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i 15. Mär).
Haarwasser v. Retter, München
1877
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Allgemeiner Anzeiger
Schwarze Cachemires,
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Preise geliefert werden kann:
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1871
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noch lange sichtbare Spuren hinterließen.
Korbmacher Adam Fleckenstein von hier hat vor dem Portal von berittenen Schutzleuten eine Anzahl Säbelhiebe in die linke Seite und über den Kops
1868 Ein Dienstmädchen, welches int Kochen bewandert ist, auf sogleich oder Mer gesucht.
Thr. Hauvach II , an der Lahnbrücke.
Beerdigung p wenig trinntri, oder nicht, bod)
V. VI. VII. VIII.
Verwischte-.
Ortenberg, 16. März. Das dahier wegen Gelddiebstabls verhaftete Dienstmädchen ist bereits der That geständig. Das gestohlene Geld wurde wieder zur Stelle geschafft.
Schlüchtern, 12. März. Auf der Hohen Rhön und besonders auf dem Dammcrsfeld liegt jetzt der Schnee 2 Meter hoch. Schneewehen von 4—6 Meter Tiefe sind sehr häufig. Auch die Kälte ist da oben manchmal recht grimmig; so beobachtete man am frühen Morgen des 9. März beim Kloster auf dem Volkers- berg bei Brückenau 26 Grad Kälte, unten im Thale, in Brückenau, aber nur 16 Grad.
Eingesandt.
Reiskirchen, 15. März. Einsender findet sich veranlaßt, nachstehende Uebel- stände, welche in unserer Gemeinde obwalten, zur Oeffentlichkeit zu bringen. Wie bekannt, sollen sich in hiesiger Gemeinde jederzeit zwei dienstthumde Bullen befinden, welches aber leider schon längere Zeit nicht der Fall ist, sondern geraume Zeit ist nur einer vorhanden, welcher gar nicht als diensttauglich anerkannt werden kann. Daß die hiesigen Ortsbürger durch diesen Uebelstand schwer geschädigt werden, ist handgreiflich. Warum wird von Seiten des hiesigen Ortsvorstandes und Bürgermeisters solchem liebel nicht abgeholfen? Einsender hält es für Pflicht, derartige nachtheiligen Mißstände öffentlich zur Sprache zu bringen, und mögen sich die betreffenden Herren versichert halten, daß dieses im Interesse unserer Landwirttie so lange geschieht, bis eine befriedigende Aenderung in diesem Zustande eingetreten ist.
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Gebr. Stamm
DchiffSnachrichteu.
Bremen, 15. März. fPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Main, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Februar von Bremen und am 2. Marz von Southampton abgegangen war, ist am 12. März, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 15. März. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Fulda, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. März von Bremen und am 6. März von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
erhalten, so daß sein Hut total zerhauen (derselbe liegt vor) und er selbst längere Zeit derart in seinem Geschäft behindert war, daß er einen Mann zur Hülfe einstellen mußte.
Nebenkläger Peter Willmuths, Schreiner dahier, hat auch eine rothe Blume in's Knopfloch gesteckt, die unterwegs auf der Straße vertheilt worden sind. Er ist auch gehauen und verletzt worden, was eine 7tägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte.
Jakob Grieser, Schreiner, hat verschiedene Schläge erhalten.
; Zeuge Göck, Schreiner von hier: Während Herr Leyendecker seine „Bierrede" hielt, wie der mich zu Protokoll vernehmende Herr Assessor sie zu tituliren beliebte (Heiterkeit), eommandirte Polizeicommissar Meyer bereits: „Säbel 'raus!" .Göck ist wiederholt geschlagen worden, erklärt aber, als Arbeiter nicht so empfindlich zu sein, daß sie ihm Schmerzen gemacht, gefühlt habe er sie allerdings noch einige Zeit.
