Vor mehreren Jahren hat, ebenfalls in Deutschland, bei
der Einfahrt in eine
Der Semaphor der
Soinnierh^
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Sämmtliche Eisenbahn-Verwaltungen sind zur Zeit schon bemüht, die Farbenblinden unter ihren Angestellten zu ermitteln und vom erecutioen Dienst auszuschließen. Auch eine andere „Eisenbahnkrankheit": die Signaltaubheit, beginnt die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und mit vollem Recht; denn man hat Anzeichen dafür, daß das beständige Vernehmen der Signale eine Abstumpfung des Gehörvermögens erzeugt, die schließlich zu einer Art Taubheit, wenigstens zum Nichthören werden kann. So lange als es noch farbenblinde oder „signaltaube" Eisenbahnmenschen giebt, wird es nicht heißen können' „Zusammenstöße sind unmöglich."
Schiffs- Bewegung
der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.
. ^ rg' Juli. Das Hamburg-New-Yorker Postdampfschiff „Wieland" Capüan Heblch, welches am 4. Julr von hier und am 6. Juli von Havre ab- gegangen, ist am 16. Juli, 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-York am gekommen.
Universität- - Chronik.
— Das neue physiologische Institut zu Göttingen, welches durch Umbau des ehemaligen Gymnasiums am Wilhelmsplatze geschaffen worden ist, ist vor einigen Tagen eingeweiht worden.
— Aus dem Album der Studirenden der Universität Berlin sind jetzt nicht weniger als 52 gestrichen worden. Ursprünglich belief sich diese gegen frühere Semester außerordentlich hohe Ziffer auf 55 Studenten, doch stellte sich nachträglich heraus, daß die genannte Strafe über 3 Studirende irrthümlicher Weise verhängt worden war. Unter den endgiltig gestrichenen 52 Studirenden, meist Ausländern, welche sich in Berlin „Studirens halber" aufhielten, befinden sich 4 Theologen, 13 Juristen, 13 Mediciner mnb 22 aus der philosophischen Fakultät.
— Die neu begründete Eustodenstelle bei der Universitäts-Bibliothek zu Kiel
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ist dem bisherigen Bibliotheks-Hilfsarbeiter Dr. Wetzel verliehen worden. Für die neu begründete Stelle eines 2. Assistenten der Augenklinik wurde - unter Ausrucknns des bisherigen Assistenten Dr. Behr zum 1. Assistenten - Dr. Schwarz aus Stutt- gart ernannt^ ^s 300jährigen Jubiläums der im Jahre 1586 gestifteten und im Jahre 1817 nach 45jähriger Unterbrechung wreder hergestellten Karl - Franzens- Unioersität in Graz findet im November d. I. statt. -^ie Ferer wird sich wayr- scheinlich auf einen Festaktus in der Aula und em Banket der Professoren beschran^n. Seitens der Studentenschaft sind bisher keinerlei Veranstaltungen geplant. Die Festschrift wird Dr. Ritter von Krones, Professor der österreichischen Geschichte^, verfassen. —
Verwischte-.
Frankfurt a. M., 13. Juli. Ein junges Mädchen aus Wiesbaden biß vorgestern Mittag aus Eifersucht und Zorn ihrem Geliebten derart m die Wange, daß die entstandene Wunde von einem Ehirurgen zugenaht werden mußte. Der Verletzte scheint ein sehr gutmüthiger Mensch zu sein, denn nachdem er verbunden worden war, begleitete er seine Geliebte Arm und Arm nach dem ^^^550^016 — Welche Dimensionen gegenwärtig die Stellenlosigkeit unter den Commis rmd Buchhaltern angenommen hat, geht daraus hervor, daß sich um eine vacante stelle 354 Bewerber meldeten. Viele verlangten monatlich nur 75 und 80 Salarr.
