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4.00-5.00.
7x? Medaillen und Diplome.
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zu haben.
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13
fichtigten Aenderungcn ober unterlassenen Verordnungen auf die bestehenden Verhältnisse zum Schaden oder allgemeinen Wohlfahrt ausüben werden und alsdann das Resultat solcher Untersuchungen mit aller Offenheit bei den maßgebenden, die entscheidende Stimme führenden Kreise anzubringen.
Eine solche Arbeit kann nicht durch Einzelne, sondern nur durch gemeinsame Thätigkeit vollbracht werden. Nur wenn die an den verschiedenen Plätzen gemachten Erfahrungen ausgetauscht, die Beziehungen, welche eine geplante Aenderung auf die entferntesten Verkehrsadern haben wird, erforscht werden und ein Bild entworfen wird, das nicht die Färbung einer durch besondere Interessen bedingten Doktrin an sich trägt, können solche gutachtliche Aeußerungen die damit beabsichtigte Wirkung ausüben.
Der Handelstag soll der Kitt sein, der die verschiedenen Plätze mit ihren verschiedenartigen Interessen, Handels- und Industriezweigen 311 gemeinsamer Thätigkeit zusammenfügt und zusammenhätt, nicht um Anderer, sondern um des deutschen Handelsund Gewerbcstandes selbst willen.
Hatte jemals der deutsche Handels- und Gemerbcstand aber Ursache, sich den Angriffen gegenüber zusammenzufassen, welche sich gegen die Erwerbsthätigkeit richten, so gewiß heute. Mögen die großen Plätze durch die Mannigfaltigkeit der dort sich vereinigenden Interessen sich vor Einseitigkeit geschützt glauben und nicht das Bedürf- niß nach Gemeinschaft empfinben. Dieses Bewußtsein von ihren Vorzügen müßten in ihnen die Pflicht erwecken, im eigenen wohlverstandenen Interesse die kleineren, weniger begünstigten Plätze zu sich herauf zu ziehen. Denn die nachhaltige Kraft von dem, was man mit Recht „öffentliche Meinung" nennt, besteht darin, daß die erkannte Wahrheit ein allgemeines Gut wird, nicht blos in einzelnen Bevorzugten lebt, sondern überall in den weitesten Kreisen feste Wurzeln schlägt.
— Der deutsche Handelstag, zum ersten Male im Mai 1861 in Heidelberg zusammengetreten, begeht im Lause dieses Jahres die Feier seines 25jährigen Bc- stcbens. Derselbe hat sich während der ganzen Dauer seiner Wirksamkeit eines Statuts bedient, welches gewissermaßen als ein provisorisches von der ersten Plenarversammlung angenommen wurde, welches sich aber kräftig genug erwiesen hat, die oft wider- streoenden Elemente ein Vicrteljahrhundert lang zusainmenzuhalten. Neuerdings jedoch hat sich der bleibende Ausschuß, den völlig veränderten Verhältnissen Rechnung tragend, entschlossen, wesentliche Veränderungen des Statuts in Vorschlag zu bringen, welche in der Ausschußsitzung am 5. Februar d.J. definitiv festgestellt werden sollen. Bei dieser Gelegenheit ift es wohl angezeigt, einen Blick auf die Ziele zu werfen, welchen der Handelstag auch in der Zukunft noch nachzustreben hat.
„Es handelt sich heute nicht", heißt es in einer hieraus bezüglichen, von berufener Feder verfaßten Denkschrift, „um die Erreichung positiver Ziele wie damals, als der Handelstag begründet wurde, sondern um eine Abwehr, um eine Verteidigung der Grundlagen, auf denen unser heutiges wirthschaftliches Leben aufgebaut ist. Wir befinden uns heute erst in den Anfängen der Kämpfe, die sich aus den Vorgängen der letzten 50 Jahre entwickeln werden. Die gänzliche Veränderung in den Verbindungen zwischen allen Plätzen der Erde, die totale Umwälzung der Productionswcise auf dem industriellen Gebiete, dazu die socialen Ideen, die weit über den Kreis der Socialdemokratie hinaus Wurzel gefaßt haben, und die Anschauungen über die bisherige Art der Arbeitseintbeilung und Erwerbsthätigkeit ändern, bringen die Bahnen in's Schwanken, auf denen sich unser Verkehrsleben entwickelt hat. Und auf der anderen Seite, wie es so oft ist, rafft sich die alte hinsterbende Zeit nochmals auf und sucht mit großer Kraftaiistrengung mit dem Guten auch das dem Untergang Verfallene zu retten und zu neuem Leben zu erwecken. •
Am unmittelbarsten von diesen widerspruchsvollen Kämpfen werden berührt die Verhältnisse des Handels- und Gewerbestandes; derselbe ist im allgemeinen, rote im eigenen Interesse verpflichtet, aus dem Reichthnm seiner Erfahrungen, die durch kein Studium, sondern nur durch das Leben mitten im Verkehr gewonnen werden können, zllnächst sich selbst Einsicht und Belehrung über den Einfluß zu verschaffen, den bcab-
Für die Hinterbliebenen des verunglücklcn Eoiirad Keßler gingen noch bei uns ein: W. Z. 2 JL, von Herrn Provinzial-Ingenieur Gnauth 3 JL, zusammen 5 JL, insgesammt 185.30 JL, womit wir, den edlen Gebern bestens dankend, unsere Sammlung schließen.
