lie österreichisch - ungarische Politik im Orient maßgebend bleiben. So lange der Berliner Vertrag bestehe, seien die Interessen Oesterreich-Ungarns vollkommen gewahrt. Wenn Oesterreich - Ungarn in die Lage käme, für den Schutz des Berliner Vertrags einzutreten, so sei ihm die Sympathie und Mitwirkung aller jener Mächte gesichert, weiche europäische Verträge zu schützen gewillt sind.
Graf Kalnoky hob im Weiteren hervor, daß, so lange Aussicht vorhanden sei, auf freundschaftlichem Wege das vorgesteckte Ziel zu erreichen, Oesterreich-Ungarn diesen Weg nicht verlassen dürfe und daß es vermeiden müsse, ohne die entschiedenste Noth- wendtgkett eine drohende Stellung einzunchmen, so lange die Beziehungen zu den Mächten ausreichten, um der Stimme Oesterreich-Ungarns Gehör zu verschaffen. Aus den Aeußerungen in den Delegationen gehe hervor, daß es in der Monarchie Niemand gebe, der den Krieg wünsche. „Wir Alle wollen den Frieden, gewiß aber nicht um jeden Preis." Graf Kalnoky trat der Meinung entgegen, als ob Ungarn chauvinistische und aggressive Tendenzen hegte. Das Auftreten des Generals Kaulbars habe eine gewisse Irritation und Ungeduld hervorgerufen, sowie die Meinung, daß man Krieg verlange, was durchaus irrthümlich sei. Hierauf beleuchtete Graf Kalnoky eingehend die vortrefflichen Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu den einzelnen Mächten; die Stellung der Monarchie nach Außen sei eine ihrem Ansehen und ihrer Würde vollkommen entsprechende. Die Monarchie genieße einen großen Grad von Vertrauen, das durch die klare und uneigennützige Politik, wie solche von dem Minister Tisza mit solcher Offenheit zum Ausdruck gelangt sei, erhöht werde. Dies Programm habe nur vte Zustimmung aller europäischen Mächte finden können und es konnte thatsächlich gegen die Correctheit der darin ausgesprochenen Grundprinzipien keine Einwendung erhoben werden. Der Minister sprach die Ueberzeugung aus, daß dieses Programm, wenn es dazu käme, im Orient entschieden eintreten zu müssen, Freunde und Unterstützer finden würde. Das Verhältniß zu Deutschland sei in der letzten Zeit, vielleicht mehr, als gut gewesen, besprochen worden. In jüngster Zeit seien eine Menge von Eonjuncturen aufgetaucht, inwieweit die Freundschaft zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland sich praktisch bethatigen würde, ob unter gewissen Eventualitäten Einer auf den Anderen zählen könne. Es sei selbstverständlich, daß zwei Großstaaten von einer solchen Ausdehnung auch Sondertnteressen haben, welche außerhalb der Interessensphäre des andern liegen. Diese zu schützen, beständen keine Verpflichtungen. Es sei undenkbar, daß ein Großstaat, ohne die Selbstständigkeit seiner Action aufzugeben, sich verpflichten könnte, für jedwedes Interesse seines Bundesgenossen einzustehen. Selbstverständlich liege es in der Natur der Sache, daß einem Großstaate oas selbstständige Eintreten für seine eigenen Interessen in erster Linie allein zustehe. Ein Verhältniß, wie es zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland bestehe, sei nur dann berufen, praktisch in volle Kraft zu treten, wenn es sich um vollkommen solidarische Interessen Beider handele. Von diesem Standpunkte betrachtet, sei es ziemlich gleichgültig, welche Fassung das Verhältniß habe. Nicht Worte und Buchstaben, sondern die gegenseitigen Interessen bilden das festeste Fundament. Der Fortbestand des anderen Staates als starke unabhängige Großmacht bilde für beide Theile ein wichtiges eigenes Interesse. In diesem Sinne sei die Gemeinsamkeit der Stellung Deutschlands und Oesterreich- Ungarns unerschütterlicher, als wenn dieselbe lediglich aus Paragraphen gegründet wäre, die deutsche Negierung habe kein Hehl daraus gemacht, daß sie Bulgarien nur insoweit interessire, als damit die Erhaltung des Friedens im Orient und in Europa verbunden sei und daß in Bulgarien keine deutschen Interessen zu vertheidigen seien. Demgemäß habe der deutsche Reichskanzler nicht für Bulgarien oder für die Wünsche einer Macht, sondern für den Frieden überhaupt seine Rathschläge ertheilt und eine vermittelnde Thätigkeit geltend gemacht. Es sei dies in einer für den Frieden der Welt wie für die Interessen Oesterreich-Ungarns ersprießlichsten Weise geschehen. Zwischen beiden Cabineten extstirten über diesen Punkt keine Disharmonien, sondern die freundschaftlichsten und vertrauenvollsten Gesinnungen. Der Minister glaubt mit