Ausgabe 
26.3.1885 Erstes Blatt
 
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Die Löber-Straße, einreihig, vom LnbwigS-Platze bis zur Bleich-Straße.

Die Ludwigs-Straße von der L'ebig-Straße bi6 zur Wllhelm-Straße.

Die Schütze-Straße von der Rodhetmer- ditz zur nächsten Qucr-Sttaße.

8 2. Bezüglich dec übrigen im Stabtbaup(<m roth eingeze.chneten, benannten und unbenannten neuen Straßenzüge wird ze'.Uemäß von bir Stadtoerorbneten-Ber- sammlung bestimmt, ob und für welche Strecken bafi Bedürfniß zum Bebauen tm öffentlichen Intercfle weiter vorliegt.

§ 3. Wird seitens der an eine proiectirte Straßenstricke angrenzenden Ergen- tbümer an die Stadtverordneten-Dersammlung der Antrag zur StraßencrÖffnung unter dem Erbieten gestellt, daß die bezüglichen Antragsteller fich zur Lestre tung aller Kosten für den planmäßigen Straßenausbau solidarisch verpfl chlcn und Herwegen genügende Caution stellen, so kann diesem Verlangen statkgegeden w rden, tnfoltrn sich die gedachte Straßenftrecke an eine bereits fertig gestellte Straße anschl-eßt.

A« Art. 13 der allgemeinen Bauordnung.

$ 4. Wird zu ein m Straßenzug ein zur Bebauung geeignetes Grundstück derart getroffen, daß der nicht für die Straße in Anspruch genommene Theil deffelden zur Benutzung al8 Bauplatz sich nickt mehr etgnd und auch nicht mit anderem Grund- besitze deffelben EigenthümeS zusammrvhängt, so kann der Ergenthümer verlangen, daß daS ganze Grundstück von der Stadt expropriirt wird.

Zu diesem Ansprüche ist der E genthümer berechtigt, wenn die au der neuen Straße liegen bleibende Parzelle nicht mehr eine auf die Fluchtlinie rechtwinkelig« Baustelle von 8 Meter Breste und 10 Meter Tiefe ergibt oder auch wenn d'e nach Anlage der Straße übrig bleibende Grundfläche tm Ganzen weniger als 120 üaabtat» m^Cr Hcute jedoch die früher ungetheilte Parzelle diese Minimalmaße nicht, so kann der E'genthümer das Verlangen auf Expropriation seines Grundstücks an die Stadt nicht stellen. , m

Zu Art. 17 der allgemeinen Bauordnung.

8 5. S'nd zur Schließung eines Gemetndewegcs Grundstücke seitens der Stadt erpropntrt worden, so werben dieselben an die unm ttelbar angrenzenden Gruaddesitzer tn E'genihum abgetreten, wenn die« die Anlieger innerhalb zweier Monate nach er­folgter Expropriation bei G'vßh. Bürgermeisterei verlangen und für da- an sie ad- zutretende Gelände der Stadt die vollen Erwerbungskosten der Grundstücke zmückzahlen.

Au8 dem Preise und den Unkosten bei der Erwerbung berechnet sich der pro Quadratmeter von den Anliegern zu zahlend- Einheits- bezw. M'ttelpreiS, der dann auch für den zur Abtretung kommenden Gemeindeweg der Stadt zu vergüten ist.

' (Fortsetzung folgt.)

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Telegraphische Depeschen.

Wolff's tclegr. Eorrespondenz - Bureau.

Berlin, 24. März. Am Schlüsse der Sitzung des ComitL's für die Bismarck- Ehrengabe theilte der Herzog von Ratibor mit daß Seine Majestät der Kaiser, denen Genehmigung die Annahme der Ehrengabe Seitens des Reichskanzlers umersteht, über den Plan der Verwendung die größefte Befriedigung ausgesprochen habe. Dl«: Ueber- reichung der Urkunden soll durch die Mitglieder des geschattstuhrenden Ausfchunes om ^ubiläumstage erfolgen. Das (Sentralcomite der Bismarck-Spende hat zum An­kauf des Stammgutes Schönhausen 1,150,000 Anzahlung bestimmt und die übrigen Fonds zur freien Verfügung des Reichskanzlers für öffentliche Zwecke gestellt.

