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ilftti für 1885.

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bei letzterer jedoch im Winter nur 10 Stunden. 3 Fabriken schließen die Arbeit sowohl Montags als auch Samstags um 1 Stunde früher, 2 andere nur Samstags, 1 Fabrik nur Samstags Vr Stunde früher und bei einer Fabrik findet letzteres nur im Winter statt. Die Vor- und Nachmittagspausen sind in 1 Fabrik je Stunde, in 4 Fabriken je V3 Stunde, in 3 Fabriken je V2 Stunde. Die Mittagspause währt in allen 8 Fabriken 1 Stunde. Ueberstundcn kommen in allen Fabriken ausnahmsweise bei sehr regem Geschäftsgang vor, sie dauern 12, höchstens 3 Stunden. Arbeiterinnen sind nicht in aßen Fabriken beschäftigt, sie nehmen an Ueberstunden Theil.

In 2 Kesselschmieden in Darmstadt ist lOstündige Arbeitszeit. In der einen im Sommer 4 Monate lang täglich 2 Ueberstunden und Nachtarbeit mit einem Theil der Arbeiter. In der anderen im Sommer l Ueberstunde und Nachtarbeit 2 bis 3 Monate lang 3mal wöchentlich mit einem Theil der Arbeiter; im Winter 12mal wöchentlich Nachtarbeit. In beiden gilt die 8stündige Nachtarbeit (von 85 Uhr mit Pause von 121 Uhr) bei der Löhnung als 10 Stunden. In 2 Kesselschmieden in Offenbach lOMündige Arbeitszeit. Ueberstunden selten. Samstags 1 Stunde früher Schluß. In einer Kesselschmiede in Worms llstündige Arbeitszeit. Ueberstunden bis 12 Uhr Nachts kommen zuweilen vor, dann vorher 1 Stunde Pause.

Von 34 Maschinenfabriken liegen Notizen vor. Von denselben beginnen die Arbeit im Sommer: 25 um 6, 5 um 6V2 und 4 um 7 Uhr und im Winter 15 um 6, 6 um 6V3 und 13 um 7 Uhr. Das Ende der Arbeitszeit ist im Sommer bei 8 um 6 Uhr, bei 6 um 6V2, bei 20 um 7 Uhr und im Winter: bei 8 um 6 Uhr, bei 6 um 6Vs, bei 20 um 7 Uhr. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt im Sommer:

Im Winter ist die Arbeitszeit in 4 von diesen Fabriken Vz1 Stunde kürzer. In einigen ist dieselbe Montags und Samstags oder auch nur Samstags um 1 Stunde kürzer. In 24 der Maschinenfabriken kommen Ueberstunden zuweilen oder öfter vor, mehrere gewähren für die Ueberstunden erhöhte Löhne, doch sind dies nicht diejenigen Fabriken, welche die längsten täglichen Arbeitszeiten haben. Die Fabriken mit mehr als 1 Iftünbiger Arbeitszeit befinden sich mit Ausnahme von einer in kleinen Städten. Nachtarbeit kommt nur selten, in dringenden Fällen, vor. Die Mittagspausen dauern zwischen 1 und IV2 Stunden, doch ist bei den meisten (21) Fabriken die einstündige Pause eingeführt. Die Vor- und Nachmittagspausen variiren zwischen 0 und V2 Stunde, am häufigsten kommt die viertelstündige Pause vor.

Fabrik 9Vr Stunden,

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HVs

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>Jn einer Fabrik von Heizungsanlagen beträgt die Arbeitszeit 9V2 Stunden.

2 Ueberstunden mit einem Theil der Arbeiter kommen selten vor.

Eine Wagenachsenfabrik hat eine regelmäßige tägliche Arbeitszeit von IOV2 Stunden. Samstags wird die Arbeit 3 Stunden früher geschlossen. Ueberstunden kommen nur selten vor.

