Einzelbild herunterladen

en, Kirchenplatz.

Nauheim.

Sellnrod.

ye.

tm

lentcn

IZ,

' 8 di, n floni '< Stift

s 1

-5 to." F

enthält: ib Delila. Eine : Gottfried Böhm. Vrangeldore. Ein 'liner Leben, vm Zum hundertjahr. s Kerners. Mit Robert Koenia.

Moden. Rach dein erche. - JustimiS ^auffe. die Seherin junge Oktavian Vatikan.

Ptilaflt: Zn dir schau in fernen

s, Porzellan x- benfoH« unter ®c; halte ich mich ba tens empfohlen, bachtungsvoll MenhavS-

mbttitetste^t! ipt; auherdemv in'jwolf

flilö«11 ä

Modenvell prirteWJ ekle und M iw lummem Na

!ttni>

ÄÖw -'für D>m.» Wd°s'°N 'S««-! panbarbeittn t »EchnittmBZ

Ort®* l0N, , ÖxerV fflitn l>w

Rk. 231 Dienstag den 5. Oetober

Anüs- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen.

U

1886.

Bttrea«r Schulstraße 7.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Betreffend: Wiesenmelioration in der Gemarkung Watzenborn-Steinberg.

Dr. Boekmann.

7018

PreiS vierteljährlich 2 Matt 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Matt 60 Pf.

... Bei der in Folge der Bekanntmachung vom 21 Juli l.J. am 17. September vorgenommenen Abstimmung hat Niemand gegen die Wiesenverbefferunas. plane gestimmt. Hiernach rst die Ausführung derselben beschlossen worden. b «wi«ivwwncrung8*

,, Protokoll über den Abstimmungstermin liegt während 8 Tagen vom Erscheinen dieser Bekanntmachung im Anzeiger gerechnet, auf dem Bureau Großherzoglrcher Burgermersterer Watzenborn zur Emstcht der Betheiligten offen. Einwendungen gegen das Resultat der Abstimmung sind während der vor­bemerkten Offenlegungsfrrst ber Meldung späterer Nrchtberücksichügung bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Watzenborn vorzubrinaen.

Gießen, am 28. September 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen

Darmstadt, 1. October. Schluß des Inhalts Großh. Regierungs­blattes (Beilage Nr. 25) :

9. Dienstenthebung.

10. Charakterertheilungen.

11. Ruhestandsversetzungen:

Am 24. August wurde ber Landgestütsdiener bei dem Landgestüt Friedrich Sponagel bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, am 5. Septbr. wurde der Gefangenausseher an dem Landeszuchthause Marienschloß Johs. Kötter, am 16. Septbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Hopfmannsseld Christian Ritter, mit Wirkung vom 1. Oetober d. Js. an, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt.

12. Concurrenzeröffnungen:

Erledigt find: Die erste evangelisch-unirte Pfarrstelle zu Offenbach a. M. Präsentationsberechtigt ist Se. Durch!. der Herr Fürst zu Menburg - Birstein. Die Lehrerstelle an der evang. Schule zu Erbes-Büdesheim mit einem Gehalt von 900 JL Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gundernhausen mit einem Gehalt von 900 JL Zwei Lehrerstellen an der Volksschule zu Gießen mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemeffenden Gehalt von ' je 1200 bis 1400 «X Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Griesheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemeffenden Gehalt von 1000 bis 1600 JL Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Horrweiler mit einem Gehalt von 900 JL Dem betr. Lehrer kann der Organistendienst übertragen werden. Eine mit einer evang. Lehrerin zu besetzende Stelle an der Gemeinde­schule zu Neu-Yjenburg mit einem Gehalt von 1000 Eine (die 2.) mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Urberach mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemeffenden Gehalt von 1000 bis 1200 «^.jährlich. Dem Herrn Fürsten zu Asenburg-Birstein steht das Präsentatlonsrecht zu dieser Stelle zu.

13. Sterbefälle:

Gestorben sind: Am 7. August der Schullehrer i. P. Adam Schreiber zu Laubenheim; am 16. August der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Waschenbach Johann Christoph Maser; am 17. August der Schullehrer an der Volksschule zu Gießen Ludwig Zörb; an dems. Tage der Kammermusiker i. P. Konrad Anton zu Darmstadt; am 28. August der Oberstabs-Quartiermeister i. P. Jacob Daniel Metzler zu Beffungen; am 29. August der Generalmajor i. P. Adolf Kehrer zu Darmstadt; am 30. August der Oberquartiermeister i. P. Konrad Müller zu Darmstadt; am 7. Septbr. der Schullehrer an der Gemeinde­schule zu Lich Heinrich Karl Walz.