DerReichsanzeigcr" veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß an den Reichs­kanzler, worin der Kaiser für die ihm aus allen Theilen des Reiches, von Gemeinden, Korporationen, Vereinen, Anstalten, Festversammlungen, einzelnen Perfonen ohne Unterschied des Ranges und Standes, ohne Rücksicht aus religiöses Bekenntnis;, politische Meinung, selbst vom Auslande her zugegangenen freudigen Glückwünsche zu seinem Geburtstage seinen aufrichtigen Dank ausspricht. Wie derNerchsanzerger ferner meldet, sprach der Kaiser durch Minister Maybach allen beim Rcttungswerk in der Grube Eamphausen Bctheiligten für ihre Hingebung und musterhafte Haltung seine allerhöchste Anerkennung aus und bewilligte zur augenblicklichen Linderung der Roth eine Beihülfc von 3000 für die Hinterbliebenen der Verunglückten ans seiner Privatschatulle.^^ ^I^ichsanzeiger" veröffentlicht, hat die französische Regierung neuer­dings mitgetheilt, daß sie Blei als Kriegscontrebande behandelt.

Paris, 24. März. Das Gelbbuch enthalt eine Depesche Granville s vvm 21. d. M-, worin er eine Kundgebung des britischen Gesandten Parkes in Peking constatirt, welche eine irrthümliche Auffassung von dem Proteste Englands betrests der Frage, Reis als Kriegseontrebande anzusehen, geben und China zum Widerstand reuen konnte. Frank­reich reclamirte deshalb- Granville desavouirte Parkes, welcher überdies China an- zeigte, daß Englands Protest keinen thätlichen Widerstand bei der Beschlagnahme von Reisschisfsladungen involvire, daß jede Beschlagnahme vorbehaltlich weiterer diploma­tischer Action dem Prisenaerichtshofe unterworfen werde. Die Depesche Ichueßt mit dem Ausdruck der Freundschaft für Frankreich und dem Wunsch eines baldigen Friedens.

Die Regierung forderte im Einvernehmen mit den übrigen Machten Spanien und Holland auf, an der Suezcanal-Conferenz theilzunehmen. Spanien und Holland hatten wegen ihrer Interessen im Orient um Zulassung zur Conserenz nachgesucht.

fcoiiOon, 24. März. (Telegramm desReuter'ichen Bureaus aus Suakim von heule): Faggiali, der hervorragendste Chef in dem Heere Osman Digma'S, ist in dem am Sonntag stattgehabten Kampfe gefallen.

Der Bau der Eisenbahn schreitet fort, dieselbe ist bereits bis zum eng­lischen Lager hergestellt.

Madrid, 24. März. Nach aus Tanger emgegangenen Meldungen sind die Differenzen zwischen der Regierung der nordameritanischen Union und dem Sultan von Marokko beigelegt, der Sultan hat dem Verlangen der Vereinigten Staaten stattqegeben und die verhaftet gewesenen amerikanischen Staatsangehöri» gen in Freiheit gesetzt.

Petersburg, 24. März. Aus Anlaß des Geburtstages des deutschen Kaisers gab der deutsche Botschafter v. Schweinitz gestern ein großes diploma­risches Galadiner von etwa 40 Personen, darunter der Minister des Auswär­tigen, v. Giers, mit seiner Gemahlin, sowie sämmtliche hiesige Botschafter und Gesandten mit ihren Gemahlinnen.

London, 24. März. Nach der letzten der Regierung au8 Suak.rn zugegangenen Devcsche betrugen die Verluste der Engländer tn dem Gefecht vom 22. ds. Mts. 6 Offic-ere und 66 Mann Tobte, 6 Officiere und 115 Mann Verwundete und einige Vermißte. unterlaufe sagte Gladstone: Die Antwort Rußlands auf die Mit- tbetluna Granville's vorn 16. ds Müji# Afghanistans ist noch nicht eingetroffm und ist kein Grund, zu glauben, daß ein unnötiger Verzug ftatifindet. Die Antwort wird die Frage zum Auötrag dringen, ob die Unterhandlungen in London erfolgen oder ob eine vorläufige Untersuchung an Ort und Stell- und eine Erwägung durch die Grenzcomm ssion. w e England etz wünsche, ftattsinden soll. Er glaubt nicht, daß t5 erforderlich fe>, noch vor den Osterferien eine nähere (Siflärung abzugeben. Fitzmau- rice tbetlt mit, bte Suezcanal - Commission würde sich am 30. Mürz versammeln. Albley erklärt, ßabuan fei nickt an die Nordborneo-Compagnie abgetreten.

