Vorzeit bisher nicht gründen worden. Durch einen zufälligen Fund des Dr. v. Haast ist diese Lücke jedoch nunmehr ansgeM worden, v. Haast entdeckte nämlich im Museum von Nelson sieben Knochen iMnkel-, Laus- und Zehenknochen), die augenscheinlich aus einer Torfschtcht stammten iimb, wie sich wlt Sicherheit nachweisen ließ, einem dem Kiwi ähnlichen Vogel an- Mhörlen. v. Haast bat diesen Vogel, der eine weit bedeutendere Größe als der jetzt Wende Kiwi befaß, Megalapteryx Hectori genannt. 1 d

Wärmegrade der Lahn unb^tetTiüft

nadb Riaumur o-meffm an, 1. September, Mittags -wischen II und 12 Ubr-

Wasser 15 Grad, Lust im Schatten 17 Grad. Ub

______ L. Ehr. Rübsamen.

Schiffsnachrichten.

Elbe, 6arpMnn'®3LmCMrft 'ÄÄlf*oJ W« Der Postdampfer

d^ngen"oon Me^chen°und Viefi""'^'^ cinm »»nWnbi0en Schutz gegen bas Ein- ?ibabamPan£flln8rUn9Cn Zulage einer solchen Hecke sind:

Pflanzen nehme b nn^bkSei.18 (£Ln,al,d9c- ,auS Leeren gezogene, wohl cullipirte Boden rmift C rol bcn Bflanzen haben meistens keinen Werth; 2. der

3. bei feuchtem üor^rc.ttet werden, rein und in guter Kraft sein;

4. sie muß bis «füjttßem Boden ist die Hecke auf einen Wall zu setzen;

Menschen und Vteb "öchörrg im Zuge ist", gegen Beschädigung von

rein au fein ift dabei von Unkraut durch Schaufeln u. s. w.

einzuschlämmen' b °°rs-tz' werden und sind stark

ihnen weniger^zuiäai . ?ler geworden oder die Gelegenheit

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(d)mere®unbefnäffeCrLUMnh?nbb"nX^r?n(.äen ift filr Iei4tcn Boden der Herbst, für herangewachsenen Hecken hat um Mitt/Jurtt*zu geschch°n. $,cf*nc,bcn (Scheeren) der

Landwirthfchaftliche Nachrichten.

- W-ißdornhecken.s Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben:

Eine lebende Hecke, welche gut angelegt und angemessen gepflanzt wird, kann Lunbett und mehr Jahre dre schönste Einfriedigung abqeben, dabei kostet sie bet der Wage viel weniger als eine feste tobte Umzäumung. Wer Schönheitssinn besitzt, wird iiberdles dort keinen tobten Zaum haben wollen, wo eine lebende Hecke gut fortkommen E^'^^bck erfüllen kann; denn eben solche Hecken verschönern ja die Umgebung -nies Hauses oder eine ganze Gegend so sehr machen sie freundlicher und noch gesunder als tobte Zäune sie langweilig machen, ihr ein ödes An- Um geben.

Wenn man den lebenden Einfriedigungen den Vorwurf macht, daß sie zu viel ct der Grundfläche in Anspruch nehmen, so kann dies nur für solche Hecken zugegeben ».erden, welche von ungeeigneten Holzarten oder aber fehlerhaft angelegt und nacfc 3 behandelt wurden. - In England und Belgien, in diesen Ländern, wo die Lndmrlhschaft doch gewiß so hoch steht wie irgendwo in Europa, und in welchem H ©oben einen sehr hohen Werth hat, finbet man selten tobte Umzäumungen bort, Klebende sehen können; wohl aber ist der Ackergrund Überall mit lebenden Hecken vlchbrettartig durchschnitten und auch sind an Stellen, wo sie den Betrieb nicht hin- 5 oder an Abecken Baume angepflanzt. Man weiß hier eben die Vortheile zu

tnsrationelle Einfriedigung durch Hecken oder Knicke dem Lckcrbau und der Viehzucht bringt.

. «, diun gibt bs keine Holzart, die so sehr alle Eigenschaften einer guten Holzpflanze iusich verernigt, als der Weißdorn (Hagedorn, Heckdorn ?c.). Er wächst schnell,

sich ^tark, kann zu teder Form gezogen werden und seine Wurzeln machen time Ausläufer, dab« hat er scharfe Dornen, welche die Hecke undurchdringlich machen [ zno vrrttagt starke Kalte. Eine gut gehaltene Weißdornhecke nimmt nur wenig I

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51« unsere geehrten Abonnenten.

