zu
in.
WwwEr SchvlPreH- 7.
damit wir
Wochen - lleberfkcht.
OlLtt^
und Feiertagen, tuet Pfg.; für auswärtige erfolgt, den Anzeiger
»ort ler, ?9.
y»24
Der Reichskanzler Fürst Bismarck hat stch am Mittwoch von Berlm aus einige Tage nach Varzin zurückbegeben; wahrscheinlich erfolgt als- dann von Varzin aus die Abreise des Fürsten nach Kissingen.
Der preußische Culturminister, Herr d. Goßler, ist in Be- Leitung der Geh. Regierung-- und Ministerialräthe Dr. Schneider, Dr. Kügler, Wätzholdt und des Bromberger Regierungs-Präsidenten, v. Tiedemann, "am Dienstag in Posen eingctroffen. Es handelt stch um Conserenzen mit dem Obsrpräsidenten b. Günther und dem Viceprästdenten 0. Sommerfeld, zu denen auch eine Anzahl RegierungS- und SchulrLthe, sowie Landräthe und Kreisschul- Znspectoren hinzugezogen worden sind, behuss Ausführung der neuesten Schul- Gesetze für die Provinz Posen.
Die bayerische Regentschafts-Frage hat durch die Zustimmung der Reichsrathskammer zur Einsetzung der Regentschaft für die Kammer der Reichsräthe ihre vorläufige Erledigung gefunden
Die geheime Commission der bayerischen Abgeordnetenkammer nahm am Mittwoch Abend den Antrag auf Genehmigung der I
n*
Einladung Mw Abonnement
auf den
Gießener Anzeiger,
jt Amendrvlk eisen
rgt mit und ohne :antie bei billigster
42fr
zuter Lchul- ner junger 1 einer htt- zabrik als ud)L Offerten zu r, 4463 an
fbodß
efl , dem. KreM)‘ iotographi?^ Grösse 6 ,r Witter^-
■ S, de> Eintritt der wärmeren Jahreszeit pflegen sich auch immer wieder allerhand sensationelle Gerüchte auf dem Gebiete der hohen Politik cin- zustellen, welche die öffentliche Aufmerksamkeit eine Zeit lang in Anspruch nehmen ES*®1" *bC n ?^mirenden Meldungen Platz zu machen. Diesmal ist der Reigen durch allerlei wunderbare Mittheilungen über das Drei-Kaiser-Bündniß und speciell über die Stellung Rußlands in demselben eröffnet worden und konnte man Merkwürdiges über die Lockerung des Drei-Kaiser-Bündnisses, über Iiesgehende Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Czaren und seinem Minister des Auswärtigen, Herrn v. Giers u. s w., hören. Das Gemachte, Künstlich- derartiger Gerüchts liegt indessen für jeden Unbefangenen auf der Hand und ™r‘:b daher gut thun, ihnen weiter keinen Werth beizulegen und sie einfach als „Versuchs-Ballons zu betrachten, wie solche von irgendwelchen politischen Speculamen von Zeit zu Zeit losgelassen werden. In dieselbe Kategorie qe- hören auch die Meldungen Pariser Blätter, wonach sich die Pforte durch die russischen Truppen-Concentrationen in Bessarabien beunruhigt fühlen und beab- sichtigen sollte, ihre Streitkräfte an der armenischen Grenze zu verstärken da man in Konstantinopel befürchte, Rußland werde im Kriegsfälle seine Haupt- stmtmacht nach Kleinasien werfen. Da« osficiöse „Journal de St. Pötersb? dementirt denn auch diese Meldungen unter Hinweis auf die guten russisch- türkischen Beziehungen und ebenso widerspricht das Blatt der oleichfalls aus franM cher Quelle stammenden Behauptung, Rußland hätte in Konstantinopel eine Beschleunigung in der Beurlaubung der türkischen Truppen verlangt P
3n Frankreich stehen alle politischen Kreise unter dem Eindrücke der nunmehr perfect gewordenen Ausweisungsmaßregeln gegen die Prinzen. Der Senat, rn dessen Hand es lag, die betreffende Vorlage zu Fall zu bringen machte allerdings anfänglich Miene, als ob er sich hierzu entschließen wolle, der energischen Beredtsamkeit des Ministerpräsidenten Freycinet qelanq es schließlich, auch im Senate die Annahme des Prinzen - Ausweisunqs- gesetzes herbeizufuhren, was mit der immerhin ansehnlichen Mehrheit von 64 Stimmen geschah. Die von der; Ausweisung zunächst betroffenen Punzen, der Gras von Paris und sein ältester Sohn, der Herzog von Orleans, und Prinz Jerome Napoleon nebst seinem ältesten Sohne, Prinz Victor, haben es nicht erst auf das Aeußerste ankommen lassen, sondern sind bereits nach dem Auslande abgereist, die beiden Ersteren nach England Prinr Jerome Napoleon nach Genf, Prinz Victor nach Brüssel, wozu es auch hohe war, da schon am Mittwoch das neue Gesetz vom „Journal officiell" veröffentlicht wurde. Außergewöhnliche Kundgebungen vollzogen sich bei der Abreife der Prinzen von Paris nicht, nur hatten sich in deren Wohnungen und auf den Bahnhöfen eine größere Anzahl ihrer Anhänger zur Verabschiedung emgefunden. — Die Wochen und Monate hindurch Frankreich in Aufregung haltende Prinzenausweisungsfrage ist somit äußerlich zum Abschluß gelangt; welche Folgen die Verbannung der Prätendenten vielleicht für die internationalen Beziehungen Frankreichs, wie auch für die monarchistische Agitation in diesem Lande selbst haben wird, muß einstweilen abgewartet werden.. - Wie dem „Journal des Debats" aus Wien gemeldet wird bat der dortige französische Botschafter, Graf Foucher du Careil, seine Entlassung.
