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Lokales.

Siehe«, 31. August. [40. Stiftungsfest des Gießener Turnvereins.^ Daß die Gießener Feste zu feiern verstehen, ist bekannt und daß die Gießener Turner diese allgemein vaterstädttsche Eigenschaft in nicht geringem Grade besitzen, unbestritten. Das Samstag und Sonntag in Stein's Garten gefeierte 40jährige Stiftungsfest des Turnvereins hat von Neuem jene Erfahrung bestätigt. Ausgezeichnet war die Ver­anstaltung, glanzvoll der Verlauf des ganzen Festes. ,

Zur Vorfeier fand am Samstag Abend ein Commers in Stein's großem Saale statt. Derselbe wurde um 9 Uhr durch den Krauße'schen Turncrmarsch eröffnet, welchem die Festouvertüre von Frank folgte, worauf der 1. Sprecher des Vereins, Herr Uhl, das Wort zur Festansprache nahm.

Nachdem derselbe die Erschienenen begrüßt, gab er einen kurzen Abriß aus der Geschichte des Vereines, insbesondere der Gründung desselben im Jahre 1846, gedachte her Gründer und publicirte die Ernennung von 4 Ehrenmitgliedern. Zu solchen wurdenwegen 40jährtger treuer Mitgliedschaft" ernannt die Herren Stadtverordneter Julius Hoch, Buchdruckereibesitzer Fr. Pietsch, Rentner I. Ronstadt und Rent- mutmann Karl Schmitt. Weiterhin dankte Redner dem Herrn Bürgermeister Bramm und den Herren Stadtverordneten für deren Erscheinen und für die Sym- Vathien, welche sie dem Verein gegenüber schon so vielfältig bethätigt hätten. Er schloß mit einemGut Heil" auf das Blühen, Wachsen und Gedeihen des Vereins.

Von den weiteren Reden und Toasten wollen wir nur einige hervorheben. Herr Bürgermeister Bramm sprach den Dank der Stadtverordnetenversammlung und deren Anerkennung der Verdienste des Vereins aus und verlieh dem Wunsche Ausdruck, es möchten alle Theilnehmer am Commerse, insbesondere aber die älteren, das 50. Stiftungsfest in gleicher Frische und Gesundheit erleben. Herr Landtagsabgeordncter und Stadtverordneter Hanstein toastete auf die Frauen und Jungfrauen. Herr Kaufmann C. Wenzel führte den Zuwachs, den der Verein in jüngster Zeit erfahren, darauf zurück, daß erfrisch in der Wahrung seiner Rechte, frei in der Vertheidigung der Wahrheit" gewesen sei und forderte denselben auf, an seinen bewährten Principien sestzuhalten. Herr Bäckermeister W. Löb er toastete in schwungvoller Rede auf den Turnverein Lich, Herr Postsecretär Meyer, Präsident des Kriegervereins, auf die deutsche Turnerei. Herr Bruchhäuser dankte dem Vorstände für seine mühevolle und schwierige, aber erfolgreiche Thätigkeit im Interesse des Vereins und der Sache.

Den Glanzpunkt bildeten die vier von einem 120 Mann starken vierstimmigen Chor vorgetragenen Lieder: 1)Das ist der Tag des Herrn", dirigirt von Herrn Musiklehrer Bauer, 2)Sturmbeschwörung", dirigirt von Herrn Bauer senior, 3)Die Nacht", dirigirt von Herrn Cantor Steiner, 4)Das deutsche Lied", dirigirt von Herrn Registrator Kaufmann. Dieselben ernteten ungeheuren Beifall, der sich nach jedem Liede in stürmischer Weise kundgab. Der Vorsitzende des Vereins feierte in beredten Worten die Macht des Gesanges und die Leistungen der vereinigten Vereine unb ihrer bewährten Dirigenten.

