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Italien

erklärt die Meldung des

Boniteur de Rome"

Wien, Kardinal Ganglbauer, ist bereits hier

Im Ganzen

an

15852 69

1822

19

Bleibt Reineinkommen 81566 55

Daher in 188586 mehr als in 188485

97419 24

15852 69

96767

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Anbegründet.

Der Erzbischof von

Telegraphische Depesche«.

WoLff'L UUtit«, Gorres-orr-rnr - Brrrsau,

Berlin, 3. Juni. Der Consular-Vertrag zwischen Deutschland und Rumänen ist heute hier unterzeichnet worden.

Paris, 3. Juni. Einige Zeitungen erwähnen eines Gerüchtes von dem Ausbruche einer Revolution auf Madagaskar. Wie dieAgence Havas" sagt, ist bei dem Ministerium des Aeußern keine Nachricht eingelaufen, welche dieses Gerücht bestätigte. Die letzten amtlichen Berichte vom 6. Mai er. bezeichneten die Lage daselbst als vollkommen befriedigend.

Die Commission für die Vorlage, betr. die Ausweisung, der Prinzen, hat den Text ihrer Beschlüsse noch nicht formulirt, somit konnte sich dec heutige Ministerrath noch nicht damit beschäftigen.

London, 3. Juni. Unterhaus. Gladstone sprach die Hoffnung aus, das Haus werde sich dahin einigen, über die irische Verwaltungsbill am Montag abzustimmen. Parnellitische und radikale Deputirte riesen: Dienstag! Die Debatte über die Bill wurde von O'Connor fortgesetzt.

Nom, 3. Juni. Von gestern Mittag bis heute Mittag sind an der Cholera in Venedig 40 Personen erkrankt und 26 gestorben, von Letzteren 13 früher Erkrankte; in Bari sind 2 Personen erkrankt, 1 gestorben, in Oria 2 erkrankt und 2 gestorben.

Petersburg, 3. Juni. Wie hiesige Blätter melden, wurde der herige Gesandte in Bukarest, Fürst Urusow, zum Gesandten in Brüssel und der bisherige Botschaftsrat in Paris, v. Kotzebue, zum Gesonnten in Bukarest ernannt werden.

Athen, 3. Juni. Der sranzbsische Gesandte Graf Mouy ijt wieder hier eingetroffen.

Handel und Verkehr.

sAufschrift der Postsendungen.] Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung oer Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist e§ von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, uiv mittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.

eingetroffen. .

Catania, 2. Juni. Der Aetna-Ausbruch ist neuerdings zum Stillstand gekommen. Der Lavastrom ist 25 Meter breit, 3 hoch und rückt vor, wenn auch langsam. Mehrere Vorstadt-Villen Nicolosis sind zerstört. Die Stadt ist von den Bewohnern vollständig verlaffen und mllitärisch besetzt.

Amerika.

New-York, 2. Juni. Johann Most wurde heute zu 12 Monaten Kerker und 500 Dollars Geldstrafe verurtheilt. Der Richter sprach sein Be­dauern darüber aus, daß es keine höhere gesetzmäßige Strafe gebe; erhalte Most für den größten Schurken, den er je gesehen habe. Die Anarchisten Braunschweig und Schenck wurden zu je 9 Monaten Kerker, Braunschweig außerdem noch zu 250 Dollars Geldstrafe verurtheilt.

Washington, 2. Juni. Die Hochzeit des Präsidenten Cleveland mit Fräulein Frances Folsom hat heute Abend 7 Uhr stattgefunden.

Vermischtes.

Darmstadt, 1. Juni. sPostpersonalnachrichten.] 1. Angestellt sind der Post- Praktikant Mäscher in Darmstadt als Postsecretair, sowie die Postassistenten Löwer in Gießen und Schubert in Mainz als Postassistenten.

2. Ernannt ist der Postsecretair Riedel in Darmstadt zum Ober-Postsecretair.

3. Versetzt sind: der Postsecretair Fuldner von Darmstadt nach Düsseldorf, der Postsecretair Schwarz von Mainz nach Leipzig, die Obertelegraphenassistenten Moos von Darmstadt nach Worms, Zöller von Worms nach Darmstadt, Henkel von Darmstadt nach Mainz und Maurer von Mainz nach Darmstadt.