Mannheim, 13. Juli. Gestern Mittag verbrannte sich hier wieder em 14jähriges Mädchen lebensgefährlich. Dasselbe wollte Kaffe kochen und das schlechte Feuer mit Petroleum anfachen. — Aus Neckarau meldet man: Als etn Brautpaar sich zur Trauung auf das Standesamt begeben wollte, wurde wieder, rote üblich, aus Anlaß dessen lustig drauf losgeknallt. Plötzlich gab einer der Schutzen unvorsichtiger Weise einen Schuß auf eine gerade aus der Schule entlaßene und neugierig zuschauende Kinderschaar ab, in Folge dessen die Ladung, die aus Schrotkörnern bestand, so unglücklich traf, daß nicht weniger denn fünf Kinder davon bedeutend verletzt wurden. ,
München. Die Wittroe des auf so tragische Weile um's Leben gekommenen Professor Gudden soll, wie verschiedene Blätter melden, aus dem Königlichen Haus- vermögen eine Summe von 100,000 erhalten.
— Das Eisenbahn-Unglück in Würzburg hat noch indircct etn Opfer gefordert. Ein Gepäckconducteur der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn aus Mainz, Namens Petz, welcher die Strecke Mainz-Passau befährt, kam an dem Tage nach dem Würzburger Eisenbahn-Unglück an der Stätte vorbei, an welcher sich das Unglück ereignete und entsetzte sich über die schrecklichen ©eenen, die er beim Passiren der Strecke wahr- genommen hatte derart, daß er sofort erkrankte und einige Tage darauf im Hospital in Passau verstarb.
— (Aus dem Eisenbahncoup^ gesprungen.^ Aus Wien wird unter dem 13. d. berichtet: In dem Expreßzuge, der zwischen Bimbach und Wien verkehrt, ereignete sich heute Morgen ein furchtbarer Unglücksfall. Der Zug, der aus mehreren Wagen erster und zweiter Elasse, sowie aus einem Schlafwagen bestand, hatte die Station Linz, verlassen und fuhr mit voller Dampfkraft auf die Station Kleinmünchen zu, als plötzlich von der Locomotive das Alarmsignal gegeben wurde. Der Zug hielt auf offener Strecke an. Beängstigt eilten die Passagiere an die Coupsfenster; die Conducteure liefen den Zug entlang und rieten nach einem Arzte. So vergingen einige Secunden bangen Erwartens, dann fuhr der Zug langsam wieder in der Richtung nach Linz zurück. Vor der Locomotive lief ein Herr, verzweifelnd die Hande ringend. Endlich blieb der Zug wieder stehen. Auf der Böschung des niedtigen Eisenbahndammes,, mitten im Grase, lag der Körper einer Frau. Sie war mährend der Fahrt von der Plattform des Schlafwagens hinabgesprungen. Man sand sie mit Blut überströmt und bewußtlos neben dem Bahnkörper liegen. Aus einem Wächterhause wurde Wasser gebracht und man legte ihr einen Verband an. Dann trug man sie in den Schlafwagen zurück. In St. Palentin erst stieg ein Arzt in den Wagen und begleitete sie nach Wien. Die Unglückliche ist die junge Frau des Proi. Dr. Jhering, des Sohnes des berühmten Rechtslehrers Dr. Jhering, welche während der Fahrt irrsinnig wurde. Die Verwundungen sind indeß nicht lebensgefährlich, da die Unglückliche weitab auf weichen Rasen geschleudert wurde.
Gera, 12. Juli. Das Schicksal des verunglückten Commerzienraths Robert Ferber erregt allgemeine Theilnahme. Der Körper des Verunglückten wurde von dem großen Schwungrade, das ihn am Kopf erfaßt zu haben scheint, als er die etwas unregelmäßig arbeitende Maschine controliren wollte, in zahllose Stücke, in förmliche Atome zerrissen. Das Schwungrad dreht sich in der Minute 65mal und riß den Körper Ferbers wenigstens einige 70mal mit sich herum, bis es zum Stillstand kam. Der Maschinenwärter, welcher mit ihm in demselben Raume anwesend und auf der entgegengesetzten Seite beschäftigt war, bemerkte das Entsetzliche erst an dem plötzlichen knirschenden Geräusch der Maschine, welche die Knochen des Unglücklichen zermalmte. Jede Hülfe war unmöglich.