Zeuge Michael Köhler, Schuhmacher, will als harmloser Spaziergänger auf dem Friedhof gewesen und ganz zufällig, ohne zu wissen, ner begraben wurde, mit dem Leichenzuge bis zum Grabe gegangen und auf diese Weise in die Angelegenheit "verwickelt worden sein. Er will ferner über einen ganzen Haufen Männer, Weiber und Kinder gestolpert und selbst gefallen sein, worauf ihm von Schutzleuten, die er nicht sehen konnte, 15 bis 20 Hiebe über Rücken und Kopf versetzt wurden. Zeuge hat eine 5 Zentimeter lange Wunde am Hinterkopf davongetragen und will auch noch vor dem Portale Hiebe von Schutzleuten erhalten haben.
Die folgenden Zeugen Schlosser O t t o W e b e r, Portefeuille-Arbeiter Friedrich Graß, Buchbinder Oskar Markgraf, Schneider Hsffmann, der in Folge des ausgestandenen Schreckens Krämpfe bekommen haben will, die sich seitdem wiederholt haben, sowie Christ an Acker sind sämmtlick geschlagen worden, können aber nichts von Bedeutung aussagen.
Schneider Heinrich Berthold ist Derjenige, der bei dem Versuche, ein in das Gebüsch gestürztes Kind herauszuziehen, in das Grab hinunter mit dem Kopfe auf den Sarg Hiller's fiel. Bei dem Heraussteigen erhielt Zeuge einige Hiebe über den Arm und Rücken und da er sehr viele Schutzleute am Portale versammelt sah, so überstieg er die Friedhofsmauer, um in das Freie und in Sicherheit zu fonimen.
Metallgießer Johann Wetzel, confessionslos, hat sowohl innerhalb des Friedhofs, wie vor dem Portal von den berittenen Schutzleuten einige wahrscheinlich flache Hiebe auch einen Fauststoß in das Genick erhalten, was ihn jedoch nicht am Arbeiten gehindert hätte, wenn er gezwungen gewesen, was indeß nicht der Fall, da Zeuge sein eigenes Geschäft besitzt.
Mit dieser Vernehmung schließt die Vormittagssitzung um 1 Uhr und es tritt bis Nachmittags 4^2 Uhr eine Pause ein.
Zur Haarpflege!
Von unübertroffener Wirkung ist das vom königl. Staatsministerium u. Ober- medicinalausschuß geprüfte u. genehmigte, sowie von allen Autoritäten begutachtete
aussagen.
Zeugin Katharina Marlin hat Rippenstöße und Zeuge Ludwig Schuck, Ausläufer, hat Hiebe mit der flachen Klinge erhalten. Schreiner Rietz von Bornheim hat bei dem Versuch, ein gestürztes Kind aufzuheben, einen Säbelstich in den linken Arm und einen Hieb über denselben erhalten. Beides sind leichte Verwundungen, die jedoch eine fünftägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten. Zeuge Meutert ist in der Nähe des Portals gehauen worden.
Herr Friedr. Emil Fleischmann, Schreiner und Wirth in Bornheim, einer der hiesigen Führer der Partei, deponirt hauptsächlich zur Entlastung des Angeklagten Leyendecker. Zeuge hat eine rothe Blume im Knopfloch getragen und weiß auch, daß die Polizei dies verhindern soll. Er hat drei Hiebe über den Arm erhalten, die
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welches statt Oel ob. Pomade täglich gebraucht, das Haar bis in's höchste Alter glänzend, geschmeidig und Scheitel haltend macht, die Kopfhaut von allen Unreinigkeiten, Schuppen rc., befreit und dadurch die Thätigkeit der Kopfhaut und Haarwurzeln erhöht.
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Magenleidende vertragen bekanntlich nicht den Genuß von Kaffee und Thee, deshalb ist denselben, sei es nun, daß es sich um ein primäres Magenleiden oder um ein secundäres im Gefolge anderer Krankheiten (wie Blutarmuth, Lungenschwindsucht rc.) handelt, an ihrer Stelle der Gebrauch des reinen entölten Cacao zu empfehlen, der einmal die schädlichen Wirkungen jener auf die Verdauung nicht hat, anderseits aber durch seinen hohen Gehalt an Protemstoffen auf die Ernährung und die Ausbesserung der Blutmischung von hohem Einfluß ist. Der Cacao muß natürlich rein und von feinstem Geschmack fein, und ist Blookers holländischer Cacao besonders zu empfehlen. [1882
i Vernehmung bei anzen Vorgangs ii nicht wieder erfennt, Kommissars rotite ongdesKomE- unb noch geschieh sie wieder geöfiü üfftl gehabt W iaft witbtr an bat. sommissars warm s in dm^rWos . au^ayn, da die m Ginhauen der reist hinler eine«
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Friedhöfe ab und bcgab sich sodann mit Anderen zum Herrn Polizei-Präsidenten. Er will weder zerrissenen Hemdenkragen noch flatternde Binde gehabt haben.