Befriedigung heroorheben zu sollen, daß auch mit dem russischen Cabinet das befriedigendste Einvernehmen und ein freundschaftlicher Verkehr fortbcstehe. Beide Negierungen seien in der Lage, sich über die Dinge, über welche sie ungleicher Meinung seien, freundschaftlich und mit Offenheit auszusprechen. Die Beziehungen zu England seien gegenwärtig von ganz besonderem Interesse. Die aus England kommenden Aeußerungen über die vorliegende Frage beweisen, daß in der öffentlichen Meinung eine vortheilhaste Wandlung zur Geltung gelangt. Die englischen Staatsmänner legten immer mehr Werth darauf, daß in Europa die Ueberzeugung von einer gesicherten (Kontinuität der englischen Politik Platz greife. Die identische Auffassung über wichtige europäische Fragen, sowie der auch in England getheilte Wunsch betreffend die Erhaltung des Friedens lassen zuversichtlich hoffen, daß auch England sich Oesterreich-Ungarn anschließt, wenn es Darauf ankommt. Betreffs Italiens bemerkte Graf Kalnoky, daß auch mit diesem Lande freundschaftliche Beziehungen beständen. Es sei anzuerkennen, daß Italien als Mittelmeermacht gewichtige Interessen habe und deshalb eine Verschiebung der dortigen Machtoerhältnisse nicht gleichgiltig gegenüberstehen könne. Es sei Grund, anzunehmen, daß auch Italien fühle, wie wichtig es sei, die europäischen Interessen im Orient zu wahren und daß man deshalb hoffen dürfe, das bestehende politische Einverständniß auch fernerhin im beiderseitigen Interesse aufrecht zu erhalten. Schließlich hebt der Minister hervor, daß auch seitens Rußlands keine anderen Aeußerungen vorlägen, als die Versicherungen, an den Verträgen festzuhalten und weder eine Einschränkung der Autonomie Bulgariens noch eine Aenderung seines internationalen Verhältnisses zu beabsichtigen. Auch habe Rußland erklärt, überhaupt nichts ohne Mitwirkung der Mächte unternehmen zu wollen. Man dürfe demgemäß die Hoffnung hegen, daß die gegenwärtige Krise in einer Weise gelöst werde, wie es im Interesse des europäischen Friedens wünschenswerth sei. (Allgemeiner Beifall.) Graf Andrassy erklärte unter allgemeiner Zustimmung, daß fein vernünftiger Mensch in Ungarn den Krieg wünsche. Jedermann wünsche vielmehr den Frieden, so lange derselbe ohne Beeinträchtigung der Ehre Oesterreich-Ungarns gewahrt werden könne. Die Discussion über die Darlegung des Ministers findet am 16. d. M. statt.
Krrglarrd.
London, 14. November. Ein Communiqu6 über die Rückkehr Drummond Wolff'» au» Egypten bemerkt, daß e» sich um einen kurzen Urlaub handele und daß Drummond Wolff nach London komme, um der Regierung persönlich über die Fortschritte seiner Mission in Egypten zu berichten und sich mit der Regierung über seine Unterhandlungen mit Muhktar Pascha zu benehmen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau.
Berlin, 15. November. Der Kaiser conferirte Mittags mit dem Reichskanzler und nahm dann den Vortrag Wilmowski's entgegen.
— Bei deut Kronprinzen findet Nachmittags ein größeres Diner statt, wozu gegen vierzig Einladungen ergangen sind.
— Fürst Bismarck ist mit seiner Gemahlin heute Nachmittag 5 Uhr nach Friedrichsrnb abgereist.
Berlin, 15. November. Der Neichshaushaltsetat für 1887/88 balancirt mit JL 750,916,865, die fortdauernden Ausgaben betragen JL 631,345,194, die einmaligen 119,601,691. Die Einnahmen werden veranschlagt: bei Zöllen und Verbrauchssteuern auf JL 392,673,000, Reichsstempel-Abgabeu JL 27,886,000, Post und Telegraphie Jt 29,452,783 rc. Von dem nach dem Etatsentwurf durch Aufnahme einer Anleihe zu deckenden Bedarf bildet der Theil, zu dessen Beschaffung im Creditwege die gesetzliche Ermächtigung noch nicht ertheilt ist, wiederum den Gegenstand eines besonderen Anleihegeietzes. Es sind weitere Raten für außerordentliches Bedürfniß des Reichs- Heeres, der Marine und der Reichseisenbahnen mit zusammen JL 38,704,675 ausgeworfen. Die Gesammtausgaben übersteigen diejenigen des Vorjahres um JL 53,554,816 und zwar entfallen JL. 10,134,201 auf fortlaufende und JL 43,554,816 auf einmalige. Werden bei den Ausgaben die durchlaufenden Posten der einmaligen, durch außerordentliche Einnahmen deckbaren Ausgaben abgezogen, sowie die Einnahmen, welche aus den Zöllen, Tabaksteuern und Stempelsteuern an die Bundesstaaten gelangen, so beziffern sich die fortdauernden Ausgaben auf JC. 455,732,096, die einmaligen auf 46,731,628, zusammen JL 502,463,724 oder 32,977,959 mehr als im Vorjahr.