Grünberg, 3.Juni. Heute Vormittag um 10 Uhr entlud sich hier ein heftiges- Gewitter, in dessen Verlauf der Blitz in den Stall des Schuhmachers Trinkaus in beit- Höfen einichlug und daselbst drei Kühe tödtete.

Kirsch garten, 2. Juni. Während eines Gewitters in vergangener Nacht- schlug der Blitz in einen Stall und tödtete ein Mutterschwein mit drei Ferkeln und eine Ziege.

Bingen, 1.Juni. Bei drückender Hitze entlud sich heute Nachmittag über dem Rochusberg, sowie den angrenzenden Gemarkungen von Kempten nnd Ockenheim eilt heftiges Gewitter mit Hagelschlag, welches in den Weinbergen ganz enormen Schadeik anrichtete und für einige Lagen auch die bescheidenste Hoffnung auf eine gesegnete Ernte total vernichtete. Gerade die Lagen, welche am 23. Mai von dem Unwetter theilweise verschont blieben und zu den schönsten Hoffnungen berechtigten, sind durch den heutigen Hagelschlag am meisten heimgesucht worden.

Gießen, 4. Juni. Wir beabsichtigten, in dieser Nummer .eine Zusammen­stellung der durch das Hagelwetter verursachten Schäden zu bringen; es würde jedoch zu weit führen, wollten wir jede einzelne zu unserer Kenntniß gekommene Beschädigung innerhalb der Stadt anführen, denn die Zahl derselben ist zu groß. Es möge unseren Lesern genügen, zu erfahren, daß Tausende von Fensterscheiben und Dächern beschädigt,, fast alle Glasdächer bis auf die letzte Scheibe in den Gärtnereien und photographischen Ateliers zertrümmert und im Innern derselben an den Gewächsen und Apparaten ic. enormen Schaden angerichtet wurde. Die vielen herrlich angelegten Gärten in hienger Stadt sind zerstört, die Früchte in Gärten und Feldern zerschlagen, die Acker und Böschungen theilweise hinweggeschwemmt, Gräber auf dem Friedhöfe sind eingesunken und Grabhügel vom Wasser fortgerissen.

Das Unwetter dehnte sich hauptsächlich über Stadt und Gemarkung Gießen, sowie über die Gemarkungen Wieseck und theilweise Alten-Buseck aus, während jenseits der Bahn, der Lindener Mark und dem Schiffenberg wenig oder nichts von dem Wetter verspürt wurde. An verschiedenen Stellen im Walde (Philosophenmald, Ursulum und Schießstände) wurden noch gestern Kiesel in Höhe von IV2 Fuß auf­geschichtet gefunden.

Ueberall sind nun Glaser, Dachdecker, Gärtner und Arbeiter vollauf beschäftigt, in der Stadt die Spuren der Verwüstung zu entfernen; die verwüsteten Felder aber werden noch lange eine traurige Erinnerung an jenen verhängnißoollen Tag sein.

Gestern zog wieder ein Gewitter über unsere Gegend, bei welchem in dem bei Grünberg gelegenen Orte Queckborn ein Blitz zündete und in Folge dessen eine Scheune niederbrannte. Auch in dem nahegelegenen Launspach schlug vorgestern eben-' falls der Blitz ein, glücklicherweise ohne zu zünden.

Gießen, 4. Juni. Ein junger Mann (Schüler einer hiesigen höheren Lehranstalt) wurde dieser Tage wegen verschiedenen, ihm zur Last gelegten Geld-Dieb-' stählen verhaftet.

Gießen, 4. Juni. Der gestrige Himmelfahrttag hatte nicht so viele Aus­flügler zu den herkömmlichen Morgenspaziergängen in den Wald gelockt, wie dies bei günstiger Witterung in früheren Jahren der Fall war. In Folge der schweren Regen­güsse der letzten Tage waren die Wege und Wälder an vielen Stellen grundlos, so daß der Aufenthalt int Walde trotz des anfangs recht schönen Wetters nicht sehr an- genehm war. Gegen 8 Uhr zog ein Gewitter mit darauf folgendem anhaltenden Regen auf, wodurch Viele von späteren Spaziergängen abgehalten wurden.