«»^r^leber6°[te welche in den letzten Tagen uns kund wurden

veranlassen uns, die geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten jede Un..g-lmaßittk«it der Austräger uns mit kurzer Notiz gefl di«et .u sn,C^xn" r^lUr babur(^ f'nb wir in Stand gesetzt, Abhilfe zu schaffen Die Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten Nure7Lz^ mie °^ls°ch geschehen scheint, ^uf^ZS _________________"Die Exped. des Gießener Anzeiger".

Gottesdienst der isrseliMen^ligiönsgesellschaftt

eam§taÄM Uhre^' $Dtmitta9 8 Ubr- Samstag Nachmittag 4 Uhr,

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_ Engel, Gr. Gerichtsvollzieher.

Submission.

1 Die zur Erbauung einiger Schuppen Mforderliche Zimmerarbeit soll im Submissionswege vergeben werden.

Zeichnungen, Voranschlag und Be- liingungen liegen auf unserem Bureau Mr Einsicht offen, woselbst Angebote mt betr. Aufschrift versehen, bis zum «. September, Abends 6 Uhr ^erschlossen einzureichen sind.

Gießen, den 30. August 1887. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.

____Otto Bergen. 6466 Grummetgras- Versteigerung.

Ste Stummetgraä von den hiesigen M*$ßjefen soll

Eontag den 3. September, . Bormittags 10 Uhr, . ~rt und Stelle öffentlich meist» «end versteigert werden.

Meiden, den 31. August 1887. Jroto- Bürgermeisterei Inheiden.

____ Reitz.________ 6501

Kkltag den 2. d. Mts.,

st der o. Nachmittags 2 Uhr, fo/fnm>DUt§ ^lett'schen Hofraithe da- »Ä-ig-tt w?r?°n: daarzahlung öffentlich

1 1 A-rthie Schnaps, 1 Caffa-,

ubren ?eflf$tan-f' ,1. P«thie Wand- 1 Lademmrichtung, 1 Pianino, nltur Polstermöbel, 2 Sopha's, sckrä^kO^b^ I Waschcommode, Kleider- ^ö6?Iftü(fe. 23lerferoice und sonstige ^üßen, den 31. August 1887.

Allgemeiner Anzeiger

und zu haben bei den Verkaufsstellen im hies. Bezirk:

Friedr. Seibel, Giessen.

Von Autoritäten als ^einfachstes, unbedingt wirksamstes Mittel vor anderen Präparaten, wie Antimerulion, Mycothanaton etc. bevorzugt.

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Z. Lilienstein, Butzbach.

K. Köhler, Lieh. 1560

Ph. Kammer IV., Bellersheim.

A. Buch, Hungen.

Aug. Zimmermann, Lollar.

H. Voelzel II., Wieseck.

Otto Rabenau, Alten-Buseck.

W. Rühl, Grossen-Buseck. Joh. Hess XX., Leihgestern. Conrad Wenzel IV-, Langgöns.

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p Alle Holzbauten und llolzgegenstände^l

L sollten damit bestrichen werden. J

Mitsg den 30. September,

Nachmittags 2 Uhr,

loHen auf feem hiesigen Ortsgericht die mobitten^ dellof Wwe. gehörigen Im- Flur XXXVI Nr. 3,5 - 319 Meter Hof- ratthe unter den alten und Elchgarten am Steinweg, } XXXVI Nr. 3,1 606 Meter Grab­

garten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden Gteßen, den 18. August 1887.

Großh. Ortsgericht Gießen.

____________Lüdeking. 6182

Hosrailhk- Verftkigerung.

Mittwoch den 7. September von Abends 7 Uhr an.

soll von dem Nachlasse des Selig­mann Steinberger zu Romrod in der Wirthschaft des Herrn Jost Schmidt daselbst (das frühere Stadt- wirthshaus), ein am Marktplatz stehen- des großes geräumiges Wohnhaus mit guten Kellern und Saal, sowie große Stallungen und Scheune, unter gün­stigen Zahlungs - Bedingungen zum letztenmale öffentlich versteigert werden.

Alsfeld, den 29. August 1887. 6452 Eöoürab, Curator.

Für Wirthe.

Montag den 5. September l. I.,

Nachmittags 2 Uhr,

sollen Schloßgasse 9,Zur Stadt Frank­furt" : Teller, Schüsfem, Brodschneide- maschine, email. Kochtöpfe, großer blech. Waschtopf, Vr-Liter-Krüge, Bieruntersätze, Waschgarnituren, Aschenbecher, Feuerzeuge, I Lampe, 1 Wringmaschine, Garberobehalter u. bfll. versteigert werben, besgl. ein sehr gutes Tafelclgyjer- 649$