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1866

Mittwoch den 10 März

Rr. SS

Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinyrrlob«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Erscheint täglich mit »««nähme deS MontsgS.

Vineanr Echulsiraße 7.

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Einnahme.

Rubrik-Nr.

Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren

Ausstände

n

n

ii

3. Beiträge der Kreise

Kapitalzinsen

4.

Strafen

14.

15.

6.

7.

1.

2.

94,84

Summe der Einnahme

Ausgabe.

Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann.

. 194059,60

. 127197,04

Besoldungen .

Diäten und Gebühren .

rnvreMr ou per sofort gksucht Wolfstrchl^

16. Botenlohn und Verkündigungkosten

17. Für Bureaugegenstände und Geräthschaften

18. Erbauung und Unterhaltung von Kreisstraßen

22. Uneinbringliche Posten und Nachlässe

Summe der Ausgabe

verwendet werden müssen.

Gießen, am 4. März 1866.

welcher besteht:

a. in liquidirten Ausständen

b. in baarem Vorrath

Gleiche Summe wie oben Gießen, am 8. Juni 1885.

Abschluß.

Gesammtsumme der Einnahme

c>n Gemäßbeit des Art. 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzialordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntmß gebracht.

Gießen am 8. März 1886. Der Vorsitzende des Provinzialausschuffes der Provinz Oberhesten:

Dr. Boekmann.

hmnKftiriWW hrlirtg pr. sofort

solare,

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brr mit allem

ZS-

5. Proceßkosten

Beitrag aus der Staatskaffe .

t!« V6'1 i babe". M iltel.

. 66767,72

: . . 66882,56

3 Zimmer mit bis 1. 'Mil* :M midfitn gesucht, an die Wed. d.

Ausgabe

Re«

Hei«

AM S?» io. 9»

UWer Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

angrn aus ebren- nttr sehr günstigen rn- und Holz- i erlernen 5rL , Valfi'traße 13.

Nachdem Großherpgliches Ministerium des Innern und der Justiz dem Stadtrathe zu Baden-Baden die tzrl.ubmß ertheilt hat die Loose der von demselben im lausenden Jahre zur Erhaltung der Baden - Iffezheimer Pferde-Wettrennen zu veranstaltenden Verloosuugen von Jndustnegegenstand-n im Großherzogthum zu vertreiben, so wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis; gebracht da« nach dem von Grobherzoglich Badischem Mmlsterium des Innern genehmigten Gewinnplan im Ganzen 255 000 Loose ä 2 Jt. 10 ausgegeben werden bliefen und ~50 0G0 zum Ankauf von Gewm isten

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Politische Ueberficht.

Gießen, 9. März.

Die Hüsteverletzung des Kaisers ist fast gänzlich wieder beseitigt, indeffen muß sich der hohe Herr immerhin auf einige Tage noch Schonung auf- erlegen da er in voriger Woche überdies von etwas Schnupfen und Heiserkeit befallen worden ist. Die täglichen Ausfahrten des Kaisers bleiben daher bis auf Weiteres eingestellt. ,

Aus dem Bundesrathe wird von Einbringung neuer Gesetzentwürfe berichtet. Der eine derselben betrifft die Heranziehung der Osficiere zu den Gemeinde-Abgaben, der andere bezieht sich auf die Correctur der Unterweser.

Das preußische Abgeordnetenhaus pausirte am Freitag und Samstag, nachdem es am Donnerstag die Kreis« und Providzial-Ordnung für Westfalen der Budget-Commiffion überwiesen, und setzte am Montag die zweite Lesung des Etats mit der Berathung des Cultusetats fort.

In den Reichslanden stehen die allgemeinen Gemeinderaths« wählen bevor und ist aus diesem Anlasse vom Landes-Ausschüsse der Antrag ange­nommen wordm, die Regierung zu ersuchen, daß sie auch für die Stadt Straß« bürg, die bisher von einem Regierungs-Vertreter commissarisch verwaltet wurde, 4>ie Wahl des Gemeinderathes anordnen möge. In der Donnerstags-Sitzung Les Landes Ausschuffes erklärte nun Staatssecretär v. Hofmann, die Regierung habe die Frage, deren Lösung auch sie wünsche, in Erwägung gezogen, aber ste werde vor dem Abichluß vertraulicher Ermittelungen keinen Entschluß fassen. Aus letzteren habe sich zu ergeben, ob das wahrscheinliche Ergebniß der Wahlen ein derartiges fei, daß sich nicht schon nach einigen Wochen eine Auflösung des neugewählten Gemeinderathes als nothwendig erwiese.

In Frankreich ist auf parlamentarischem Gebiete seit vorigen Donnerstag eine größere Ruhepause durch achttägige Vertagung der Kammer eingetreten. Vorher gewährte die Kammer dem Cabinet Frepcinet noch ein glänzendes Vertrauens-Votum in der Prinzen-Ausweisungs'Frage, indem sie die beiden hierauf bezüglichen Anträge, den schrofferen Duch6 wie den milderen Rivet ablehnte und mit großer Majorität eine dem Ministerium günstige Tages­ordnung annahm. Durch dieselbe überläßt es die Kammer vertrauensvoll der Regierung, erforderlichen Falles die nöthigen Maßregeln gegen die Prinzen an« ^wenden und diese Kundgebung kann das Cabinet Freycinet nur ermuthigen, in seiner auf die Befestigung der republikanischen Institutionen gerichteten ruhi­gen und maßvollen Politik fortzufahren.

