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Paris, 28. Februar. Der Deputirte Cuneo (Bonapartist) conferirte heute mit beni Minister Gablet über eine Interpellation wegen der Vorgänge in Corsika. Gablet ersuchte Cuneo, noch einige Tage zu warten, bis die Regierung vollständigere Berichte erhalten hätte.

London, 28. Februar. Unterhaus. Smith erklärte, die Königin beabsichtige anläßlich ihres 50jährigen Regierungsjubiläums am 21. Juni einem Dankgottesdienste in der Westminsterabtet beizuwohnen, sie wünsche, daß der Tag als allgemeiner Feier­tag im Reiche begangen werde. Fergusson thetlt mit, die portugiesische Regierung habe ihren Flottenbefehlshabern anbefohlen, diejenigen Schiffe unbehelligt zu lassen, welche keine Waffen oder Munttisn nach Tungi bringen. England thue in Gemein­schaft mit Deutschland Schritte behufs Vermittlung zwischen Lissabon und Zanzibar, die hoffentlich eine freundliche Lösung der Tungtfrage herbeiführen würden. Die diplomatischen Beziehungen Englands zu Venezuela wegen Grenzstrettigkeiten zwischen Venezuela und britisch Guyana seien abgebrochen.

Rom, 28. Februar. In Deputirtenkretsen gilt es nicht für unwahrscheinlich, daß Saracco den Auftrag zur Cabinetsbildung erhalten dürfte, da derselbe bei der gegenwärtigen Lage sicher auf die Unterstützung von Depretis und dessen Freunde rechnen könnte und rücksichtlich seiner Vergangenheit auch die Sympathien der Oppo­sition nicht entbehren würde, somit eine größere Majorität um sich vereinigen könnte. Behufs Lösung der Mtnisterkrisis sieht man im Laufe des Tages der weiteren Ent­schließung des Königs entgegen.

In Cagliari fanden heute in Folge der Zahlungseinstellung der landwirth- schaitlichen Ereditbank Ruhestörungen statt. Es wurden Truppen requirirt, welche seitens der Exccdenten mit Steinwürfen empfangen wurden; beiderseits gab es Ver­wundete. Die Ruhe wurde schließlich hcrgestellt.

Rom, 28. Februar. Der König sprach telegraphisch dem Präfekten von Genua sein Mitgefühl für die Opfer des Erdbebens in der Riviera aus und fügte hinzu, er hätte sich selbst an jene Orte begeben, wenn ihn nicht augenblicklich Staatsgeschäfte in Rom zurückhielten.

Der Cardinal Staatssecretär Jacobini ist heute Mittag gestorben.

Der Leichnam Jacobini's wird heute aufgebahrt und bis nächsten Mittwoch ausgestellt bleiben.

Konstantinopel, 28. Februar. Riza Bey ist heute um 6 Uhr Abends mittelst Separatzuges nach Sofia abgereist, wohin sich Grekow und Kalischew schon gestern begeben baden.

Athen, 28. Februar. Der russische DampferCzarine" ist bei Syra mit der Stimmten Ladung gescheitert. Der Verlust wird auf sieben Millionen Francs geschäht.__

Univerfitäts - Chronik.

Rostock, 26. Februar. Wegen des seiner Zeit gemeldeten Krawalls wurden gestern 16 Studenten zu Haftstrafen von 4 bis 6 Wochen verurtheilt. Die Anklage lautete auch auf Zusammenrottung.

Wie uns aus Leipzig geschrieben wird, legt der hochverdiente Leiter des physikalischen Instituts zu Leivzig, Herr Geh. Rath Prof. vr. Hankel, am 1. April seine seit 38 Jahren innegehabte Stellung nieder. Die Studentenschaft überreicht eine Adresse.