Oberhaus. Granville constatirt, Waddington habe gestern auf das Formellste erklärt, die Behandlung der neutralen Schiffe in den chinesischen Gewässern sei für alle Nationalitäten eine gleichmäßige.______________________________

Lokales.

Vermischte-.

Friedberg, 20. März. Auf dem nahen Wartberge bei Friedberg ist schon wieder ein Allemannengrab zu Tage gekommen. Da dasselbe nur 9o Cm. tief war, konnte e« mit großer Sorgfalt apfgedeckt werden. Da« Skelett wurde fast vollständig erhalten erst tm freien Felde, bann in einem langen Kasten die Knochen nach ihrer Reihenfolge auSgelegt. Hunderte von Personen sah man nach dem Fundorte wandern nm dasselbe in Augenschein zu nehmen, welches einen kräftigen Allemannen verräth. Die Beigaben waren eine größere 165 Mm. wette Urne, deren Verzierung in einer oben um den Bauch deS Gefäße« berumlaufenden Rethe von vierfpetchtg eingedrückten Rädchen besteht. Der kohlenstoffhaltige Thon berfclben »st raub, stark mit Quarz­körnchen vermischt und ohne Anwendung der Töpferscheibe verarbeitet. Sie stand dicht wider dem inneren Theil der Fußsohle M Skeletts. Bei der Urne lag ein Eisen- messer. dessen Stiel noch tbdlmeife erhalten ist. Zwischen bin oberen Schrnkelknochen fand sich der zweiseitige Beinkamm. d.fsen bdbe Klammern durch je zwri einfache Langtzfurckenstriche verziert sind. Unter dem os eacrum lag quer ein zweites und am dem Unken Beckenknochen ein langes drittes Effenmiffer mit der Spitze nach oben. In der G-gend des Leibes fanden sich noch eine Eisenfcknallk, ein Beinknopf, sechs Feuere steine, ein Feuerstahl und ein römisches Broncemünzchen, auf dessen AoerS ein jagend« liier Kopf mit Diadem.