.. 5. f r?inc Wagenfabrik in Offenbach hat lOVrstündige Arbeitszeit. Ueberstunden! find selten. Samstags ist 1 Stunde früher Schluß und Dtontags 1 Stunde später Anfang.

Eine Waggon- und Wagenfabrik hat lOstündige Arbeitszeit. Ueberstunden mit einer Pause vorher kommen zuweilen vor.

Eine Eisenbahn-Wagen-Neparaturwerkstätte hat 9 V2stündige Arbeitszeit, IVrstundige Mittags- und keine Vor- und Nachmittagspausen. 23 Ueberstunden und ausnahms­weise auch Nachtarbeit kommen vor.

beiden vorhandenen Mineralöllampenbrennerfabriken ist die Arbeitszeit lOVrstundig. Ueberstunden mit einem Theil der Arbeiter kommen selten vor.

Eine Darmsaitenfabrik hat UVsftünbige Arbeitszeit. Ueberstunden sind selten und es nimmt daran nur ein Theil der männlichen Arbeiter Antheil.

______________________ (Fortsetzung folgt.)

Geschichts-Kalender.

14. Mai.

1610. Heinrich IV., König von Frankreich, wird Nachmittags gegen 4 Uhr bei einer Fahrt durch die enge Straße la geronnene in Paris im offenen Wagen von Navaittac erdolcht.

1686. Daniel Gabriel Fahrenheit, der berühmte Physiker und Erfinder des nach ihm benannten Thermometers, zu Danrig geboren.

1752. Albrecht Daniel Thaer, berühmter Lanowirth, zu Celle geboren. Sein be­deutendstes Werk ist:Grundsätze der rationellen Landwirtschaft", Berlin 181012, 4 Bde. Seine Verdienste um die Landwirthschaft bestanden hauptsächlich darin, daß er die Naturwissenschaften auf Ackerbau und Vieh­zucht anwendete.

1872. Fürst Bismarck thut im Reichstage in der Verhandlung über den foge^ nannten Eulturkampf den Ausspruch:Nach Canossa gehn wir nicht."

Handel Mitfc WeEehs.

Limburg, 12. Mai. Rother Weizen X 15 00, weißer Weizen X 14.7t, Korn X 10.65, Gerste X 7.70, Hafer X 6.75, Kartoffel« ä 100 Pfund X 0.00. Erbsen ä 100 Pfund X 00.00.

Frankfurt, 12. Mai. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 5.006.00, Eier das Hundert X 4.505.00, Butter per Pfund X 1.00 bis 1.10, Weißkraut per Stück 0000 H, Rothkraut per Stück 3040 X Kohlrabi per Stück 2025 H, Ochsenfleisch per Pfund 4565 H, Kuh- u. Rindfleisch 4560 X Kalbfleisch 4060 4, Schweinefleisch 6570 H, Hammelfleisch 5070 X 1 Hahn X 0.701.80, 1 Huhn X 1.002.50, 1 Ente X 2.003.50, 1 Gans X 6.00-^8.59 1 Taube 4050 X Welsche X 5.0010.00.

Temperatur der Lahn.

Am 13. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13°, Luft 12« R. im Schatten.

L. Chr. Rübsamen.

Allgemeiner Anzeiger.

Vergebung von Bauarbeiken.

Die nachstehenden zur Errichtung eines Nebengebäudes und Einfriedigung an der neuen Schule zu Wiefeck

erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen

Dienstag den 18. d Mts.,

Nachmittags 4 Uhr,

auf dem dortigen Gemeindehause im Wege mündlichen Abstreichs vergeben werden, und zwar:

veranschl. zu

Erd-u. Maurerarbeiten 1159,32 «X.