Der Chor war gebildet aus den Mitgliedern der Gesangvereine Bauer'scher Gesangverein, Bürgergesellschaft, Liederkranz und Sängerkranz. Jeder einzelne Verein erfreute die Festoersammlung noch mit dem Vortrage eines weiteren Liedes. Auch diese wurden ausgezeichnet zu Gehör gebracht.

Herr L. Roloff declamirte zwei nette Gedichte in Wetterauer Mundart. Verschiedene Commerslieder waren in das Programm eingeflochten. Bet einem vorzüglichen Glase Bier dauerte dieSession" bis zum frühen Morgen.

Für den Sonntag war zunächst Wettturnen der Zöglinge des Vereins vor­gesehen; dasselbe dauerte von 912 Uhr Vormittags. Es wurde recht schönes geleistet. 13 Preise, bestehend in Diplomen, wurden an 19 Turner ausgegeben. Den 1. Preis erhielt Jean Köhler, den 2. Adolf Katz, den 3. Hermann Eise, den 4. Christian Zimmer und Adam Dietz.

Während des Turnens wurde von den Zuschauern ein regelrechter Frühschoppen gemacht, zu dem die ganze Kapelle des hiesigen Regiments aufspielte.

Nachmittags 2Vi Uhr bewegte sich ein stattlicher Zug von Oswaldsgarten aus durch Neustadt, Schulstraße und Neuen Bäue nach dem Festplatze. Diese Straßen waren reichlich beflaggt. Auch sonst waren viele Privat- und alle Communalgebäude festlich geschmückt.

Am Zuge betheiligten sich außer dem hiesigen Turnverein die Turnvereine von Hungen. Lich und Wieseck, sowie die den Männerchor bildenden Gesangvereine.

Nach der Ankunft in Stein's Garten gönnte man sich eine Weile Rast. Der 1. Sprecher hielt die Festrede. Dieselbe gipfelte in einemGut Heil" auf das Gedeihen des Vereins, des Lahn-Wettergaues und der deutschen Turnerfchaft. Zugleich ersuchte Herr Uhl die Gesangvereine um nochmaligen Vortrag der herrlichen Lieder. Zu unserer großen Freude wurde diesem Ersuchen auch nachher entsprochen und zwar wiederum in vorzüglichster Weise und mit glänzendstem Erfolge.

Nach der Festrede führte der Turnwart des Vereins, Herr Gg. Stoff er, mit feinen activen Turnern eine sehr schön zusammengestellte Gruppe combinirter Frei­übungen vor, worauf das Wettturnen für hiesige und auswärtige Turner begann. An demselben nahmen 40 Turner Theil. Die Leistungen waren gut, einzelne ausgezeichnet; die Turnenden wurden vielfach von den Zuschauern mit lautem Beifall belohnt. Das

Resultat ist folgendes:

Preis

Punktzahl

Preis Punktzahl

1.

65

Christ, Wieseck,

9.

53V2

Bender, Gießen,

2.

591/r

Heuser, Gießen,

10.

521/2

Muth,

3.

59

Marx,

11.

52

K. Rodenhausen, Wieseck,

4.

58 Vs

Kohler,

12.

5IV2

Ph. Rodenhausen,

5.

58

Daubert, Wieseck,

13.

471/2

Neidel,

6.

55V2

Haubach, Gießen,

Unverzagt, Gießen,

7.

54V2

Vater, Lich,

14.

47

Hofmann, Lich,

Moser, Wieseck,

Gutbub, Gießen,

Lindenberger, Gießen,

15.

46/2

Vaubel,

8.

54

Kreutz,

Neidhöser,

Um 8V2 Uhr fand im Saale ein Schau fechten statt. Der Fechtmeister, Herr 1. Universitätsdiener Hofmann, bezweckte mit demselben, ein Bild zu geben von der Art und Weise, wie das erst seit Kurzem unter die Unterrichtsgegenstände des Vereins aufgenommene Fechten unter seiner Leitung betrieben wird. Die Hebungen bestanden in Schul- und Contrafechten auf Florett, Säbel und Schläger und wurden sauber durchgeführt.

