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betrieben und gelehrt wird, ihre Vertreter hierher entsandt haben: der Universitäten, der technischen Hochschulen, der wissenschaftlichen Akademien. Sie konnten diesen Auf­trag Einem ertheilen, weil es ein Gefühl freudiger Theilnahme ist, das sie alle der Schwesteranstalt gegenüber beseelt, deren Ehrentage wir feiern, weil sie alle von dem Bewußtsein der inneren Zusammengehörigkeit unserer Wissenschaft erfüllt sind, für welchen Zweck diese auch und in welcher Art sie gepflegt werden. Heidelberg ist die älteste von den Universitäten des deutschen Reiches, aber es ist, als wäre rhr bei ihrer Gründung das Geschenk einer ewigen Jngend in die Wiege gelegt worden, so erfrischt fühlen sich alle, die von ihrem Hauche berührt werden. Die Jungen, welche ihre wissenschaftliche Bildung bei ihr suchen, die Alten, welche als Lehrer an ihr wirken oder zur frohen Erinnerung an die Tage der Jugend zu ihr zurückkehren. Und auch ihr selbst ist es unter der väterlichen Fürsorge erleuchteter Fürsten gelungen, sich nach jedem Schicksalsschlag, der sie traf, zu erneutem Glanze zu verjüngen; den Schaaren der Zöglinge, die sie in die Welt hinausgesandt hatte, immer weitere folgen zu lassen; Len Gelehrten, welche Heidelbergs Namen in die Ehrentafeln der Geschichte so ruhm­voll eingeschrieben haben, den wissenschaftlichen Entdeckungen, die in Heidelberg gemacht worden sind, immer neue hinzuzufügen. Möge der gute Geist, der sic bisher geführt hat, ihr treu ble ben! Möge dieser schone Fleck deutscher Erde noch bis in ferne Jahr­hunderte der glückliche Wohnsitz der Wissenschaft und Geistesfreiheit, deutscher Bildung und deutscher Vaterlandsliebe bleiben!"

Der heutige Festact in der Heiliggeistkirche begann Vormittags 9</r Uhr. Von der Aula aus setzte sich Vormittags 9 Uhr der feierliche und äußerst wirkungs­volle Zug durch die Hauptstraßen der Stadt, unter Vorantritt eines Musikcorps, in folgender Reihenfolge in Bewegung: 15 Mitglieder des Studentenausschusses, die -Pedelle, der Prorector, begleitet von dem engeren Senate, die Deputirten ausländischer Universitäten und Akademien, die Deputirten außerdeutscher Universitäten und Aka­demien deutscher Zunge, die Deputirten deutscher Universitäten und Akademien, die Deputirten der Polytechniken, die akademische Körperschaft nach Fakultäten geordnet, 15 Mitglieder des Studentenausschusses. Der Großherzog und die Frau Großherzogin, sowie Seine K. und K. Hoheit der Kronprinz trafen wenige Minuten vor 9*/r Uhr an Ler Heiliggeistkirche ein und wurden am Eingänge des Gotteshauses vom Prorcctor mnb dem engeren Senate empfangen und nach ihren der Kanzel gegenüber befindlichen Plätzen geleitet. Die Kirche war reich und würdig ausgeschmückt, die Fülle malerischer akademischer Trachten gewährte ein überaus reizvolles Bild. Rach dem von den Gesangvereinen mit großem Orchester ausgeführtenHallelujah" von Händel bestieg Geh. Rath Professor Kuno Fischer die Rednerkanzel und hielt die nach Form und Inhalt geradezu meisterhafte Festrede über den Entwickelungsgang der Universität. Mit einem Ehor aus demLobgesang" von Mendelssohn schloß die Feier. Der Groß- Herzog und die Frau Großherzogin, sowie Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz sprachen dem Geh. Rath Prof. Fischer in den wärmsten Ausdrücken und unter wiederholtem Händedruck ihren Dank für seine Rede aus. Auf der Rückfahrt wie bei der Hinfahrt waren der Großherzog und die Frau Großherzogin, sowie Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz von den in den Straßen versammelten Menschenmassen mit stürmischen Zu­rufen begrüßt worden.