Würzburg, 26. Februar. Professor Böhlau ist gestorben. _______

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Gießen, 1. März. In der außerordentlichen Hauptversammlung des Turn­vereins, welche gestern Abend im Cafö Leib abgehalten wurde, entlastete man nach dem Anträge der Rechnungs-Prüfungs-Commission die vorjährige Rechnung und genehmigte den vom Vorstände vvrgelegten Voranschlag für 1886/87. Auch die Dispositionen des Vorstandes betreffs des Winterfestes, welches am nächsten Samstag in Stein's Garten ftattsinden soll und für das ein recht schönes Programm festgestellt ist, fanden die Zustimmung der Versammlung. Der letzte Punkt der Tagesordnung, Wahl eines 1. Sprechers, wurde erledigt durch fast einstimmige Wahl des Buchdruckereibesitzers He.rn Louis Lichtenberger. ^)ie Versammlung wurde, nachdem noch dem ? ^rrn W. Lober, der Dank derselben für die seitherige umsichtige Leitung

der- Gelchasie kundaegeben war, um 11 Uhr aeschlossen. 0 9

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LandwirthschaftUche Arbeiter rc. 24, Bäcker 2 Bcr-Ueute l BuAWnÄ "J- lelIenloä

*3' 1, F-rmer 1,' Gärtner'BuEnb^ 2,°E.garren-

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um beim ersten verdächtigen Anzeichen bas"^reie en ?alons der Hotels versammelt, hat übrigens ibr g-wöhnlich-swÄnaSnmmm aV°nnT Di- Stadt Trains Flüchtige nach Paris. Die ^üa»' baben^nm^ m Anrwnchen bringen die Unglücksfall vorgekommen. Die meisten Gästekomm n doch ist kein

ohne Geld an. Man sieht auchFrauenwelche sib? Ä und manche auch einzelne noch in Maskenanzügen. £ic anblfl ¥Ictbct fuhren,

Unalück, das di- Saison in Ni,za getroffen ' $ 75ortM*flon bem

Das Erdbeben vom 23. Iebruar.

. Man kann jetzt die Ausdehnung des Erdbebens vom 23. Februar ziemlich genau übersehen. Der Er chutterungskreis reichte im Süden bis Corsika, im Westen noch etwas über Marseille hinaus, tni Norden bis tief in die Schweiz herein und im Olten faßt, das Erdbeben habe dieselbe Ausdehnung gehabt und dieselben Ortschaften gewestn"^ mU ba§ ®rbbcbcn von 1818. Das Centrum der Erschütterung sei submarin Allgemein wird angegeben, daß kein meteorologisches Anzeichen das Ereianiß angedeutet habe. DerGaulois" hat einen seiner Mitarbeiter zu Professor Fouauö Ganser Akademie der Wissenschaften geschickt und dieser hat ihm gesagt, das Fehlen der meteorologischen Anzeichen sei nicht auffallend, denn diese gingen nur die Atmosphäre an, welche in der Regel nichts von dem verspüre, was in der Erde vorgehe, lieber dw Ursache des Erdbebens gefragt, wies er auf die verschiedenen finhTnh hnü' s^ustatlrte aber zugleich, daß die ersten Erschütterungen die heftigsten vorüber^sei b n an @ arfe abzunehmen pflegen, so daß für jetzt alle Gefahr

Ausführlicher verbreitet sich der Pariser Naturforscher Camille Flammarion in einem Artikel desVoltaire" über das Ereigniß. Die bisherigen Nachrichtfer

für" d-S°W-hrsch-'tnttchst-,

und eine Sonn-nfinst-rniß stattgefundm h^'

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.Figaro" '°us°ßk7,za'1!rich°L "ird bem

-utreten beginnt, doch noch Besorgnisse aenua DnrhnHhpnö qr Bevölkerung ein- ba§ die Panik geradezu unbeschreiblich war? Die^Leute liefen baf6Una5^o?^^\f^rsRr^Ctln, einige noch in Masken; . E-L-u-e zogen'mit Bettzeugauf/MbTrÄ ** sSS* sW conztatirt worben, daß mehrere Doneitiar- (y-nthinhu *3Clt f*nlet0Cn Es ist nun aus Furcht. EinKoch, L? £geX rafir® ÄfS Frau starb

den Hals abgeschnitten. 9 11rte' We ud)' aU ber Erdstoß kam, bald

t Kellner 2, Lithograph 1, Schirmmacher 1, Schreiber 2, Portefeuillearbeiter 1, Klempner 1, Korbmacher 1, Lehrer 1, Maler (Weißbinder) 7, Müller 2, Schlosser 5, ! Schmiede 1, Schneider 4, Schuhmacher 6, Tischler 3, Weber 3, Zimmerleute 3, Buchdrucker 1, Destillateure 2, Steindrucker 1, Notendrucker 1, Steinmetz 1, : Strumpfwirker 1.

Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 26, Nassau 13, Thüringen 1, Baden 1, Bayern 6, Württemberg 1, Sachsen 2. Von Preußen die Provinzen: Brandenburg 5 (incl. 2 Berliner), Hannover 2, Hessen (Cassel) 10, Posen 3, Schlesien 6, Sachsen 1, Rheinland 4, Westfalen 2, Lauenburg 1, Elsaß 1, Anhalt 1. Lippe.Detmold 1, Hamburg 2, Schweiz 1, Luxemburg 1.

Abgegangen sind im Laufe des Monats Februar 33.

Davon gingen auf eigenen Wunsch 26. durch die Colonie in Stellung 3, durch eigenes Bemühen rc. 1, in ihre Familien 1, durch Entlaufen 1, zum Militär 1.

Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 550 Colonisten.

Darmstadt, 25. Februar. In einer größeren Ortschaft des vorderen Oden­walds soll dieser Tage durch die Vorsicht eines Apothekers, welcher anstatt des ver­langten Giftes ein unschuldiges Pulver abgab, ein Gattenmord verhütet worden sein. Die Sache wird so erzählt: In einer Arbeiterfamilie gab es stets Streit und Zank, die Frau beschloß daher, ihren Mann zu beseitigen und gab ihm nach ihrer Meinung Gift. Der Mann war vorder von dem Apotheker verständigt und simulirte Vergif­tungssymptome und stellte sich schließlich tobt. Die Frau brachte einen Strick und wollte die vcrmuthliche Leiche aufhängen. Dies ging dem Manne natürlich doch etwas zu weit, er fand es für gut, zu erwachen und der Frau eine gehörige Tracht Prügel zu verabfolgen. Es verlautet, daß eine gerichtliche Untersuchung bereits im Gange fei.

Frankfurt a. M., 25. Februar, lieber 56,000 jfc stehen bereits für die im Juni hier statlsindende LandwirthschaftUche Ausstellung zur Verfügung.

Gothenburg. Ein grausiger Vorgang, so wird unterm 18. Februar aus der genannten Stadt geschrieben, spielt seit Dienstag in einem einsam belegenen Hause der Vorstadt Majorna. Hier wohnt in einem Bodenzimmer der frühere Buchhalter Wetterlind, der lange als ein Sonderling bekannt, aber Anzeichen von Irrsinn erst am Dienstag zeigte. Die Bewohner des Hauses benachrichtigten die Polizei als Wetterlind am Dienstag Mittag damit begann, die Treppe zu seiner Wohnung zu verbarrikadiren. Zwei Polizeiconstabler versuchten nun, des Irrsinnigen sich zu be­mächtigen, wurden aber beide mit Büchsen- und Revolverschüssen begrüßt und schwer verwundet. Nun suchte man mit dem Wasserstrahl einer Spritze dem Kranken beizu­kommen, was aber mißlang und die schwere Verwundung des Spritzenmeisters durch einen Büchsenschuß zur Folge hatte. Die Polizei war rathlos, denn der mit sechs Revolvern und zwei Büchsen versehene Wahnsinnige war als guter Schütze bekannt und in seinem Versteck fast unangreifbar. Am Dienstag Abend wurde noch der ver­gebliche Versuch gemacht, den Wahnsinnigen durch Schwefeldämpfe zu betäuben. Am Mittwoch Vormittag erboten sich mehrere Arbeiter freiwillig zur Festnahme Wetter- Unds, wurden aber von der Polizei abgewiesen; trotzdem drangen aber zuerst zwei Arbeiter und später noch ein anderer in das Haus, wurden aber alle auf der Treppe durch Schüsse schwer verletzt und einer verstarb bereits auf dem Wege zum Kranken­hause. Auf bie Kunde von diesen erschütternden Vorfällen sammelte sich in der Um­gebung des Hauses ein nach Tausenden zählendes Publikum, so daß die Polizei in großer Starke aufgeboten werden mußte, um das Haus in weitem Umkreisen einzu- sch ließen. Man hat nun beschlossen, alle directen Angriffe aufzugeben und den Kranken durch Hunger zur Uebergabe zu zwingen.

