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Ariechenlaud»

Athen, 12. April. In einer gestern hier stattgehabter. Versammlung hielt der Ministerpräsident Delyannis eine Ansprache, in welcher er die Politik des Cabinets vertheidigte, Ruhe und Achtung gegen die gegnerischen Meinungen anempfahl und die Hoffnung aussprach, daß die Mächte die Ansprüche Griechen­lands berücksichtigen würden, da diese Ansprüche berechtigt seien und den allge­meinen europäischen Interessen nicht widersprächen._____________________________

Telegraphische Depeschen.

Wolfs'- telegr. Correspsirderrr-Burcarr.

Berlin, 12. April. Das Herrenhaus begann die Berathung des Kirchengesetz- entwurfes. Der Referent der Commission Adams betont die Nothwendigkeit der Her­stellung des Friedens. Bischof Kopp erkennt dankbar das Entgegenkommen der Negierung an, aber die Vorlage reiche nicht aus. Kopp empfiehlt seine Anträge als Basis für die weiteren Vereinbarungen. Fürst Bismarck erklärt, die Negierung habe zu der Frage noch nicht Stellung genommen. Er habe die Nützlichkeit der Maigesetze als Kampfgesetze voll und ganz verantwortet, aber es sei völlig falsch, zu behaupten, daß die Maigesctze eine Art Palladium Preußens seien oder es sei daran gedacht worden, sie zu einer dauernden Institution zu machen. Die Würde des Königs könne nicht dabei leiden, wenn er sucht, den Wünschen der katholischen Unterthanen näher zu konunen. Die Negierung habe von vornherein den Frieden ins Auge gefaßt. Er glaube die Zeit sei gekommen, die Kampfgesetze aufzugeben und habe sich die Linie festgesetzt, bis zu welcher der König seinen katholischen Unterthanen entgegenkommen könne, ohne seiner Würde etwas zu vergeben. Er habe es vorgezogcn, mit dem Papst zu verhandeln, weil er bei ihm mehr Wohlwollen für Deutschland und Preußen voraus­gesetzt habe, als er bei der Majorität des Reichstages gefunden. Er wolle nicht eher mit dem Centrum verhandeln, als 'bis er sich mit dem Papste verständigt habe und bitte die Regierungsvorlage anzunehmen. Die Regierung behalte dann ein weiteres Gebiet für die Verhandlungen. Uebrigens wünsche die Negierung selbst eine Revision der Maigesetze. Kleist-Netzow hält eine baldige Beendigung des Eulturkampfes um so nothwcndiger, als der Staat den meisten Schaden dabei gelitten habe. Bismarck widerspricht der letzteren Auffassung. Die Vorlage der Regierung entspringe keiner Nothlage, sondern lediglich dem Friedensbedürfnisse des Kaisers. Wenn etwas Schaden gelitten habe durch den Eulturkampf, so sei es das Reich, wo das Eentrum mit den ihm zur Seite stehenden Socialdemokraten, Elsässern, Polen und Fortschritt eine Majorität bilden. Miquel kann nicht für die Vorlage stimmen, die doch nicht einen dauernden Frieden verbürge und ersucht um Annahme der Resolution Bernuth. Graf zur Lippe i|t für die Commissionsbeschlüsse mit dem Amendement Kopp. Die General­debatte wird sodann geschlossen. Morgen Specialdebatte.

Berlin, 12. April. Der provisorische Localausschuß der deutschen Gewerbe- Ausstellung 1888 wählte den Treptower Park vorbehaltlich der städtischen Genehmigung als Ausstellungsplatz. Dem Oberbürgermeister v. Forckenbeck wurde die Ernennung des geschäftsführenden Ausschusses übertragen.

