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Drittes »latt
Sonntag den 18. April
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Gchulstraße 7.
^schein: «tt Strittige d-s MsntKK». -
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Polizei-Verordnung,
Das Mitnehmen von Hunden in die Badehäussr ist nicht gestattet.
Vermischte-.
nicht dem Kunden, aber sich selbst für.das Darleihen, er muß auch dem Lieferanten I Darmstadt, 14. Avril Eine für die Interessenten sebr mirfHüs»
Mnuber Zinsen zahlen, sobald er tangeren Kredit beansprucht, und das wieder > hat die Eivilkanimcr I des Gr-ßh. Landgerichts Darmstadt am 12. M^gefto®
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LT.1^ ^zogenvlerleljührlich 2 Mo.ttHf.
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Ein Geschäftsmann creditirt seinem Kunden Maaren für 50 bis 60 Mark ein Kauzes Jahr hindurch, wie es bei uns ja meist üblich. Er muß Zinsen berechnen,
Pos* * 1 der Städteordnung wird nach Anhörung der Stadtverordneten- 3 vom 26- August 1885 zu Nr. M. I. 19971 verordnet wie folgt:
Von dem letzten, unterhalb der Pulvermühle gelegenen Vadehause an stromaufwärts bis zum sogenannten Schäferbrunnen, ist das Baden in der offenen Lahn (außerhalb der Badehäuser), sowie das Entkleiden an beiden Ufern verboten.
Bei dem Baden in offener Lahn, sowie innerhalb der Badeanstalten haben sich die Badenden, falls sie sich nicht in einer geschlossenen Zelle baden ohne Ausnahme der Badehosen zu bedienen. '
Gießen, den 28. August 1885.
im Wassir und in den Badeanstalten ist untersagt. Ebenso ist lebe Beschädigung der Badeanstalten, der Uferbauten an denselben, der Nachen, sowie allen dazu gehörigen Geräthe und Einrichtungen untersagt.
Grohherjogliches Polizeiamt Gießen- Fresenius.
§ 10.
Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht die einschlägigen Strafbestim- mungen des Reichsstrafgesetzbuchs und des Polizeistrasgesetzes zur Anwendung zu kommen haben, mit einer Geldstrafe von einer bis dreißig Mark geahndet-
Der Kierteljahrscredit.
Der Frühling bringt nicht nur frisches Grün und neue Vogellieder, er bringt in sehr viele Familien neue Waarenoerzeichnisse mit frischen Offerten und neuen Preisen. Seitdem Excellenz Stephan das Porto so ermäßigt, überschwemmen die großen Geschäftshäuser das Publikum mit ihren Catalogen und laden zum Kauf ein. Keine kleine Stadt, kein Dorf ist sicher vor ihnen und ganz besonders sind es Mittel- Provinzialstädte, worauf jene ihr Augenmerk richten und wohin sie einen lebhaften Absatz erzielen. Man muß einmal in großen Städten sehen, welche horrende Waaren- massen hinaus in die Provinzen geben, dann lernt man erst erkennen, wo sich die eigentliche Erwerbsquelle dieser Häuser-befindet. Das Publikum der Großstadt ist im Verhältuiß gering zu dem außerhalb derselben und unter den an Ort und Stelle kaufenden Personen befindet sich ein ganz bedeutender Bruchtheil schon, welcher nicht am Platze heimisch ist; kurzum, wenn großstädtische Firmen in den Provinzen säen, so ernten sie auch dafür reichlich.
die Bade - Anstalten ;u Siesten betreffend t r *ra'Un^. b.es AEels 296 des Polizeistrafgesetzes und de« Artikels 56 po;
veriammlung mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz
iir das ComM mnfabrik ei»-' fit guten S-W
V. Fieeser^ raaren,
S 6.
hpr ®r!n}*l6un3r ”°.n Se'fe, das Waschen von Kleidungsstücken innerhalb Rap. 6n °n ,Q f°ro,e iebe sonstige Verunreinigung der Bade-Zellen und Puuen t|i untersagt.
S 7.
. „ Die Badehäuser dürfen von Personen, welche nicht abonnirt sind, oder das Badehonorar mcht bezahlt haben, nicht betreten werden.
In die Frauenbäder dürfen Knaben nicht mitgenommen werden.
8 8.
Das Tränken, Schwemmen, oder Waschen von Rindvieh, Schafen und Schweinen in der Lahn zwischen den beiden ober- und unterhalb der Lahn- brucke gelegenen Wehren ist vom 1. Mai bis 15. September untersagt
Pstrde dürfen in der Zeit vom 15. Mai bis 15. August nur bis 7 U7 ®?ot9en® und nach 8 Uhr Abends und an den übrigen Tagen der Monate Mal und August sowie im Monat September nur bis 7 Uhr Morgens unb nach 7 Uhr Abends zur Schwemme gebracht werden.
§ 9-
IO,O Dos Localreglement für die Provinzialhauptstadt Gießen vom 8. Mai iiiov, betrestend das Polizeistrafgesetz, insbesondere Baden in Flüffen, tritt außer Wirksamkeit.
§ 2.
Den Weisungen der diensthabenden Polüeibeamten (f. § 1) ist m jedem unbeschadet des Rechts der Beschwerde bei Großherzoglichem Polizeiamte, unweigerlich Folge zu leisten. v 6 '
6.
S 1-
Die ffoltzelliche Aufsicht über die Badeanstalten und die öffentlichen Bade- ? f*n b?r ^ohn steht dem Großherzoglichen Polizeiamte zu, welches dieselbe durch die rhm unterstellten Vollzugsorgane ausübt.
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6t- D.
Sen?! dne. Kunden ihm nicht pünktlich zahlen. Diese Zinsen sind aber die .^^ren Prerse. Em Geschäftsmann, der existiren will, der sich nicht umsonst quälen beJ ein£r Waare, die auf Credit gegeben wird, höhere Preise ^cr anerkennen will, nun, der wird anderswo
pp'Lre.Tfosiel barbiert Dasselbe gilt auch von dem sog. Abzahlungssystem. M n,rj3 Un& bcI Credit schädigen unser Nationalvermögen um Millionen,
?ie Waaren und nehmen Gelder in Anspruch, für die nichts .r. hatsachliches geleistet wird.
r„.-r Em Baarkauf wird sich in Deutschland schwerlich so leicht überall einführen cns Credltfrist ist dringend nothwendig und sie ist auch
theilmeise lchon durchgefuhrt worden. Drei Monate Credit ist im Allgemeinen uolk KnniS se-nb/ Pcbcr ?.ann sich darnach einrichten und es wird ihm nach kurzem fünnir9, 9n^ blum 1A dcun er fpart Geld und hat also umsomehr zur Ver-
& roi- b^ Baarpreise großer Waarengeschäste einmal auf die lokalen "^"bn wir das Porto hinzu und die mancherlei dabei entstehenden Nebenabgaben, so werden wir nicht um einen Pfennig thenrer kaufen. Und die Ehre S großen Stadt gekauft zu haben? Wie viel ist die denn werth? Viel größer Stadt zu wohnen, die der Großstadt entsprechende Preise und Maa das.Publikum das beherzigen, für die Großstadt bleibt doch nodj. mdjlid) ubug und die heimlichen Interessen werden nicht geschädigt. (N. H. V.) 1
Univerfitäts - Chronik.
?ie ^o^Otsche Fakultät zu Erlangen hat den Ober - Consistorialrath. St. -o ud)ru eter in München honoris causa zum Dr. theologiae ernannt.
uäbre? Ä .a,n L dss. Mts. Professor Joseph Maurice Vertrand. Derfelbe hat den Prinzen Georg, dessen Lehrer der Verschiedene einst war, zum Universalerben seines über 300,000 JL betragenden Vermögens eingesetzt.
, ~ Königsberg starb der Uniocrsitätsrichter Oberlanoesgerichtsrath
Hildebrandt im 58. Lebensjahre.
. 2m Auftrage der japanischen Regierung weilt jetzt der Dekan der medi- cmifchen Fakultät der Universität ru Tokio, Professor Dr. H. Miyake, in Berlin, um Die Einrichtungen dortiger meoieinischen Institute zu stuoireu. Professor Miyake rvtlld)ti°cr Mediciner und ganz deutsch gebildet. Als im Jahre 1871 all* k • -m <cU§ Berlin, jetzt Oberstabsarzt des Jnvalidenhauses, die militärische Akademie in Aeddo nach preußischem Muster errichtete, verdolmetschte Miyake den Ltudirenden die englisch gehaltenen Vorträge. Er hat nämlid) 4 Jahre in England tu?nT‘- Die Wissenschaft ist seitdem in Japan fast ganz unter deutscher Leitung und pr. Muller bereitet jetzt seine interessanten Erinnerungen von 1871 bis 1875 rum Drucke vor. 8
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Das Publikum hat eine Schwäche für das Kaufen in großen Städten, die nicht . abnimmt, sondern mehr und mehr zunimmt. Diö Ursachen dafür sind einfach. Erstens sagt man, die Auswahl sei dort größer, die Waare moderner, die Preise billiger; das
• sind beachtenswerthe Gründe, aber der Hauptgrund sind sie nicht, der ist ganz einfad) die liebe, menschliche Eitelkeit. Es klingt viel großartiger, wenn man sagen kann: Aus dieser oder jener großen Stadt! Das macht Furore, Aufsehen und darum dreht ' , ia Alles. Es liegt auf der Hand, daß man in kleineren Städten nicht
leden ArtUel haben kann, der in der Großstadt zu erhalten, aber des gewöhnlichen täglichen Bedarfes halber hat Niemand nöthig, in der Ferne zu suchen, was er zu Hause ebenso gut erhalten kann und ebenso billig.
..... Aus ist billig? Billig heißt nicht wenig Geld, sondern preiswerth. Ein Kleid i’t für 6 Mark noch zu theuer, wenn es nur 5 Mark werth ist, und es ist für 7 Mark jO Pfg. billig, wenn es noch einmal so lange hält, als ein anderer Stoff für 5 Mark. Gute Maaren zu theuerem Preise kaufen, ist billig, schlechte Maaren für wenig Geld kaufen, ist theuer.
Menn wir die Cataloge von großen Geschäften betrachten, so werden wir fast durchgängig finden, daß auf bessere Artikel der Hauptmerth gelegt ist, die dann ver- hältnißmäßig niedrig offerirt werden. Das macht auf das Publikum gewaltigen Eindruck und deshalb kauft es eben. Es beruft sich auf die Zahlen, hält sich an diese und berücksichtigt gar nicht die Ursachen des niedrigeren Preises. Auch diese sind sehr einfach, sie beruhen lediglich auf dem ausnahmslos durchgeführten Prinzip der Baar- zahkung und die Baarzahlung verhilft dann durch den niedrigen Preis zu großem Umsatz. Das Publikum wagt es in großstädtischen Geschäftshäusern gar nicht, um Kredit zu bitten, zu Hause ist der Credit natürlich selbstverständlich.
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nächst dem Kreuz). Ion Photographien Art und Grösse. 2915 sei jeder Witterung, mstmrsche von 15 ne Restauration gefugt 1 grpeb- d. Bl. fionäre lfnahm mii vollst, lle^j bularbeiten. 2Bo?
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