Wien, 10. Juli. Die „Reichenberger Zeitung" erzählt folgende Episode von der Jnspectionsreise des Unterrichtsministers: Dr. v. Gautsch besichtigte unter andern auch die Pilsener czechische Oberrealschule und ließ sich die Eensuren in einer Elasse vorlegen. Da fand er nun, daß ein czechischer Schüler aus dem Unterrichtsgegenstande „deutsche Sprache" die Note „vorzüglich" erhalten halte. Der Minister sprach den Schüler an und siehe da — derselbe konnte nur mit großer Mühe einige deutsche Worte radebrechen. Als der betreffende Professor hierüber zur Rede gestellt wurde, wieso es komme, daß er einem solchen Schüler die Note „vorzüglich" ertheile, erwiderte der bestürzte Pädagoge: „Ich bitte, er kann vorzüglich Deutsch." „Ich bitte,, reichen Sie ungesäumt Ihre Pensionirung ein", war die schlagfertige Entgegnung des Ministers.
überhaupt schwer eine andere Richtung geben können. So gaben bte armen Verunglückten vor dem verhängnißvollen Augenblick auch dageseffen, Heck an GUedern, ote Eigarre im Munde, mit Lectüre beschäftigt oder die vorbetztehende Gegend Musternd, zum Theile auch schlafend, sämmtlich im Gefühle vollster Sicherhett. Etn paar schreckltch abgehackte Pfiffe und int Moment darauf das Verderben.
Die Zusammenstöße auf den Eisenbahnen find, schreibt der Pester „^loyd , ote furchtbarsten Unglücksfälle, die man sich nur vorstellen kann, 2ftr unmittelbarer^ Eindruck wird selbst Demjenigen niemals aus dem Gemuthe kommen, den em gütiger Zufall gänzlich unverletzt mit einem ganz gebliebenen Waggon aus dem Geleise hebt. Nach einem donnernden Gepolter, dessen Stärke auch nur annähernd ^ bezeichnen kein einziges Wort genügt, ein paar Augenblicke tiefster, bistietzlichster Stille, tfatt wie Erlösung klingt der erste vernehmbare Wehruf eines Verletzten. Jener htmmel- anragenbe Berg ineinandergekeilter Trümmer, die im Moment vorher noch elegante Fahrobjecte gewesen, birgt auch Leute, denen noch geholfen werden kann. Es ist nicht Alles, was Leben hatte, zerstampft, zermalmt und vernichtet, wie die rollenden Salons, wie jene beiden Locomotiven, deren fürchterliche Umarmung schauerlich an- ^eh^^t- . ein Zusammenstoß auf offener Strecke, in welche Unfalls-Kategorie das Würzburger Ereigniß gehört, ist das entsetzlichste Eisenbahn-Unglück, schon aus dem Grunde, weil durch dasselbe das Leben und die Gesundheit der Insassen zweier Züge gefährdet wird. Man gebe aber selbst einem Laien dte „Instruction für den Verkehrsdienst" in die Hand und er wird nach Durchlesung dieser klargefaßten Paragraphen überzeugt ausrufen: „Zusammenstöße sind unmöglich!" Dieselbe Ueberzeugung hegen die Eisenbahn-Directoren, die jene Instructionen herausgeben und die Eisenbahnbeamten, die dieselben ausführen. , , -
Elementar-Ereignisse können jederzeit Unfälle an beliebigen Baynsteüen herbet- führen' Witterungseinflüsfe präpariren einen Schienenstrang zu Entgleisungen; eme plötzliche Dammabrutschung oder eine vom Hochwasser beschädigte Brücke haben schon Maschinen und Wagen in Schluchten und in Flüsse stürzen lassen: der Sturmwind hat schon ganze Züge aus der Spur geworfen. Ein Zusammenstoß aber ist die Folge emes einfachen Verkehrsfehlers.