QT , m f p Gieße», 26. Juni.
m c .Au« Bad Ems laufen fortgesetzt dis erfreulichsten Berichte über das . Wilhelms ein. Auf die anfängliche Trinkkur im Zimmer ist
W dieselbe am Brunnen selbst, zunächst am Keffelbrunnen, gefolgt und unter- §?iser täglich Promenaden, trotz der vorwiegend noch immer veränderlichen Witterung. Am Mittwoch stattete die Kaiserin, von Koblenz, ihrem gegenwärtigen Aufenthaltsorte, kommend, ihrem hohen Gemahle einen Besuch ab.
Der Bundesrath, der Reichstag und das preußische Abae^ ordnetenhaus haben in dieser Woche ihre Thätigkeit wieder ausgenommen, Doch wird diese parlamentarische Nachsession voraussichtlich nur von kurzer Dauer se n. Im preußischen Abgeordnetmhause führte die von der Regierung neu eingebrachteNothstands-Vorlage, welche 740,000 c//Z zur Beseitigung der durch die Frühjahrs-Ueberschwemmungen im unteren Weichstlgebiele herbeiae- fuhrten Schäden fordert, am Dienstag und Mittwoch zu längeren Debatten, die m letztgenannter Sitzung schließlich die unveränderte Annahme der Vorlage zur Mge hatten; außerdem beschäftigte sich das Hous nur mit Vorlagen mehr provinzieller Bedeutung. Im weiteren Fortgänge der Mittwochssttzung ergab sich der Berathung einiger Petitionen die Beschlußunfähigkeit des Hauses, in rZ-olge c, essen d:e Sitzung abgebrochen werden mußte. Es gelangte somit auch der auf der weiteren Tagesordnung stehende Antrag Hammerstein, betr. Gewährung größerer Selbstständigkeit an die evangelische Kirche, nicht mehr zur -Erledigung; der Antrag hat überhaupt das Mißgeschick gehabt, immer an die letzte Stelle der Tagesordnung gesetzt zu werden, so daß er nie erledigt wurde, W darf man ihn wohl als definitiv begraben betrachten. Am Donnerstag hielt das Abgeordnetenhaus wegen des katholischen Feiertages (Frohnleichnams- fed) ferne Sitzung ab. — Im Reichstage ist die parlamentarische Nachsession am Dienstag zunächst mit einer Sitzung der Branntweinsteuer-Commission wie- der ausgenommen worden; in Folge des mehrfachen Widerspruches, welcher die Feststellung des Berichtes erfuhr, mußte dieselbe aber auf Freitag vertagt wer- oen, an welchem Tage bekanntlich auch das Plenum des Reichstages wieder zusammengetreten ist. Die Tagesordnung: Petitionen — Literar-Convention mit England — Errichtung eines Seminars für orientalische Sprachen an der Berliner Universität — dürste wohl schwerlich zu besonderen Debatten geführt -haben. — Was endlich den Bundesrath ar.belangt, so sind aus dessen Beschlüssen aus der Mittwochssitzung die Genehmigung des Antrages Sachsens, betr.' Ver- längerung des über Leipzig verhängten Belagerungszustandes auf ein weiteres Jahr, sowie bie Vermessung der Vorlage über die allgemeine deutsche Jndustrie- und Gewerbe-Ausstellung in Berlin im Jahre 1888 an die zuständigen Aus- Müsse hervorzuheben.
Regentschaft einstimmig an. Vorher hatte eine eingehende Verlesung des ge- sammten Actenmaterials, sowie die Anhörung der Experten der Jrrenärrte' Grashey, Hubrich, Müller und des Ober-Medicinalraths Kerschensteiner statkqe- funden; eine Discussion knüpfte sich hieran nicht. An diesem Samstag folgt die öffentliche Plenarsitzung, bei welcher die Abgg. Bonn und Schauß den Be- ruht erstatteten.
Die Verwüstungen, welche durch das Austreten des Bober des Zacken u. . w. in der Gegend von Hirschberg in Schlesien angerichtet worden sind erweisen sich leider als sehr bedeutend; in vielen Gemarkungen haben di- Fluthm bie Ernte gänzlich vernichtet.
Zmts- unö ÄiMgeüsall für hen Kreis gießen.
. « ,®ec "^Eeßerier Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn, Ä.r Beilage „Gießener Faunlrenblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beiqeleqt werden?
Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei in's Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark ercl. Postgebühr.
, . ^therigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung «uch tm III. Quartal 1886 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen 9
»«KV
at* - - ***** ,.„w„
' «vre ^xpeortzon.
^^eigen.
J’* ÜlotcrM.
SÄ-Ht. 6i„.
^ftaurateur
”et '^mitten bff ■ibgen Bedingung^ u verpackten. H •eb. d. U
kation ermühle.
täülick, mit Aus,
- frischgcbackene orzügliche Taffe >en.
Wilhelm Noll.
^Mdl-vonqlüzr rtijaltm irtwivnichloßmm Couvert '.'‘orte 20$.,General- 61. Für Tamm sni.
er auf dauernde
dt, Neustadt 55.
für fofort unb fuß; aud) finbtn id paus Stellen r-cr, Wch-A-
Erscheint M M PkeiS »irrtelfLhrlich s Mar? SS Pf. «« SrbteÄfclät
be-v-en viertÄfLhrlich z
Mr. 146 Zweites Blatt Sonntag den 27. Juni 18KK
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.


