Exemplare nur 315 und 320 Jahre alt. Doch wird die Stieleiche viel stärker als die Steineiche.
Die ältesten Rothbuchen sind 245 Jahre (Aschafsenbung) und 226 Jahre alt (Weitzwasser) gefunden worden. Die Altersmaxima der übrigen Bäume stellen sich wie folgt:
Escke 170 Iah
Rüster 130 „
Birke 160-200 „
Espe 219 „
Rothcrle 145 „
Bergahorn 224 „
Gerade der unter den historischen Bäumen am häufigsten vertretene Baum, die Linde, findet sich am seltensten in den Sammlungen: vielleicht ist dies ein Zeichen dafür, wie selten sehr alte und gesunde Linden vorhanden sein mögen. Dieberühmteste unter den historischen Linden ist die zu Reustadt am Kocher in Württemberg. Ihre Aeste waren schon im Jahre 1448 mit 67 Säulen gestützt. Sie hat 12V, Fuß Durch- messer, theilt sich bei 5 bis 7 Fuß über dem Boden in 7 horizontale Aeste, die durch 94 steinerne und 17 hölzerne Säulen gestützt sind. In der Höhe von 60—65 Fuß gehen zwei Aeste von je etwa 3 Fuß Durchmesser empor. Die Linde, deren Alter Easpari 1868 auf höchstens 691 Jahre schätzte, vegetirt nur noch, ist ganz hohl und innen durch Mauerwert gestützt.
Schlesien,
Finnland, Bayern.
Handel ÄeEeöL'.
Gießen, 23. Januar. Aus dem heutigen Markt Miete Butter per Pfund JL 0.70—0 80, Hühnereier pr. Stck. 7—8 Enteneier St. 0—0 Käse pr. St. 5—8 Kasematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 28 Tauben per Paar 0,60 bis 1,10 H, Hühner per Dtück vtk 1-00—1.50, Hahnen pr. Stück JL 1.00—2.00, Enten per Stück 150—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindfleisch
54—56 Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 50—62 Kalbfleisch 48—50
Kartoffeln per 100 Kilo JL 3.50—0.00, Milch per Liter 12—18 H, Zwiebeln per Centner o4L 5.00-6.00.
Farbige, Schwarze und Weiße seidene Atlasse Mk. 1-25 Pfg. pro Meter bis Mk. 16.80 Pfg. (in je 18 verschiedenen Qual.) versendet in einzelnen Roben und Stücken zollfrei in's Haus das Seidenfabrik-Döpot G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. Porto. 561
Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Meße«.
Aufgebote.
Januar: 16. Bäcker Jacob Horn mit Anna Jacobine Hubeler, Tochter des verstorbenen Bahnwärters Peter Hubeler von Gießen. 16. Schneider Heinrich Ludwig Buchmann mit Elisabethe Hammel, Tochter des Schmieds Wilhelm Hammel von Bersrod. 18. Bezirksfeldwebel Johannes Heinrich Fischer in Alsfeld mit Karoline Sophie Luise Zülch, Tochter des verstorbenen Bäckermeisters Friedrich Zülch von Gießen.
Vhefchlietznnge«.
Januar: 20. Eioilkrankenwärter Eduard Otto mit Wilhelmine Elisabethe Euler, Tochter des Schneiders Heinrich Euler von Gießen.
Geborene.
Januar: 12. Dem Gärtner Jobs. Schneider ein Sohn, Wiebert. 13. Dem Schreiner Ludwig Becker ein Sohn, Emil Karl Jacob. 14. Dem Restaurateur Karl Abel eine Tochter, Emma Elisabeth. 17. Dem Expeditionsgehülfen Ludwig Dietz eine Tochter, Anna Marie. 19. Dem Gemüsehändler Christian Meinhardt ein Sohn, Theodor Emil. 19. Dem Professor Dr. Adolf Harnack ein Sohn, Justus Theodosius Karl.
Gestorbene.
Januar: 18. Margarethe Schmidt, 82 Jahre alt. 19. Fabrikant Eduard Ottens, 50 Jahre alt. 19. Jacob Storck, 21 Jahre ait, von Ober-Roßbach. 20. Engelholde Limpert, 71 Jahre alt. 22. Ackersmann Heinrich Speyer, 57 Jahre alt, von Wiesmar.
Auszug aus de« Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 20. Januar. Eduard Otto, Eivilkrankenwärter zu Gießen und Wilhelmine Elisabeth Euler, Tochter des Schneiders Heinrich Euler zu Gießen.
Getaufte.
Den 17. Januar. Ein außerehelicher Sohn von hier, Anton Wilhelm Carl, geboren den 23. November 1885.
Beerdigte.
Den 21. Januar. Eduard Oltens, Kaufmann, alt 50 Jahre, starb den 19. Januar.
Brodpreise
vom 24. Januar bis 7. Februar 1886.
der Bäcker $
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27
2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 54
1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 24
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 48
1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 21
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 42
3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte
bei K. Haas, L. Keil, Joh. Lein»63
Gießen, den 23. Januar 1886.
der Brodverkäufer
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27
2 „ (4 „ ) .......54
1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24
2 , (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 48
3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte —
1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21
2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 42
3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 63
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Holzversteigerung
im Wiesecker Gemeindewald.
Donnerstag den 28. und Freitag den 29. d. 'M-, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll im Wiesecker Gemeindewald, Distrikt Badenburgerwäldchen, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bau-, Werk- und Nutzholz.
130 Eichenstämme mit 59,37 Festm.
2 Virkenstämme „ —,80 „
2 Buchenstämme „ 2,51 „
13 Nadelstämme „ 6,32 „
2 Eichenderbstangen „ —,08 „
B. Brennholz.
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish.