Abgeordnetenhaus. Wehr begründete seine Interpellation betreffs der Weichsel- Überschwemmung. Minister Puttkamer erklärt, nach den Berichten der Behörden sei Staatshilfe erforderlich, welche die Regierung zusicherc, über deren Umfang aber könne noch nichts gesagt werden. Sorge für Obdach und Nahrungsmittel werde der Privat- wohlthätigkeit zu überlassen sein. Minister Lucius lehnt die Verantwortung des Staates für Deichbrüche ab. Die Verhandlungen über die Weichselmündungsregulirung würden sehr ernst betrieben, stießen aber auf große Schwierigkeiten wegen der widerstreitenden Interessen der Betheiligten. Voraussichtlich werde man sich für Eisenpanzerung der Dämme entscheidet!. Rickert erklärt sich mit den Ausführungen des Ministers zu­frieden. Auf die Interpellation Minnigcrode wegen Maßregeln gegen den Preis­rückgang der landwirthschaftlichen Producte erklärt Minister Lucius, eine Erhöhung der Getreide- und Viehzölle halte die Regierung zur Zeit nicht angezeigt, die Einführung eines Wollzolles würde die ganze Wollwaarenindustrie treffen. Die Regierung behalte die Interessen der Landwirthschaft unausgesetzt im Auge und werde seinerzeit ent­sprechende Vorlagen machen. An der Besprechung der Interpellation nehmen noch Schorlemer-Alst, Hellwig, Rickert und Graf Kanitz Theil. Schorlemer erklärt Namens des Centrums die Interpellation für gänzlich inopportun. Fortsetzung morgen.

Karlsruhe,' 12. April. Die Leichenfeier Victor v. Scheffel's ist in glänzender Weise unter großartigster Betheiligung der Bevölkerung verlaufen. Vertreter sämmtlicher Behörden, das gesammte Ofsiziercorps, die technische Hochschule, ein großer Theil der Studirenden Heidelbergs, die hiesigen Gesangvereine befanden sich in dein Zuge.

Die Kammer hatte heute anläßlich des Leichenbegängnisses Victor v. Scheffel's die Sitzung aufgehoben.

London, 12. April. Unterhaus. Gladstone erklärt, wenn die Debatte über die irische Bill morgen abschließe, werde das Budget am nächsten Donnerstag und die irische Bodenankaufs-Bill nächsten Mittag vorgelegt werden. Cchurchill bekämpft die irische Verwaltungs - Bill, weil sie 'die Suprematie des Neichsparlaments und die Souveränetät der Königin über Irland zerstöre. Er bedauert, daß es nicht üblich sei, in dec ersten Lesung schon die Bill zu beanstanden. Russell (Generalanwalt) er­widerte, das Reichsparlament erließ die Gesetze für Irland entweder zu spät oder nicht im Sinne der irischen Vorlage. Die Vorlage Gladstone's erstrebe die Legislative Ir­lands, von deren Competenz gewisse Fragen ausgeschlossen seien, wodurch die Ober­hoheit der Königin und des Reichsparlaments aufrecht erhalten würden. Rüssel schließt, Gladstone's Vorschlag müsse früher oder später angenommen werden, besser jetzt als nach neuen Zwangsmaßregeln. Jetzt würde die Aufnahme in Irland eine freundliche, später eine feindselige sein.

London, 12. April. Der bisherige Unterstaatssecretär für Indien, Kay- Shuttleworth, ist an Stelle des zurückgetretenen Heneage zum Kanzler der Herzog- thums Lancaster ernnnnl; derselbe soll derDaily News" zufolge auf seinem bisherigen Posten durch Stafford Howard ersetzt werden. An Stelle von Collings ist Borlase zum Secretär des Localgovernments-Board ernannt. Der Nücktritt des Arbeitsministers Lord Morley wird amtlich bestätigt.

Die Opposition gegen Gladstone's Home Rule Bill wird allgemeiner und heftiger.Times",Daily Telegraph",Standard" und fast alle übrigen Morgen­blätter fahren in ihrer vernichtenden Kritik fort und selbstDaily News" bezweifeln jetzt, ob die Vorlage in der gegenwärtigen Session Gesetzeskraft erhalten werde. Die öffentliche Agitation gegen Gladstone's Bill beginnt am Mittwoch mit einem großen Meeting inHer Majesty's Theater" unter dem Vorsitze Lord Cowper's, welcher unter dem früheren Cabinet Gladstone Vicekönig von Irland war. Die erste Resolution, welche auf diesem Meeting vorgeschlagen werden soll, wird von Lord Hartington be­antragt und von Lord Salisbury und Rylands unterstützt, die zweite Resolution von Goschen beantragt werden.