Steinhauerarbeiten 168,05

Zimmerarbeiten 236,70

Dachdeckerarbeiten 122,32

Spenglerarbeiten 46,95

Schlosserarbeiten 154,60

Schreinerarbeiten 274,07

Weißbinderarbeiten 176,55

Eisen- u. Rshrenlieferunz 64,05

Auffüllungsarbeiten 575,10

Pläne, Voranschlag und Bedingungen sind auf Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck einzusehen; weitere Auskunft ertheilt Bezirksbauaufseher S e n ß - selber in Gießen.

Gießen, am 12. Mai 1886.

Der Kreisingenieur: 3728 Gnauth.

Arbeitsversteigerung.

Freitag den 14. d. Mts.,

Mittags 1 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause Weiß- binderarbeit, veranschl. zu 220 «X.

25 H, an den Wenigstnehmenden ver­steigert werden.

Staufenberg, am 10. Mai 1886.

Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.

Vogel.3730

Frritag den 14 Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Lony'schen Bierkeller eine Parthie zur PH. K. Schmidttschen Konkursmasse gehörige silberne und gol» dene Taschenuhren, wobei eine werth- volle Saoonetteuhr, Regulatoren,Wand- Stand- u. Weckeruhren, sowie Spiel­dosen, Spielwerke und Mufikalbums versteigert.

F. Hoffmann, 2673 Konkursverwalter.

Möbel-Versteigerung.

Montag den 17. d. MtS.,

Nachmittags 2 Uhr,z

Fortsetzung und Schluß der Versteigerung aus dem Nachlaß der Frl. Koch, im Seipp'schen Hause,Südanlage 21, und kommen

Betten, Sprungfeder - Matratze, Tische, Stühle, Sopha, Uhren, Kommode, Spiegel, Kleiderschrank, Nähmaschine, Wringmaschine (neues System), Bilder, 1 ele­ganter Sessel mit Gobelin-Bezug, einige Bücher: Hauff's Werke, Kleist, Voß, Lessing, sowie meh­rere Jahrgänge Gartenlaube, Daheim

zum Ausgebot. Die Gegenstände sind gut gehalten.

Im Auftrag:

F. Hoffmann.

Auf Wunsch können die Gegenstände Montag von 9 bis 11 Uhr besichtigt werden.

3739 L. Rothenberger

Freitag den 11. Ium,

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Heinrich Capeller und Ehe­frau, geb. Böß

Flur XXVIII/128,4 469 Mtr. Hosraithe auf den Hegstrauch und Sand- fauterroeg,

XXVIII/128,7 856 Meter Grab­garten daselbst, meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 29. April 1886.

Großh. Ortsgericht.

3252 Müller.

FrühgeMüse-Pflmizen aller Art, Salat- und piquirte Sellerie- u. Lauchpflanzen extra stark, empfiehlt Gottlieb Helfenbein, 3717 Marburgerstraße 82.

3711 Zwei Pferde, drei Jahr alt stehen zum Verkauf.

Wo? sagt die Exped. d. Bl.

Holzversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag den 17. Mai 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem Distrikt Hangelstein, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

A. Brennholz.

Scheith. Prügelh. Stockh. Reish.

Rrntt'. Rrntr. Rrntr. Wellen

Buchen 178 154 22 2865

Eichen 18 31 20 2500

Linden, Nadel

u. Aspen 26 640

B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 35 St. Eichenstämme m. 23,46 Festm.,

5 Buchenstämme 1,05

11 Nadelstämme 3,10

4 Nadelstangen 0,15

Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Daubringen in der Nähe des Steinbruchs.

Gießen, am 10. Mai 1886.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. 3682

Ieikgeöotenes.

Häckselmaschinen von verschiedenen Construktionen stets vorräthig bei

Carl Hensel,

3727____________Wallthorstraße.

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B. Kahenstein, Marktplatz.

Hamburger Fischhandlung

A Koch Hachf.

Heute eingetroffen:

Frische Maififche, Schellfische Cabliau und Hecht.

3736 Freitag eintreffend:

Frischer Wesersalm u. Zander

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Gemischtes Obstgelee, do. Obstmannelade

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