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30/05/1886 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

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Erscheint LLHZich mst SKM'chrRe bei?

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***«. *'»--- «**.**» liegen, am 29. Mai 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

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Man bemerkte Mar Duncker, ?^"ag wohnte dasselbe einem Stttdenten-'Concert in der Universität bei. lieberall wurde

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das Kaiserpaar vom Volke jubelnd begrüßt.

qTi- ' * m < Catania, 28. Mai. Die Eruption des Aetna dauert ungeschwäckü Aus Gottrngen, Halle und Leipzig waren bte Lava fließt langsamer, bedroht aber trotzdem die westlichen Theile Ricolosis.

Die Eruption des Aetna dauert ungeschwächt fort- die.

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Xklegraphische Depesche«.

Wolff'S tsSrgr. CoEwondenz Bnttan.

ZLelgien.

~ 28- Ma-. ,Die Arbeiterpartei beschloß, am 13. Ium in allen

Provmzral-Hauptorten Mamfestatwnen zu veranstalten. Sollten auch diese un- ttrfagt werden so würde ein großer SocialistemCongreß auf den 13. Juni nach Bruffel emberufen.

, _ Moskau, 28. Mai. Gestern, als am Jahrestage des Krönungsfestes, besuchte oas Karserpaar die Himmelfahrt-Kathedrale und die Erzengel-Kathedrale. Am 9iach-

nb wirb der Au­lt.

erte beträgt:

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Abonniren offen.

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ssder^d ) sowie Hckr- iiier Werkstatt ui oeriniethen- Carl

erte.

Hess. 3nf. Reg.

mm m?brner wird die Regierung zur Verwendung einer Summe von 265 000 jH. neuen Badehauses nebst Zubehör in Bad-Nauheim zu Lasten des N.^nds ^selbst ermächtigt, mit der Beschränkung, daß Ersparnisse, welche bei der b Arbeiten durch Abgebote an den Voranschlägen erzielt werden, nur zAIerwendung kommen dürfen, als sie zur Deckung von Aufgeboten über ote Voranschläge oder zu Fundamentirungsarbeiten nothwendig sind.

V24 Uhr findet eine Nachmittagssitzung statt.

r k 28. Mai. Das Leichenbegängniß des Professor G g. Waitz

fand Vormittags unter großer Betheiligung statt. Anwesend waren die 'Minister Friedberg und v- Bötticher, Ministerialdirector Greif. Die Akademie und die Unwersttät waren überaus zahlreich vertreten. M»»» vaiieum a/iur innerer ^urtius, v. Sybel, Mommsen, Weitzäcker, Wattenbach, Zeller, Scherer, Förster,' Werner, Siemens, Joachim, r- - - ' - - - ü

Aeutschkand.

28. Mai. sZweite Kammer der Landstände.) Auf der Tages­ordnung stand zunächst die Wahl eines Mitgliedes für den IV. Ausschuß an Stelle $5? a^s6,eschledenen Abg. Baur. Dieselbe fiel durch schriftliche Abstimmung auf den Abg. Mohn, der nut 25 Stimmen gewählt wurde. Man trat hierauf üi die Berathung em über die Vorlage resp. Denkschrift Großh. Ministeriums der Finanzen, die Er- k^skarkuiig der Landdämme am Rhein betr. sowie über den Antrag Metz (Darmstadt): die Denkschrift über Erhöhung und Verstärkung der Rheindämme D^r Ausschußantrag in Bezug auf diesen Gegenstand geht dahin:Die Kammer ^olle bescylreßen. 1) auf Grund der ihr initgetheilten Denkschrift, betr. die Erhöhung 'S.1 'ei.am Rhein, Großh. Regierung um beschleunigte

Fertigstellung bestimmter Vorschläge und Pläne über die unseren Verhältnissen wie Zwecken entsprechende Erhöhung und Verstärkung, im Einzelnen Verlegung von Land- Äu ersuchen, um solche dann, in Uebereinftiinmung mit der ckieichscommission Zur die Untersuchung der Rheinstrom-Verhältnisse, in Form be- stimmter Propositionen den Ständen thunlich bald zugehen zu lassen; 2) den Antrag ^'l.Abg. Metz (Darmstadt) damit für erledigt zu erklären, 3) die Petition von 39 hessischen Gemeinden in gleichem Sinne für erledigt zu erklären.