Brüssel, 12. April. Der russische Gesandte, Graf Bludow, ist gestern hier gestorben.

Joseph Uictor v. Icheffcl f.

(Widerrechtlicher Nachdruck wird verfolgt.)

Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet, Zum Schlüsse kommt das Voneinandergeh'n.

Der Erlöser Tod hat dem Leiden Victor von Scheffel's ein Ziel gesetzt und am Montag haben sie ihn bereits auf dem stillen Friedhöfe seiner Vaterstadt zur ewigen Ruhe gebettet. Der Tod des Dichters wirft einen schrillen Mißklang in das rührige Treiben der Vorbereitungen zu dem bevorstehenden Jubelfeste der Universität Heidelberg.

Scheffel's Name ist mit derselben zu eng verwachsen, als daß sein Tod dort nicht auf das Schmerzlichste empfunden werden müßte; doch wenn es ihm auch nicht von dem unerbittlichen Schicksal gegönnt war, sich in dem Glanze der Festlichkeit zu sonnen und in dem fröhlichen Treiben nochmals die eigene Jugend zu durchleben, so wird bod) sein Name dort nicht minder hochgehalten werden und manch' wehmüthiger .Trinkspruch aus frischem Jünglingsmund, vielleicht auch manch' stille Zähre eines alten -Herrn wird das Andenken des tobten Dichters wachhalten.

Tie Zahl der Scheffel'sch en Dichtungen ist keine allzugroße, mit weiser Mäßigung hat der Dichter es über sich vermocht, die seinem Talente gesetzte Schranke innezuhallen und anderseits, wohl fühlend, daß er durch mancherlei Schicksale verbittert, die Frische seiner Jugenddichtungen doch nicht wieder erreichen könne, alle Verlockungen zu weiterem Produciren von sich zu weisen.

Wie Wenige hat Scheffel es verstanden, sich die Herzen der weitesten Kreise mit Sturm zu erobern. Seine beiden bedeutendsten Werke, das thaufrische, von dem sprühendsten Huinor durchtränkte Epos:Der Trompeter von Säckingen" und der ein anschauliches, fesselndes Bild des betreffenden Zeitalters wiedergebende Roman Ekkehard" gehören längst zu den Lieblingsbüchein der Nation. Diese Anschaulichkeit und Geistesfrische ist es auch, die Scheffel's Dichtungen so hoch aus dem Wüste der archäologischen Poesie hervorragen läßt. Sie sind durchleuchtet vom Sonnenschein der ächtesten, lautersten Poesie und bei aller Fülle des Materials ist nie ein Hervor­drängen desselben zu bemerken. Ter Poet steht über dem Gelehrten und er versteht es, die Kenntnisse des letzteren mit sicherer Hand in die Fäden seiner Dichtung zu verknüpfen und dadurch den Reiz derselben noch zu erhöben. An Ehren und Aus­zeichnungen hat es Scheffel nie gefehlt und auch die äußeren Umstände seines reich bewegten Lebens waren die glücklichsten, freilich wurde ihm dasselbe oft genug durch innere Kämpfe und Zwistigkeiten verbittert.

Scheffel wurde geboren am 26. Februar 1816 zu Karlsruhe, woselbst sein Vater die Charge eines Ober-Bauraths bekleidete. In dem trockenen Studium der Rechts­wissenschaften, dem er in Heidelberg, München und Berlin oblag, konnte sein lebhafter Geist jedoch kein Genüge finden und wandte er sein Hauptinteresse seinen historischen und literarischen Arbeiten zu.Römisch Recht gedenk ich deiner, Liegt's wie Alpdruck auf dem Herzen!" Diese Worte Jung Werner's hat der Dichter wohl aus eigener Erfahrung gesprochen. Trotzdem unterwarf er sich der juristischen Staatsprüfung und versuchte, wohl mit sich selbst noch im Unklaren, in der juristischen Laufbahn Stellung zu finden. Bald mußte es ihm jedoch klar werden, daß seine Ziele andere seien. Er entsagte dem Beamtenthum und trat eine Reise nach Italien an. In dem wunderliblichen Eiland Capri vollendete er seinen Trompeter. Hierdurch wurde sein Beruf zum Dichter entschieden und nach längeren Vorstudien ließ er seinem Erstlingswerk den cultur- historischen RomanEkkehard" folgen. ;