Das Festmahl für die Ehrengäste begann im großen Saale des Museums mach 3 Uhr. (Am Rectortisch saß gegenüber dem Kronprinzen der Großherzog von Baden, neben ersterem die Prinzen Ludwig Wilhelm und Karl. Der Erbprinz war nicht anwesend. Reben dem Prinzen saßen Kuno Fischer und Mommsen, weiter Goßler, Windtscheid, Neye, Minister Hofmann, Professor Zeller ,aus Paris; neben dem Großherzog saßen Prorector Bekker und der badische Cultusminister Rokk, ferner Helm­holtz, Gneist, Bunsen, ..der Berliner Professor Zeller, Lamey. Den Saal füllten im Ganzen 470 Personen. Das Menu war reich und gewählt; von Weinen ist zu nennen Lie Perle der Pfalz von 83, Forster Kirchenstück Ausbruch. Gegen Ende der Tafel erhob sich der Großherzog und toastete auf den deutschen Kaiser.

Wie der Trinkspruck des Großherzogs auf den Kaiser wiederum das Haupt- -gewicht auf die Interessen des Friedens und der Bildung legte, so knüpfte die Antwort des deutschen Kronprinzen wiederum an Heidelbergs Theilnahme am nationalen Auf­schwung an. Er gedachte gemeinsamer Jugendtage, da er gemeinschaftlich mit dem Großherzog die patriotischen Hoffnungen für unerfüllbar gehalten, und daß sie doch erfüllt worden, sei neben anderen deutschen Fürsten vornehmlich dem Großherzog von Baden zu danken. Aus deutschem Munde einem deutschen Fürsten lasse er den Groß­herzog leben. Nachdem Graf Berlichingen der abwesenden Frau Großherzogin und dem ganzen großherzoglichen Haus unter Hinweis auf den vaterländischen Geist des­selben sein Glas geweiht, brachte der Großherzog als Rektor ein Hoch auf die Univer­sität aus, anknüpfend an die Tage der eigenen Studienzeit hier und an den Einfluß der empfangenen Einwirkungen. Sein nationaler Sinn habe hier Nahrung erhalten. Heute bekunde die Anwesenheit der Vertreter aller gebildeten Nationen die Einheit des wissenschaftlichen Strebens im Hinblik auf das gemeinsame Wirken, zum Wohle aller Völker; er trinke auf das Wohl der Universität Heidelberg. Prorektor Bekker toastete auf den Kronprinzen, den Sprossen des deutschen Fürstengeschlechts, dessen Ahn sich zuerst als ersten Diener des Staats bekannte. Minister Nokk pries den geistigen Austausch der idealen Güter unter den Völkern, der eine Zeit des allgemeinen fried­lichen Verkehrs herbeiführen werde und trank auf das Wohl der Gäste, darauf ergriff Prof. Helmholtz das Wort zu einem Hoch auf die Stadt Heidelberg, nicht als Poet wolle er die geliebte Stadt preisen, in der er selber zwölf Jahre verbracht, das könne er Berufenen überlassen, die, wie Scheffel es gethan. Als Gelehrter wolle er die echte Schönheit Heidelbergs preisen. Diese Schönheit sei die Mutter hoher Gedanken, nicht zwischen Büchern und Papieren kämen dieselben; lvohl aber beim Einblick und Aus­blick in die dazu anregende Natur. Zum Schluß dankte Bürgermeister Wilkens 'Namens der Stadt. (F. Z.)