Abg. Reinhart bezeichnet es als eine dringende Notwendigkeit, thunlichst bald genügenden Schutz vor Ueberfluthungen zu schaffen. In dieser Hinsicht sei die Aeuverung der Regierung mcht sehr beruhigend:Die Aufwendung von so erheblichen, aus den S.aat und die beteiligten Gemeinden nach Maßgabe der bestehenden oder noch zu erlassenden Gesetze zu verteilenden Mitteln könne nach Lage der Verhältnisse, »Ä»^/"^^^/^lluug^der Ausgaben auf eine Reihe von Jahren, vorerst nicht ermöglicht werden. Die furcht der betr. Gemeinden werde um so größer, als die Rhemeorrektron rn Baden fortschreite unb sich ihrem Ende näherte. Er erlaubt sich gelang1/96' n°^U ßau^c bicfe§ Wahres das zu erwartende Gesetz zur Vorlage h(>? Äalpräsident Weber: Die Regierung wolle keineswegs die Ausführung ^erchnen, es sei nur gesagt worden, daß die finanzielle ^ragweite desselben, sowie die finanzielle Lage des Landes dem gegenüber noch nicht zu übersehen sei und baß deshalb die Sache noch vertagt werden müsse. Es sei ^ kern technischer Plan fertig, der- auf Jahre hinaus für die Ausführung maß- aebend fern könne. Was das neue Dammbaugesetz beträfe, so sei jetzt die 2. Revision desselben beendigt und beschäftige sich das Ministerium eben mit der letzten Redaktion. Die Vorlage werde demnächst erfolgen. Der Grund der Verzögerung liege darin, daß gar fern Material vorhanden gewesen sei und eine fortwährende Verständigung Mischen Technikern und Juristen unumgänglich nöthig sei.

k ä erklärt sich mit den Ausführungen der Regierung zufrieden, da hier-

M vom letzigen Stand der Dinge gegeben sei. Die Uebereinstimmung X? ^eichseommlsfion könne nun auch wegfallen, da von derselben beschlossen

x a bS Dammbauten der einzelnen Länder zu befassen. Das

in Aussicht gestellte Gesetz könne nach den heutigen Erklärungen der Regierung wohl im Herbste berathen werden. d 0 7

Knb, H^st erwidert daß die Reichscommission ausdrücklich beschlossen

dLr ^brnt^amnkba^en ^Lsch^^en. In der nächsten Sitzung werde sie L7, ? 1 ^rathung darüber beschastigen, was für Hessen thunlich sei, sowohl in Bezug auf Erhöhung und Verstärkung der Landdämme, als auch in Bezug auf deren . 9^0hin erklärt Geheim. Oberbaurath

rJei< E die Vorlage so einzurichten, daß die Dammerhöhungen

nach dem Grade der Dringlichkeit geordnet seien. Die neuen Uferarbeiten bei Mainz wurden einem eingehenden Studium unterworfen und wenn sie auch nicht mehr zu andern seren, doch festgestellt, welchen Einfluß sie auf die übrigen Stromverhältnisse

Es wird dies von Seiten des Abg. Rackö mit Freuden begrüßt.

x. . f vie Anfrage des Abg. Haas, ob es in den Intentionen der Negierung hege ernen besonderen Wasserbaudienst zu organisiren, erividert 9Ninisterialpräsident gebracht'würde6^' b" Aufstellung des nächsten Budgets eine derartige Vorlage ein- ,,rr ^ad) ^uigen Bemerkungen der Abgg. v. Rabenau, Metz, Reinhart Jöst Ellenberger, Wolfskehl wird der Ausschußantrag einstimmig angenommen.^ '

Lesung oes Gesetzes über Unterbringung jugendlicher Uebelthäter und verwahrloster Kinder wird der vorgerückten Zeit wegen auf die heutige Nachmittags- Wen Ä XZ Wn5a0 neUEr 91nriiSE "tS-g-u den in erster Lesung ge- c _ "Die Kammer ertheilte hierauf einstimmig ihre Zustimmung zu dem Ansinnen des Ministeriunis des ^nnern und der Justiz,daß die im laufenden Staatsbudget Ö" unverzinslichen Vorlage der Baukosten eines Ersatz- und Erweiterungsbaues der me§ Landeshospitals Hofheim vorgesehenen Mittel zur unver- nernItdhnt Vaukosten eines Erweiterungsbaues der weiblichen Abtheilung

vl l lUCHUll IVtltvCjle

©eHirt, 28. Mai. Das Abgeordnetenhaus trat in seiner heutigen Sitzuna in c. U^bite Lewng des Nachtrags-Etats ein. Motty, Porsch und Neubaur bekämpfen die Positron von 100,000 JL für deutsche Studirende zum Zweck späterer Anstellung nH^hiP^rl-3611 und Westpreußen, sowie im Regierungsbezirk Oppeln, ebenso auch die Position von 50,000 JL für deutsche Schüler. Der Eultusminister widerlegt S^nln?nnhbunök- Ä W ?iese Fonds nicht eine Germanisirung be­

zweckten, sondern die Sicherung und Erhaltung deutscher Gesinnung unter den Per- fei ^um fo urehr zu solchem Vorgeheil be- b'^ em ähnliches Vorgehen, namentlich durch bie ^ncicforo5fi^

S Ä ^dre .Ausbreitung des Polenthums gewirkt und durch

< 9 « die revolutionären Bestrebungen des Polenthums gefördert hätten.

