Einzelbild herunterladen

"°b fa*

Attln,

<1 Üi

Ci

;^6taamaire)*

dc6 ä 1 Expedition da

i' und Modeivaarcn-

Mädchens !v&6« 8M ' -w an btt 5p

Mädchen, welch,z gute 3tiiflnifii ootniber Stelle dur» 2ßotttt)orftrafti 22.

t)ntibtn

7527

2. Neustadt 15.

stmadchen, wtlM md aöi Hausarbeit )irb auf Weihnachtrn

u, Matklstraht 17. uchende itfctti Be> llRruicr's Bureau bahnstr- 25. 7f>25

r in Sim

SMtt 1885: nd letztes her Kau e Lange ritt in M= a. M.

i. Außer Wrmkmelll Stuart.

den von Friedrich schiller- bereitungen zu o?eser das Theater bis tftw Kis zu derselben |uw Bormittag ab an der

?rer Anzeige e Vormittag eben Gatten,

fcbenen. mFtadt v»® . 40 N1IL

Beilage zu Nr. 245 desGießener Anzeiger".

London, 17. October. Der britische Löwe scheint aus dem Sprunge zu stehen, seine Tatzen in die letzten Reste des Königreichs Birma einmgraben. «weimal bereits, 182425 und 1852, hat England das benachbarte Königreich bekriegt und jedesmal einen Fetzen losgeriffen, sodaß dasselbe jetzt, vom Meer abge­schlossen, theils von China, theils von den indischen Besitzungen Englands umgeben ist. Fetzt stößt die englische Presse wieder in die Lärmtrompete und der englische Ober- Commissar in Britisch-Birma hat wirklich eine Verstärkung von 8000 Mann erbeten genügend, dem kleinen Reiche den Garaus zu machen. Die englische Regierung hat noch keinen endgültigen Beschluß gefaßt. Der Vorwand zu dem geplanten Raubzug ist folgender: König Thibau von Birma hat durch den Spruch eines Gerichtshofes die Forsten der Handelsgesellschaft Bombay-Birma beschlagnahmt, weil die Gesellschaft sich weigerte, eine Schuld von etwa 7 Mill. Jt. zu bezahlen. Die indische Regierung aber hat die Gesetzlichkeit der gerichtlichen Verfahrens aus dem Grunde angefochten, weil in Gemäßheit eines zwi chen England und Birma geschloffenen Vertrages die streitige Angelegenheit einem gemischten Gericht hätte unterbreitet werden sollen. Sie schlug deshalb vor, die ganze Frage einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Die birmanische Regierung hat diesen Vorschlag jedoch abgelehnt und erklärt, daß die Verordnung gegen die Gesellschaft ohne Verzug in Kraft gesetzt werden würde. Das ist der Vorwand zum Krieg, der übrigens durch Schilderungen von der Grausamkeit und dem Wahnsinn Thibau'r in üppigster Weise umkleidet wird. Der eigent­liche Beweggrund der Engländer aber ist handelspolitischer Natur. Birma unterbindet den Handel zwischen den östlichen Provinzen Indiens und dem gewaltigen chinesischen Reich, von dessen Erschließung sich die englische Handels- welt goldene Berge verspricht. China hat sich unter englischem Einfluß ent- schloffen, zum Eisenbahnbau überzugehen. Läge Birma nicht im Wege, so könnte der englische Sandel seine ehernen Fangarme in das himmlische Reich ausstrecken. Also muß Birma fallen, und es verdient in den Augen des Briten seinen Fall, weil es sich dem englischen Handel gegenüber halsstarrig gezeigt hat- Birma will sich vom englischen Handel lossagen, es will einer französischen Gesellschaft das Verbindungswesen übertragen, es will durch französische Händler sich jene Waffen verschaffen, welche der schlaue Brite ihm versagt hat: dar ist der Kehr­reim aller Vorwürse, die Tag für Tag in den Spalten der englischen Blätter wtderhallen. Weil Birma die englischen Handels-Beziehungen nicht gutwillig pfl-qen will, so muß er durch Waffengewalt dazu gezwungen werden, denn Birina ist ja nur ein Anhängsel Indiens und hat nicht halb soviel Einwohner, als London; das ist die handfeste Logik John Bull's. Im Uebrigen suchen die englischen Blätter ihr mißtrauisch gewordenes Publikum über die Fährlichkeiten des Krieges zu beruhigen; Birma sei keine egyptische oder sudanesische Mörder- grübe und mit einigen Kanonenbooten sei der ganze Krieg abgethan und Man­dalay in englischen Händen. (Köln. Ztg.)

