Ausgabe 
19.12.1886 Viertes Blatt
 
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treue Anhänglichkeit unseres großen Abonnentenkreises ^^(ca. 70,000) verpflichtet uns, unaufhörlich an der Ver­besserung und Erweiterung unseres Blattes zu arbeiten, um dasselbe zu einer Zeitung größten Styls zu gestalten. Das rege Interesse, welches in immer höherem Maße alle bürgerlichen Kreise für die wirthschaftlichen Fragen er­faßt hat, veranlaßt uns, den volkswirthschaftlichen Theil unserer Zeitung entsprechend zu erweitern und dem­selben durch Einrichtung einer besonderen

vollständigen Handels^eitung eine sorgfältige und umfassende Pflege zu widmen. Um dies räumlich zu ermöglichen, wird

fortan unsere Abendnummer in einem Doppelbogen von 8 Iolioseiten erscheinen, wovon die Hälfte für dieHandelszeitung" bestimmt ist, welche alle wichtigen Nachrichten über Börse, Maar en handel und Industrie, die Produkten- und Waarenberichte der bedeutenden Handelsplätze des In- und Auslandes, einen sehr voll ständi gen Kurszettel der Berliner Börse, sowie die Ziehungslisten der wichtigen Loospapiere ent­halten wird. Die einzelnen Handels- und Industrie-Zweige sollen periodisch von anerkannten Fachautoritäten durch selbst­ständige Artikel sachgemäße Beurtheilung finden.

Ohne den Abonnementsbetrag zu erhöhen, wird somit der redactionelle Tert unserer Zeitung um circa 500600 Seiten jährlich vermehrt werden, und wenn wir die Neueinrichtungen der letzten Zeit, als: die Parlaments - Ausgabe, die Montags -- Nummer mit dem FeuilletonbeiblattDer Zeitgeist" sowie die Vergrößerung des illustr. WitzblattesT7LKi4 hier noch erwähnen, so wollen wir dadurch nur kundgeben, wie sehr wir dem gesteigerten Lesebevürfniß unserer Abonnenten Rechnung zu tragen bestrebt find. Da auch die sonstigen Leistungen des Berliner Tageblattes" auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, seine frische und unabhängige politische Haltung, seine Anstrengungen in Bezug auf rascheste Bericht­erstattung meistens durch Specialtelegramme, die reichen belletristischen Gaben aus der Feder unserer ersten Schriftsteller fich allgemeiner Anerkennung zu erfreuen haben, so dürfen wir hoffen, daß unsere oben erwähnten neuen Be­strebungen ebenfalls volle Würdigung finden werden.

Im täglichen Romanfeuilleton des nächsten Quartals er­scheint nächst einer reizenden Humoreske von Otto Girndt: Das Buch Henoch", das neueste Werk von George Ohnet:Sie will es", ein Roman im Genre von desselben Autors:Der Hüttenbesttzer", welcher s. Zt. so außergewöhnlichen Beifall gefunden hat.

Der Abonnementspreis für dasBerliner Tageblatt" nebst seinen werthvollen 5 Beiblättern: Illustr. Witzblatt ULK, Illustr. Sonntagsblatt,, Deutsche Lesehalle", Mittheilungen über Landwirthschast, Gartenbau und Hauswirthschaft'", der Feuilleton-Beilageder Zeitgeist" und der täglich erscheinendenHandelszeitung" beträgt Alles in Allem nur Mk. 5,25 pro Quartal. Alle Postämter des Deutschen Reiches nehmen jederzeit Bestellungen entgegen, Probenummern find gratis und sranco von dem unter­zeichneten Verlage zu beziehen.

Berlin, im December 1886. 9062

Der Verlag desBerliner Tagtblalt".

Christbescheerung für arme Kinder.

Der Unterzeichnete und seine Schulkinder haben auch in diesem Jahre roicber eine Weihnachtsbescheerung (siebenunddreißigste > für arme Kinder ver­anstaltet. Wir haben uns zu diesem wohlthätigen Zwecke abermals an die edlen Freundinnen und Freunde unserer Sache gewandt, und dieselben haben uns keine Fehlbitten thun lassen, sondern sie haben uns wieder so überaus reichlich- Unterstützungen zufließen lassen, daß wir in der sehr angenehmen Lage waren, 176 armen Kindern eine Weihnachtssreude bereiten zu können Allen diesen wohlwollenden Geberinnen und Gebern sprechen wir hiermit öffent­lich unfern innigsten Dank aus, und ganz besonders danken wir einer verehe­lichen geschlossenen Gesellschaft für die Zuwendung einer ganz beträchtlichen Summe. Zu unserer Bescheerung, die in unserem Schulhause (Schillerstraße) am kommenden Sonntag den 19. December, Nachmittags 4 Uhr, stattfinden wird, laden wir hiermit freundlichst ein. Die Gaben für die Kinder, welche im genannten Schulhause angebracht sind, können jedoch schon von Nachmittags zwei Uhr an in Augenschein genommen werden, und wir sind mit Vergnügen bereit, über deren Verwendung und Veriheilung nähere Auskunft zu ertheilen.

H. Curschmani, Lehrer.

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