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in dersel- r Branche 3n, erhalten mit Angabe gen Thätig- prüche >
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
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«chstGrsst* 7. Erscheint wtt deL »iertetjähriich 2 Mark W ff. utt
viertelMclich 2 M-rk ötz tzs
Amtlicher Hheil.
Betreffend: Die Aufräumung der Wetter.
B e k a n n t m a ch u n g.
Der Wetterfluß wird zum Zwecke der Aufräumung am 8., 9. und 10. Juli I. I. in der Gemarkung Ober-BeMn Greßen, am 6. ^uli 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
___________________________________ Dr. Boekmann.
gen abgeschlagen.
Der am vorigen Donnerstag erfolgte Zusammenstoß eines
0e2>?°1n"er?Xa8 "s°lgte Zusammenstoß eines rede, sowie der Antwort der Sobranje ersucht habe, da jene mit bem tX»' itoin^flmfpnhnr/ fi^t und bet benachbarten bulgarischen Uebereinkommen nicht im Einklang stünden. Die Pforte hat offen.'
AÄÄ /«ne ber f^roerfien «ataßrop^en in ben neueren bar dem Drängen Rußlands, gegen Bulgarien aufzulreten, nachgegeben t
mürben ^raU8;^Somc bi8 i?Bt ^stgestellt ist, ebenso gewiß ist es, daß sich Fürst Alexander beeilen wirb, eine befrstbiaenbe
r ix, .... Äu amnlen(x0P ttx fletöbtet, 12 schwer und über 30 I Antwort zu geben und somit würde auch dieser versteckte Schachzug Rußlands
leichter verletzt; sehr wahrscheinlich wird stch aber die Zahl der Verletzten noch I vereitelt sein. 8 JtUBlan01
Eine Depesche aus Konstantinopel vom 3. Juli besagt, daß die Psorte in Sofia um Ausklärung über gewisse Stellen der bulgarischen Thron-
PolitLfche Ueberfkcht.
Gießen, 6. Juli.
In dem ferneren Reise-Programm Kaiser Wilhelms nach Beendigung der Emser Kur ist insofern eine kleine Veränderung zu verzeichnen, als der erlauchte Monarch auf seiner Weiterreise nach Bad Gastein dem Prinz. Regenten von Bayern einen Besuch abzustatten und deshalb in München einen Eurzen Aufenthalt zu nehmen gedenkt. Am 18. Juli trifft Kaiser Wilhelm nach Len bisherigen Dispositionen in Gastein ein, wohin sich alsdann auch Kaiser Franz Josef von Ischl aus zu dem traditionellen Besuche fernes erhabenen' Alliirten und Freundes begeben wird, lieber eine Zusammenkunft zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Grasen Kalnoky, dem österreichischen Minister des Auswärtigen, von welcher jetzt ebenfalls viel die Rede ist, lauten die Angaben noch recht schwankend, namentlich was den Ort anbelangt. Man nennt bald Gastein, bald Kifsingen, und wird man hierüber eben noch Näheres abzuwarten haben, dagegen heißt es bestimmt, daß der Reichskanzler während seines Kiffin- ger Kuraufenthaltes eine ober mehrere der leitenden bau-rischen Persönlichkeiten empfangen werde.
_ häßlich der Eröffnung der Postdampfer-Fahrten aus der ostastattschen Linie durch die „Oder" geben wir nochmals einen orientirenden ueherottck über die neuen überseeischen Postdampser-Routen. Was zunächst die eine Hauptlinie, diejenige nach Ostasien, anbelangt, so bilden aus derselben Antt wetpen. Port Said — die nördliche Eingangspforte zum Suezkanal — Suez, Aden — das den Engländern gehörige Felsennest am Ausgange des arabischen Meerbusens Colombo aus Ceylon, Singapore an der äußersten Spitze der langgestreckten Halbinsel Malakka und Hongkong die hauptsächlichsten Unterwegs- Stationen; die Linie endigt bekanntlich in Shanghai. Von Hongkong aus führt eine Zweiglinie nach Yokohama, dem Hafen für die japanische Residenzstadt Yeddo, nach Kiogo aus Korea und Rangasaki. Für den Verkehr mit Australien besteht eine Hauptlinie nach Sidney, welche mit der ostasiatischen Linie die Unterroeg,Stationen bis Aden gemeinsam hat, dann nach den Tschagos-Jnseln, Adelaide, Melbourne uud schließlich Sidney führt. Von letzterem Platze aus geht eine Anschlußlinie nach den Tonga-Jnseln und Apia. Außerdem führt eine besondere Zweiglinie von Triest über Brindisi nach Alexandrien. Die Fahrten auf den beiden Hauptlinien geschehen in Zeitabständen von je 4 Wochen und greifen dergestalt ineinander, daß auf der gemeinsamen Strecke Bremerhafen-Aden eine regelmäßige 14tägige Verbindung hergestellt wird. Aus der ^ime ^nest-Albxandrien werden die Dampfer in 14tägigen Zwischenräumen ab- gesertigt, um den Dampfern der Hauptlinien in Verbindung mit der egyptischen <,üenbahnlinie Alexandrien-Suez in Suez die Reisenden und Postsendungen nach Ä bezw. Australien zuzuführen. Die Fahrzeit von Suez nach Hongkong aq qir 24 A^age gegenüber einer Fahrzeit von 28% bei den englischen und bei ben französischen Dampfern. Den Verkehr auf der Linie Triest.