14

50

für Schlachtvieh

Brennmaterialien

Backwaaren, Mehl und Hafer

Daher 188586 weniger Abschlu ß.

Von dem Einkommen .

die Rückvergütung ab mit

für Schlachtvieh

Fleisch und Wildpret .

Brennmaterialien

Backwaaren, Mehl rc., Hafer

Getränke . . . .

Es ist dem Ministerium bekannt worden, daß die Behörden bei der VerzollunK des Walzdrahts nicht übereinstimmend verfahren, sowie daß, während einige allzu nachsichtig sind, andere dagegen in fiskalischer Beziehung in allzu große Strenge verfallen.

Es ist daher angezeigt, die praktische Methode, welche die Zollbehörden bei ber Klassificirung ber in Rede stehenden Waare zu befolgen haben, festzusetzen.

Für die Verzollung des Eisendrahts zu 8 Lire per Quintale ist erforderlich^ daß in seiner Gesammtlänge sich nicht blos einige Punkte (punti), sondern verschiedene Strecken (trai) befinden, welche je eine Ausdehnung von nicht unter 2Decimeter haben und in welchen der Durchmesser ohne Unterbrechung von 5 Millimeter oder darunter ist, so daß der Draht ohne Gewalt in die Meßschablone hineingeht. Die Anzahl der zu prüfenden Strecken (trai) muß eine solche sein, daß mindestens der zehnte Theil der Gesammtlänge eines jeden Stückes Eisendraht erreicht wird.

Ueberhaupt ist es nothwendig, daß die Zollbehörde den Versuch, um welchen es sich handelt, in der Weise ausführt, daß die Gewißheit erlangt wird, daß der Um­fang, auf Grund dessen der Zoll festgesetzt wird, nicht exceptionell sei in Folge mangel­hafter Fabrikation.

Außerdem wird empfohlen, häufig die Meßschablone zu wechseln, sobald man wahrnimmt, daß ihre Genauigkeit durch den Gebrauch ein wenig gelitten hat."

Gießen, 4. Juni. Nach dem Jahresbericht des Octroi-Jnspectors pro 188586 beträgt das Octroi-Einkommen der Stadt Gießen

Nom, 2. Juni. Der'Moniteur de Rome" erhärt d:e Meldung des JournalsLa Kapitale" von einer Erkrankung des Papstes für durchaus

Lokales.

Gießen, 4. Juni. sSitzung der Großh. Handelskammer vom 20. April 1886.] Gegenwärtig waren die Herren Koch, Katz, Klingspor, Heichelheim, Kraatz, Scheel, Schirmer. . r3 , ...

Herr A. Katz bat, bevor aut die Gegenstände der Tagesordnung ubergegangen werde, eine Besprechung der neuerdings eingeführten Einrichtung bezüglich des Post- austragedienstes an Sonn- und Feiertagen wegen Dringlichkeit der Sache noch auf die Tag-sordnung zu sehen und stellte einen Antrag in Aussicht, dahingehend, die Kammer möge darauf hinwirken, daß wegen der des Morgens nach 7 Uhr von verschiedenen Seiten nach hier einlangenden Eisenbahnzüge mit Postbeförderung die Austragezeit der Posteinläufe statt auf 7 Uhr Morgens auf eine spätere Zeit etwa zwischen 9 und 11 Uhr verlegt werde.

Es wurde über die Dringlichkeit der Sache abgestimmt und beschloß man, über den Antrag der Dringlichkeit der angeregten Frage zur Tagesordnung überzugehen.

