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treue Anhänglichkeit unseres großen Abonnentenkreises ^^(ca. 70,000) verpflichtet uns, unaufhörlich an der Verbesserung und Erweiterung unseres Blattes zu arbeiten, um dasselbe zu einer Zeitung größten Styls zu gestalten. Das rege Interesse, welches in immer höherem Maße alle bürgerlichen Kreise für die wirthschaftlichen Fragen erfaßt hat, veranlaßt uns, den volkswirthschaftlichen Theil unserer Zeitung entsprechend zu erweitern und demselben durch Einrichtung einer besonderen
vollständigen Handels^eitung eine sorgfältige und umfassende Pflege zu widmen. Um dies räumlich zu ermöglichen, wird
fortan unsere Abendnummer in einem Doppelbogen von 8 Iolioseiten erscheinen, wovon die Hälfte für die „Handelszeitung" bestimmt ist, welche alle wichtigen Nachrichten über Börse, Maar en handel und Industrie, die Produkten- und Waarenberichte der bedeutenden Handelsplätze des In- und Auslandes, einen sehr voll ständi gen Kurszettel der Berliner Börse, sowie die Ziehungslisten der wichtigen Loospapiere enthalten wird. Die einzelnen Handels- und Industrie-Zweige sollen periodisch von anerkannten Fachautoritäten durch selbstständige Artikel sachgemäße Beurtheilung finden.
Ohne den Abonnementsbetrag zu erhöhen, wird somit der redactionelle Tert unserer Zeitung um circa 500—600 Seiten jährlich vermehrt werden, und wenn wir die Neueinrichtungen der letzten Zeit, als: die Parlaments - Ausgabe, die Montags -- Nummer mit dem Feuilletonbeiblatt „Der Zeitgeist" sowie die Vergrößerung des illustr. Witzblattes „T7LKi4 hier noch erwähnen, so wollen wir dadurch nur kundgeben, wie sehr wir dem gesteigerten Lesebevürfniß unserer Abonnenten Rechnung zu tragen bestrebt find. Da auch die sonstigen Leistungen des „Berliner Tageblattes" auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, seine frische und unabhängige politische Haltung, seine Anstrengungen in Bezug auf rascheste Berichterstattung meistens durch Specialtelegramme, die reichen belletristischen Gaben aus der Feder unserer ersten Schriftsteller fich allgemeiner Anerkennung zu erfreuen haben, so dürfen wir hoffen, daß unsere oben erwähnten neuen Bestrebungen ebenfalls volle Würdigung finden werden.
Im täglichen Romanfeuilleton des nächsten Quartals erscheint nächst einer reizenden Humoreske von Otto Girndt: „Das Buch Henoch", das neueste Werk von George Ohnet: „Sie will es", ein Roman im Genre von desselben Autors: „Der Hüttenbesttzer", welcher s. Zt. so außergewöhnlichen Beifall gefunden hat.
Der Abonnementspreis für das „Berliner Tageblatt" nebst seinen werthvollen 5 Beiblättern: Illustr. Witzblatt „ULK“, Illustr. Sonntagsblatt,, Deutsche Lesehalle", „Mittheilungen über Landwirthschast, Gartenbau und Hauswirthschaft'", der Feuilleton-Beilage „der Zeitgeist" und der täglich erscheinenden „Handelszeitung" beträgt Alles in Allem nur Mk. 5,25 pro Quartal. Alle Postämter des Deutschen Reiches nehmen jederzeit Bestellungen entgegen, Probenummern find gratis und sranco von dem unterzeichneten Verlage zu beziehen.
Berlin, im December 1886. 9062
Der Verlag des „Berliner Tagtblalt".
Christbescheerung für arme Kinder.
Der Unterzeichnete und seine Schulkinder haben auch in diesem Jahre roicber eine Weihnachtsbescheerung (siebenunddreißigste > für arme Kinder veranstaltet. Wir haben uns zu diesem wohlthätigen Zwecke abermals an die edlen Freundinnen und Freunde unserer Sache gewandt, und dieselben haben uns keine Fehlbitten thun lassen, sondern sie haben uns wieder so überaus reichlich- Unterstützungen zufließen lassen, daß wir in der sehr angenehmen Lage waren, 176 armen Kindern eine Weihnachtssreude bereiten zu können Allen diesen wohlwollenden Geberinnen und Gebern sprechen wir hiermit öffentlich unfern innigsten Dank aus, und ganz besonders danken wir einer verehelichen geschlossenen Gesellschaft für die Zuwendung einer ganz beträchtlichen Summe. Zu unserer Bescheerung, die in unserem Schulhause (Schillerstraße) am kommenden Sonntag den 19. December, Nachmittags 4 Uhr, stattfinden wird, laden wir hiermit freundlichst ein. Die Gaben für die Kinder, welche im genannten Schulhause angebracht sind, können jedoch schon von Nachmittags zwei Uhr an in Augenschein genommen werden, und wir sind mit Vergnügen bereit, über deren Verwendung und Veriheilung nähere Auskunft zu ertheilen.
H. Curschmani, Lehrer.
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