Nach weiteren größeren Reisen durch Süd-Frankreich und Ober-Italien und einem kürzeren Aufenthalte in München nahm er daun 1857 die Stellung eines Bibliothekars des Fürsten von Fürstenberg an. Zwei Jahre später gab er dieselbe jedoch wieder auf, um fortan in gänzlicher Unabhängigkeit seinen literarischen Arbeiten und Neigungen zu leben.

1872 in Nadolfszell am Bodensee in der unmittelbaren Nähe der ihm so lieb gewordenen Orte baute er seine Villa Seehalde und verbrachte daselbst den schöneren Theil des Jahres, um dann mit dem anbrechenden Winter nach Stuttgart überzusiedeln. Die Liebe und Anerkennung, die er nickt nur im weiten deutschen Reiche und besonders in seiner engeren Heimath, sondern auch in der ganzen Welt, soweit die deutsche Zunge klingt, fand, entschädigte ihn für mancherlei sonstige Entsagung und verschönerte seinen Lebensabend. Noch vor wenigen Monaten wurden ihm bei seinem siebenzigsteir Geburtstage außerordentliche Ehren bereitet und wohl Wenige mochten damals bei dem Anblick des robusten Mannes sein baldiges Ende geahnt haben. Wochenlang schon hat seine kräftige Natur unter unsäglichen Schmerzen mit dem Tode gerungen, bis am Freitag Abend ihn ein leichtes Ende von seinem Leiden erlöst.

Ein Menschenleben ist damit beendet, reich an Glanz und Ehren, reicher durch seine hohe Begabung, am reichsten aber durch die unerschöpfliche Güte feines Herzens und die Selbstlosigkeit seiner Gesinnung. Mag sein Leib zerfallen, sein Name wird von Tausenden, denen er manche trübe Stunde erheitert und gemildert hat, gepriesen und hochgehalten werden. Und das ist ein Lohn, schöner als ihm alle Ehrenbezeugungen der Welt geben können. Paul Charles.

Vermiscktr-

Darmstadt, 10. April. Die Feier des 50jährigen Jubiläums des Landcs- gewerbvereins soll, wie wir hören, nunmehr im Jahre 1887 hier in Darmstadt statt­finden. Dieselbe war bekanntlich gleichzeitig mit der Gewcrbeallsstellung in Mainz in Aussicht genommen, da letztere jedoch wegen zu geringer Beiheiligung in Wegfall kommt» hat der Vorstand oes Landesgewerboereins keinen Anlaß mehr, die Feier nicht am Sitze des Vereins zu veranstalten.