Auf eine Anfrage Großh. Ministeriums, ob ein nennenswerther Export aus dem Bezirke der Handelskammer nach Rumänien stattfinde, sodaß die Kammer darauf Werth lege, die Befugniß zur Ausstellung von Ursprungserzeugnissen nach Maßgabe des Art. XI. ber Handelsconvention zwischen Deutschland und Rumänien zu erhalten, ist hoher Behörde mitgetheilt worden, daß ein nennenswerther Export nicht stattfinde und daß daher auf Ertheilung der Befugniß Verzicht geleistet werde.

Großh. Ministerium theilt ein Circular des Reichskanzlers betreffend die Be­glaubigung der Factura für die nach den Vereinigten Staaten von Amerika bestimmten Waarensendungen vom 18. März 1886 mit, welches folgenden Inhalt hat:

Die Handelskammer für den Kreis Mannheim hat in einer Eingabe vom 27. October v. I. darüber Beschwerde geführt, daß neuerdings alle nach den Ver­einigten Staaten von Amerika bestimmten Waarensendungen bis zu einem Werth von .5 Dollars herab mit legalisirten Facturen versehen werden müssen. Die hierüber ge­pflogenen Erhebungen haken zu dem Resultate geführt, daß seitens der amerikanischen Consulu in den europäischen Staaten die Vorschriften über die Beglaubigung gering- werthiger Facturen bisher verschiedenartig gehandhabt worden sind und daß diese Ver­schiedenartigkeit des Verfahrens darin ihren Grund hatte, daß die mehr ober weniger strenge Durchführung ber Vorschriften wesentlich in bas' Ermessen ber beteiligten amerikanischen Beamten gestellt war.

Neuerbings ist zur Abstellung ber hervorgetretenen Mißflänbe von bem Schatz­amt zu Washington an die Zollbehörden eine Versügung unter dem 6. v. Mts. erlassen worben, welche ein anberweitiges Verfahren insofern vorschreibt, als in Zukunft Waarensendungen im Werthe von weniger als 50 Dollars ohne Vor­leg u ng einer legalisirten Factura nach den Vereinigten Staaten dann zu gelassen werden sollen, wenn die Zollbehörde davon überzeugt ist, daß der Importeur im guten Glauben gehandelt hat und daß die Einfuhrwaaren nicht ab­sichtlich getheilt worden sind, um die Vorschriften in Betreff der Legalisirung der Facturen zu umgehen.

Außerdem ist die Nachricht hierher gelangt, daß für die Beglaubigung der Facturen bei Sendungen im Werthe von 50 bis 100 Dollars eine Herabsetzung der Consulatsgebühren auf 50 Cts. in Aussicht genommen sei.

Ich beehre mich dem Großherzoglichen Staatsministerium hiervon unter dem Anheimstellen Kenntniß zu geben, auch den dortseitigen beteiligten Handelskreisen eine Benachrichtigung zugehen zu lassen." . .....

lieber unreellen Fabrrkationsbetneb schweizerischer Siiouterierabrifen, sowie über Schwindelfirmen in Bulgarien sind Mittheilungen eingelangt. Anfragen, ob sich gegen eine Geschäftsverbindung mit einer beftimmten Firma Bedenken ergäben, sollen zunächst -an die Kammer gerichtet werden.

Aus Anlaß einer Anfrage der Königl. italienischen Regierung hat Großherzogl. Ministerium Auskunft darüber gewünscht, ob im Bezirke der Handelskammer gute und leistungsfähige Handlungshäuser italienischer Abstammung ansässig feien. Hoher Be­hörde ist verneinende Antwort ertheilt worden.

Eine von dem Reichsamte des Innern dem Großh. Staatsministerium zu- aegangene deutsche Uebersetzung des Erlasses des Königlich italienischen Generalzoll- Sirect-rs vom 4. Februar d. I. hat folgenden Inhalt:

Daher in 188586 weniger Rückvergütungen wurden geleistet:

82736 64

81566 55

1170 09

Getränke .

das Militär . . __L

Im Ganzen

in 188485

28361 81

1762 84

19780 94

24372 65

23141 -

in 188586 JL H 28839 22 2162 46 21262 26

22232 22271 20

97419 24

96767 14

97419 24

652 10

10 32

616 98

10131 14

2931 37

2162 88

6 86 472 31 9052 31 2411 75 2087 27

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