breditoperationcn, welche bei der gegenwärtigen Lage des russischen Geldmarktes durchaus ausführbar, ju realisiren seien.
Belgrad, 13. Januar. Ein königliches Handfchrelben anläßlich des Neuiahrs- sestes an Garaschani dankt demselben für seine patriotische staatsmännische Arbeit und für seine persönlich: Aufopferung im Dienste Serbiens und dessen Herrschers. Weiter dank! der König der treuen Armee und dem lieben ergebenen Volke, welche in den schwierigsten Momenten jederzeit ein richtiges Auffassen der Pflicht gegen das Vaterland und den Herrscher bekundeten und durch die öffentliche Thättgkett der politischen Parteien zur Ueberwindung der Schwierigkeiten beitrugen, gegen welche das Volk und der König anzukämpfen haben. Der König, dessen angenehme Pflicht es ist, Allen zu danken bittet den Ministerpräsidenten, dieses Schreiben zu veröffentlichen. Außerdem ertheilt der König volle Amnestie sämmtlichen in Folge des Aufstandes von 1883 ver- nrtheilten Personen, die sich in den Gefängnissen von Belgrad, Risch oder Pozareoatz befinden. Das Handschreiben schließt mit den Worten: „Ihr aufrichtiger und dankbarer König und Armee-Ober-Eommandant Milan."
Konstantinopel, 13 Januar. Die Provenienzen aus Triest unterliegen nnn- mchr nur einer ärztlichen Untersuchung, die Provenienzen aus Venedig anstatt der fünftägigen einer zweitägigen Quarantäne. Die Quarantäne gegen Spanien ist auf 10 Tage erhöht worden. _____________________
Lokales.
Gießen, 14. Januar. Wir erlauben uns, die Leser unseres Blattes aus den für Freitag Abend 8 Uhr im Lenz'scheu Lokale durch die Vorstände des Volks- bildungs- und Gewerbeoereins anberaumten Vortrag des Herrn Neallehrers Kahl Hierselbst über „Die segensreiche Wirksamkeit des deutschen Schulvereins" noch ganz besonders aufmerksam zu machen. Gerade in den letzten Wochen ist der Kamps gegen das Deutschthum in den österreichischen Kronländern wieder aufs deftigste entbrannt, so daß es für Jedermann von Interesse sein dürste, einen ausführlichen Bericht über die Lage und das Schicksal unserer deutschen Stammesgenossen dortselbst zu vernehmen. — Em zahlreicher Besuch der von genannten Vereinen anberaumten Vorträge ist umsomehr zu wünschen, als die Vorstände bereits den Beschluß gefaßt haben, bei fortgesetztem schwachen Besuche des Publikums Vorträge ferner nicht mehr halten zu lassen.
Vollzugsvcrordnung ergangen sei, den Erlaß eines das Feuerlöschwesen im Groß- herzogthum in ähnlicher Weise einheitlich regelnden Gesetzes in's Auge gefaßt habe und mit den bezüglichen Vorarbeiten dermalen beschäftigt sei. Der mit der Sache befaßte Ausschuß begrüßt, ausweislich des vor Kurzem beschlossenen Berichts, dieses Vorgehen mit Freuden und spricht die Erwartung aus, daß der in Aussicht gestellte Gesetzentwurf recht bald zur Vorlage gelangen möge.
Offenbach, 11. Januar. Gestern fand hier die feierliche Einweihung der neuen Turnhalle statt. Der hiesige Turnverein dürfte, soweit unsere Kcnntniß und die Kenntniß anderer, weit gereister Leute reicht, in dem ganzen deutschen Vaterland, in welchem sich ca. 200 Hallen vorfinden, vielleicht der eiste sein, ivelcher auf den zwar einfachen, aber hübschen, in rein turnerischem Sinne gehaltenen Schmuck der eigentlichen Turnhalle, um dieselbe einladend und anheimelnd zu machen, ganz besonders sein Augenmerk richtete, damit sie nicht den Charakter einer Scheune trage, wie es leider bei den meisten Turnhallen der Fall ist.
— Wir machen die Besitzer von Badischen 35 - fl. - Loosen darauf aufmerksam, daß mit der Verloosung vom 30. December v. I. diese auch bei uns viel verbreiteten Loose aus der Liste der badischen Staatsschulden verschwunden sind. Im Laufe des Jahres 1885 wurde der Rest dieser Loose, 20,000 Stück, mit einem Betrage von etwa 2Vr Millionen Mark zur Heimzahlung gezogen, Nach bekannter Erfahrung bleiben viele Loose vernachlässigt in den Kassen liegen und sind die Besitzer nunmehr ernstlich mit dem Verluste durch Verjährung bedroht. Wer also noch badische 35-fl.-Loose besitzt, der sorge bei Zeiten für den Einzug des betreffenden Geldbetrags.
E i n g e s a n d t.
So anerkenneuswerth die Mahnung der geehrten Redaetion auck ist, „die armen Vögel nicht zu vergessen", so umnöglich ist es meistens auch dem besten Willen, ihr nachzukommen. Der beste Wille hat meistens feine Stelle, den Vögeln Nahrung, Abfälle 2C. zu streuen. Das würde aber möglich sein, wenn die Stadt sich herbeiließe, wie anderwärts geschieht, solche Futterplätze zu schaffen, wozu ein Pfahl und ein Brett daraus genagelt in den Anlagen genügt.
— Herr Pfarrer Dr. Nauman n wird gebeten, die am vorigen Sonntage über die Heidenmission gehaltene Predigt zum Besten der Armen drucken zu lassen.