Nach 9 Uhr begann der Aufmarsch zum Fackelreigen, welchen Turnwart St off er im Anschluß an den 1883er Turnermarsch von Krautze trefflich zusammen­gestellt hatte. Die Schlutzstellung, welche das vierfache F zeigte, gelang sehr gut. Der Reigen erzielte einen durchschlagenden Erfolg durch die exacte Ausführung und die einfach schöne Kleidung der Mitwirkenden. Eine äußerst sinnige Anerkennung über­raschte dieselben, als sie nach der Beendigung des Reigens im unteren Theile des Gartens unter Absingung eines Turnerliedes die Fackeln verbrannten. Von annoch unbekannter Hand waren nämlich für Turnwart und Turner 2 Körbchen hübscher Blumensträuße gesandt worden.

Nachdem noch um 10 Uhr die Preisvertheilung vorgenommen war (die 20 Sieger erhielten Diplome, die 12 ersten auch Eichenkränze), kam dasTanzbein" zu seinem Rechte. Natürlich zeichneten sich auch hier die Turner in besonderem Grade aus, jedoch mit der Einschränkung, daß den ersten Preis die Turnerinnen (gemeinsam) erhielten.

Vom frühen Mittag bis zur späten Nacht waren sämmtliche Räumlichkeitendes Stein'schen Etablissements bis auf den letzten Platz besetzt. Jedes Eckchen konnte Dank des vortrefflichen Arrangements ausgenutzt werden. Dem Festwirth Stein -ollen wir dafür und für die wirklich prompte Bedienung unsere vollste An­erkennung.

An der nöthigen Stimmung, einem respectabeln Durst (es sind beiläufig über 50 Hectoliter des allerdings vorzüglichen Stöffchens der hiesigen Actienbrauerei vertilgt worden) und dem nach zuverlässiger Erfahrung eines hiesigen Beobachterszum Krieg­führen und Festefeiern" in erster Linie dreifach nöthigen schönen Wetter (siehe die FestzeitungGuck emal häi"! fehlte es nicht.

Reizend war das Bild, welches der taghell erleuchtete Garten mit der tausend- köpfigen bunten Menge bot. Im Ganzen des Fest war wunderbar schön. Möge es dem Turnverein vergönnt sein, noch lange erfolgreich für seine Sache zu wirken -unb noch viele solche Feste zu feiern.

Gieße«, 31. August. Der Kriegerverein Gießen wirb auch in diesem Jahre am Sedantag die Denkmäler an den Gräbern der im Jahre 1870/71 dahier gestor­benen und auf dem Friedhof beerdigten Krieger mit Kränzen schmücken.

Am 2. September Nachmittags halb 5 Uhr wird der Verein mit Fahne und Musik still auf den Friedhof marschiren, woselbst nach einem Choral Herr Pfarrer Naumann (auch ein Ritter des eisernen Kreuzes) eine entsprechende Rede halten wird. Da die Einwohner Gießens sich jedes Jahr an dieser pietätvollen wie patrio­tischen Feier in großer Anzahl beteiligt haben, verfehlen wir nicht hierdurch darauf hinzuweisen.

Gieße«, 31. August. Gestern Nachmittag lief in Lollar ein 3jähriges Mädchen unter die Pferde eines hiesigen Fuhrwerks. Das Kind wurde derart verletzt, daß der Tod alsbald eintrat. Den Fuhrmann soll keine Schuld treffen.

Vermischtes.

Vilbel, 30. August. Gestern Morgen badeten mehrere 'junge Leute in der Nidda; ein des Schwimmens unkundiger Bursche (August Hartmann aus Butzbach) gerieth unvorsichtiger Weise in eine tiefe Stelle und versank. Angestellte Rettungs­versuche eines in der Nähe Badenden waren erfolglos.