Die Expedition des „Gießener Anzeiger".
Be ssuxgen, 16. Januar. Der Schreiner Damm von hier, welcher sich in der Neujahrsnacht beim Schießen durch Unvorsichtigkeit schwer verletzte, ist geltem im Darmstädter Hospital nach schwerem Leiden gestorben. Der Verunglückte hmler- läßt eine Frau mit drei Kindern, von denen das jüngste erst wenige Wochen üU 11 — Wilhelm Jordan's .Sebalds" sind in Rußland verboten worden. Hoffentlich wird dadurch die jüngste Schöpfung unseres ttefflichen Poeten in Deutschland um so eifriger gelesen werden. ,
— lVacante Stellen für Militäranroarter tin Bezirk des 11. Armeecorps.j Betriebsamt Altena, 12 Bahnwärter, dezro. Aspiranten für den Bahnbewachungs- und Weichenstellerdienst, auf einmonatliche Kündigung, während der Probezeit je 55 JL Monatsbesoldung, nach bestandener Prüfung als etatmäßiger Bahnwärter 660 JL Iahresgehalt und der tarifmäßige Wohnungsgeldzuschuß (60—180 JL jährlich) bezw. Dienstwohnung. Darmstadt, Postamt 1, Postschaffner, vierwöchentliche Kündigung, 800 JL Gehalt und 108 JL Wohnungsgeldzuschuß. Dietz (Lahn), Königl. Strcff- anstaltsdirection, etatmäßiger Aufseher, auf dreimonatliche Kündigung, nach fünfjähriger, tadelloser Dienstzeit auf Lebenszeit, 900 JL Remuneration resp. Gehalt und 150 JL Wohnungsgeldzuschuß, bczw. freie Dienstwohnung. Frankfurt (Main), Direction der Main-Neckarbahn zu Darmstadt, Bahnwärter auf Kündigung, 820 JL Gehalt und freie Dienstkleidung, ferner freie Wohnung oder den gesetzlichen Wohnungsgeldzuschuß. Friedberg (Hessen), Postamt, Landbriefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 500 JL Gehalt und 108 JL Wohnungsgeldzuschuß Friedberg (Hessen), Postamt, Postschaffner, aus vierwöchentliche Kündigung, 800 JL Gehalt und 108 JL Wohnungsgeldzuschuß. Homberg (Regierungsbezirk Kassel), Amtsgericht, Lohnschreiber, auf Kündigung, 6 bis 7 sjßfn. pro Seite. Langenschwalbach, communalständische Wegebauocrwaltung, Wsgc- 1Uelfter, jederzeit kündbar, 1200 JL Gehalt und 360 JL Wohnungsgeldzuschuß. Mainz, Postamt I, Packetträger, auf vierwöchcntliche Kündigung, 750 JL Gehalt ulld 180 JL Wohnungsgeldzuschuß. Mainz, Postschaffner, auf vierwöchentliche Kündigung, 800 JL Gehalt und 108 JL Wohnungsgeldzuschuß. _______
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Frankfurt, 18. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL 16,50—00,00, fremder JL 17,00—19,50, Roggen eff. hies. JL 14,50—14,75, fremder JL 14,50—15,00, Gerste effectio hiesige und Wetterauer JL 16,(>0—17,00, fremde JL 16,50—17,50, Hafer eff. hies. JL 13,50—13,75 fremder JL 13,50—14,50.
Frankfurt, 18. Januar. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 340 Ochsen, ca. 22 Bullen, ca. 454 Kühe und Rinder, ca. 329 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 63—65, 2. Qual. JL 54—56, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 50—55, 2. Qual. JL 40—45 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kalber 1. Qual. 60—68 4, 2. Qual. 45—50 H per 1 Pfund Schlachtgewicht.
Gießen, 19. Januar. Auf dem heutigen Markt tüftel Butter per Pfund JL 0.70—0.80, Hühnereier 2 Stck. 15—0 H, Enteneier St. 0—0 H, Käse pr. St. 5-9 Küsematte 3—6 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 28 H, Tauben per Paar 0,60 bis 1,10 A Hühner per Stück JL 110—1.60, Hahnen pr. Stück JL 1.20—1.80, Enten per Stück JL 1.70—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 H, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleiich 50-62 H, Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo JL 3.80^4.00, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Gentner
Bekanntmachung.
An Stelle des Konrad Wagner VI. ist Wrlhelm Schmidt III. von GroHen-Buseck als Controleur der Spar- und Leihkasse Großen- Buseck bestellt und im Genossen- schaftäregister eingetragen worden.
Gießen, den 14. Januar 1886. Großh. Amtsgericht Gießen.