Der große Fackelzug der vergnüglichsten Universität Deutschlands mar das Ereigniß des heutigen Abends. Er war vom schönsten Wetter begünstigt und ist glanzvoll verlaufen unter beaeisterter Theilnahme der Bevölkerung. Mehr als zwei­tausend Studenten hatten sich y29 Uhr auf der Handschuhsheimer Landstraße ver­sammelt und mit flammenden Fackeln, begleitet von 6 Musikcorps, entwickelte sich der Zug das rechte Neckarufer entlang. Von der Terasse der Festhalle aus über das Wasser des Neckars hinweg gewährte der Zug einen großartigen Anblick von tausend und aber tausend hell auflodernder Flammen. 25 Minuten dauerte der Vorbeizug. Von der alten Brücke gings durch die Haspelgasse und Hauptstraße nach der Sophien- straße, in deren Nr. 25 der Prorector wohnt, der mit lauten Hochrufen gefeiert wurde. Vorher waren vom Marktplatze Deputationen nach dem Rathhause gegangen, um den Großherzog als Rector zu begrüßen. Die Reihenfolge ließ den Eorps dieFinken- fchaft", dieser die Burschenschafter folgen. Bei den Corps, die heute Nacht großen Haupt-Commers haben, befanden sich dieSaxoborussen" an der Spitze. Die Nicht- sarben-Studenten wurden von denHamburgern" geführt. Großartig war der Schluß auf dem Ludwigsplatz, wo die Fackeln aufgethürml wurden zu einer mächtigen Riesen- seuersäule, während rundum die Studenten gaudeamus sangen und die Fahnenwachen im feierlichen Tacte die Schläger zusammenklingen ließen. (F. Z.)

Der oben im Auszug mitgetheilte Toast des Kronprinzen lautet wörtlich:

Ich befinde mich in einer gewissen Befangenheit, wenn ich mich hier an Sie wende. Wo die innigsten Bande zwei Freunde verbinden, ist es schwer, den Gefühlen Ausdruck zu geben, welche dem einen derselben gelten. Aber die Stätte, auf welcher -ich stehe, erleichtert mir die Ausführung, weil auf der hiesigen Hochschule seit langer Zeit die Stämme Deutschlands durch ihre Söhne, die hier ihre Bildung empfingen, ein geistiges Band schufen, welches für die Zukunft bedeutungsvoll werden sollte. Der Geist, welcher sich von hier verbreitete, war im eigentlichen Sinne verkörpert in der Person des Großherzogs. Des bin ich seit vielen Jahren Zeuge und wenn ich also spreche, gedenke ich unserer Jugendgespräche, die wir geführt, wo wir von Zeiten sprachen, deren Verwirklichung wir nicht zu erleben glaubten. Da kamen die ernsten Zeiten, welche uns in das Feldlager führten, und was wir in jenen Stunden unter uns erörterten, das verkündete Großherzog Friedrich am 18. Januar 1871. Mein Haus bleibt den deutschen Fürsten zu immerwährendem Danke verpflichtet, weil die­selben einst durch einen Mund, der nun leider für immer geschlossen ist, diesem Hause die Kaiserwürde antrugen; aber mit tiefer Rührung gedenke ich in diesem Augenblicke des erlauchten Fürsten, der das Wort zum ersten lebendigen Ausdruck brachte, heute, wo das an Haupt und Gliedern reformirte Reich wieder hergestellt ist und Deutsch­land wieder seinen Kaiser hat. Ein jeder von Ihnen fühlt, daß diese Worte einem

Fürsten gelten, der bahnbrechend diese großen Entscheidungen herbeiführen half und daß der Name des Grvßherzogs untrennbar fest verbunden ist mit dm großen Ge­schicken unseres Vaterlandes. Seine Königliche Hoheit dm Großherzog-lebe hvch!

Eingesandt.

V Gießen, 4. August. Geehrter Herr Redacteur!

Obgleich ich s-nst nie auf grobe Angriffe gegen meine Person zu antworten pflege, halte ich es heute doch für angezeigt, noch ein paar Worte in der Kirchenconcert- Angclegenheit zu erwidern.

In meiner jahrelangen Praxis als Berichterstatter ist es mir noch nicht vor­gekommen, auf solche Weise infultirt zu werden, wie dies gestern geschah; nur erinnere ich mich eines Falles vor 3 Jahren, wo ich einen arroganten Schauspieler alsFaust" nicht refpectiren wollte. Derselbe sah aber sein Unrecht bald ein und nahte sich demüthig als Pater peeeavi.