Berlin, 2. October. Auf Grund des Wahrspruchs der Geschworenen wurde der Angeklagte Keller wegen Ermordung der Schisflingffchen Eheleute zum Tode verurthellt.

Deutschland.

][ Darmstadt, 3. October. Da der Besuch Sr. König!. Hoheit des Grobherzogs bei seinen hohen Verwandten in England auf etwa 4 Wochen be- meffen ist, so dürfte es immerhin gegen Ende dieses Monats werden, bis der Großherzog hierher zurückkehrt. Schon während der diesjährigen Herbstmanöver in Oberhessen hatte Allerhöchstderselbe in Romrod einen Besuch abgestattet und bei der Besichtigung der dortigen neu restaurirten Kirche ein hohes Jntereffe bekundet. Diese Kirche soll heute eingeweiht werden, und um dieser feierlichen Handlung beizuwohnen, hat sich gestern Nachmittag der Erbgroßherzog, der auch schon bei seinem ersten Besuche mit dabei gewesen war, in Begleitung des Hos- jägermeisters v. Werner und des Hofraths Muther (des Erziehers des Erb- großherzogs) nach Romrod begeben. Die Rückkehr ist für heute Abend bestimmt.

Gestern Mittag fand hier der hessische AnwaltStag statt. Bei den hierbei vorqenommenen Ersatzwahlen des Vorstandes wurde für Gießen (t Dornseiff) Rechtsanwalt Baift, für Darmstadt (f Gervinus) Rechtsanwalt Schädler gewählt; letzterer zugleich als Schriftführer bestellt. Die hessische An­waltskammer besteht demzufolge aus folgenden Herren : Gießen: Bai st, Diery, . Gutsleisch; Darmstadt: Buchner, Osann, Schödler; Mainz: Levita, Petri, I Reinach. Nachmittags vereinigten sich etwa 60 Rechtsanwälte zu einem gemein­samen Essen im Saalbau.

England.

