»ets, kgm-
2219 ftrtigin.
!c«f6*3effing
Pt; Heils in Wiril,-' -bracht, so daß die Rommen sind. Zy- diejenigen Krsoneu hrrn erhalten haben, , damit ich dieselben
d Miijmut
«g.
MM, daß ich L 4V verlegt habe. |j vertrauen auch hier !r und Schreib- Kinderarbeiten
ihnhHr.41.
mptoir meiner b Tabakfabrik n Lehrling wtt euaniffen, une iche Offerte».
ck Queller.
etzlenMers'Lan^ • eines siatt geben«: ischt sich mit einer, esetzten Alters, zu a§ Vermögen er» t unbedingt erfor» Offerten rrnter >j rnjeb. d. dl.
Samstag den 17. April . 1S@6
icßcncr Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Vrrenmr Schukst^aße 7. Erscheint t-Klich mit «trinke >t8 MontanA. 2
8 7 y Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 «s.
Amtlicher Iheil.
Betreffend: Die Errichtung einer Depot-Magazin-Verwaltung in Butzbach. Gießen, am 15. April 1886.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises.
Zufolge Verordnung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums vom 8. März l. I. wird in Butzbach mit dem 1. Mai l. I. eine fiscalische Depot-Magazin-Verwaltung errichtet.
Dieser Verwaltung liegt zunächst die Pflicht ob, die in der genannten Garnison stehenden zwei Escadrons des 2. Großherzoglich Hessischen Dragoner-Regiments Nr. 24 mit Fourage zu verpflegen und wird dieselbe den bezüglichen Bedarf an Hafer, Heu und Stroh freihändig gegen sofortige Baarzahlung — möglichst direct von Producenten — ankaufen.
Wir beauftragen Sie, von dieser Einrichtung Ihre Ortsangehörigen, beziehungsweise Interessenten in geeigneter Weise in Kenntniß zu setzen.
Dr. Boekmann.
Kr» 95
Betreffend: Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen.
Bekanntmachung.
Mittwoch den 21. April, Vormittags 11 Uhr, soll eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks- Vereins Gießen dahier auf dem Lenz'schen Felfeukeller abgehalten werden.
Alle Mitglieder des Vereins und Freunde der Landwirthschast sind hierzu freundlichst eingeladeu-
Tagesordnung:
1) Vortrag des Herrn HofgärtnerS Noack aus Darmstadt über Obstbaumzucht und Obstverwerthung.
2) Vorlage der Vereinsrechnung für 1885.
3) Feststellung des Voranschlags für 1886.
4) Wahl eines Mitglieds zur Commission für die Besichtigung des Faselviehs.
5) Verschiedene geschäftliche Mittheilungen.
Gießen, den 15. April 1886. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen.
Nover.
Gießen, den 15. April 1881.
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen
an die Herren Bürgermeister deS Kreises.
Ich ersuche Sie, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntniß Ihrer Gemeindeangehörigen zu bringen.
Nover.
Politische lleberficht.
Gießen, 16. April.
Die Haupt- und Staatsaction, welche sich Anfangs dieser Woche in Gestalt der zweitägigen Plenarberathung über die kirchenpolitische Vorlage im preußischen Herrenhause abgespielt hat, beherrscht augenblicklich unsere gesammte innere Politik, zumal da die getroffene Entscheidung nach allgemeiner Erwartung bestimmt ist, eine bedeutungsvolle Wendung im kirchenpolitischen Kampfe herbei- zusühren. Mit großer Mehrheit hat das Herrenhaus am Dienstag die Kirchen- Vorlage in der Fassung, wie sie theils nach den Commissions-Beschlüssen, theils nach den Amendements des Bischofs Dr. Kopp und Anderer Jnitiatio-Anträge aus der Mitte des Hauses beliebt worden ist, genehmigt. Zum besseren 23er* ständniß seien hier nochmals die einzelnen Abänderungen, wie sie das Plenum in der Specialberaihung beschlossen hat, angeführt. Zunächst ist die wissenschaftliche Staatsprüfung für die Bekleidung des geistlichen Amtes überhaupt in Wegfall gekommen; weiter fällt nach dem Anträge Kopp die Bestimmung, daß als Leiter und Lehrer der geistlichen Seminare diejenigen Personen, welche von der Negierung als minder angenehm bezeichnet werden, nicht anzustellen seien, weg, dagegen ist die Bestimmung, daß die Lehrer und Leiter an den Priester- Seminaren in Posen und Westpreußen nur Deutsche sein dürfen, neu ausgenommen worden. Ferner sind nach einem weiteren Anträge des Bischoss Kopp die bisherigen Bestimmungen über die Berufung an den Staat gestrichen worden und endlich fand noch ein Antrag des Freiherrn v. Manteuffel, wonach das Messelesen und Sacramente-Spenden überhaupt nicht mehr straffällig sein sollen, die Zustimmung des Hauses. In allen