Wetzlar, 30. August. Wie man demWetzl. Anz." erzählt, hat sich in dem Orte Hochelheim ein bedauerlicher Unglücksfall zugetragen. Zwei Kinder Ge- chwister waren auf dem Felde mit Kartoffelausmachen beschäftigt; dabei soll das- eine der beiden Kinder das andere aus Unvorsichtigkeit mit dem Karst derart wider den Kopf geschlagen haben, daß es sofort tobt nieberftürjte.

Braunfels, 29. August. Gestern Nachmittag um 4 Uhr wurde der Gerichts­vollzieher Schliephake von hier in feiner Wohnung erschossen aufgefunden.

*** Berlin. Im Schaufenster der Herren Oscar Bräuer & Co., Friedrich- kraße 198/99, hier, ist augenblicklich auf kurze Zeit der Hauptgewinn zweiter Ziehung )er Weimar'schen Ausstellungs-Lotterie zur Schau gestellt. Derselbe besteht in einer ilbernen Tafelgarnitur im Werthe von 40 000 JL aus der bekannten Kunstwerkstatt von L. Posen Wwe. in Berlin und Frankfurt a. M.

Er ist zusammengesetzt aus einem prächtigen Tafelaufsatz, aus Leuchtern, Schalen, Jardinidren, Compotschalen, Flaschen, Salzfässer und Flaschenteller, sowie aus einer completen Theegarnitur, alles in den Formen bester, moderner Renaissance aus- gcführt.

Die Weimar'sche Ausstellungs-Lotterie, genehmigt in fast allen Staaten des deutschen Reiches, hat den doppelten Zweck: durch Ankauf guter Werke dem deutschen Kunstgewerbe Absatz zu schaffen, und durch Verbreitung wirklich guter Arbeiten den Sinn für das Schöne und Gediegene im Volke zu heben. Die Ueberschüsse der Lotterie werden zum Ankauf alter und neuer mustergültiger Arbeiten verwendet, die tu der unter dem hohen Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Sachsen stehendenStändigen Ausstellung für Kunst und Kunstgewerbe in Weimar" dem Kunsthandwerker Vorbilder bieten.

In völliger Würdigung dieser Bestrebungen hat die Großherzoglich Sächsische Regierung einen Commissar für die Ausstellung ernannt, unter dessen Aufsicht die Gewinne für die Lotterie angekauft werden. Dadurch ist dem Publikum Sicherheit geboten, daß die Gewinne auch völlig den angesetzten Werth haben und daß die Basis des ganzen Unternehmens eine solide ist.

Die Gewinne 15000 kommen in diesem Jahre zur Verloosung werden den Gewinnern gänzlich kostenfrei zugesandt.

Ludwigshafen, 30. August. Gestern wurde in dem benachbarten Mutter- tadt einem Bauersmann, der seine Frau mit dem Revolver bedrohte, von dem erwachsenen- Sohn der Revolver entrissen; der Sohn schoß dem Vater durch das Herz, so daß dieser sofort tobt blieb. (Fr. Z.)

Wien, 30. August, 12 Uhr. Ein großer Eisenbahn-Unfall ereignete sich gestern Abend 8Vt Uhr nächst der Südbahnstation Mödling. Mit dem Lokalzug, welcher 500 Meter vor der Station Mödling stehen blieb, weil der Bahnkörper in Mödling nicht frei war, stieß der 5 Minuten später von Vöslau abgelassene Nachttrain zusammen. Der Lokomotivführer des zweiten Zuges hatte zu spät das Haltesignal bemerkt und fuhr mit ganzer Dampfkraft auf. Die 3 letzten Waggons dritter Klasse des stehenden. Zuges, in welchen 60 Personen sich befanden, wurden zertrümmert; 5 Personen wur­den getöbtet, 21 schwer verwundet. Es waren sämmtlich Ausflügler, welche von dem Besuche ihrer Angehörigen in der Sommerfrische zurückkehrten. Auch mehrere Kinder befinden sich unter den Getödteten und Verwundeten. Es spielten sich herzzereißende Scenen ab. Die Verwundeten wurden in Mödling und Baden untergebracht. Die Besorgnisse in der Stadt waren sehr groß, da ungeheuerliche Gerüchte furfirten unb alle Züge große Verspätung hatten. Lokomotivführer unb Heizer wurden verhaftet. (Nach einem zweiten Telegramm sind 7 Personen getöbtet und 22 schwer verwundet.)