Die Beugen Schneider Franz Degen und Schuhmacher Lor. Faber wollen Peide gleichfalls vom Schutzmann Wingleit unter dem Portal Schläge in den Rücken ^^"^^^chstagsaügeordneter Herr Frohme ist von Leyendecker als Entlastungszeuge angeführt, kann jedoch über die Vorgänge am Grabe nichts aussagen, da er für einen Augenblick bei Seite getreten. Bei seiner Rückkehr an das Portal begegnete er bereits den Fliehenden und erkannte den Schutzmann Wingleit nnter dem Portal, wie er auf die Leute einhieb. Der Angeklagte ist dem Zeugen von Bockenheim wohl bekannt. Nachdem Herr Frohme verschiedeneit Verwundeten Hilfe geleistet unb mit denselben eine Droschke bestiegen, trat Herr Commissär Meyer aus dem Portal und Zeuge machte ihm sofort Mittheilung davon, daß Wingleit noch unter dem Portale eingehauen habe. Vrrr Commissär Meyer drückte Zeuge sein Bedauern über den Vorfall aus unb er- flärte, er habe seinen Schutzleuten die größte Mäßigung beim Gebrauch der Waffe an- empfohlen; das Nähere werde die Untersuchung ergeben.
Schutzmann Franz Hehinann gibt die von Commissär Meyer ertheilte In- ftruction in der bekannten Weise wieder, hat den Wingleit zwar in der Nähe des Grabes juschlagen, jedoch überhaupt nicht am Portal gesehen, glaubt auch nicht, daß dort geschlagen worden sei, was er jedenfalls gesehen haben müßte, da er als einer der ersten Schutzleute dort angekommen sei.
Schutzmann Wilh. Fischer macht ähnliche Aussagen, hält es jedoch noch außerdem für unthunlich, wenn der Commissär den letzten Redner, den Angeklagten Leyendecker hätte arretiren wollen, weil derselbe bei einem solchen Versuch sofort in der Menge verschwunden wäre. Die Schutzleute wurden schließlich alle vereidigt.
Zeuge Oscar Füllgrabe behauptet, daß Commissär Meyer ihm allerdings verboten habe, eine Rede zu halten, jedoch nichts gegen das Niederlegen der Kränze mit einer kurzen Widmung, so lange diese feine socialistische Tendenz habe, einzuwen«. i gehabt hat. Auch behauptet Zeuge, daß die Aufforderung nicht dreimal wiederh. ' , sondern nur einmal ausgesprochen worden sei mit dem Zusatz: Zum ersten-, zum zweiter;- und drittenmal: allerdings habe er das „zum drittenmal" nicht gehört, ebensowenig wie bas Commando zum Waffengebrauch.
Buchdrucker Carl Ulrich von Offenbach sagt im Wesentlichen nichts anderes aus, als der vorhergehende Zeuge, und ebenso The ob. Max Jahn, Redacteur des „ö^enb. Tageblattes".
Phil. Heiur. Müller, Bildhauer und Wirth in Darmstadt, behauptet gleichfalls, Commissär Meyer habe das Niederlegen von Kränzen von einer Widmung begleitet gestattet.
Zeuge Schäfer deponirt insofern günstig für Polizeicommissär Meyer, als er die dritte Aufforderung zum Auseinandergehen gehört hat.
Der letzte Zeuge ist C. I. Heilig en st ein, dessen Aussagen nichts Neues bringen.
Die Sitzung wird um l/t9 Uhr Abends auf heute früh 9 Uhr vertagt.