Lübeck, 19. März. Ein grauenhafter Raubmord ist am letzten Samstag Mittag in der Nähe des Dorfes Gudow bei Ratzeburg auSgeführt worden. Zwei Handwerk«, burschen pafftrten gegen Mittag deS genannten Tage« Gudow. Der eine, ein toeftmieb, grüßte daS Handwerk bei einem dortigen Meister, wobei letzterer zufällig deme.kte, daß der Geselle ttne nicht unbedeutende Summe Geldes bei sich führte. Die Reste, gefShrten kehrten noch tm W.rthshauS ein, trark.n ein Glas Bier und begaben sich darauf weiter auf die Landstraße nach Mölln. Bet der ersten Biegung deS Wege« veranlaßt- der Gefährte den Schmied, sich zu lagern, überfiel ibn dann plötzlich von hinten und z-rfchmettelte ihm mit einem großen Stein b e Schläfe. Der Schmied, em großer starker Mann raffte sich wieder auf und rang m t feinem Mörder, der ihm tndeß mit einem Messer da« Gesicht zerfleischte, bis er zufammenbrack. Nachdem der Räuber sein Opfer getobtet zu haben glaubte, schleifte er eS btt den Füßen quer über hie Straße tn ein Tannengestrüpp, wo er ben Unglücklichen beraubte unb liegen ließ. Der Thäter ging bann ruhig auf der Landstraße wettrr b.5 an ben etwa 15 TI nuten von der Mordstätte entfernt liegenden Wasserkrug, wo er einen großen Theil M er­beuteten Geldes verpraßte. Später ließ er sich von einem Bauern für / JC na® Büchen fahren DaS unglückliche Opfer der rucklosen Thal war inzwischen zu sich gekommen unb auS dem Gestrüpp an ben Weg gekrochen, wo eS indeß kraftlos zo- fammendrach. Ein vorüderfahrenber Bauer sah c nen Mensckcn liegen, rief ihn an, erhielt keine Antwort und fuhr weiter, um indeß später mit Nachbarn zurückzukehren unb nöthigenfalls Hülfe zu bringen. Nun fanb man aber den Ärmsten nicht mehr. Er war weiter gekrochen und mußte tn Folge besten die Nacht unter TodeSquale,i tn Regen unb Kälte tm Freien zubrivgeu. Erst Sonntag Mo. gen entdeckte man ihn, zwar noch lebenb, aber verscheidend, ehe der herbeigerufene Arzt erschien Dn Er­mordete wie der Mörder sollen Polen sein, ersterer em fleißiger, ordentlicher Mensch, der ben Lohn seines Fleißig, feine Ersparnisse, bet sick führte. Der Raubmörder ist noch nicht ergriffen, man oermuibet, baß er sich nach Hamburg begeben bat Dem Raubmord ist e n zweiter Mord tn hiesiger Gegend am Dienstag dieser Woche gefolgt. Der Holländer Dietz unb der Knecht Pantau trafen AbevdS in einer Wirthschaft tn Schwartau zusamrnrn. Hier wurde beim Trinken unb Erzählen Dietz der sonst ein ruhiger Mensch war, unausgesetzt cehänselt und aufgezogen, so daß der Wirth fick schließlich genöthigt sah, die Gäste aufzufordern, daS Local zu vnlasten. Dietz und Pantau machten sich bann gemeinschaftlich auf den Weg nach Rmseseld. WaS unter» wegS vorgefallen, ist noch in Dunkel gehüllt. Morgend 3 Uhr kam Pantau ganz verstört in bad Haus deS Holländers Buhrmann in Rensefeld, begehrte von btefem einen Stock, um sich gegen Angreifer auf der Landstraße zu wehren, nahm aber gleich­zeitig noch eine eiserne Kohlenschaufel unb stürmte binauS. Buhrmann. der ihm nach- fltnp, sah bann, wie er einen Menschen an ben B-tnen auf bet Landstraße umher» schleppte, unb bet näherer Untersuchung gewahrte er, daß Pantau sich mit der Leiche deS Holländers Dietz beschäftigte. Ein schnell herbeigeholter Srzt konnte nur den Tod d-S Dictz feststellen. Nicht weit vom Thatort entfernt, fanb man eine Latte, welche ©luifpuren und Hnore zeigte unb mit welcher sonach wohl tte Mordthat auSgefühN ist. Als Thätcr ist Pantau. ein noch junger Mensch von erst 22 Jahr n, verhaftet

- Eine schreckliche Blutthat wird b?mLodz ZagebL* mitgttheilt Am oer- ! gangenen Freitag befand sich der B-fitzer der ungefähr ei e Stunde von Podeb ce ent- j feinten Malier Wassermühle, Namens Thorn in gksckSftlickrn angdegm^dtrn in Lodz. AIS er spät in der Nacht nach Haufe kam unb bte Thür f-tner Wohnstube 6ff ietf, bot i sich ihm ein fchrcckl'chcr Anblick- Wohin er bl ckte, sah er weiter mdjtfl alb tölut uvv Leichen. Seine Frau, nur Jtmber, Dienstmädchen, Knecht unb Müllergrsell^n, an Ganz'n zehn Personen, waren ermordet worben. Nur ein einziges, lebendes Wei-n entbeefte Thorn in feiner Mühle und zwar einen fremden Hund, und dieser führte die Entblckung her schänblich-'n Mörder herbei. Der Müller sandte nämlich lo.ort In das ! benachbart: Städtchen um Polizei, welche auch in kurzer Zeit unb zwar zu Piero« ! erschien. Nun wurde der Hund, ben b e Räuber vergeffen hotten, loSgelaffen unb bt« Verfolger zu Pferde schlugen sofort benfelben $ßeg ein. 3u t«m ..

! Dorf« Sworowa machte et bet bem Haufe eines ziemlich angefehenen ManneS v unb als nun die Polizeibeamten den zu Haufe Nnwefend-n fragten, ob der Hund fern 6fgcnt6um fet. gefianb er. waitfdjtlnU» in her Meinung, e« sei schon MeS trüben sofort seine M'ischul» an dem Verbrechen ein und gab auch gleich die Namen fetter aeiteren zehn Sompt cen an. Tie Räuber oetübten ble Thai um 04> tn teri einer Summe von 7000 Rubel ,u setzen we che Thorn am 1.^Juli aus ,ette^Hypoi^ abzahlen sollle und welche si« schon im Hause »erwuiheten. Samrntliche Mordgeseuer ' sind verhaftet.