Die Eisenbahnzüge verkehren nach bestimmten auf Grund graphischer Plane verfaßten Fahrordnungen, in deren Besitz sich jeder einzelne Angestellte befindet. Verlaßt ein Zug den sicheren Hort der Station, so sind alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln angeordnet und getroffen. Man hat die Nachbarstation telegraphisch gefragt, ob der Zug abgehen kann, mit anderen Worten: man hat telegraphische Kreuzungsdisposttlon enheilt und zustimmende Antwort erhalten; man hat das regelmäßige elektrische Glockensignal gegeben, welches alle Wächter auf der Strecke zu gleicher Zett hören müssen. Der Zug fährt ruhig und sicher seines Weges, denn hätte irgend ein Wächter drautzen ein Gegensignal gehört, das heißt ein solches, als käme ein Zug in entgegengesetzter Richtung auf demselben Geleise, so müßte der Arm auf dem Signalmaste dieses Wächters halt gebieten. Und wären selbst Telegraphen- und Glockenleitung verdorben, so könnte, der klarsprechenden Instruction zu Folge, trrtzdem niemals ein Unglück geschehen. Die verschiedenen Züge haben eben ihre Rangstufen, wie wir sterblichen Menschen. Ein „Hofzug" ist der erste in der Bewegung. Er wartet nicht, sondern die anderen Züge warten auf ihn. Des Weiteren ist der „Eilzug" ein größerer Herr als der „Personenzug", dieser wieder steht höher im Range als der „gemischte"; dann folgen die beschleunigten und die gewöhnlichen „Lastzüge" und endlich die sogenannten „Regiezüge". Bei Zügen gleicher Kategorie aber hat derjenige den Vortritt, der sich in der Richtung vom Ausgangspunkte der Bahn bewegt. Ein jeder „Nachrangszug" hat von jeder Station seine auf dem Wege der ersten und zweiten Species kinderleicht auszurechnende „späteste" Abfahrtszeit und wenn er zu dieser noch die Station verläßt, so kann er unmöglich einen Gegenzug auf der Strecke treffen. Später als zur „spätesten" Abfahrtszeit darf aber bei Telegraphenstörung ein Nachrangszug die Station nicht verlassen und wenn er bis zum jüngsten Gericht warten müßte.
Ueberdies aber ist einem wachsamen Eisenbahn-Organ nichts leichter, als einen Zug, den man in Gefahr wähnt, zu stellen. Man braucht bei Tage weder das Fähnchen, noch die Scheibe; man zieht die Mütze vom Kops oder das Schnupftuch aus der Tasche und schwingt den beliebigen Gegenstand int Kreise. Das ist ebenfalls ein regelrechtes Haltesignal. Des Nachts aber, wenn der Sturmwind das gefahrmeldenbe rothe Licht verlöscht oder der dichte Nebel diesen Schein verdeckt, ist die Knallkapsel da, die jedes Streckenorgan in mehrfacher Zahl bei sich haben muß. Man wird darauf täglich controllirt. Die Kapsel auf die Schiene stecken, ist das Werk eines Augenblicks. Das Rad der Locomotive bewirkt die Detonation, stärker als ein Flintenschuß. Der Zug bleibt stehen und ist gerettet.
