1
7947
so«;
f; und Wolle,
I
' 0,15 A 0,30 A 0,22 0,40 0,40 1,85
0,5 L,
NimMMm men. Näheres Stemstraße 55,
k Vortrag
r
en und sein
Mends 8 Uhr^ lass GM.
frei aul Wigand.
Leucht. Näheres
tzckchi.
k, Pindemchtzer.
i GM
Leib.
!3. November
i Ulale:
nement:
ltt<» lKB8392
lkten von W- Mannion Millöcker.
altheater in Berlin nsationellem Erfolge
^ritz Schröder.
Dora Fricke-
■? Amalie Reidncr.
t M Frack.
Bertha Schrader.
-öeoLangmld.
; Charl. Hohgart. 1 -Willy Voigt.
5 Nbiüypine Penr-
Mller.
a Hans Henning.
Sari ®t*r- C«rl Wd»-r.
11 gifette W4
Pul
MUIld W*'
Achug N* „„t.r'li« i°b-r F sK-M MU 1115 8377 -he $'*lL M- r ^^^minen- —
27^ Mittwoch den 24. November 1886.
(siebener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ---------------- - 7 773 I I Drei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit ©rtM0«Tk*L Sebulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mart bO Pf.
Amtlicher HHeit. Bekanntmachung.
Da m befürchten ist, daß der bestehende Handelsvertrag des Deutschen Reichs mit der Schwei; aufgehoben werden oder in einer für die handel«, vslitischen Beziehungen Deutfchlands zur Schweiz ungünstigen Weise Abänderungen erfahren wird, so ist es von Wichtigkeit, daß hmrerchendes Matenal über und den Umiana der aesckäMchen BezÄunqen zur Schweiz gesammelt werde, damit au Grund hiervon eine Prüfung der Frage ermöglicht wird, i« wie"w«u"d ^ h'andelspoliüschen Jnteressen'durck^etwaige Änderungen vder durch Aufhebung des Vertrags berührt werden. Die Beantwortung dieser cy _ -ri trtnGn^hpnh tür dit» Stelluna meldie von Deutscher Seite in den Verhandlungen wegen Erneuerung des Vertrags euizUnehmen ist.
Frage ist mabgebend ur di ^St g, ) ° Mirüsteiium in möglichst umsaffender Weise Bericht über die geschäftlichen Beziehungen unsere« Bezirks zur Schweiz echatten ^können und öMen bah» sämmtliche Geschäfte, welche Beziehungen zur Schweiz unterhalten, auf folgende Fragen uns schriftliche Auskunft ertheileii zu wollen. art finb Jh„ geschäftlichen Beziehungen zur Schweiz?
(Exportiren Sie? Jmporttren Sie?)
3) Welche" besondere ^Wünsch^ haben Sie in Bezug aus die Gestaltung der handelspolitischen V-rhältniff- zwischen dem Deutsche« Reiche und der Schweiz? ~ . r=e
Gießen, den 22. November 1886. Großherzogüche HaMlskammer.
Ed. ©ilberetfen.
Politisch- U-b-rstcht.
tSieyrn, 23. November.