G. Gießen, 25. März. sSterblichkeit tn Gießen.j Die Sterblichkeit war wahrend der Woche vom 15. bis 21. März wieder eine hohe, eS waren im Ganzen 15 Todesfälle zu verzeichnen, davon 6 bei Kindern, 9 bet Erwachsenen- Ein Kind von wenig Tagen starb an angeborener Schwäche, von 5 Kindern zwischen dem 2. unb 10. Lebensjahre erlagen 2, welche von auswärtigen Orten hierher gebracht worden waren, der Diphtherie, eins der häutigen Bräune, eins starb an Gehirnentzündung, eins an Tuberculose deS GehirnS. Bet den erwackfenen Personen wurde -welmal Lungenentzündung, je einmal Lungenschwindsucht, Tuberculose der Gedärme, Leberkrebs, Nierenentzündung, Gehirnerweichung, organische Herzkrankoett alS TodeSunacke ange­geben. Ein Mann, der durch einen unglücklichen Zufall einen Bruch der Wirbelfäule erlttten, starb in Folge dieser Verletzung. _ ior n . , £. .. m

Gießen, 25. März. sEntwurs zum Ortsbaustatut für die Pto- Olnji|luV®runbabeS Art*2*der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 unb b(r SS 39 der Verordnung über Ausführung derselben vom l.Iebruar 1882 ist durch Beschluß der Stadtverorbneten-Versammlung vom 19. März 1885 mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums deS Innern und der Justiz vom . . ten.....zu

No. M d. I. u. d. I nachstehendes Ortsbaustatut errichtet worden.

3« Art. 4 u. 10 der allgemeinen Bauordnung.

S 1. Die Grenzen der Bebauung find durch den Stadtdauvlan angegeben, welcher' auf dem Stadtbauamt in den GeschäftSstunden zur Emficht offen liegt.

Alle bereits mtt vollständiger Pflasterung ober Chaufsi ung, Wafferabführung unb Beleuchtung versehenen Straßen sinb an unb für sich alS eröffnet zu betrachten.

Von den nur theilweife ober noch gar nicht fahrbar hergerichteten Straßen sind vorläufig zum Bebauen vorgesehen:

Die Ostanlage, einreihig, mit Vorgärten von mindestens 7,50 m Breite.

Die Westanlage, theilweife m't Vorga-ten, deren Breite tn jedem Falle durch den Stadtvorstand bestimmt wird.

Die Norbanlagc, von der Marburger Straße bi§ zur Sckottstraße ohne Vor­gärten, von her Schottstratze bis zur Ederstraßr mit 5 m breiten Vorgärten, von der Ederstraße bis zur Dammstraße ohne Vorgärten unb von der Dammstraße bis zur Neustadt mtt ober ohne Vorgärten, in j bem Falle nach bem Ermessm des Stadt- vorstandeS.

Die Steinstraße von der Edcr- bis zur Schott-Sttaße.

Die Damm-Straße von ber Norbanlage bis zur Stcin-Straße.

Die Schiller-Straße von ber Nord-Anlage dis zur Steinstraße.

Die Sckoit-Straße.

Die Allce-Straße, einre.hig, von der Frankfurter- biS zur Bahnhof-Straße.

Die Wiefen-Straß,.'.

Die Wolf-Straße.

Di- B'smarck-Straße von der Ludwigs-Straße bis zur nächsten Quer-Straße.

Die Göthe-Straße von der Süd-Anlage di8 zur Quer-Straße; dieselbe soll übrigens bis zur Wieseck auf 12 50 m erweitert werden.

Die Bleich-Straße von ber Süd-Anlage bis zur Quer-^traße.

Die Liebig-Straße, mtt beiderseits 5m breiten Vorgärten, von der Frankfurter- Straße in östlicher Richtung bis zur Quer-Straße.

Die Wilhelm-Straße, mit beibetfeit8 wenigstens 8,50 m breiten Vorgärten, von dem Lethgesterner Weg bis zur LudwigS Straße.

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