Es ist eine alte Geschichte, daß der Kritiker einen schweren Stand hat; denn es Jedermann recht zu maßen, ist unmöglich. Ich bin weder Lobhudler, noch decke ich mir den Rücken, sondern sage einfach meine offene Meinung und darum mache ich nochmals auf das Referat in Nr. 176 aufmerksam, indem ich die darin gerügten Fehler, sowie die ganze ausgesprochene Ansicht wiederhole und bekräftige, selbst auf die Gefahr hin, als ein die Kirchenmusik nicht Wollender ju gelten, was ich natürlich in feiner Weise bin; aber meine Erfahrungen, die ich in Hamburg, Magdeburg, ja selbst in Berlin machte, Städte, die doch sicherlich in der Musik mitreden dürfen, wenn sie auch nicht in Hessen liegen, zeigten die bedauerliche Ab­neigung des heutigen Publikums gegen früher, daher behaupte ich: die Blüthezeit der Kirchenmusik ist vorüber und ob dieselbe noch einmal alsZukunftsmusik", wie der Herr Einsender von gestern meint, Erfolge erzielen wird, das muß abgewartet werden!

Herr H., wie sich der Einsender zeichnet, führt an: Lessing sagt:Sei milde gegen den Anfänger", vergißt aber, daß nur der Schauspieler oder der Solist, der seine eigene Haut zn Markte trägt, hierbei in Betracht kommt. Bei einem Gesangverein wie der evangelische Kirchengesang--Verein paßt dieser Ausspruch keineswegs, da hier der Dirigent die verantwortliche Person ist und ich glaube nicht, daß sich dieser zu den Anfängern rechnen wird.

Ich bezeichnete den Knabenchor mit derSchulnote" 1vortrefflich" und die Ausstellungen, die ich an der wirklich schlechten Textaussprache machte sind in jeder Weise gerechtfertigt. Herr Steiner wird sich den Dank des gesammten Publikums erwerben, wenn er meine wohlgemeinte Rüge beherzigt; denn gerade den Knaben kann er am leichtesten Achtung vor der deutschen Sprache beibringen.

Und NW» Eecpiescat in pacet»

Der Gießener Zitherclub (Wohllhätigkeitsverein) beabsichtigt am kommenden Sonntag, ben 8. August d. I., in Rohrle's Bi er halle ein Concer t für die bei dem letzten Brande verunglückte Näherin Fräulein Rochlitz zu veranstalten. Die Reineinnahme dieses Conen ts ist her Verunglückten, sowie ihrer Schwester, die beide bei dem Brande um ihre ganze Habe gekommen sind, zugesichert, indem denselben theils durch das Feuer, theils durch Wasser ihre sämmtlichen Kleider und sonstigen Gegen­stände vernichtet oder vollständig, unbrauchbar geworden sind. Indem obiger Verein ein sehr geringes Entree erheben wird, so wird auch sicher zu hoffen sein, daß bei einem so edlen Zwecke das Coneert recht zahlreich besucht werde. X. Y.

Vermischte-.

Mainz, 31. Juli. Der Gouverneur von Mainz, General der Infanterie v. Woyna, hat, wie schon kurz gemeldet, heute bei dem Kaiser sein Abschiedsgesuch ein­gereicht. Da Herr v. Woyna im nächsten Jahre sein 50jähriges Militärdienst-Jubiläum feiert, sich noch im Vollbesitz geistiger und körperlicher Kraft befindet, so müssen Gründe besonderer Art für das Abschiedsgesuch obwalten. Offenbar sind, wie auch das Mainzer Tagebl." andeutet, hinsichtlich des hiesigen Platzes militärische Reorgani­sationen im Werk. Die Rangordnung der Festung soll geändert, der Gorurerneurs- posten in'skünsttge durch einen Brigade-Commandeur besetzt und das Gouvernements- bureau aufgehoben werden.