Die Nachrichten aus Decazeville in Frankreich lauten immer beunruhigender. Die Minen-Gesellschast will keinerlei Zugeständniffe machen und di- Arbeiter verharren auf ihren Forderungen - Lahn-rhühung und Ent- laffung eine« mißliebigen Ingenieur«. D>e Gesellschaft soll entschlossen fern,

Auszug

aus der von Gr. Mr-Rechnungskammer abgeschlossenen Rechnung der PromnMkasse der Pronin? Mrhessen für 1883,84.

1250,-

3103,62

130,58

371,69

122287,17

53,98

127197,04

Der Rechner der Provinzialkasse für Oberhessen: Grüneberg.

Revidirt, ohne daß sich für den vorstehenden Abschluß eine AenderunK ergeben hat.

Darmstadt, am 19. Februar 1886.

Großherzogliche Ober-Rechnungskammer.

Hahn. Pusch.

be einen mit rgniffen ver- Mann in die te schriftliche

Mueller.

lasken- ofthw errcnu.Dam», t und neu, bifiit Mm und zu vn- n. TckwattM'v.

Kanin.Vesih, rtr per Meter m ) an bei IW? Kretzsclimar, >tlter§roeg4L__

JL 19583,30 13041,81 138600,- 687,26 818,23 21320, 9,- 194059,60

Verglichen, bleibt Rest 66862,56

lieber alle Arbeiten im Gruben-Revier von Decazeville durch fremde Arbeiter fortsetzen zu (affen.

Die schwedische zweite Kammer hat mit 105 gegen 99 Stimmen den Einsuhrzoll von zwei Kronen für 100 Kilogramm Roggen, Weizen, Mais, Erbsen und Bohnen genehmigt also auch in Schweden Sieg der Schutz­zoll« Politik.

Von der italienischen Deputirtenkammer ist endlich am vorigen Freitag das definitive Budget nach wochenlangen Debatten mit 242 gegen 206 Stimmen genehmigt worden, woraus sich die Kammer bis zum 15. o. Mrs. vertagte. Am Schluffe der genannten Sitzung brachte der Deputirte Parenzo eine Interpellation darüber ein, ob es wahr sei, daß dem Berliner Vertrag zuwider eine Zoll-Linie zwilchen der Türkei und Ost-Rumelien errichtet werde und welche Maßregeln die Regierung ergriffen habe, um dies zu verhindern.

London, 7. März. Nach hier eingegangenen Meldungen war die von den socialdemokratischen Vereinen in Manchester und Salford auf heute einbe* rufene Versammlung von etwa 5000 Personen besucht, die dabei gehaltenen Reden waren gemäßigt und ruhig, es wurden mehrere Resolutionen auf Be­schaffung von Arbeit für diejenigen, welche wegen Mangels an Arbeit Hunger leiden, sowie auf Ausführung von öffentlichen Arbeiten, welche den dabei Be- schästizten einen für ihren Lebensunterhalt ausreichenden Lohn gewahren, ange­nommen. " Nach Annahme dieser Resolutionen ging die Versammlung ohne jede Störung der öffentlichen Ordnung ruhig auseinander.

London, 8. März. Unterhaus. Brpce erklärt, Deutschland habe in die Beschickung einer Conserenz im Haag, betr. den Branntwein-Handel auf der Nordsee, gewilligt und erklärte weiter, er habe erfahren, daß eine Zollgrenze an der Südostgrenze von Rumelien errichtet werden solle, wo ein Aussuhr- Wertbzoll von 1V2 pCt. auf Rindvieh und Schafe erhoben wird. Der britische Handel würde davon nicht berührt, aber der Widerstreit der organischen Gesetze und der Berliner Verträge sei Gegenstand der Unterhandlung zwischen fden Mächten und zwischen England und Bulgarien. Inzwischen habe er Veriiche- rungen erhalten, daß die Zölle an der ostrumelisch-türkischen Grenze mcht erhoben würden, bis ein Abkommen darüber getroffen sei. __ _______ _

Reichstag.

E R. Berlin, 8. März 1886.

Am Bundesrathstische: v. Bötticher, Vr.v. Schelling.

Der Beschluß des Bundesraths bezüglich der Ai.snahme der rellulose-Fabnrm in das Berzeichniß der genehmigungspflichtigen Anlagen wird tn dritter Lesung ohne

genehmigt. fobann: Fortsetzung der »weiten Berathung de«,

vom Abg. vr. N-ich-nIpergcr eingebrachten Ge,etzciitwnrs-s, betrchenb die Öleber, etnsührung der Berufung -egen Strafkammerurtheile.