_ ,. London, 2. October. Lord Randolph Churchill hielt heute Nachmittag in Bradford eine Rede, worin er sagte, weit ernster vielleicht als alles andere sei geaen- wlartig die Sachlage in Bulgarien. Im vorigen Herbst, als Lord Salisbury Minister des Aeußeren war, habe man allen Grund gehabt, anzunehmen, daß die bulgarische Union unter dem Fürsten Alexander zur Entwickelung einer glücklichen, unabhänaiaen I Nation fuhren werde, deren wachsende Stärke schließlich die Lösung der orientalischen I Frage herbeiführen könnte. Diese Hoffnungen seien augenblicklich größtentheils ier- kümmert. Der brutalen feigen Verschwörung sei es gelungen, ehe der junge Staat sich consolidirt, die Autorität der Negierung und des Fürsten zu paralysiren und Bulgarien seines Vertrauen genießenden Führers zu berauben. Gegenwärtig scheine die Freiheit Bulgariens wie auch diejenige Serbiens und Rumäniens stark com- p^ornittirl. Diese ernste Frage errege natürlich die große Aufmerksamkeit Englands Die Behauptung, England habe an der Frage kein ernstes oder materielles jntereffe* I j^"ne ihm zu wenig begründet. Englands Sympathie mit der Freiheit der Stationen sei althergebracht und bilde die Grundlage für die traditionelle auswärtige Volitik Englands. Europa danke seinen wesentlichsten Theil nationale: Freiheit den Be- I mühungen Englands, wodurch auch Deutschland und die Niederlande zuerst von dem Despotismus Philipps von Spanien und später Louis' XIV. befreit worden seien Beaconsfield habe 1878 die junge Freiheit der Balkanstaaten, welche nahe daran ge­wesen, aus dem Regen der türkischen Mißverwaltung in die Traufe russischer Auto­kratie zu fallen, gerettet. Die Rede Tisza's im ungarischen Parlamente zeige, daß die Erhaltung der Freiheit und Unabhängigkeit der Donaufürstenthümer und Balkan­staaten zu den Haupt-Lebensfragen der österreichischen Politik gehöre. Daher sehe I England mit großer Genugthuung, daß die Macht, die am directestcn und tiefsten da­bei interessirt sei, den Anfang in dieser großen internationalen Arbeit mache. Wie Salisbury 1878 in Manchester gesagt, stehe ein österreichischer Wachtposten auf den Zinnen und die Freiheit gewährende Politik des Berliner Vertrages werde zweifels­ohne sorgsam und wachsam gehütet. Melche Modificationen England in seiner aus­wärtigen Politik in Folge dieser wichtigen Thatsache auch eintreten lassen möge und inwiefern diese Thatsache auch Englands isolirtes Risiko und eigene Verantwortlichkeit verringern möge, darauf könne man sich verlassen, daß die gegenwärtige Regierung nicht plötzlich und gewaltsam von den erwähnten Principien der auswärtigen Politik abweichen werde. Es gäbe europäische Mächte, welche ernstlich und aufrichtig den Krieg zu vermeiden suchten, während andere von Zeit zu Zeit eine bedauernswerthe Tendenz eines kontentiösen, sogar aggressiven Vorgehens zeigten. Die Pflicht der englischen Regierung sei es, alles aufzubieten, um das beste, freundschaftlichste Ein­vernehmen unter allen fremden Staaten aufrechtzuhalten und stets freundliche, ver­söhnende Rathschläge zu ertheilen, um die nationalen Rivalitäten friedlich zu lösen. Sollten sich jedoch Umstände ereignen, deren gewichtige, gefährliche Natur England zwingen werde, zu wählen, so werde zweifellos die Sympathie, sogar die Unterstützung Englands denjenigen Mächten zu Theil werden, welche den Frieden Europas und die Freiheit der Nationen suchen. Englands Eintreten zu deren Gunsten werde wahr­scheinlich ohne Gewaltmaßregeln den Ausschlag geben. Englands Politik werde eine ebene, stetige Bahn einschlagen, die Gefahren einer Einmischung und unnöthigen Initiative, ebenso wie diejenigen einer selbstsüchtigen, furchtsamen Jsolirung vermeiden

Aesterreich.

, . §ctober. Der König von Serbien empfing heute Vormittag

im Hüte! den Besuch des Kaisers und erwiederte denselben später.

Cholerabericht. Es erkrankten, resp. starben seit gestern in Triest 2/0. in Istrien 2/0, in Pesth 10/4 Personen. n

Kossand.

L[t Haag, 2. October. Die Regierung legte den Kammern eine Abänderung des Gesetzes über die Vereine und Versammlungen vor. Darnach sind künftig alle Kund­gebungen oder öffentliche Vereinigungen im Freien ohne Genehmigung der Orts- behorden verboten. Letztere können keine solche bedingungsweise ertheilen, indem sie nur die Mitsuhrung von Fahnen und Emblemen verbieten. Der Minister des Innern kann unter Umständen Vereinigungen zeitweise oder allgemein oder in gewissen Gegenden untersagen. Eine Provokation zu einer strafbaren Handlung oder zum Ungehorsam gegenüber den Gesetzen, auch wenn die Provokation nur eine indirecte oder bedingungs­weise oder in allgemeinen Ausdrücken gehaltene ist, berechtigt die Behörde zur Auflösuna der Versammlung oder des Zuges.

Frankreich.

1n, 2. October. Die Budgetcommission beschloß, zur Deckung des auf

104 Millionen veranschlagten Destcits 53 Millionen der Einkommensteuer zu ent­nehmen und 51 Millionen durch verschiedene neu anzusetzende Einnahmeposten auf- zubrmgen.

1 . dordeanx, 2. October. Freycinet empfing den Erzbischof, welcher als Ver- der Geistlichkeit der Hingebung der letzteren für die politischen und kirchlichen Pflichten Ausdruck gab und auf seine guten Beziehungen mit der Departementsbehörde hinwies. Freycinet erwiderte, der Wunsch der Regierung sei, daß überall gute Be­ziehungen beständen. Der Wunsch sei leicht erfüllbar, wenn Jeder in seiner Sphäre blerbe. Freycinet beabsichtigt, am Mittwoch nach Paris zurückzukehren.