QU dem bereits vorliegenden Arbeitsmaterial für den Reichstag , bat sich noch in voriger Woche di- wichtigste Vorlage der gesamm en bevorstehenden Session hinzuaeselll: Die Vorlage wegen der neuen Feststellung der Frieden«- stärke des Reichsheersr. Dieselbe soll, den „Beil. Polit. Nachr." zufolge, im H »TOnbeerai^ bereite zur Verth-ilung gelangt sein und verlautet ferner, daß d,e neue Militär.Vorlag- dem Reichstage nicht erst in einem späteren Stadium der Session — wie bislang allgemein angenommen wurde — sondern noch vor der Weihnachtspause zugehen wird. Demnach werden die Verhandlungen gleich zu Anfang der parlamentarischen Winterseldzuges in die kritische Lage der Dinge bineinsühren und sich also bereits zu Beginn der Session heiße Wortkämpse und Debatten im großen Style entwickeln, obgleich natürlich bie eigentliche Entschei« düng über bie Militär-Vorlage erst in bem Sessioniabschmtte nach Reuiahr zu erwarten steht. Angesichts ber vor der Thür stehenben Eröffnung der Reichs- lager beeilt sich der Bunderrath ungemein mit seinen Vorarbeiten; in der ver- aanaenen Woche hielt er statt der üblichen einen Plenarsitzung deren zwei ab, am Mittwoch und Freitag. In denselben gelangten eine ganze Reihe von Special ©lata und mündliche Berichte über Anlagen zum Etat über da» Anleihe- aesetz über den Gesetzentwurf wegen Feststellung der Reichrhaurhaltr-E-atr für 1887788 u s. w. zur Erledigung. Wiederum eingegangen ist im Bunderrathe der in voriger Session unerledigt gebliebene Entwurf über bie Errichtung erner orientalischen Sprachen Seminarr an der Berliner Universität. In der Mitt- wochrsitzung gab vor Eintritt in die Tagesordnung der Vorsitzende, Staat«' seerttär v Bötticher, dem schmerzlichen Bedauern über da» Ableben de« württembergischen Bunde»rath».Bcv°llmächtigten v. Baur-Breitenseld unter all- seitiacr Zustimmung der Versammlung Au»druck. Zum Nachfolger de» Herrn v Baur-Breitenfeld soll Freiherr Axel v. Varnbüler desigmrt fein.
Die ktrchenpolitische Frage kommt anscheinend wieder mehr in Kluß Die „Neue Fr. Preffe" brachte jüngst Miliheilungen aus Rom über den Stand der Verhandlungen zwischen Preußen und dem Vatikan, wonach über bie Anzeigepflicht und über das staatliche Einspruchsrecht eine vollständige Emr- gung erzielt worden sein soll. Eine Bestätigung der betr. Mittelungen hegt jedoch von oisiciöser Seite noch nicht vor. Dre OrdenSsrage, deren Regelung man mit besonderer Spannung erwartet, scheint sich noch durchaus in der Schwebe zu befinden.
In der socialdemokratischen Partei geben wieder einmal merk- würdige Dinge vor sich. Die Berliner „Genosien" haben pa^mmtari- schen Vertretung der Partei quasi ein Mißtrauensvotum ertheilt, in Mainz macht ein Theil der dortigen Socialdemokraten unter Führung des Schneidermeisters Leyendecker — bekannt aus der Frankfurter Friedhofs- Angelegenheit — gegen den Landtags-Abgeordneten Jöst Front und ebenso herrscht in Offmboch zwischen dem Führer der dortigen Socialdemokraten, dem Landtags-Abgeordneten UÜrich, und dem Gros der Genossen vollständiger Zwischen- Ivalt In Apolda endlich haben die Socialdemokraten sogar ihren Vertreter im weimarüchen Landtage aus der Partei ausgeschloffen, weil er ihnen zu zahm austrat un*) auch sein Mandat nicht niederlegen wollte. Diesem häuslichen Conffict liegt überall der Kampf zwischen der gemäßigteren und der schärferen Strömung innerhalb der Partei zu Grunde und darf man den zu erwartenden Weiteren Auseinandersetzungen mit Jntereffe entgegensehen.
Dem Läuser-Einsturz in Köln ist ein solcher in Hamburg ge- solat und auch bei dem letzteren Unfall gab es leider nicht nur mehr oder weniger schwer Verletzte, sondern auch Todte. Eine Revision der Bauordmmg in diesen Städten scheint da dringend am Platze zu sein.
