im
vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
4
1819
Zusammen:
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Erwachsene:
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49. Woche. Vom 28. November bis 4. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär).
Carl Loos, am Kirchenplatz.
C. W, Dietz Nachfolger.
Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen
Amerika’s und Australiens
KU gleichen Preisen wie an Kafenplätzen hält sich unter Zu« sicherung reeller Bedienung bestens empfohlen
Es starben an:
Organischer Herzkrankheit Lungenschwindsucht Lungenentzündung Rückenmarksentzündung
December 1886.
Sterblichkeitsziffer: 10,9 o/^. Kinder
Lon Bremen nach New York in —> 9 Tagen —— mittel« oen neu eingerichteten Dampfern des Norddeutschen I^floyd.
Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde.
Donnerstag den 9 December, Abends 8 Uhr, 2. Advents-Wochengottes dienst; der Advent des Herrn m d?r Gegenwart zu den Seinen, Pfarrer Or. Nau mann. '
(Es wird zu diesem Gottesdienst geläutet werden.)
Vermischtes.
nrfr — (Ein Märchen aus Tausend und eine Nacht.) Aus Nom wird der „Wiener Allg. Zeitung" unterm 26. v. Mts. geschrieben! Im Torre d'Annunziata wurde durch zwei Flurwächter eine ebenso merkwürdige als glückliche Entdeckung gemacht. Auf einem ihrer Streifzüge durch die Berge setzten sie sich rastend auf eines der großen hervor- Iprmgenden Felsstücke, als dieses sich plötzlich zu ihrem Schrecken senkte. Ihre Furcht wich bald, als sie merkten, daß der mächtige Block sich wie auf Federn bewegte, um endlich auf dem Grunde einer Höhle liegen zu bleiben, woselbst die überraschten Wächter 1 • voll Gold und ein ganzes Lager von werthoollen Waaren vorfanden.
Nachdem sie mühsam den Ausgang aus der Grotte gefunden, machten sie von ihrer Entdeckung sofort die Anzeige und die behördliche Nachforschung ergab, daß man es
Summa: 4
, Anm Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle an der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
mit einem Vorr.thslager einer ausgedehnten Räuberbande zu thui? habe. Mau sand sogar das Namensverzeichniß aller Mitglieder der Bande — 150 an der Babl — vor wurden in der ganzen Provinz in Folge dessen Massmverhastungen vorgenommen macht n^ürttcL g7oß!kA7sfehen"° ^fleute (?) betraten. Der Vorfall
Der Christmonat ist eingezogen, nur noch drei Wochen bis Weihnachten fur3e -spönne Zett nicht Alles noch bringen? Die Geschäftswelt hofft' sie Käufer nun m Hellen Schaaren erscheinen werden; das Publikum rechnet und überlegt: Wo und Wre? Vor allen Dingen, das möchten wir noch einmal wiederholen, kaufe man möglichst daheim; der Ruhm, auswärts gekauft zu haben, sollte dem £ocal= und es wird das in den meisten Fällen geschehen können, ohne daß der Käufer 9tachthett hat. Gegen baare Zahlung kauft man überall preiswerth und kauft man zu Hause, spart man das Porto und sonstige Unkosten. Bei Geschäften rn großen Städten ist die Baarzahlung selbstverständlich, ergo kann sie es auch daheim fein. Man baut damit von vornherein einen sicheren Wall gegen die Rechnungen im Januar. Für das Weihnachtsgeschäft haben alle Gewerbtreibenden sich vorbereitet- ihre ganze Ausrüstung ist mobilisirt und dem Publikum zur Schau gestellt. Wir mochten aber noch an eine Hülfs-Armee kleiner hülfreicher Geister erinnern, die noch memals Jemand rm Stich gelassen haben, wenn sie nur ordentlich cittrt wurden. ^ d.^^ /ind die Lettern, die Buchstaben in der Zeitung, aus deren bunten Reihen sich die Weihnachts-Annonce geschmackvoll bildet. Die Weihnachts-Annonce ist ein guter Freund, dessen Kraft freilich noch verschiedentlich unterschätzt wird. Ein Geschäfts-