Ein Schaffst der Zukunft", welches die öinrißtung des Delinquenten durch die Electricität besorgen soll, ist in Leipzig von einem Herrn W. construirt worden. Das Model präsentirt sich folgendermaßen: In der Mitte eines etwa einen Meter hohen hölzernen Blockes, dessen Oberfläche ungefähr 9 Quadratmeter beträgt und zu dem fünf Stufen in die Höhe führen, befindet sich ein Stuhl, auf welchen der Delinquent sich zu setzen hat; hinter diesem ist eine künstlerisch ausgestattete Statue der Justitia mit Schwert und Waage angebracht. Die Wage ist jedoch beweglich und durch sie wird die eigentliche Procedur bewirkt. Unter dem Blocke nämlich befindet sich die elektrische Batterie, deren Drähte in zwei Beinen des Stuhles in die Höhe führen und zwar so, daß der eine seinen Abschluß findet in einer kleinen Plattna- plattc, die in der Mitte des Sitzes angebracht ist, während der andere Draht ebenfalls in eine kleine Platinaplatte ausläuft, die jedoch an der Stuhllehne ihren Platz findet. Nachdem der Staatsanwalt, wie jetzt üblich, das Urtheil vorgelesen hat, soll der Delin­quent sich auf den Stuhl setzen, auf dem Widerspenstige eventuell feftgeschnallt werden. Der Scharfrichter soll über den Verurtheilten den Stab brechen und diesen in die Waage der Justitia werfen; dadurch wird mittelst eines überaus einfachen Mechanismus die electrische Batterie in Thätigkeit gesetzt und iin selben Augenblicke ist der Delin­quent dem Tode überliefert. Herr W. will sein Modell den Herren vom Reichsgericht vorführen und hofft, eventuell auf deren Gutachten gestützt, die Maschine in Gebrauch genommen zu sehen.

Schiffs - Bewegung

der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschast.

Hungaria", 24. Juni von Hamburg nach Westindien, 23. Juli in Colon angekommen;Gellert", 11. Juli von Hamburg, 24. Juli in Rewyork angekommen; Rhaetia", 24. Juli von Rewyork nach Hamburg;Albingia", 21. Juli von Ham­burg nach Westindien, 24. Juli von Havre weitergegangen;Saxonia", 26. Juli von St. Thomas nach Hamburg;Francia", 6. Juli von Hamburg nach Westindien, 26. Juli in St. Thomas eingetroffen;Rugia", 15. Juli von Rewyork, 27. Juli in Hamburg angekommen;Bavaria", 2. Juli von Hamburg nach Mexiko, 27. IM in Vera Cruz angekommen;Lessing", 25. Juli von Hamburg nach Rewyork, 27. IM von Havre weitergegangen;Moraoia", 28. Juli von Rewyork nach Hamburg; Gellert", 29. Juli von Rewyork nach Hamburg;Teutonia", 24. Juli von Hamburg nach Westindien, 29. Juli von Havre weitergegangen;Borussia", 11. Juni von St. Thomas, 30. Juli in Hamburg angekommen;Rhenania", 15. Juli von St. Thomas nach Hamburg 30. Juni in Havre angenommen;Anstralia", unn "Rewyork kommend, 30. Juli Dover passirt; Wieland", 22. Juli von Rewyork nach Hamburg, 1. August Dover passirt;Sueoia", 18. Juli von Hamburg, 1. August in Rewyork am gekommen.

Handel und Verkehr.

Limburg, 4. August. Rother Weizen JL 1585, weißer Weizen JL 00.00, Korn JL 10 30, Gerste JL 7.80, Hafer 6.70, Kartoffeln h 100 Pfund JL 0.00 Erbsen ä 100 Pfund 00.00-

Frankfurt, 4. August. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter 4.006.00, Eier das Hundert 4.505.00, Butter per Pfund 1.15 bis 1.35, Weißkraut per Stück 2030 H, Rothkraut per Stück 3040 H, Kohlrabi per Stück 34 H, Ochsenfleisch per Pfund 4570 H, Kuh- u. Rindfleisch 4560 Kalbfleisch 40-60 H, Schweinefleisch 65-70 H, Hammelfleisch 50-70 H, 1 Hahn JL 0.70-1.80, 1 Huhn X 1.002.50, 1 Ente JL 2.00-3.00, 1 Gans JL 3.007.00 1 Taube 4070 H, Welsche JL 5.0010.00.

Temperatur der Lahn.

Am 5. August, zwischen 11 und 12 Uhr; Wasser 130?, Luft 16° R. im Schatten.

L. Chr. Rübsamen.