Derrnifehte».

Die Geheimnisse des falschen Spiels werden in verdienstvoller Weise zu Nutz und Frommen für Jedermann von einem Kenner derselben, welcher seinen Namen aber nicht genannt, an's Licht gezogen. Es ist eine nur zu bekannte Thatsache, daß ttotz der Polizei, welche ein wachsames Auge hat, in Berlin immer wieder neue Spiel­höllen entdeckt werden und daß außerdem in Privatzirkeln viel und hoch gespielt wird. Tie Versuchung für den Falschspieler, ein bequemes Leben zu führen, ift zu groß und er trotzt der Gefahr, entdeckt zu werden. Wie aber das Gluck corrigirt wird, erzählt unser Gewährsmann, indem er einen Tag aus dem Leben eines Falschspielers heraus- areist in folgender Weise.Werfen wir nun einen Blick hinter die Eoulissen, so finden wir Hermann, den Spieler, allein im Zimmer; er ist im Begriff, eine größere Zahl von Kartenspielen für seine Zwecke zu präpariren. Jede Karte wird einzeln auf eine ciaens für diesen Zweck conftruirte Maschine (eine Hebelscheere") gelegt und an den Längsseiten beschnitten. Die aus den Fabriken gelieferten Kartenspiele enthalten namlrch trotz des gewiß mit Sorgfalt bewirkten Beschneidens nicht gleich breite Blätter. Der Falschspieler ist mithin gezwungen, die mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbaren Ungleichheiten in der Breite der Kartenblätter vor dem Gebrauche der Karten weg­zuschaffen. Er bedient sich hierzu, wie schon gesagt, einer Hebelscheere. Nachdem Hermann in dieser Weise sämmtliche Karten eines Spieles völlig gleich breit beschnitten, alätretc er die rauh gewordenen Nänder mit einem Falzbein, nahm sodann die vier As preßte sie zwischen zwei Brettchen und ränderte die soeben beschnittenen Längs­seiten mit einem äußerst fein gearbeiteten stählernen Rädchen. Auch die vier Könige, die Damen und Buben wurden in gleicher Weise eingepreßt und mit verschiedene Muster zeigenden Rädchen gerändert.

Nachdem er die Karten (mehrere Spiele) sorgfältig wieder in ihre Hullen ver­packt, mischte er fein zerriebene Schlemmkreide, weißen Wachs, Provenceröl (ober Steinöl) und einige Körnchen Zinnober zu einer fleischfarbenen Pasta, die er in eine Dose that und zu sich steckte.