— Der württembergische Gesandte und BundeSrathsbevollmächtigte Baur- Breitenfeld ist heute Abend 7 Uhr gestorben.
Lsndon, 15. November. Die Botschafter von Deutschland und Rußland hatten heute diadmitttag mit Lord Jddesleigh Besprechungen.
London, 15. November. Sämmtliche Morgenblätter besprechen die Rede Kalnoky's, welche fast allgemein als friedlich aufgefaßt und als weitere Bürgschaft für die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens angesehen wird. Die „Momingpost" bemerkt: Die strikte Aufrechterhaltung des Berliner Vertrags werde als wesentliche Bedingung für die Erhaltung des Friedens hingeftellt; daß Oesterreich-Unaarn, Deutschland, Italien und England über diesen Punkt vollkommen einig seien, darüber könne kein Zweifel obwalten und das Bestehen dieser Verständigung bilde die sicherste Gewähr für die Erhaltung des europäischen Friedens. Die „Times" verspricht sich von der Rede die Wirkung, daß dieselbe in Europa allgemein den Eindruck Hervorrufen roerbe, die öffentliche Meinung sei noch immer mächtig genug, um den gefährlichen aggressiven Ehrgeiz einer autokratischen Macht zu zügeln; in Bulgarien werde der Muth der Bevölkerung wieder aufleben; die Haltung Oesterreichs und Englands, sowie die Stellung Deutschlands und Italiens, wie sie von Kalnoky befinirt seien, gewährten wesentliche Bürgschaften für die Erfüllung bes von ber russischen Regierung gegebenen Versprechens ber Nichteinmischung.
Rom. 15. November. Der König verlieh bem österreichischen Botschafter Lubols bas Großkreuz bes Mauritius- unb Lazarus-Orbens.
Konstantinopel, 15. November. Die Quarantäne fremder Provenienzen ist auf 5 Tage herabgesetzt, ausgenommen die Provenienzen aus italienischen Häfen unb bcn Häfen des tyrrhenischen und jonischen Meeres.
Sofia, 15. November. Kaulbars soll verlangt haben, daß auch die Militär- Commandanten Philippopels, welche die Verhaftung des Kawassen des russischen (Son- sulats verfügten, ihres Amtes entsetzt würden. — Er-verlangte ferner, die Garnison solle der russischen Fahne militärische Ehre erweisen. Die Frist für Beantwortung der Forderung ist bis zum 17. d. M. festgesetzt.
Sofia, 15. November. In den letzten Tagen fanden hier zahlreiche Verhaftungen statt.
Chicago, 15. November. Die strikenden Arbeiter beschlossen, dem Befehl Powderlys, des Ehefs der „Knights of Labour", zu gehorchen, jedoch unter Protest. Sie nahmen die zehnstündige Arbeitszeit wieder auf.
Washington, 15. November. Ein officieller Ausweis gibt die Totaleinnahmen von den Jnlandssteuern für das verflossene Finanzjahr auf 116,902,869 Dollars an» gegen 112,421,121 Doll, im Vorjahre. Die Einnahmen des laufenden Finanzjahres werden auf 118 Millionen Doll, veranschlagt.
Lokales.
Gießen, 16. November. sTheater.^ Wir wollen nicht verfehlen, auf die morgen ftaitfinbenbe Ausführung der Posse: „Der Mann im Monde" alle Freunde der leichtgeschürzten Muse besonders aufmerksam zu machen. Die Posse gehört zu den amüsantesten ihres Genre und wurde überall mit sensationellem Erfolge gegeben.
Ber«isGteS.