Gebhardt. 470
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag den 25. Januar 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Oberhag, zwischen der Licher Straße und dem Schiffen- bergermeg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz.
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish.
Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Eichen 161,2 103 114 3350 Nadel — 46 7 1830
B. Bau-, Werk- und Nutzholz.
30 Nadelstämme mit 7,39 Festm., 2499 Fichtenstangen „ 58,36 „
Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 6. Schneise.
Gießen, am 19. Januar 1886.
Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
A. Heß, 486 Großh. Beigeordneter.
363 Ein großer Garten zu verkaufen. Zu erfragen Nahrungsberg 3.
360 Eine Grube Mist zu verkaufen Jbei Hermann Hetz, Bleichstraße 2.
A llß kM t i«er Anzeiger.
Versteigerung.
Abzugshalber soll das Wirthfchaftsinventar, todtes und lebendes, auf Hof Schleifeld vom 28. Januar l. I. an öffentlich meistbietend versteigert werden:
Ca. 44 Stück Kühe, Kalbinnen, Rinder, Fasset- und Mastochsen (letztere gehen auch^vorher aus der Hand ab); 18 Pferde, schwer und leicht (darunter nordd. eleg.); ca. 59 Stück Schweine zur Zucht und Mast; eine große Partie Pferde- und Ochsen- Geschirre für Wagen und Acker in gutem Zustande; 11 schwere und leichte Oeconomie- roagen mit allem Zubehör; Chaisen mit und ohne Glasverdeck; Ackergeräthe, Pflüge alter und neuer Construction (dar. 8 eiserne von Sack und Eckert, Universalpflüge zur Tiefcultur); 16 Eggen, schwer und leicht; Fruchtmähmaschine, Heuwender, Pferderechen ; ein engl- fahrbarer (6 Pferde) Dreschwagen, sowie andere zum Wirthschafts- betrieb nöthige Maschinen und Gegenstände.
Eine complete Dampfbrennerei (auch in einzelnen Theilen zu verk.), Dampfmaschine 8—10 Pferdekraft, ein desgl. Dampfkessel, Vormaischbottich und Maischmaschine von 2509 Liter; Malzguetsche; kupferner Destillirapparat, ca. 80 lsd. Meter Transmission mit Scheiben und Rollen; 8 Gäbrbottiche von 980—1635 Liter; 45 Sprit- f äff er, diverse Pumpen von Eisen, Kupfer und Holz, Ständer, 2 Futter- und Häcksel- Schneidmaschinen für Kraft- und Handbetrieb; 1 completer Mahlgang und sonstige Gebrauchsgegenstände. . „ a
Die Brennerei ist bis 18. Januar im Betrieb zu sehen, von da an auch alles Andere- Die Versteigerung beginnt an jedem Steigtage Morgens 9 Uhr im Hofe und kommt Donnerstag den 28., Freitag den 29. und Samstag den 30. Januar zuerst das Rindvieh (den 28. Jam), Brennerei, Transmission, Eisen, diverse Maschinen und die Schweine, Dienstag den 2., Mittwoch den 3., Donnerstag den 4. Februar und an weiteren Tagen zuerst die Pferde (den 2. Febr.), Geschirre, Wagen, Maschinen, Pflüge und das übrige Inventar zur Versteigerung.
Hof Schleifeld, den 1. Januar 1886. lo<
Koch.
500 Corsetten
welche als Reise-Muster gedient haben, nur ganz gute Qualitäten und ohne alle Fehler, habe ich ganz bedeutend unter Preis eingekauft und gebe ich solche, um rasch damit zu
räumen, sehr billig ab.
478 Pils
Feinste 482
JJutter=Jtappef
p r. Stück 10
Aug. CSuhr^ Bahnhofstraße.
Eliinger.
Brennholz
in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt in trockener Waare
144 Andr. Euler.
Dienstag den 2. Mär?,
Nachmittags 2 Uhr.
soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe der Heinr. Cappeller Eheleute Flur XXVlll Nr. 128V,o 469 Meter Hos- raithe auf dem Heegstrauch und Sandkauter Weg,
„ XXViii Nr. 128V,o 856 Mir. Grabgarten daselbst, meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 19. Januar 1886.
Großh. Ortsgericht.
488_________________Müller.
Mittwoch den 20. d. Mts.,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf meinem Bureau
1 vollständiges Bett, 2 ovale Tische, Kommoden, Kleiderschränke, 1 Wanduhr, 3 Sopha, 1 Stoßkarren, 1 Spiegel, 4 Bilder, sowie ein Pferd meistbietend versteigert werden.
Gießen, am 18. Januar 1886.
Geitzl-r,
463 Gerichtsvollzieher.
Keifgeöotenes.
Feinste
frische Butter
bei Abnahme von 10 Pfd. an
pr. Pfd. 75 Pfg.
bei 471
Fr. Seibel.
475 Ein Haus, mitten in der Stadt, mit Laden und großen Räumlichkeiten, ist für 14,000 Mark unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen.
Von wem? sagt die Exped. d. Bl-
Heines Kornbrod
empfiehlt 319
Karl Germann, Kreuz.


