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Deutscher Schulverein
A Aus Rheinhessen, 27. Februar. In Sachen des von der hessischen Regierung den Ständen vorbei egten Gesetzentwurfs in Betreff der Besteuerung des Weinoerbrauchs der Privaten hat der Ausschuß des landwirthschaftlichcn Vereins von Rheinhessen in ferner letzten Sitzung einuimmig beschlossen, die zweite Kammer zu er-- suchen, fraalicher Gesetzesvorlage die Zustimmung nicht zu ertbeilen.
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fat ber durch sie hindurchgehende Zug der freudigen Gewißheit des gegenwäreigen Herls, der feligen Freiheit der Kinder Gottes schon hier auf Erden. Darrn ist der Grundzug evangelischer, lutherischer Frömmigkeit mit einer seltenen Klarheit zur Geltung gebracht. Ist damit schon die von Fr. Schlegel wahrscheinlich zur Be- schonrgung seines eigenen Uebertritts aufgebrachte Sage, auch Novalis sei katholisch geworden, widerleg!, so ist sie durch die neueren Forschungen, die namentlich die Marienlreder in dem Roman „Heinrich von Ofterdingen" aus den Erfordernissen dieses Roinans verstehen lehrt, hinfällig geworden. Novalis ist ein Vertreter jener unsichtbaren Gemeinde, der alle wahrhaft Frommen aus allen Kirchen angehören, an die nur mit ihm glauben trotz alles Streites, der die sichtbaren Kirchengemeinschasten auf I Erden trennt.
Gießen, 28. Februar. Am vergangenen Samstag wurde der Hausbursche einer hiesigen Apotheke, welcher seinem Dienstherrn aus Behältern der Apotheke nach und nach eine ganze Kiste voll verschiedener Medicamente, die bellen Weine ?c. entroenbete unb bie gestohlenen Gegenstände in einem anderen Hause aufbewahrte, I
Men Tage kam eine Dienstmagd zur Anzeige, weil sie einen nicht ihr I gehörigen Regenschirm m ihren Koffer gepackt hatte.
— Ein Häuserbeschmierer (welcher sich demnächst noch wegen Sachbeschädigung I 311 verantworten haben wird) wurde in der Nacht vom Samstag zuin Sonnlaa I hier verhaftet. ö I
— Rotirt wurden in derselben Nacht zwei Burschen, von denen der eine mit I einer langen L-tange die Leute in den Häusern wachklopfte und der andere mit einem I Stocke wider die Fensterläden schlug. I
Vermischtes.
^.M ainz, 27. Februar. Die focialdernokratische Partei hatte auf heute Mittaa /ine Wähleroersammlung einberufen, um für die bevorstehende Stichwahl die Parole auszugeben. Da die Entscheidung bei der Stichwahl in der Hand der Socialdemokraten liegt, so war man auf die Parole sehr gespannr, wodurch heraus zahlreiche Besuch der Versammlung erklärt. Es waren mindestens Personen anwesend, wovon aber nur etwa die Hälfte Socialdemokraten gewesen sein mögen. Als Referent trat der socialdemokratische Landtagsabgeordnete Jöst auf ^-.? ^^schluß des Wahlausschusses den socialdemokratischen Wählern die strikte Wa.)lentkaltung bei der Stichwahl empfahl. Daß die Socialdemokraten nicht für den Eandrbaten der nationalliberalen Partei eintreten würben und könnten, sei — führte ~t n?* der ganzen Haltung und Vergangenheit dieser Partei selbst- verstandlich, aber ebenso sei für seine Partei kein Grund vorhanden, dem Centrums' candidaten^zu einem Siege zu verhelfen, zumal in Frankfurt die Ultramontanen auch eintreten wollten. Als besondere Gründe, warum man sich hier ent- schloffen, von der Weisung des socialdemokratischen Centralausschusses unter allen V^^anden dem Oppositionscandidaten die Stimmen zu geben, adzugehen bezeichnete Herr Jost ole Haltung, welche die Ultramontanen hier bei früheren Wahlen den Soc^al- ^^okraten, die man damals in dem „Mainzer Journal" als Räuber und Mord- ^nner tttulirt habe, gegenüber eingenommen hätten. Aus dem Beifall, den Herr Jost von seinen Anhängern gezollt erhielt, darf man wohl schließen, daß dieaufWahl- SirhQ enbC^r° 6 QUC? D.on J*en reiften Socialdemokraten befolgt werden SyA". Herrn Jöst verlangte ein Herr Gabriel Fischer von Cöln, eine hier voll-
än6efar*ni C ?er Wort, der beständig von Opposition sprach ohne
Jemand in der Versammlung klar wurde, wem die Opposition dieses Herrn ^eyUich gelten sollte. Schließlich entpuppt sich der Gabriel Fischer als enw der wenigen Personen, die mit dem aus der socialdemokratischen Partei ausgeschlossenen Schneider Leyendecker unter dem Namen „Opposition der Arbeiter" eine Pa?tei gründen wollten, was zur Folge hatte, daß die Anhänger des Herrn Jöst den fierrn von Cöln mi stürmischer Heiterkeit unterbrachen. Noch bis auf die Straße wurd der Herr mit H°öng°schr-i begleitet und mußte die Polizei erst die Menge zur Ruhe
A Mainz, 27. Februar. Namens des Ausschusses des bemofratii*?» I m Frankfurt Hut dessen Vorsitzender, Herr LeopoldSonnemann"m SchE hlerher gelangen lassen, worin rnitgetheilt wirb, daß der demokratische
T die verbreiteten öerüchte, daß
er ^^onalliberalen Candidaten Herrn Prooinzialdirector Kuckstr
stimmen wurden, die Demokraten in Frankfurt den gefaßten Beschluß für Herrn S°b°^ ernzuireien, aufhebm und in elfter Stunde WuhlenthuL^'nrLaknften !
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Grün berg, 26. Februar. (Fruchtpreise.) Weizen 17.40, Korn X 14.00. Gerste JL 00.00, Hafer JL 12.00, Erbsen JL 15.00, Linsen JL 00.00, Lein 00.00 Samen JL 00.00, Kartoffeln jtL 0.00, Wicken 00.00.
Frankfurt, 26. Februar. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter JL 5.00—5.50, das Gescheit» 6—8 Eier das Hundert JL 5.80—8.50, das St. 6—8 H, Butter im Großen Jt. 75.00—78.00, im Detail das Pfund J4 0 90 bis 1.20, Weißkraut per Stück 20-00 H, Rotbkraut per Stück 20—25 Kohlrabi per Stück 00—00 Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 <3, Kalbfleisch 40—65 4, Schweinefleisch o5—75 Hammelfleisch 50—70 & 1 Hnbn v4L 0.70—1.80, 1 Huhn v*t 1.00—2.50, 1 Ente JL 2.00—2.50, Gans Pfund 50—70 i 1 Taube 40-60 H, Welsche JL 12.00-00.00.
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