X Darmstadt, 15. November. sGegen den Geheimmittel - Schwindel.^ Unser Großh. Polizeiamt warnt heute vor bem Ankauf eines Magenpulvers auf die nachstehende Weise:
Wir bringen nachstehend eine Zusammensetzung des auch in letzter Zeit hier wiederholt angepriesenen Schwindelmittels „Barella's Magenpulver" zur allgemeinen Kenntniß: „Barella's Magenpulver besteht aus doppelt kohlensaurem Natron, welches mit Milchzucker, Weinstein, Chloramonium, Kreide und einer verschwindend kleinen Menge Pepsin gemischt ist. Das Universalmagenpulver besitzt die ihm angerühmte Heilkraft nicht, dagegen ist dessen Preis doppelt so hoch, als er nach der Arzneilaxe gefordert werden könnte und dürfte. Barella ist wiederholt wegen unerlaubten Feil- Haltens von Arzneien bestraft worden. Wir warnen vor Ankauf unb Gebrauch biefes Universal-Magenpulvers (von Großmann). — Es ist als eine wahre Wohlthat zu bezeichnen, daß auch diesem Schwindelmittel endlich der Garaus gemacht wird.
— Heute Morgen wurde der Winter-Cursus der Landesbaugewerkschule dahier durch den Präsidenten der Hess. Centralstelle für die Gewerbe, Herr Geh. Rath Fink, eröffnet. Derselbe begrüßte die erschienenen Schüler und legte denselben an's Herz, daß es Pflicht eines jeden Einzelnen sei, das Ziel, das man sich gesteckt, zu erreichen. Hierzu gehöre vor Allem Ausdauer und Fleiß, ferner aber die nöthige Aufmerksamkeit bet den Vorträgen.
Es erfolgte sodann die Aufnahme der Schüler in die Fach-Abtheilungen.
Die Anstalt hat eine Frequenz von 86 Schüler. Unter diesen befinden sich eine Anzahl Nichthessen und ist dieses ein Beweis dafür, daß diese auch nach Außen hin sich eines guten Rufes erfreut.
Seit dem 10jährigen Bestehen der Anstalt war die Frequenz eine stets sich steigernde, so daß man mit der Absicht umgeht, die Anstalt selbst, sowie die Elasten zu erweitern.
— Morgen Dienstag bringen unsere sämmtlichen Vereine dem auf Lebensdauer gewählten Oberbürgermeister Ohly eine großartige Ovation durch einen Fackelzug unb eine Serenade. Am kommenden Samstag veranstaltet sodann die Bürgerschaft ein. Festessen im großen Saale des Saalbaues.
Herr Ohly hat es während seiner Amtsbauer verstanden, sich trotz vielfacher - Anfechtungen die Sympathie der Bewohner Darmstadts zu erwerben, denn feit dessen Thätigkeit ist aus Darmstadt das geworden, was es fein soll: Eine des Landes würdige Residenz- unb Hauptstadt.
A Mainz, 15. November. Bei der heutigen Ergänzungswahl zur Stadtverordnetenversammlung haben von 4810 Stimmberechtigten 2352 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Die meisten Stimmen (1135) fielen auf den Zettel der vereinigten demokratischen, nationalliberalen und ultramontanen Partei. Eine in elfter Stunde noch aufgetauchte sogenannte „unabhängige Bürgerpartei" vereinigte 603 und die Socialdemokraten 553 Stimmen auf sich. Durch viele Streichungen, welche auf bem Zettel ber vereinigten Parteien vorgenommen würben, werden, soweit sich aus bem bis jetzt üorliegenben Resultat ersehen läßt, einige Candidaten der „unabhängigen Bürgerpartei" an Stelle solcher von bem Compromißzettel treten. Fest steht, baß kein Socialbemokrat als gewählt zu betrachten.
Schiffs nachrichten.
Bremen, 13' November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Eider, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. November von Bremen unb am 5. November von Southampton abgegangen war> ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Neywork angekommen.
Bremen, 11. November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Hermann, Capt. A. Kohlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. October von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Handel und Berkehr.
Gießen, 16. November. Auf bem heutigen Markt kostete: Butter per Mund X 0.95—1.05, Hühnereier pr. St. 7—8 H, Enteneier St. 0—0 4, Käse pr. St. 4—7 Käsematte 3—0 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen 30 H, Tauben per Paar 50 bi» 65 ,3b Hühner per Stück X 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück X 0.60—1.10, Enten Per Stück 4 1.30—■4.70 Ochsenfleisch per Pfund 62—64 Kuh- unb Rtndflcstch 54—5b 4, Schweinefleisch 56—60 H, Hammelflesich 50—66 H, Kalbfleisch 46—50 X Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—6.00, Milch per Liter 12—18^, Zwiebeln per Centner JL 4.00—0.00.
Frankfurt, 15. November. Der heuttge Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 323 Ochsen, ca. 18 Bullen, ca. 418 Kühe und Rinder, ca. 203 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qu all JL 65—67, 2. Qual. JL 58—61, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 54—56, 2. Qual. JL 44—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 65—70 2. Qual. 55—60 H per 1 Pfund Schlachtgewicht.
Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 15. November. Auf den heuttgen hiesigen Markt wurden gebracht: 1038 Stück Rindvieh und 775 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 29. November b. I.