Mainz, 10. April. Auf Einladung des Vorstandes des hiesigen Gewerbe- vereins versammelten sich heute Abend die verschiedenen zu der projectirten Landes- Gewerbe-Ausstellung gebildeten Ausschüsse, um den Bericht des Exekutiv - Ausschusses- und des Gewerbvereins über den Stand der Ausstellung entgegenzunehmen. Namens des Gewerbeocreins gab Commercienrath Reuleaux einen Rückblick auf die Entstehung des Projectes, das anfänglich zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Leider habe man sich aber bezüglich der Unterstützung, die man für das Unternehmen ans ganz Hessen erwarten zu dürfen glaubte, getäuscht. Während man auf eine Betheiligung von 10001500 Aussteller gerechnet habe, seien trotz wiederholten Aufforderungen nur 287 Anmeldungen erfolgt, darunter allein 121 von Mainzer Firmen. Ungeachtet dieser ungünstigen Anmeldungsziffer habe man den Bau-Ausschuß mit den Vorarbeiten be­traut und habe derselbe einen Voranschlag von JL 225,000 entworfen. Rach der Be­rechnung des Finanzausschusses sei es nickt zu hock gegriffen, das Unkostenconto auf JL 404,000 zu veranschlagen; letzterer Ausschuß habe mit Rücksicht auf diese Summe und die geringe Zahl der Anmeldungen entschieden das Fallenlassen des Projectes befürwortet. Mit schwerem Herzen sei der Exekutiv-Ausschnß dieser Ansicht beigetreten und habe in einer ausführliche Auseinandersetzung einen diesbezüglichen Antrag bei den Gewerbvereinen gestellt. Neben den finanziellen Gründen spricht sich das von Dr. Gastell verfaßte Exposö hauptsächlich um deßwillen gegen die Ausstellung aus, weil eine Ausstellung, wie solche nach den Anmeldungen zu werden verspreche, nicht als eine Landes-Gewerbe-Ausstellung betrachtet werden könne und keineswegs als ein Bild der Gcsammtindustrie Hessens anzusehen sein werde. Abgesehen von der all­gemeinen Unlust gegen Ausstellungen überhaupt, erblickt der Exekutiv-Ausschuß den Hauptgrund für die Nichtbetheiligung der zahlreichen Großindustriellen darin, daß die für das Jahr 1888 in Berlin geplante deutsch-nationale Ausstellung sichere Gestalt annehme und es daher für die Großindustriellen Hessens, die bei einer ersten deutsck- nationalen Ausstellung nicht zurückbleiben könnten, eine berechtigte Frage sei, ob es rathsam sei, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die finanziellen Opfer für zwei Ausstellungen zu bringen. Der Vorstand des Gewerbvereins hat den Antrag des Executivcomit^'s sowohl dem Vorsitzenden des Landesausschusses als auch dem Präsi­denten des Landesgewerbeoereins mitgetheilt und haben sich beide Factoren überein­stimmend mit dem oben genannten Ausschuß gegen die Abhaltung der Ausstellung ausgesprochen. Diesen Stimmen und Bedenken gegenüber, bemerkt Herr Reuleaux zum Schluß, habe auch der Gewerbeverein sich entschließen müssen, das Project fallen zu lassen, wovon die Ausschüsse hiermit Kenntniß erhielten. Herr Reuleaux dankte so- dann noch den Ausschüssen für ihr seitheriges, wenn auch vergebliches Bemühen, worauf Dr. Reinach wiederum Herrn Reuleaux für fein aufopferndes Wirken für das Gelingen des leider fehlgeschlagenen Projectes den Dank aussprach.

Literarische-.

Das Marzheft des »Tribunals Zeitschrift für praktische Strafrechtspflege, enthält:

1) Ein Doppelmord in dem bayerischen Alpenvorlande. Dargestellt von Herrn Staatsanwalt H. Crämer in München. (Mit Situationsplan und der Abbildung des Verbrechers.)

2) Ein hochnothpeinliches Halsgericht im Jahre 1823. Nach actcn- mäßigen Aufzeichnungen mitgetheilt von Herrn Amtsrichter vr. Schwarze in Zwickau.

Der erste Aufsatz ist von hohem psychologischen Interesse, während der zweite ein gut gezeichnetes Bild der strafrechtlichen Execution gibt, wie sie noch im Anfang unseres Jahrhunderts in vielen deutschen Landen gehandhabt wurden. Wir glauben, die Leser ds. Bl. werden es uns Dank wissen, wenn wir im Folgenden diesen Aufsatz feinem Hauptinhalte nach folgen lassen:

Ein Soldat vom Linien-Jnfanteric-Regiment Prinz Friedrich August hatte am 30. Januar 1823 seine Pflegeeltern mit einerErdäpfelstampfe" erschlagen. Das

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Gießen, 13. * 1.00-000, Hühne Mmatte 2-3 H, i 0,90 H, Hühner per per Stück X 1-60 52-56 4, Schweines Kartoffeln per 100 Ät X 7.5M.03.

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Montag den 19 von Vormittag fofl im Gießener ( Wirkten Mlerbo nachverzeichnetes Ho den:

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