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Erstes Blatt. Freitag den 17. December
Lokales.
tttiekrerr 15 December. lSchwurgericht.ff Ein schon mehrfach ruit Zuch^- haus- und Äes'änguißstraf-n belegtes Subject, der T°gl°hn-r Phllipr.Jacob Tuetrrch von Kleinkarben steht heute unter der Anklage der Brandstiftung vor den Dcyranren des ^richts^ am iß. September d. I. aus dem Gefängnisse zu Darm
stadt woselbst ^er wegen Diebstahls eine Gefängnisstrafe von 1 ^ahre verbüßt hatte, nach Klein-Karben zurück und trieb sich hierauf mehrere Tage m der dorttgen Gegend arbeitslos herum 6 Am Abend des 24. September ging er nach Hause und begehrte Einlast in sein von seiner Ehefrau bewohntes Haus: dieselbe verwergerte ihm ledoch solchen, worauf er einen dicken Prügel ergriff und iamrt mehrere WerWen^ chlua Da ihm nach diesem Attentat auch nicht geöffnet würbe, so legte^stch> Ange- f la ater in den bei dem Hause befindlichen Stall, m welchem er nach ferner Angaoe bis^ 4 Uhr Morgens geschlafen und sich dann nach Vilbel zu fernem dort brenen Sohne b^gebm haben will. Am Biorgen des 25. Septbr etwc.um 3 W bent fU hrp c>gbtz (Sräf II Ehefrau, daß auf einem Baumstuck des Burgermerners von Klein-Karben, welches nicht weit von dem Dietrich schm Haufe en ^ichtigte dort sitzender Strohhaufen rn Brand gerathen war. DreGrafEhelrau ° sofort den Besitzer, Bürgermeister Schneider und wurden hieraus v ) g Mittelungen ang f Itnh nffPnF0"rs daru"gedient^hatte^däs Stroh zu
an einer Sette etwas an gebrannt war und offenbar dazu g m y * Dhäterschast erhöhen und so den nothigen Luftzug herzustellen. ~ T ■ gilbet verhaftet lenkte sich alsbald auf Dietrich, der denn auch am nächst n Tage m Awer wurde. In der heutigen Verchandlung stellt der Anae »^rschaft Dietrichs aufkommen, sagen derZeugen lassen ledoch keinenAweifil n der 4) ben Bürgermeister Es ist klar bewiesen, daß derselbe die Thal aus w » arbeitsscheuen,
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ber Dispositionsurlauber zur Verstärkung der schon bestehenden Bataillone ab- iu,e6en: Die Nationalzeitung" bespricht die Verschleppung der Militärvorlage durch
Berlin, 15 December. Das Kreuzergeschwader, zu welchem S. M. Kreuzer-
BSSbB-BSS die Durchführung seien 5 bis 7 Jahre in Aussicht genommen, es konnte dieses Vor- gehen folglich nicht Bureaus.) Die Details
der bevmstehenden Reduction der Okkupattonsarme sind nach London gesandt um der Neaieruna zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt zn werden. Es wird dann vor ae chlaaen nur eirn geringe Streitmacht im Süden Kairo's zu belassen, 5 Bataillone würden angesichts der verhältnißmäßig geringen Entfernung von Eypern und Malta für genngeui> -rächtet, ^er E°eniu°l.l°^ zu begegnen. Regierungs-Eom-
munigue wird darrn's lstugewiesen datz die Ereignisse in Bulgarien welche im russischen Publikum und in der Presse eine durchaus begreifliche Erregung hervorgerufen baden, als Beweggrund zu der Besprechung der politischen B-ziehungen der europä scheu Koi e
unb schon mehrfach erprobt seien. Solche Beziehungen seien gleicherweise-für die Wohl- inbrt beider Länder wichtig, was auch von ihren Negierungen anerkannt werde. Man SÄÄ HÄ SÄ?».
unb bofi der Einfluß Deutschlands lediglich auf die Erhaltung bes Friedens gerichtet I hoffen Europa bedürfe und der gleicherweise Gegenstand der lebhaftesten Wunsche I inren unb bes Volkes sei. Je verwickelter unb mißlicher bie politischen Umstanbe
I rückgekehrt. —
Erstes Blatt. HMlUg ven i<- »cicuivu 1886
nehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Telegraphische Depeschen.
Wolffs telegr. Correspondenr-Durean.
- (X„ 5-iltiaen Sitzung der Militär-Eommission fragte
Berlin, 15. December. In der yeuttgen tzu g u gebildet, sondern
und p°n der Einziehung
Arbeiter. Struckmann (natlib.) hält eine Aenderung des Vereinsgesetzes für wünschenswerch wa^ durch eine Rouelle zur Gewerbeordnung indessen nicht <rteid,tabgbbr. Lieber (CK.) hält die bestehenden Gesetze in dieser Materie für aus- reichend^er 2jntrag gd)t eine Commission von 21 Mitgliedern.
Nächste Sitzung Freitag den 17. d. M. (Etat.)
Deutschland. i
Darmstadt, 15. December. Se. Röntgt. Hoheit der Großherzog haben , ® ^Decbr. den Lehrer an dem Gpmnastum zu Büdingen, Dr. Hein- I
M Stöpler, aus sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung feiner Gesundheit in de» Ruhestand zu versetzen. . „ ,c , hon
Berlin, 15. December. Se. Mas. der Kaiser nahm Vormittags den Vortrag des Grafen Verponcher entgegen, arbeitete daraufmit bem Ches bes Eivil-Cabinet« Geb. Rath v. Wilmowrki und empfing alsdann im Beisein der Kaiserin den General Seebeck aus Koblenz. Ihre Map die Kaiserin empfängt Nachmittags den japanischen Gesandten.
— Gutem Vernehmen nach genehmlgte der Kaiser die Bitte der Reu Minea-Compagnie, den ihr ertheilten Schutzbrief aus dreimtge Gruppe der Ealomcns-Jnfeln auszudehnen, welche nach dem deutsch - englischen Ueberemkom- H öom 6. April 1886 zur deutschen Machtsphäre gehören.
München, 15. December. Wie die „Allg- Ztg/' mitthellt, sendete der Prinz-Regent nach seiner Rückkehr von der Reise nach Berlin em herztiches Telegramm an den Kaiser Wilh-lm- Der Kaiser antwortete daraus: „Wie soll Ich Ihnen danken sür Ihr so herzlicher, sreundliche« Telegramm noch am heu- «»VE Z -Ibrer Rückkehr nach München? Sie haben Sich überzeugen können wie freudig Ihr erstes Erscheinen nach Uebernahme der Regentschaft bei Uns begrübtworden ist, wie die alten Erinnerungen eines stebenmonatirchen finfammenlebens in der wichtigen, unvergeblichen Kriegszeit Uns von Neuem äun mZ es immer so bleiben! Ihre herzlichen Worte gesprochen zu Men Unterthanen im Reichstag, find hoffentlich auf guten Boden gefallen.
Hesterreich.
Wien, 14. December. Schönerer kündigte im Rttchsrath einen Antrag
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$on 1880 und den jüngsten Justizerlaß aufzuheben.
Reichstag-
E. R. Berlin, 15. December 1886.
o sDorrttrntnfl ffpßt runäcbst ber von bem foctalbemokratifchen Abgeorbneten 1 _ . Antrca bem S 152 ber Gewerbeorbnung einen Absatz hmzuzu-
a p j e r eingebracfete Antrag, o 5 ber Erreichung besserer Arbeitsbebmgungen
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