Rmtr. Nmtr. Rmtr. Wellen.
Buchen 552 106 114,2 7405
Eichen 32 34,6 21 1002
Bemerkt wird, daß sämmtliches Stamm- und Stangenholz zuerst versteigert und dann mit dem Brennholz fortgefahren wird.
Die Zusammenkunft ist oberhalb des Schützenhauses zur Badenburg.
Wieseck, am 22. Januar 1886.
Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck.
Sommerlad. 570
Bekanntmachung.
Die Holzversteigerung vom 18. I. Mts. ist genehmigt Die Abfuhrscheine können vom 1. Februar l I. an bei der Freiherr!. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden.
Papiermühle, am 20. Januar 1886. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.
Ebel. 574
Aeikgeöotenes.
Betten. Strohsäcke. Matratzen, Weiß;eua. Federn u. Roßhaare.
Louis Rothenberger,
79 Neuenweg 2
549 Ein gepolsterter Kiuderschlitten zu verkaufen- Bahnhofstraße 56.
Allgemeiner Anzeiger. Verein für freiw. Armen-u.Krankenpflege.
Zur Ausführung des bereits an dieser Stelle angekündigten Unternehmens ist jetzt endgültig beschlossen, daß die Eröffnung des Bazars Mittwoch den 10. Februar, Nachmittags 4 Uhr, iw große« Saale des Gesellschaftsvereines stattfinden soll. Die Dauer desselben wird auf 3 Tage incl. Verloosung festgesetzt, welch' letztere Freitag den 12. Februar- Nachmittags 5 Uhr beginnt. — Alle Bewohner Gießens und der Umgegend werden hierdurch nochmals freundlich zu reger Betheiligung eingeladen.
Eintrittspreise: Mittwoch von 4 Uhr an 50 i
Donnerstag von 2—4 Uhr 20 j ä Person.
„ von 5 Uhr an 50 H s
Zum Besuch der Gallerie berechtigen die Billets zum Saale nur mit Zuschlagbillets, die am Eingang zu ersterer gelöst werden können.
Wer gesonnen ist, irgend welche Gaben zu spenden, wird gebeten, dieselben spätestens bis zum 1, Februar an das Comitö gelangen zu lassen, oder doch wenigstens bei den Damen desselben anzumelden, damit bei den nöthigen Einkäufen darauf Rücksicht genommen werden kann.
_____________________________Das Comite*
Zur Beachtung.
Vor circa zwei Jahren wurde im „Gießener Anzeiger" publizirt, es wären drei Stück Kammsteine, welche durch ein Geschenk Eigenthum der Gemeinde Wieseck seien, widerrechtlich in unserm Besitz. Wir machen nun hierdurch bekannt, daß in dem darauf erfolgten Streitverfahren die Gemeinde, als Klägerin gegen uns (auf Herausgabe der Steine), nach einjährigem Prozesse vom Großh. Amtsgerichte Gießen vollständig abgewiesen und in die Kosten verurtheilt wurde.
Wieseck, den 23. Januar 1886. 576
Heinrich Lang, Gemeinde-Einnehmer.
Philipp Becher, Gemeindcrath u. Ieldgeschnwrner Johannes Deibel VI., Grtsgerichtsmann.
Extras. Wiener Msrrsroni, Aechte ital. Macrsroni,
Extras. Wiener Gemüscnudeln Feine Gemüsenudeln, Bordeaux-Pflaumen, Türkische Zwetfchen,
Apfklspalten, Apfelscheibrn, Brünellen
empfiehlt 562
Emil Fischbach.
Neue Schlitten
Butzbach. Georg Frank 1r., 555 Huf- und Wagenschmied.
Darmstädter Pferdeioose
ä 2 J-t. — Loose zum
Butzbacher Zuchtviehmarkt
ä 1 bei 572
C. Aehrmurrd, Neuenweg.
Körbe
billig zu verkaufen in der Hamburger
Fischhandlung von A. Koch. 565
I Hamburger Fischhaudlg. \
§ V0N A Koch.
Backfische, Pfund 20 Pf.,
Grüne Häringe sum
Braten, Pfund 20 Pf.,
Seezungen, Pfd, 1 Mk, Schollen, Pfd. 40 Pf., Holländische Bratbückinge, Kieler Sprotten und Bücklinge, Flundern.
Geräuch. Aale, Aal in Gelee, Caviar, Sardinen, Sardellen, Rollmöpse, Anchovis, Apetit Sild re.
PMstermsbeL
Stühle, Spiegel, Dettvorlageu, Rouleuux, Wachs-Ledertuche empfiehlt 511
W. Kutzfchrad,
Tapezier, Kaplansaasse 27.
Nur echt mit dieser Schutzmarke:
HusteNicht
Malz-Extract u. karamellen*) v. L. H. Pietsch & Co, Breslau.
Herren L- H. Pietsch & Co.:
Meine Fran, 75 Jahr alt, litt seit mehreren Jahren an ungeheuerem Husten ii. Lirftröhrerr-Berschlei- mung und spürte nach dem Gebrauch einer Flasche ihres Malz-Ex- tractes (Huste-Nicht) schon am dritten Tage Hilfe, jetzt ist sie fast ganz davon befreit. 559
Vcrlinchen, Berg, den 12. Jan.
Der Hausvater des Rettungshauses.
*) Extract ä Flasche JL 1, 1,75 u. 2,50. karamellen k Beutel 30 und 50 — Zu haben in Gießen bei
Ferd. Drehes.
Neue Apselspalten. türkische Zmetschen, feinste Grmüsnudel und Marcsroni empfiehlt 209