La^ mürrisch: „Nutzt auch nichts. Will das Publikum kaufen, kauft es doch'" Letzteres mag richtig sein, es bleibt aber die Frage, wo und was das Publikum kauft! Der Zweck der Weihnachts-Annonce ist es, das Publikum immer wieder auf einzelne J?ec5?'h Jla$?^6eschenken besonders eignende Gegenstände aufmerksam zu machen, 5 Detail Kosten und Werth des Gegenstandes erkennen zu lassen, bis endlich die Lust -um Kaufen kommt. Auf den ersten Hieb fällt kein Baum, auch die einzelne Annonce macht noch kein Wundergeschäft. Aber immer kurz und klar von Neuem er- ott rrchtlgen Gegenstände dazu, dann kommt die Neigung von selbst und nenn sie schließlich aus der ^Neugier entspringen sollte. Jeder Praktikus kennt das. Was hat denn den Geschäften m großen Städten ihren enormen Kundenkreis geschaffen? Die Annonce Das ist das ganze Geheimniß! Nicht das Geschäft macht das Annonciren, sondern das Annonciren vielmehr das Gefchäft. Es ist also nur im Interesse der Geschäftswelt, wenn wir darauf aufmerksam machen, ihr die Waffe empfehlen, mit welcher die sogen. Versandtgeschäfte ihre Schlachten geschlagen haben; der Nutzen wird nicht auf sich warten lassen. Das Publikum hat, wie man zu sagen psiegt, zum tteste „den Kopf voll!" Daher thut die Erinnerung, der freundliche Hin- wers gut und am besten vermittelt ihn die Weihnachts-Annonce, wenn sie nur in die passende Form gekleidet ist, denn auch das Annonciren ist eine Kunst.
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DchiffS nachrichten.
« rs Bremen, December. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Poftdampfer Fulda, Capltan R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. November von Bremen und am 25. November von Southampton abgegangen kommen Öm December, 2 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New - York ange- _ „ Bremen, 7. December. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Ems , Capltan Th. Jungst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. WoDember von Bremen und am 28. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in New-York angekommen
daß die Sympathien der edlen ungarischen Nation es inmitten der schweren Kämpfe begatteten- dies werde das bulgarische Volk nie vergessen. Grekow schloß mit einem die ungarische Nation und Ungarn. Die Deputation reifte um 2 Uhr 40 Min nach Wien ab.
London, 7. December. Prinz Alexander von Battenberg ist hier eingetroffen und wurde am Bahnhofe Namens der Königin vom General Duplat empfangen. Der Prinz geht morgen nach Windsor.
— Heute Nachmittag fand unter dem Vorsitze Hartington's eine stark besuchte Versammlung der unionistischen Liberalen statt, welcher auch Goschen beiwohnte. Zur Verlesung kamen Briefe von Bright und Chamberlain. Bright bekämpfte darin entschieden den Plan eines irischen Parlaments in Dublin und sagt, die Haltung Glad- stone's in der irischen Frage schadete derselben sehr. Es sei bedauerlich, daß Gladstone nicht für den Frieden seine Stimme vernehmen ließe. Auch Parnell hätte nichts gesagt, um dem Irland drohenden Unglücke vorzubeugen, im Gegentheil, sein Organ, „ünited Ireland“, habe die Pläne Dillon's unterstützt. Hartington erklärte, die jüngsten Reden Gladstone's und Harcourt's, worin sie sich weigerten, die Bedeutung der Ansichten der Unionisten anzuerkennen, machten eine Versöhnung unmöglich. Die Unionisten müßten also die Tories unterstützen. Er halte den Entscheidungskampf zwischen Ordnung und Unordnung in Irland für unvermeidlich. Ebe in Irland Ruhe hergestellt werden könne, müsse man der jetzigen übertriebenen Agitation entgegentreten, welche der Anarchie gleichkomme. Die Pflicht Gladstone's sei es, bei der gegenwärtigen Krisis ein Wort zu sprechen, welches das Bündniß zwischen den Liberalen Englands und den Nationalisten Irlands beseitige.
tx Siner Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Zanzibar zufolge soll vr. Juh ke, Vertreter der deutschen ostafrikanischen Gesellschaft, in Kesmayor durch Somanlis ermordet worden sein.
Loyales.