Die Erklärungen des Grasen Kalnoky über bie bulgarische Frage in den österreichisch-ungarischen Delegations-Ausschüssen mit den sich hieran
knüpfenden Verhandlungen haben vorläufig ihren Abschluß erreicht. Trotzdem hallen sie noch immer in der europäischen Preffe nach, ein Beweis, welche Bedeutung man diesen Vorgängen allseitig beimiß!; hierbei erfahren specicll die Kalnoky'schen Auslaffungen zumeist eine freundliche Beurtheilung und nur die russische Preffe gesälll sich in absprechendm Commentaren. Das „Journal de St. Petersbourg'' spricht sogar von Provocationen und will Unterschiede zwischen der österreichischen Thronrede und den Ausführungen Kalnoky's herausfinden, die natürlich zu Ungunsten der letzteren ausfallcn; ja, das Petersburger Regierungsblatt! spricht sogar seinen Zweifel aus, daß die Erklärungen de» österreichischen Ministers sich der Zustimmung der deutschen Regierung erfreute« und meint, daß Kalnoky's Reden mit der „Tripel-Entente" nicht in Einklang stünden. Diese Erinnerung an die Tage von Skierniewice und Kremsier nimmt sich zum Mindesten recht seltsam aus; wie man aber in den Berliner Regierungstreuen über die Kalnoky'schen Erklärungen denkt, müßte dem „Journal de St. Petersbourg" aus den beifälligen Bemerkungen der „Nordd. Allg. Ztg." denn doch klar geworden sein! In Oesterreich selbst hat die von Kalnoky vertretene Politik die entschiedene Zustimmung der parlamentarischen Vertreter beider Reichshälften gesunden und conftatirte Delegirter Chlumecky in der Abendsitzung des Budgetausjchuffes der österreichischen Delegation vom 18. d. Mts. ausdrücklich die Uebereinstimmung beider Delegationen sowohl hinsichtlich der Zielpunkte der österreichischen Orüntpolitik un d derBedingungen für die Friedenserhaltung» als auch hinsichtlich der gleich großen Bereitwilligkeit, Opfer zu bringen.
Die spanischen Cortes stno am Donnerstag mit einer Rede bei Ministerpräsidenten Sagasta eröffnet worden, welche das Programm des neuen Cabinets enthält; dasselbe gleicht im Wesentlichen dem Programme des vorigen Ministeriums.
Deutschland.
Berlin, 22. November. Der Kaiser nahm Vormittags die Vorträge Perponcher's und Wilmowski's entgegen und empfängt Nachmittags 4 Uhr dm Staatsfecretär Grafen Bismarck.
— In Betreff einer Meldung der Blätter, wonach Jühlke von der deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft einem Schiffe den Rang abgelaufen hätte, an deffm Bord sich die italienische Juba-Expedition befunden habe, hat die „Nordd. Allg. Ztg." durch Rückfrage bei der Direction ber deutsch-ostasrikanischen Gesellschaft sestgestellt, baß bie ganze Nachricht falsch sei. Es sei zu bedauern, wenn solche noch dazu grundlose Hetzereien gegen befreundete Staaten in deutschen Blätter« Ausnahme finden.
Italien.
Nom, 21. November. Die königliche Familie ist heute Nachmittag vo« Florenz hier angekommen und von sämmtlichen liberalen Vereinen am Bahnhofe empfangen worden. Auf der Fahrt von dem Bahnhofe nach dem Quirinal begrüßte die in den Straßen versammelte Volksmenge den König und die Königin mit enthusiastischen Hochrufen.
Türkei.
Konstantinopel, 21. November. General Kaulbars, welcher über Adrianopel reist, wird am Montag hier erwartet; er dürste nach einer Besprechung mit Nelldow alsbald über Ooeffa nach Petersburg roeiterrelfen.
Amerika.
New-Aork, 21. November. In heute abgehaltenen Socialisten-Mee- tings beschuldigten mehrere Redner Henry George, bie soclalistischen Lehre« verleugnet zu haben, nachdem die Sociasisten ihn bei ber letzten New-Yorker Mayor-Wahl unterstützt hätten.