Windthorst uud Schorlemer sprechen gegen, Tiedemann und Rauchhaupt für t?po[tcn- weiterer unerheblicher Debatte werden beide Positionen ge- nehimgt ebenso nach emer wenig bedeutenden Debatte der Rest des Nachtrags-Etats im -^roinailum und Extraordinarium durchweg nach der Regierungsvorlage mit Aus- nahine der Positron von 100,000 JL zur Förderung des höheren Mädchenschulwesens Innnn Äbwals polnischen Landestheilen, welche nach dem Eommissionsantrage auf ou,uuu herabgesetzt wurden, obschon der Regierungscommissar Schneider die An­nahme oer Regierungsvorlage befürwortet.

Morgen: Communalbesteuerung der Officiere.

Freiburg i. Br., 28. Mai. Professor Friedrich Michelis ist in Folge eines Schlaganfalles gestorben.

London, 28. Mai. Bryce erwidert auf eine Anfrage, der Regierung sei nichts davon betannt, daß em russischer Agent in das Complott gegen den' Bulgarenfürsten verwickelt sei, auch fehle es an allen thatsächlichen Anhaltspunkten, die diesbezügliche Vorstellungen an Rußland als gerechtfertigt erscheinen ließen.

r, ,, Paris, 28. Mai. Das Leichenbegängniß des Obersten Herbinger hat beute tattgefunden; etwa 5000 Personen wohnten demselben bei; seitens der Regierung war der Krlegsminister erschienen. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen, nur vereinzelt wurde auf dem Kirchhofe der Ruf:Nieder mit Ferry! Nieder mit Briöre de l'Jsle'" vernommen. '

Er. 193 Erstes Blatt. Sonntag den 30 Mai SS.M

Gießener Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

nächsten Fachgmossen des Entichlasenen, Kluckhohn, Weiland, Frensdorff, Stein, darf, Summier und Arndt erschienen. Die Leichenrede, welcher ein Choialge- sang voran g.ng und folgte, hielt Probst Goltz. Eine Deputation der Stuben. wÄttL*® @ür9- D- Beerdigung fand aus dem

Arankreich.

28. Mai Die Budget-Commission hat in ihrer heutigen Sitzung nach einer Rede des Cultusmrmsters Goblet das Cultusbudget mit 15 gegen ^d-r hergestellt und hierauf mit 16 gegen 14 Stimmen be. m.r ndJerte Prüfung desselben zu vertagen, bis ein Beschluß der Kam- mer Uber den Antrag auf Trennung von Staat und Kirche vorliegt.

m. ~..ylt Deputirtenkreisen verlautet von mehreren Amendements zu der üb/- die Prmzen-Ausweisung; namentlich beabsichtigt Clemenceau einen A strag aus obstgatorlsche Auswelsunq zu stellen. DasJournal des Ddbats" bedauert, daß das Cabinet, um den Radikalen zu Willen zu sein, sich zu Aus- nahmemaßregeln verpflichte.

England.

. Londorr, 28. Mai. In parlamentarischen Kreisen wird angenommen, r ®lQbfi°ne angekündigten Concessionen die zweite Lesung der Home- rule-Bill sichern wurden.

t"-, vie. ^'^rung Gladstone's in dem gestrigen Meeting der Liberalen besagt, daß die Session nach der zweiten Lesung der Homerule-Bill eher, wie üblich, g.-, ^lrffen und das Parlament im Laufe des October zu einer neuen Session einberufen werden soll, in welcher die Homerule-Bill mit den nothwen- btgen Abänderungen auf's Reue eingebracht werden würde. DerDaily News" zufolge haben feit gestern 27 liberale Dissidenten sich zu dem Entfchluffe bekehrt, für dre zweite Lesung der Homerule-Bill zu stimmen. Chamberlain's Anhänger haben sich über ihre nunmehrige Haltung noch nicht schlüssig gemacht. - Die Xtmes meint, die Homerule-Bill sei nach der zweiten Lesung als tobt und begraben zu betrachten.

lot.

mmelfahrt- ftück und

4101

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