Zweiter Verhandlungstag.
(Vormittagssitzung.)
Als erster Zeuge in der Vormittagssitzung wird Herr Polizeicommisfär Köppe vernommen. Derselbe deponirt, daß die Aufrechthaltung der Ordnung außerhalb des Friedhofs ihm übertragen gewesen, daß er aber feinen Grund gefunden, den Auszug lot dem Port«! aufzulösen. Nachdem der Conduct am Grade angelangt war, hatte Zeuge sich mit seiner Mannschaft in einiger Entfernung vorn Friedhof aufgestellt, so daß er die dort gewechselten Reden nicht wohl verstehen konnte, doch drangen die Worte der Aufforderung bis zu ihm herüber, während er sodann nicht mehr vernehmen konnte, ob Leyendecker weiter sprach oder nicht, doch glaubt er es, beim er sah Leyendecker noch am seinem erhöhten Standpunkt stehen bleiben. Herr Koppel würde versucht haben, den Redner zu arretiren; auch hält er es nicht für ausgeschlossen, noch nach dem Befehl, eine Versammlung mit der Waffe auseinander zu treiben, letztere mir als Drohung zu benutzen unb die Leute mit den Händen zurückzudrängen. Er kann sich aber nicht darüber erklären, ob ein Einschreiten mit der Waffe nöthig gewesen, da er zu weit entfernt stand, um sich ein genaues Urtheil bilden zu können.
T« folgende Zeuge, Gärtner unb Friedhofsaufseher Wilhelm Nagel, beschreibt die bekannten Scenen, sagt dabei aber insofern günstig für Commissär Meyer aus, als er die dreimalige Aufforderung zum Auseinandergehen und den Befehl „Treiben Sie die Leute mit der Waffe auseinander!" conftatirt. Einige der gestrigen Zeugen hatten behauptet, der Befehl habe nur „Drauf" oder „Los" gelautet. Zwischen den Aufforderungen sei hinlänglich Zeit geblieben und trotzdem habe der Angeklagte Leyendecker noch nachträglich, ebenso wie drei oder vier Andere, seinen Kranz und eine rothe Schleife in das Grab geworfen und mit lauter Stimme geredet. Die Aussagen des Friedhofsaufseher Schickebanz decken sich so Ziemlich mit den vorhergehenden, nur baß letzterer noch erklärt, der Angeflagte Leyenoecker habe versucht, die Aufforderung des Polizei-Commissars zu überschreie«.
Ganz entgegengesetzt sagt Zeuge Brüne, Schuhmacher, aus, der indeß seitens des Herrn Commissär Meyer darauf aufmerksam gemacht wird, daß seine Aussagen, die er direkt nach der Affaire dem ihn vernehmenden Polizei-Commissär zu Protokoll gegeben hat. Zeuge ist Mitglied des Gesangvereins, der am Grabe sang, unb muß (ouftatiren, daß viele Theilnehmer am Zug, den er auf 7 bis 800 Menschen schätzt, rothe Abzeichen getragen haben. Er ist verwundet worden, hat als Nebenkläger Strafantrag gestellt und wird auf Nachmittag 4 Uhr wieder geloben, damit ihm fein früheres Protokoll vorgelesen werden kann.
Der Schneider Simon Schweitzer hat nicht schnell genug weglaufen können, da ihm der Schrecken in die Füße gefahren ist. Daher ist er geschlagen worden und hat eine Verwundung erhalten, die ihm eine längere Arbeitsunfähigkeit zuzog.
Zeuge Franz Helbig, der als Spengler auf dem Friedhöfe arbeitete, hat die Arbeit 'verlassen, um sich umzrikleiden und dem Zug entgegen zu gehen. Er ist geschlagen, aber nicht verwundet worden, kann im Allgemeinen aber nichts Neues
die beiden kleinen jcit ist bonliniM n, die hinter ihr. den, doch hat Zeuge i stacken MmsW Last herbeigerM alle er jedoch kem war nicht auf dem Zbor gesehen m olhe Abzeichen ge- mllichealsZcusen n, Zwangslage |0 z Gericht st» w ltikrNm*
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