Tie Signalisirung steht bei den Eisenbahnen, zumal in Deutschland, zur Zeit bereits auf der Höhe der Vollendung. Die akustischen Signale sind überaus bewährt. Mit einem Dutzend Gruppen von Glockenschlägen kann der Strecke mitgetheilt werden, ob ein Zug abgeht oder ob er zurückbleibt, in welcher Richtung er sich bewegt, ob er auf dem rechten oder auf dem unrechten Geleise fährt, daß er stehen bleibt, daß Wagen aus der Station (vom Winde getrieben oder vermöge starken Gefälls) durchgegangen sind, daß man eine Hilfsmaschine und Arbeiter braucht, daß alle Züge aufzuhalten sind u. s. w. Wenn die Dampfpfeife einer Locomotive recht sonderbar tönt, so treibt der Maschinenführer durchaus nicht Unfug, wie Uneingeweihte glauben mögen, sondern er fordert seine Zugsleute auf, die Bremsen besser anzuziehen ober mehr aufzulassen. Mit einem kleinen Trompetchen ober einem Pfeifchen kann, ohne daß ein einziges Wort gesprochen wirb, der gejammte complicirte Porschub in einer Rangir-Station geregelt werben. Die elektrischen Distanzsignale, bie Semaphoren unb bas Wesen ber centralen Weichenstellung sinb Wunberwerke sinnreicher Erfindung. Was nützt aber ber Fortschritt bei ber Construirung ber Sicherheits-Apparate, wenn bie Menschen, bie sie hanbhaben, immer nur Menschen bleiben? Der Kanzlist wirft einen verborbenen Briefbogen weg, der Schmieb schweißt ein zerbrochenes Hufeisen roieber zusammen; ein Fehler bei ber Eisenbahn aber morbet ahnungslose Menschen.
Station ein Zusammenstoß zweier Personenzüge ftattgefunben. Der Semaphor ber Station hatte wohl bas Sperrsignal gezeigt, boch war dasselbe vom Locomotivführer unbeachtet geblieben unb so gab es benn Trümmer unb Leichen. Trotzbem ber Führer selbst auf ein langes Schmerzenslager gerieth, mußte er nach seiner Genesung ber strafenbett Gerechtigkeit überantwortet werben. Er behauptete bei ben Verhören steif unb fest, kein Haltsignal gesehen zu haben. Er sah bas grüne Licht, welches bie Einfahrt gestattet unb er fuhr beshalb auch in bie Station. Es kam zur Lokalbeaugen- icheinigung, weil sich bie Richter überhaupt bavon überzeugen wollten, ob bas Halt- signL genügenb wahrnehmbar sei. Alan manipulirte vor ber Commission nächtlicherweile mit bein Semaphor und der mitgeführte Maschinist rief plötzlich: „Sehen Sie, meine Herren, so wie jetzt, so deutlich sah ich damals das grüne Licht." Die Anwesenden sahen zu dem Signal auf; dasselbe war — roth. Und augenblicklich angestellte weitere Proben erwiesen es genau: der Mann war farbenblind!
Literarische-.
(Geschichte ber Stadt Grünberg.j Siebenhundert Jahre sind seit ber Grünbung biefer Stabt verflossen. Im Jahre 1186 erbaute Landgraf Ludwig III. im südlichsten Theile seines Hessenlandes, nicht weit von dem Punkte, wo die von Mainz her durch die Wetterau zur Weser führende alte Heerstraße die hessische Grenze überschritt (Hessenbrücker Hammer), auf dem ersten im Verfolg dieser Straße gelegenen Berge eine Burg zur Sicherung jener Grenze. Das auf dem Basaltboden hervorsprießende lebhafte Grün des erkorenen Berges mußte, als man ihn mit der Burg frönte, in die Augen springen, und so erhielt die Burg den Namen „zum grünen Berge". Zum Gedächtniß an diese Gründung ist nun eine Schrift erschienen, welche sich betitelt: „Geschichtsblatt zur Erinnerung an das Siebenhundertjährige Bestehen Grünbergs, herausgegeben bei Gelegenheit des Sechszehnten Gesangfestes des Lahnthal - Sängerbundes zu Grünberg am 11. und 12. Juli 1886. An der Hand von Glaser's „Geschichte der Stadt Grünberg" zusammengestellt von Georg Schilling." Dieselbe giebt in anziehender ©iftioiL einen Ueberblick über die Geschichte und die Baugeschlchte, sowie die historische Tosjögraphie von Grünberg und soll hier bestens empfohlen werden. Der Preis der schon ausgestatteten Schrift ist 30 gegen dessen Erlegung versendet die Verlagshandlung (Wilhelm Seim in Gründern) die Schrift.
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