.werden die bereits nach Triest abgegangene „Braunschweig" tinb die „Nürnberg besorgen; für die Fahrten der ostasiatischen Hauptlinie Md außer der „Oder-, noch der „Neckar", sowie die großen, neu erbauten Subventions-Dampfer „Preußen", „Sachsen" und „Bayern" bestimmt. Den Verkehr auf der Zweiglinie Hongkong - Nangasaki vermittelt der ebenfalls schon unterwegs befindliche neue Dampfer „Stettin." Für die australische Linie sind die großen auch neu erbauten Prachtdampfer „Salier", „Hohenzollern", „Habsburg -Hohenstaufen und „General Werder" bestimmt und wird von ihnen , "Malier am Mittwoch, den 14. Juli, die erste fahrplanmäßige Reise an- treten. Auf der Zweiglmie Sidney-Tonga-Inseln-Samoa endlich wird der ebenfalls neue Dampfer „Lübeck" verkehren.
als weit größer Herausstellen. Die gerichtliche Untersuchung über das entfett Unglück, welches durch das Ablassen des Postzuges auf einem falschen herbe,geführt wurde, ist bereits eingeleitet worden. ^Cn
9 cy Hochschule in Darmstadt beging am 1 und
2' 3K t^^6eI'e,eL,&reä jährigen Bestehens unter Th-ilnahm- des w,e der Beh rden, zahlreicher Deputationen und von -uswätts -rschünener Gäste
Der Militär-Gouverneur von Paris, General Sauüien wird nunmehr aus seinem Posten bleiben, da der französische
. Demisstou Saussier's nicht angenommen hat. Der Ministerrath lüß bierbe G-n-ral die specielle G-nugthuung zu Th-il werden, daß der Gegner Sa! stn's ffW’Ä ^oulanger, den Gouverneur Namens des Gesammt-Cabinels brufüch ersuchte, das Demisstonsgesuch zurückzuziehen. Die vielbesprochene Aff! « enbigt demnach mit einer persönlichen Niederlage des Kriegsministers und die!e w°r 'N der That e ne vollständig verdiente; denn General Boulan er hat stch durch fein ruckuchlslofes Verhalten in der Armee wie in den Pariser DolitifrLr uin parlamentarischenKreifen schon längst zahlreiche Gegner zugezogen. *HosÄ lich nimmt stch Herr Boulanger die erhaltene Lection zu Herzen 9 "
.. . ,a„us S.tatien liegen immer wieder die stereotypen Cholera-Berichte vor die indessen bei jeoer neuen Auflage eine Zunahme der Epidemie erkennen lassen
^oucht nur die Namen Latiano und Francavilla zu nennen, um das bei ^^'chll^ssen der Cholera jenseits der Apenninen constatirt zu sehen Wochen kamen in den beiden genannten Städtchen nur weniae tägliche Cholerafalle vor ; M me bet der Telegraph, daß in Latiano am Fr "tag 105 Perlonen an der Cholera erkrankten und 32 Personen ihr erlagen mäh9, renb m gtancgoiag bie Cholera zur selben Zeit 18 Personen dahi/raffte und ii Personen neu befiel. Leider scheint dabei die Seuche in dieser Gegend noch keineswegs ihren Höhepunkt erreicht zu haben. 9
fPOnif v.e,? Regierungs.Decret spricht anläßlich der Gebutt des Königs Alzons XIII. eine Amnestie für gemeine Verbrechen, aber nicht für noht4$e unb militärische Verbrechen aus. Da in Spanien gerade letztere sebr zahlreich find, so dürfte der unvollkommene Ammstie-Erlaß im Lande wobl nur mäßige Freude erregen. " nut
Die Reise des Gro ßfürsten Wladimir durch die russischen Ostsee. Provinzen erregt wegen der den Deutschen günstigen Berichte des Kauimerh-'ri- Slu schewsky, der stch >in Gefolge des Großfürsten befand, in Rußland wie 'im Auslande ein gewisses Aufsehen. Es gilt dies besonders von der Stelle in welcher Slutfchewsky unumwunden feine Ueberzeugung ausspricht vast' di? erprobte Anhänglichkeit der Balten an die Czarensamilie auch auf die Beziehungen der Balten zu dem rnsiischen Volke eine wohlthätige Rückwsikung ausüb n werde In den deutsch, baltischen Kreisen selbst sieht man freilich die Lage vstl kühler “n und meint man, daß die Reife des Großfürsten höchstens di- Entkleidung der Rufstficirung der Ostsee.Provinzen von ihrem bisherigen vorwiegend religiösen Charakter zur Folge haben werde. 0
In den russischen Hetzereien und Drohungen gegen den Fürsten Alexander von Bulgarien, von welch' letzteren auch die Psorte ihr aut Thell abbekommen hat, ist wieder einmal eine Paule eingetreten. Wahrschein, lich hat man sich inzwischen in Petersburg davon überzeugt, daß Rußland bei seinen abermaligen Wühlereien auf der Balkan-Halbinsel von keiner Seite her auf Beistand zählen darf und zieht man an der Newa die drohend herausae- teckten osficiösen Fühlhörner wieder ein- Uebrigens ist der russische Botschafter n Konstantinopel, Herr v. Nelidow, mit lOtägigem Urlaube in Petersburg eingetroffen, wohl, um Bericht über die Lage in Konstantinopel zu erstatten.
Betreffend: Wie oben. Gießen, am 6. Juli 188^-------
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
die Großherroglichen Bürgermeistereien «der- Bessingen, Nieder-Bessingen, Lich, Muschenheim, Eb-rsiadt und Ober-Hörgern, sowie da» Polizereomwiffariat Kloster Arnsburg. 9 »erstaor uno
Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung werden Sie angewiesen, die Ausräumung der Wetter in den Ihnen unterffelltev nx,™ f m den Tagen vom 8-10. Juli I. I. vornehmen zu lassen. unterstellten Gemarkungen
„ Dr. Boekmann.