Vermischtes.
Aus dem Großherzogthum Hessen, 11. Januar. ^Vor längerer Zeit hatte der Abgeordnete Dr. Osann bei der zweiten Kammer der Stände den Antrag eingebracht, die Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfs zur einheitlichen Regelung des Feuerlöschwesens zu ersuchen. Dieser Antrag war begleitet von einem seitens des Ausschusses der hessischen Feuerwehren an die zweite Kammer gerichteten Gesuche, welches gleichen Wunsch ausspricht. Auf Anfrage des bestellten Berichterstatters hat die Regierung Ende vorigen Monats erividert, daß sie, nachdem inzwischen das württembcrgische Gesetz über das Feuerlöschwesen in Kraft getreten, auch die betreffende
Handel rind Werked*.
Limburg, 13. Januar. Rother Weizen X 1400, weißer Weizen X 1360, Korn X 10 55, Gerste X 8.10, Hafer X 6.45, Kartoffeln K 100 Pfund X 0.00, Erbsen ä 100 Pfund X 00.00.
Bl ■— WTT7H1»« IIII I ML. rAUMWWMlJMHMMM
Gedenket der Vöglein im Schnee!
Hoizversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag den 18. Januar 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem Dillrict Mühlkopf nachverzeichnetes Holz versteigert werdens
A. Brennholz.
Scheith. Prügelh. Stockh Rciöh Nmtr. Rmtr- Nmtr. Wellen
Buchen 12 98 24,4 1680
Eichen 83,2 65,8 45,5 820
Nadel 1 — - 80
Erlen 4 4 1 150
B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 45 Eichenstämme mit 15,33 Festm.
10 Erlenstämme „ 4,06 „
2 Pappelstämme „ 4,79 „
3 Nadelstämme „ 0,40 „
2 Nadelstangen „ 0,15
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße au den Alteutisch- wiesen.
Gießen, am 12. Januar 1886.
Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm. 325
Vergebung von Steinhauerarbeiten.
Die Lieferung der für die Num- merirung von Kreisstraßen zunächst erforderlichen
Kilo- und Hektometer-Steine aus feinporigem Lungstein, veranschlagt zu 829.80 <X, soll
Dienstag den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten im Wege schriftlicher Submission vergeben werden.
Zeichnungen, Kostenvoranschlag und Bedingungen sind ebendaselbst einzusehen
Gießen, am 13. Januar 1886.
Der Kreisingenieur: 373 Gnauth.
in allen Fa^ons billigst bei
Will,. Herbert,
287 Marktplatz.
Allgemeiner Anzeiger.
Rutzholz-Berkauf.
Aus den Stadtwaldungen, 4—6 km von Gießen entfernt und an chaussirte Abfuhrwege angrenzend, soll das folgende, zu Schnitt-, Schwellen- und Grubenholz geeignete Eichenstammholz submissionsweife in 4 Loosen vergeben werden:
1. Stolzenmorgen 207 Eichenstämme von 26—77 em Durchm. und 1 — 12 m Länge — 161,59 fm,
2. Zollstockswäldchen 145 Eichenstämme von 23—65 cm Durchm- und 3—13 m Länge == 100,26-fm,
3. Oberhag 259 Eichenstämme von 16—46 cm Durchm. und 3—12 m Länge — 103,33 fm,
4. Hirtenbrunnen 84 Eichenstämme von 18—55 cm Durchm. und 5 — 14 m Länge — 62,59 fm.
Gegen Bürgschaftsleistung binnen 14 Tagen nach der Genehmigung wird 6 monatlicher Zahlungstermin und Absuhrzeit bis zum 15. Mai festgesetzt. Die Offerten sind getrennt für jedes der 4 Loose bis zum 28. Januar l. I, bei der unterzeichneten Stelle mit Aufschrift „Submission auf Eichenholz" einzureichen, woselbst die Eröffnung am 26. Januar c., Vormittags 11 Uhr stattfindet.
Die Forstwarle Brück zu Gießen und Brück zu Rödgen zeigen das Holz auf Verlangen vor.
Gießen, den 8. Januar 1886.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________________A. Bram m._____________________283 Universal-Catarrh u. Husten-Bonbons
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Grosse Bau- u. Werkholz- Versteigerung
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Dienstag den 19. Januar
von Morgens 9 Uhr an im „Höler" und „Kellersberg".
Zusammenkunft auf dem Garben- teicher Weg.
51 fm Kiefern-Schnittholz in Klötzen von 35—53 cm Durchmesser, 609 fm Kiefern-Bau- und Schwellenholz in Stämmen von 15—35 cm Durchmesser,
1 Buchen-, 1 Birkenstamm und 41 Fichtenstangen.
Donnerstag den 21. Januar, von Morgens halb 10 Uhr an, im „Münchwald" bei Burkhardsfelden. Zusammenkunft auf dem Schlagwege.
22 fm Eichenstammholz, in Abschnitten von 30—48 cm Durchmesser,
244 fm Kiefern-Bau- und Schwellenholz und
369 Stück Fichten-Reisstangen.
Freitag den 22. Januar, von Morgens 10 Uhr an im „Riedwald" bei Hattenrod. Zusammenkunft aus der alten Laubacher Straße.
200 fm Fichten-Bauholz in Stämmen von 12—35 cm Durchmesser,
7 fm Eichen-Wagnerholz und 100 Stück FichtemReisstangen.
Lich, am 9. Januar 1886. 285] Wimmenauer, Forstrath.
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