, ^?ie blaue ©rotte.] Durch die Zeitungen ging die Nachricht, die Zukunft der bmuen Grotte sei dadurch gefährdet, daß ein Amerikaner das über ihr liegende Terrain angekauft habe. Die Sache erweist sich nun als unbegründet. Der Arneri- kau-r, ein Dir. John Mackowen, hat durchaus nicht Besitzanspruch auf die blaue ©rotte erhoben, sondern er bat nur die Absicht, einen unterirdischen Gang von seiner Besitzung birect nach derselben anlegen zu lassen, um für seine Person bequemer in dieselbe gelangen zu können. Er wird damit ein Nachahmer des Kaisers Tiberius der auch einen noch existirenden, aber verschütteten Gang bat graben lassen, um bequem unb unbemerft m diese seine natürliche Badeanstalt hinabsteigen u können Die

bC-, @srOtV?b dadurch keineswegs zerstört werden, denn der -9frn bereit, den Ausgang des Tunnels durch eine Thür verschließen zu ? r fff» 6apJlr aber haben gegen das Vorhaben des Mr. Mackowen n sie fürchteten, daß ihnen ein großer Theil des Geldes, das sie durch die

Uebersahrt nach der blauen Grotte verdienen, verloren geht, wenn es möglich ist bies (Srtfr? zu erreichen. Es ist jeboch nicht unwahrscheinlich, baß die Aufneben geben, wenn ber Yankee sich contractlich verpflichtet, keinem Frernben ben Eingang in seinen Tunnel zu gestatten. m

T lAus der Jnstructionsstunde der Marine.] Wie in dem vorn Nice- Abrniral z D. v Henk herausgegebenen PrachtwerkZur See" erzählt wird instruirte einst ein Unterossicier Schramm, ein Mann, welcher sich an die in der Marine geltenden humanen Principlen nicht recht gewöhnen konnte, eine Abtheilung Schiffs- jungen folgendermaßen über benVorschriftsmäßigen Weg bei Beschwerden^ - 3ungwendete er sich an den ersten wat deihst Du wenn ick Di ppn nnt

Beschwerde föhren könnt ji, Recht krieg/ ji ook aber bann Pause,

breef ick ju bie Knochen twei." - Letzteres,^7o denn

passirt, aber anberseits lies auch über ben Unterossicier n ?

obwohl es bekannt war, daß er dn/ lofe ©Äbatt? cine Beschwerde ein,

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einer 18jabrigen Tochter Nameus Esther, deren Schönbeit das Cnt^.ck- b ft 9Sat~r -Ätf&gfS Hause, nachbem sie nahezu eine balbe Snn in ? bem väterlichen

Juwelen mit sich genommen. Der iDümonärat bie ^riebte'n/rft" Si ®aat9eIb alls seine Tochter aufgefunben würbe werde ibn nirhtä ahtnu verständigt und erklärt, gerichtlich belangen zu laffen. } nt^6 abhalten, sie wegen Diebstahls

roanber«to$Ä Utbfr ^Untergang b°s Aus-

Rapunba", ein -is-rn-s Schiffs w°P mit 279 "z-lh-iten »or: Di-

Mannschaft und einer gemischten Vabuna von J ncr 40 ^pse starken

unterwegs. Alles scheint gut gegangen ^u fein^°Ma iumÄemantl(Australien) Morgens, zu welcher Zeit bas Schiff von ber britif^n sn2°e 3 /2 U^r

gerannt unb zum Sinken gebracht würbe (5 oraf ^elmore" an-

für bie Rettung ber Mannschaft unh 0 9 Schiff unter, daß nichts

Schiffszimmermanne, einem Matrosen unb Siehrn rocr fonnte- Dem

Barke hinüberzuspringen. Sechs anher? w Ä 2lu!nia^crcr? «elang es, auf die sanden ein Boot umherschwinimenb unb rcUekn rUIlb Passagiere

es heißt, ein Boot herabgelassen haben merrhe^n! r's ®ZcImore soU, wie

Er war mit dem Schiffe untergegangen ma? X^ L" Steuermann aufnahm.

Balken zu erfassen, an dem er sich 9fniae Stnn^-nb?^" ? 0enuß gewesen, einen Ionen sind die einzigen, welche o ß^en geblieben f nb9' fc^cbn

betragt somit 303 und umfaßt alle Weiber und Kinder. bcr Umgekommenen Im Jahr^ 1870^b9fande^ sich anr^ert©te?ete aul^ehti^r Handels-Zeitung" schreibt: zahlende Stadt Anniston in Alabama siebt ' .mJt ^"te die 6000 Einwohner Bürgerkrieges kauften zwei Männer Hochöfen. Nach Beendigung des

eine große Strecke des Eisens entbatteL ^ble und Tyler die Hochöfen und