Gießen, 5. December. Im Hotel Lenz fand heute Nachmittag die erste Ver- sammlung hiesiger Werkmeister und anderer industrieller Betriebsbeamten statt. Als Referent über Zweck, Ziele und Erfolge des Deutschen Werkmeister-Ver- b and es (Sitz Düsseldorf) war Herr Werkmeister Breithaupt aus Cassel erschienen und behandelte derselbe in erschöpfendem Vortrage das gesammte Genossenschaftswesen, soweit dasselbe^ sich mit Fürsorge für Invaliden, Wittwen und Waisen beschäftig:. Auch die so äußerst segensreich wirkenden sogen, socialen Gesetze unterzog Redner insoweit einer eingehenden Beleuchtung, als diese den Betriebsbeamten ganz oder theil- werse von dem Nutzen dieser Gesetze ausschließen, ihn dagegen andererseits durch die im Unfallversicherungsgesetz ausgesprochene Regreßpflicht umsomehr heranziehen. Allgemeinen Beifall fanden die Erfolge des Verbandes während kaum dreijährigen Be- uehens Auf mchr denn 8000 Mitglieder angcwachsen sind für Sterbesälle, besondere Nothfalle und Weihnachtsgeschenke an Wittwen und Waisen bis 1. November d. I. in runder Summe 52 000 zur Auszahlung gekommen. Neuerdings gewinnt der Verband in Suddeutschland immer mehr Mitglieder. So sind in Frankfurt, Hanau, Offenbach, Höchst, Darmstadt, Nürnberg, Augsburg, München 2c. Bezirksvereine entstanden. Zur Gießener Versammlung waren auch Herren aus Wetzlar, Lollar und Sinn-Herborn erschienen. Das Resultat derselben war die sofortige Gründung eines ezirksvereins für Gießen, Wetzlar und Umgegend, dessen provisorischer Vorstand, aus den Herren: Corlö, Grüneberg, Pfisterer, May und Ruff aus Gießen, Simon aus Lpllar, Bug aus Wetzlar bestehend, in etwa 14 Tagen eine weitere Versammlung, zwecks definitiver Wahlen und Entgegennahme neuer Anmeldungen, durch die Lokalzeitungen bekannt geben soll. — Noch soll erwähnt werden, daß seitens der Offenbacher College» während der Versammlung ein Telegramm eintraf, welches derselben guten Erfolg wünschte. Dieser ist denn auch vollständig eingetreten, dursten sich doch bald zu den über 20 Mitgliedern des neuen Vereins die noch fernstehenden Berussgenossen aller Branchen hinzugesellen. Eine Vereinigung, welche nicht Vergnügungen, sondern ernstes Streben gegen die mancherlei Wiederwärtigkeiten des Lebens bezweckt, verdient die Anerkennung und Hochachtung Aller.
c Gießen, 8. December. Das morgen Abend in Stein's Garten stattfindende 5 Abonnements-Concert verspricht, wie wir aus dem uns vorliegenden Programme ersehen, ein sehr interessantes zu werden; außer dem zweiten Theile des Concerts, welcher ganz Beethoven's Egmont gewidmet ist und an dieser Stelle schon nähep be- sprochen wurde, werden uns auch in den anderen Abtheilungen wahre Perlen von Orchestermusik zu Gehör gebracht werden, so unter Anderem das sehr selten zur Aufführung kommende „Liebesmahl der Apostel" von Rich. Wagner, eine Special - Com- position des großen Meisters, welche keinem der bekannten großen Werke entnommen ist; ferner Ouvertüre zu „Iphigenie in Aulis" von Gluck, dem Vorbilde Wagner's, in dessen Fußtapfen der letztere nur mit viel größerer Energie und Consequenz weiter- arbeitete und so die Idee des alten Gluck zur denkbar größten Vollendung brachte; außer diesen kommen noch eine Fantasie aus Gounod's Faust und verschiedene andere recht nette Musikstücke ernsten und heiteren Genres zum Vortrage, so daß allen Musik- liebhabern der Besuch dieses Concertes ouf's Wärmste empfohlen werden kann.
Beste Gelegenheit zur Anschaffung billiger und praktischer Weihnachtsgeschenke bietet mein Au»verkauf wegen Umzug nach der Marktstraße in dar Haus des Herrn M. Weiner. 8583
M. KANN, Lindenplatz.
Schiffs- Bewegung
der Postdampffchiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.
Hamburg, December. Das Hamburg-New-Yorker Post-Dampfschiff „Rhaetia , Capitan Vogelgesang, welches am 21. November von hier und am 24 November von Havre abgegangen, ist am 6. December, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in New - York angekommen.
. Hamburg 7. December Das deutsche Dampfschiff „Polaria", Capitän Schade, ist am 6- December, früh Morgens, wohlbehalten in Siew-York angekommen.
Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in der Ztadt Gießen.
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