Unter den fünf Tobten beim Moedlinger Eisenbahnunglück befindet sich auch der bekannte 41 Jahre alte Claviervirtuos Emil Smietanski, dessen Leiche heute Nachmittag von seiner jungen Gattin agnoscirt wurde. Der Schuld habende Maschinenführer Truka soll betrunken gewesen sein. Die Zeitungen sind voll von grauenhaften Details. (Fr. Z.)______

Schiffs- Bewegung

der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft.

Rugia", 8. August von Hamburg, 22. August in New-Aork angekommen. Teutonia", 24. Juli von Hamburg nach Westindien, 22. August in Colon angekommen. Francia", 23. August von St. Thomas nach Hamburg.Lessing", 12. August von New-Aork, 23. August in Hamburg angekommen.Rhenania", 21. August von Hamburg nach Westindien, 24. August von Havre weitergegangen.Thuringia", 6. August von Hamburg nach Westindien, 25. August in St. Thomas angekommen. Gellert, 22. August von Hamburg nach New-Aork, 25. August von Havre weiter­gegangen.Westphalia", 25. August von Hamburg nach New-Aork.Allemannia", 9. August von St. Thomas nach Hamburg, 26. August von Havre weitergegangen Polynesia", 26. August von Hamburg nach New-Aork.Rugia", 26. August von New-Aork nach Hamburg.Hungaria", 8. August von St. Thomas, 27. August in Hamburg angekommen.Borussia", 24. August von Hamburg nach äßeftinbien,. 27. August von Havre weitergegangen.Polaria", ab Hamburg, 24. August in New- Aork angekommen.Wielanb", 15. August von Hamburg, 27. August in New-Aork. angekommen.__

handel und Berke-,.

Gießen, 31. August. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.80-0.90, Hühnereier 2 St. 11-0 H, Enteneier St. 5-6 Käse pr. St. 4-9 4, Käsematte 30 H, Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,50 6t8 0,70 A Hühner per Stück X 0.801.00, Hahnen pr. Stück JL 0.450.75, Ente« per Stück «4L 1.001.50, Ochsenfleisch per Pfund 6264 H, Kuh- und Rindfleisch. 5256 H, Schweinefleisch 5460 H, Hammelfleisch 5066 Kalbfleisch 4650 Kartoffeln per 100 Kilo 3.004.50, Milch per Liter 1218 H, Zwiebeln per Gentner 4.005.00.

Frankfurt, 30. August. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer v4L 16,7517,00, fremder JL 17,5019,25, Roggen eff. hies. 13,5013,75, fremder 14,0014,25, Gerste effectio hiesige und Wetterauer JL 13,5014,50, fremde JL 00,0000,00, Hafer eff. hies. JL 12,5013,00, fremder JL 00,0000,00.

Frankfurt, 30. August. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Anges trieben waren 348 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 427 Kühe und Rinder, ca. 223 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 6668, 2. Qual. JL 5863, Kühe unb Rinder 1. Qual. 5456, 2. Qual. 4548 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 6065 H. 2. Qual. 5055 $ per 1 Pfund Schlacbtgewidot.

Kirchliche Anmgen der evangel. Gemeinde.

G o t t e s d i e n st.

Donnerstag, den 2. September, Vormittags 9Vr Uhr, zur Feier des Sedantages Festgottesdienst in der Stadtkirche, Pfarrer Dr. Naumann. Die zu erhebende Kollekte fft für die Kaiser-Wilhelm-Stiftung für deutsche Jnva- liden bestimmt. ___________________________________________________________________

Temperatur ider Lahn.

Am 31. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17V?, Luft 25° R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen.