Einzelbild herunterladen

" 1,16 H

" 1,92

" 0,17 "

" o,5i;

S dm Durch-

I gm Pretsver-

" 3,90

5 1,29 * ' w.

i» H°ll! «»rtr größere

Btriiner li«j- ctIPenbium der °?'chuldscdeine. tat5^egiftratur '_ 'Ni Betrage 'vslcmatischeik ^tnißtQge der ,n die Facultat

ist an Stelle fige Hochschule

begeht morgen d. Ä. fernen Wen Tochter en zu Erbach- ieit der Eroß-

Seilens der wird der Tag auch in der Oapelle Hilge be Bckuchtung gekommen, der rer Wohnung, e Unglülkliche, ; Als Motiv

>og^um gibt 7 biefen Än- e Walten; von dreier

l 98 L, auf evangeUschen

af entsetzliche ranb u. Go.) " Folgendes: lesichtigen, in ier ausgestellt i zum Schutz rer genannte bleibt mi- rn Schwindel Schwungrads orfen, wo er nden und ehe je vollständig Ilnglücksfalle - Fabrik An- n edlen und liele um den Stadt Gera je ihn naher

iu Nnckav' [.-L WHO

1,11

nach in dem oll durch die Ziminrr inne . tzinschrnten rankt. tlys# des zwei en er Lhatigke't je wegen der n Hoielgaslt/

.Men. ll,n ' besindli^ tua gebrach'- IrnckK m

m Genoss er geh^d^ b bit f*

»fier

i a«*

Frankfurt a. M. Durch ein Briefcouvert hat sich ein junger Mann aus Eßlingen em schwerem Leiden zugezogen. Der Betreffende war vor einigen Tagen da­mit beschäftigt, Briete zuzumachen. Bei dieser Arbeit passirte ihm das Malheur, daß er sich mit der Kante eines Couverts in die Zunge schnitt. Die Verletzung war klein, blutete ein wenig, wurde aber von dem Verletzten fast gar nicht beachtet. Abends kneipte er fleißig und rauchte mehrere Cigarren. Als er aber am anderen Morgen erwachte und die Zunge bewegte, verspürte er einen furchtbaren Schmerz an derselben. Er betrachtete sie im Spiegel; dieselbe war rosaroth und heftig geschwollen. Die kleine Verletzung hatte einen weißlichen Rand und hatte durch das Schwellen der Zunge die Form eines kleinen länglichen Loches angenommen. Immer noch schien ihm die Sache nicht bedenklich und hoffte er auf Besserung. Diese trat jedoch nicht ein, sondern die Zunge schwoll zusehends und schmerzte dementsprechend mehr. Am nächsten Tage war der Patient nicht mehr iin Stande, etwas zu genießen und schickte ihn deßhalb fein Principal zu einem tüchtigen Arzte. Derselbe conftatirte eine Blutvergiftung. Hier unter großen Schmerzen und Mühen gelang es, dem Patienten Nahrung, selbst­verständlich nur in flüssiger Form, zuzuführen. Es sind, seitdem der junge Mann in ärztlicher Behandlung sich befindet, bereits einige Tage verstrichen und wird das Nebel Permanent schlimmer. Die Geschwulst war bis jetzt noch nicht zu entfernen. Dem Kranken wurde selbstverständlich durch dies Nebel der Gebrauch der Sprache unmöglich - Der behandelnde Arzt hofft jedoch, daß durch die Vergiftung das Leben des Patienten nicht gefährdet wird.

- Der ganze Jimenramn der Brüsseler Universität ist vollständig aus­gebrannt die weiften Hbrsäle sind eingeäschert, die kostbarsten, naturhistorischen Samm­lungen, darunter tue mineralogische, welche 500,000 Francs kostete, sind vernichtet. Von der Bibliothek konnten nur wenige Werke, vom Laboratorium nichts gerettet werden. Die prachtvollen Domkuppeln stürzten ein. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Das Feuer konnte erst nach dreistündiger Dauer gelöscht werden. Das Feuer entstand anläßlich eines am Vormittag vorgenommenen Experiments im chemischen Laboratorium, vor dem glimmende Kohlen liegen geblieben waren - dieselben entzündeten mehrere chemische Prodncte und bald darauf stand das Laboratorium in Flammen. Bei dem Herabstürzen der Kuppeln erlitten zwei Feuerwehrleute schwere Verletzungen, andere wurden durch Explosion von Wasserrohren verletzt. Merkwürdiger Weise waren weder Gebäude noch Sammlungen versichert, so daß der ganze Gründungs- fonds der Universität durch den Schaden erschöpft wird. Bekanntlich ist die Brüsseler Unwerfttat eine freie Universität, sie wird nicht vom Staate, sondern vom Fonds mehrerer Gründer erhalten. Ohne Staatshilfe müßte die Universität also zu be­gehen aufOören. Bei dem Löschen des Brandes der Universität zeichneten sich die - Studenten in hohem Maße aus. Ihnen ist auch die Rettung der medicinischen Samm­lungen und Instrumente, namentlich der kostbaren chirurgischen Sammlung, zu danken. Die verbrannte Bibliothek soll versichert sein.

Paris, 9. Juli. Die frühere Tänzerin Cora Pearl, welche unter dem Kaiser­reiche viel genannt wurde, sie stand in Beziehungen zum Prinzen Jerome Napoleon, und spater nach anderen Verehrern auch den jungen Lucien Duval, den Sohn des Genders der bekannten Speiseanstalten, zum Anbeter hatte (derselbe schoß sich ihret­wegen eine Kugel in- den Kopf), ist gestern, 4* Jahre alt, in größtem Elend gestorben. Ihr eigentlicher Name war Emma Krug.

~ Aus derguten alten Zeit" finden wir imBörs.-Cvur." eine insbesondere das schone Geschlecht interessirende amtliche Bekanntmachung des Ralhes der vereinigten ''nv le Berlin und Kölln. Sie erschien im Jahre 1335 und lautet folgendermaßen: -/Wir Rathmänner, alte und neue, von Berlin und Kölln tbun kund durch diesen Brief, daß wir in unserem Rathe einmüthig übereingekommen sind, wie die folgenden Punkte sollen Jahr aus Jahr ein gehalten werden. Zum Ersten wollen wir, daß weder Frauen noch Jungfrauen an Armspangen oder Geschmeide mehr tragen sollen, als eine halbe Mark werth ist. Auch feine Perlen sollen sie nicht mehr tragen, als eine halbe Mark werth ist. Ferner sollen weder Frauen noch Jungfrauen golddurchwirkte Tücher tragen; auch soll keine Jungfrau goldene Reifen ober Kränze tragen, die mehr kosten

Mark. Ferner befehlen wir, daß weder Frauen noch Jungfrauen Zobelpelz und Besatz auf ihren Kleidern und Mänteln tragen. Ferner wollen mir, daß Keiner bei feinem Burgereide, er sei Mann oder Frau, bei Hochzeiten mehr Schüsseln aufsetzt auf leinen ^isch, denn vierzig; den Drosten (Ehrengästen) soll man nicht mehr geben, Sv Schusseln. Die Spielleute dürfen nicht mehr als drei Schüsseln erhalten. 2"chl mehr als sunt Gerichte soll man den Gästen bei einer Hochzeit geben. Ferner wollen wir auch, daß die Jungfrau, die dem Manne gegeben wird, oder die Wittwe, bie sich wieder verheiratet, das behalten soll, was man ihr schenkt und es nicht wieder herausgeben soll. Ferner, wenn eine Frau ihren ersten Kirchgang thut nach der Nieder­kunft, so soll sie nicht mehr Frauen laden, als zu drei Schüsseln, und soll dabei Niemand beschenken. Ferner wollen wir, daß Niemand Schänken halte und Bier «Lanke nach dem Lauten der letzten Betglocke. Wo das geschieht, sollen Wirth und Gaste gepfändet werden. Nach dem letzten Läuten soll auch Niemand mehr auf der .. aße tanzen, weder Männer noch Frauen. Ferner soll Niemand höher kegeln ober würfeln als um fünf Schillinge. Endlich wollen wir auch, daß, wenn einer eine Frau ober Jungfrau zur Ehe nimmt von außerhalb und diese groß Geschmeide brächte in unsere Städte, so soll sie es tragen dürfen einen Monat lang, das ist vier Wochen und nicht langer. Und diejenigen, die diese Statuten brechen, die sollen an die Rath- manner bezahlen zehn Mark, und die, die etwa durch Fürbitte solche Strafe hindern wollen, die sollen ebensoviel bezahlen. Actum et datum Sabbatho infra octavam, pace I nostrarum Civitatum eub sigillis. Anno Domini Mo CCCo trigesimo quinto.

Theater.

r. , _Als wir in einem Zwischenact der ersten Posfa r^Ä?ste llu na^ unserer- liebenrnvurdigen Nachbarin gegenüber die Bemerkung äußerten daß nmS unserer-

U<ff'Ü6rUn8C,I "V ann^ei:nb bas brächten, was diese beiden theatrattschen tage für Gießen aufrotefen, auch das Publikum nicht renitent fein mürbp .

snMjirp ni^pr tmiAo xi c * /f2^edenfalls käme ein neues Leben in^die

^s Interne." md)t bauern' mit bcm be§ Neuen verschwände auch

^rbe Kritik über das Gießener Publikum, aber dieselbe zu widerlegen bleibt der Zukunft, und vor Allem der neuen Tonhalle überlassen wenn es ieinnl^' baljm kommt, daß die Musenstadt an der Lahn einen solchen Prachtbau erhält.

^er zweite Poßart-Abend lieferte drei Bluetten, in denen der gefeierte Künstler feine ganze großartige fßielleitigfeit entfalten konnte und somit über die Schwächen des lMwcghalf.Den Strike der Schmiede" ein Solodrama non Tran/iiL französischem Charakter und blutig socialer Handlung

Don Hranyois Eopp6 tonnen wir uns nur von Herrn Sßoffart als npnipfchnr SppTp^h^^Q^iH^ be§ Künstlers zeichnete hier cm Characterbild, welches tief in die nnnrürfC!TPmUrfd)aiierqDnßn^ ^uh den altersgrauen, durch selbstverschuldetes

Äeffi ,einC CißEne 3,na0e und man finite mit ihm

o m $löce versöhnlich, heiter und beruhigend das reizende französische

?,?"L°urn,er und MeyerEine Partie Pique,", ein Werk voller anmuthiger Scenen, belustigend und dabei vom feinften Adel. Hier gab Herr io Hart den alten immer l^ch beleidigten, adelsftolzen Aristokraten Ehevalier v. Rochlferrier mit einem Jolcben künstlerischen Geschick, mit einer solchen Noblesse, daß man wirklich nicht glaubte benfelben Darsteller vor sich zu sehen, der eben vorher als einfacher Handwerker das Publikum zu ^Inanen gerührt hatte. Herr WerNer war ein kostbarer Mercier und etl"$nvlie P'guet" zum Todtlachen spielte. Das Liebes­paar fand m Frl. Ethel und Herrn Hacker würdige Vertretung.

Unter dem Siegel der Verschwiegenheit" legte O. F. Berg einen bescheidenen ^$np n/11 t°9, b6v nia 1De??T mnn einmal in guter Stimmung ist, gern gefallen laßt und zum Vergnügen über die Thorheiten, die sich dort um ein ärmliches Motiv mit einander ragen, herzlich mitlacht, natürlich wer könnte auch ernst bUiben roenn brr Lorsch-Poifart ferne Gelehrsamkeit von den Manschetten ablieft und als echter

er<^d)rotfnb das Blaue vom Himmel herunterredet, um zu verblüffen. Eine

<StßUf - PtnEer etr ^b bewies, daß er im Humor zu Hause, wie im tiefen Crnft. Fräulein Ethel und Herr Hacker unterstützten den Künstler vortrefflich und trugen somit zum Gelingen des Ganzen ihr Bestes bei.

c beiden PosfaN-Vorstellungen haben einen tiefen Eindruck hinterlassen und verden ohne Zweifel noch lange in der Erinnerung fortleben. Wir aber möchten dem Künstler em herzlichesAuf Wiedersehen" zurufen.a

Handel und Verkehr.

Limburg, 14. Juli. Rother Weizen Jfc 15.30, weißer Weizen JL 5120

jÄxxftÄa.? bls Weißkraut per Stuck-OO Rothkraut per Stück 0000 .\ Kohlrabi ^nrrrtffp!M Ochsenfleisch per Pfund 45-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45-60

Kalbfleisch 4060 Schweinefleisch 6570 L, Hammelfl-isch 5070 L i cr.m! ^ 0.70-1.80 1 Huhn M 1.00-2.50, 1 Ente M 2PO-3.5O 1 Gans S.OoL 5« 1 Taube 40-50 Welsche M 5.00-10.00. °,3U

. _ .. _ ... . Schiffs - Bewegung

6er Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft.

Moraoia", 1. Juli von Stettin nach Rewyork, 3. Juli von Gothenburg weiter- gegangen:polunefm", von Hamburg nach Rewyork, 4. Juli Lizard passirt;Holsatia" von Westindlen kommend, 4. Juli in Hamburg eingetroffen;Bavaria", 2. Juli von Hamourg nach Mexico, 5. Juli von Havre weitergegangen;Wieland", 4. Juli oon öamburg nad) Rewyork, 6. Juli von Havre weitergegangen;Gellert" 24. Juni von Rewyork, 6. Juli in Hamburg angekommen;Hammonia", 8. Juli von Rewyork nach Hamburg;Rhaetia", 8. Juli von Hamburg nach Rewyork- ©ueoia , 26. Juni von "Rewyork, 9. Juli in Hamburg angekommen;Thuringia"'

von ©t. ^oma§ nach Hamburg, 10. Juli in Havre angekommen- Allemannia , 21. Ium von Hamburg nach Westindien, 10. Juli in St. Thomas angefommen;Silesia", von Westindien kommend, 11. Juli in Hamburg an= gekommen;Lesftng", 1. Juli von Rewyork nach Hamburg, 11. Juli Dover passirt- ^raucta', 6. Juli von Hamburg nach Westindien, 11. Juli von Plymouth weiter­gegangen ;Gellert", 12. Juli von Hamburg nach Rewyork;Rugia", 27. Juni von Hamburg, 10. Juli in Rewyork angekommen;Australia", 10. Juli in Rewyork Gngefommen. '

nr Temperatur der Lahn.

2(m lo. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser W/20, Luft 12° R. im Schatten.

__________________ L. Chr. Rübs amen.

Allgemeiner

Anzeiger.

NderheWe Cisktlbchnen.

Mit Gültigkeit vom 10. d. M- ab sind Ausnahmefrachtsatze für Steine des Spe­zialtarifs IH für einzelne Relationen im FrankfurtOberhessischm Verkehr in Kraft getreten, worüber unser Tarif­bureau Auskunft ertheilt. 5154

Gießen, den 12. Juli 1886. gliche Direction.

Lieferung von Brenn­material für bas

Drovinsiatarresthans.

J^ferung von Heizungsmaterial für das Provmzialarresthaus, bestehend in melrrten Kohlen, Anthri,- eitkohten und Tannenholz soll im Submissionswege vergeben werden

Offerten sind bis zum 1. Augu-t l I- verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bei dem Unter­zeichneten einzureichen. Die Lieferungs­bedingungen können täglich während der Bureauflunden auf der Kanzlei 'der Staatsanwaltschaft (Justizgebäude Zimmer Nr. 44) eingesehen werden.

Gießen, am 14. Juli 1886.

Der Großherzogl. Erste Staatsanwalt. 1 Zimmermann. 5143 I

Bekanntmachung.

Im Genossenschaftsregister wurde heute folgender Eintrag vollzogen:

Zufolge Beschlusses der General­versammlung der Spar- und Leihkasse WatzenbornSteinberg d- d. 18. März l. I., ist an Stelle des aus dem Vorstande ausgeschiedenen Balthasar Hirz IV. der

Georg Schmandt V. von Watzenborn in den Vor­stand eingetreten.

Gießen, den 12. Juli 1886.

Großh. Amtsgericht.

Gottwerth. 5148

Zur Verdingung der Umänder­ung von 100 eisernen Bett­stellen ist ein unbeschränkter Sub- missionstermin auf

Freitag den 23 Juki er.,

Vormittags 9 Uhr, im Garnison - Verwaltungs - Bureau, woselbst die Bedingungen und Zeich­nungen zur Einsichtnahme aufliegen, anberaumt. 5142

Gießen den 14. Juli 1886.

Großh. Garnison-Verwaltung.

Betr.: Verpachtung der Güter der I. und II. evangel. Pfarrei Gießen.

Die am 5. und 6. l. Mts. stattge­habten Verpachtungen sind nicht ge­nehmigt worden. Es wird hier­nach zur anderweiten Verpachtung der Grundstücke Termin auf

Montag den IS l Mts. anberaumt, und zwar:

a. für die Grundstücke in der Gemarkung Gießen auf Mittags 12V2 Uhr im Schützenhof dahier,

b. für die Grundstücke in der Gemarkung Wieseck auf Nachmittags 7 Uhr in der Kaus'schen Wirt­schaft daselbst.

Gießen, am 13. Juli 1886.

Doering, 5145 Kirchenrechner.

Ieitgeöotenes.

Iriihe Nosenkartosseln zu verkaufen bei 5144

K. Simon, Bahnhofstraße 62.

9e8in|fctioiis= |

Mikes: |

Carbolsäure,

Carbolwaffer, Chlorkalk, -

Desinfectionspulver,^

DesinfectionStafeln I

(vorzüglich für Wohnrävme), H

Schwefel,

Salzsäure, Eisenvitriol, Uebermangansaures W

Kali W

2C. 2C ,

mit genauer Anleitung zu deren H zweckmäßigen Verwendung liefert

die Drogerie von 4892 |

Otto Schaaf, I

Seltersweg 39.

5149 Zn verkaufen neue frühe Rosen- kartoffeln. Wetzsteingaffc 25.