übrigen Punkten wurden die Com- missions'Beschlüsse aufrecht erhalten und in dieser Gestalt ist denn die kirchen- politische Vorlage endgültig aus den Berathungen des Herrenhauses hervorgegangen. Die Abstimmungen über die beiden erwähnten Amendements des Bischofs Kopp — an denen sich auch Fürst Bismarck beteiligte, welcher in beiden Sitzungen zugegen war — waren namentliche und ergaben eine große Majorität für die in ihnen enthaltenen wichtigen Zugeständnisse an die Kurie. Ob überhaupt das Gesetz in einem den Wünschen und Beschwerden so weit entgegenkommenden Sinne, wie es mit der Vorlage in ihrer nunmehrigen Gestalt tatsächlich der Fall ist, vom Herrenhauje angenommen worden wäre, hätte sich Fürst Bismarck nicht so kräftig für das endliche Zustandekommen des Friedenswerkes mit Rom verwendet, ist allerdings fraglich. Aber der Kanzler sprach in so eindringlichem Tone seine Ueberzeugung von der Friedensliebe des Papstes und aus allen seinen Ausführungen klang so deutlich das Bestreben hervor, zu einem endlichen Einvernehmen mit Rom zu gelangen, daß es kein Wunder war, wenn schließlich die Berathungen einen diesen Wünschen entsprechenden Ausgang nahmen. Ob man in den vatikanischen Kreisen mit dem nun Erreichten zufrieden sein und auch seinerseits Zugeständnisse machen wird, das steht freilich noch immer dahin und man kann nur aufrichtig wünschen, daß sich Fürst Bismarck in seiner wohlwollenden Beurteilung des Papstes nicht geirrt hat,
Das preußische Abgeordnetenhaus wird durch die kirchen- politische Vorlage erst nach Ostern in Anspruch genommen werden, da dasselbe am Donnerstag seine letzte Sitzung vor den Ferien abgehalten hat, und für die letzten Tage vor den parlamentarischen Ferien nur noch die erste Beratung des Gesetzentwurfes, betr. den Präcipual-Beitrag Preußens zum Nordostsee- Kanal und des Nachtrags-Etats pro 1886/87 auf der Tagesordnung standen.
Die finanziellen Verlegenheiten des Königs von Bayern werden vom „Momleur de Rome" in einem bemerkenswerthen Artikel erörtert, in welchem das osficielle Organ des Vatikans zu dem Schlüsse gelangt, daß die Abdankung des Königs in Folge der finanziellen Krisis eine ernsthaft zu nehmende Eventualität fei.
Prinz Wilhelm von Württemberg, der präsumtive württem- bergische Thronfolger, hat mit seiner jungen Gemahlin Charlotte, geborenen Prinzessin von Schaumburg-Lippe, am Dienstag seinen feierlichen Einzug in Stuttgart unter freudigster Teilnahme der Bevölkerung gehalten.
Die Wünsche der badischen C,entrumspartei, auch die kirchen- politische Gesetzgebung Badens nach dem Vorgänge Preußens einer Revision unterzogen zu sehen, haben in der badischen Kammer eine entschiedene Zurückweisung erfahren. Die bezügliche Interpellation der klerikalen Fraktion lag der Abgeordnetenkammer in der Dienstags-Sitzung vor, aber die liberale Kammer- Mehrheit lehnte es ab, in eine Beratung derselben einzutreten, nachdem die Regierung in einem Schreiben mitgetheilt hatte, daß sie nicht in der Lage sei, die Interpellation zu beantworten.
Als Nachfolger des verstorbenen Erzbischofs Orbin von Freiburg wird jetzt Bischof Kopp von Fulda genannt, doch dürste diese Meldung einstweilen wohl noch mit Vorsicht aufzunehmen sein.
Die Verlegung des bislang in Metz garnisonirenden braunschweigischen Infanterie-Regiments Nr. 92 nach Braunschweig und Blankenburg ist laut kaiserlicher Ordre für den 31. März 1887 anbesohlen worden. Es. geschieht dies in Folge der jungst zwischen Preußen und Braunschweig abge*- schlossenen Militär-Convention.
Die wochenlangen Budget-Berathungen im österreichischen Abgeordnetenhause sind mit der am Dienstag in zweiter Lesung erfolgten Annahme des Budgets und des Finanzgesetzes im Wesentlichen zum Abschluß gelangt. Wahrscheinlich wird noch in dieser Woche die Vertagung des Abgeordnetenhauses erfolgen und soll dasselbe nach Ostern die Specialberaihung des Landsturmgesetzes zunächst vornehmen.
Das sonst so stille Holland macht durch eine allgemeine Minister krisis einmal von sich reden. Das gesammte Cabinet hat seine Entlassung gegeben, und zwar wegen eines ihm ungünstigen Kammer-Votums Aber Ver- fassungs-Aenderungen in Betreff des Unterrichtswesens. Wie es scheint, hat die Rechte gegen das Ministerium gestimmt, denn es heißt in einer officiösen Depesche