Bald darauf pochte es; Besucher waren erschienen und wünschten den Haus­herrn zu begrüßen, der sich nun mit Eifer den Pflichten des liebenswürdigsten Wirthes widmete. Als dann Abends spät dem Sptelgott ein Tempel gebaut worden, hielt ein älterer, durchaus ehrenwerther Herr die Bank. Hermann schien sich wenig am Spiele betheiligen zu wollen und erst, als der Taumel ein allgemeiner geworden, als sich Niemand mehr der Leidenschaft entzog, als Tausende gewonnen und verloren wurden, gab er dem Zureden seiner Gäste, am Spiele theilzunehmen, nach.Ich bitte Sie aber, meine Herren, die Verantwortung dafür zu übernehmen", sagte er.Sie wissen es ja, so wenig Glück ich sonst habe, so viel Glück habe ich im Spiel!Thorheit", antwortete man,auf die Gefahr hin wollen wir gern mit Ihnen rivalisiren. Gilt der Pakt?" Hermann trat an den Tisch, conpirte die vor dem Bankier liegenden Karten und zog sich dann zurück, um in verbindlichster Weise feinerGattin" seinen Platz zu überlassen. Niemand hatte bemerkt, daß Hermann auf der inneren Seite des ersten Daumengliedes seiner rechten Hand ein plattgedrücktes Stück der am Nachmittag präparirten Paste trug, in welchem sich nun beim Coupiren die Rand- eindrücke der mittelst der Rädchen gezeichneten Karten ausgeprägt hatten. Anscheinend um sich eine Cigarre anzuzünden trat Hermann an einen Armleuchter, betrachtete einen Augenblick mit gespannter Ansmerksamkeit durch eine kleine Lupe die Abdrücke in der Paste und kehrte dann znm Spieltische zurück. Er hatte deutlich aus der Zeichnung ersehen, daß die eine der abgehobenen Karten ein Bube, die dritte ein König und die vierte ein As sei. Weiterhin fand sich nochmals ein Bube und bald darauf eine Dame und, unmittelbar auf diese folgend, nochmals ein As. Als nun der Bankier im Verlauf der Taille unmittelbar hinter einander Bube, König, As zog, wußte Hermann, daß seine Stunde geschlagen habe. Sobald die Dame zu Gunsten des Bankiers gezogen wurde, rief er, feinem Talisman folgend:Va banque auf das As!" Die Dame des Hauses hatte die Leidenschaft des Spieles inzwischen trefflich geschürt und der Bankier bisher mit großem Glück gespielt; ein Berg von Banknoten und Gold bildete die Bank; die Blicke der Pointeurs hingen deshalb mit Spannung an der Hand des Bankiers, der zögernd abzog. Das As hatte gewonnen; die Bank war gesprengt! Mit einem Schlage hatte Hermann ein Vermögen an sich gerissen, das, in ehrliche Hände übergegangen, manche Thräne getrocknet haben würde. Einige der leidenschaft­lichsten Pointeurs ersuchten Hermann nun um Uebernehmen der Bank; er kam diesem Wunsche nach. Beim Wechseln der Plätze waren einige Karten herunter geworfen und durch Darauftreten beschädigt worden. Hermann ließ durch einen Diener mehrere neue Spiele reichen und spielte mit wechselndem Glück noch einige Stunden weiter, bis er schließlich der Gesellschaft durch einen nochmaligen größeren Gewinn die Lust an der Fortsetzung des Spieles benahm....."

In dieser Weise werden, von zahlreichen Illustrationen unterstützt, alle erdenk­lichen Künste der Falschspieler beschrieben, worüber man in den betreffenden Kreisen vermnthlich nicht sehr erbaut fein wird. Wer sich näher unterrichten will, möge den höchst interessanten Artikel in Schorcrs Familienblatt nachlesen.

Literarische-.

General-Feldmarschall Graf Moltke von 18001885. Von Wilhelm Müller, Professor in Tübingen (erstes bis zehntes Tausend der Volksausgabe). 14 Bogen mit Portrait. Preis geh. 1 geb. 1.50. Verlag von Earl Krabbe in Stuttgart. Mit dem Jahrhundert selbst ward der Mann geboren, welcher dessen größte historischen Umwälzungen und Ereignisse mit heraufzuführen bestimmt war und dessen Name in seiner Geschichte durch alle Zeiten hinleuchten wird. Und weil dieser Mann die lauten Ovationen nicht liebt, kann kein Volk ihm zur Wiederkehr des Tages keine passendere und bessere Huldigung darbringen, als indem er mit allem Fleiß und allem Ernst den Mann zu erkennen und zu verstehen trachtet, sich klar zu machen strebt, wie er dies große gewaltige Werk der deutschen Siege vollbrachte! Nichts kann hierzu besser dienen, als W. Müller's treffliche, längst gewürdigte Biographie Moltke's, die in billiger Volksausgabe, Jedem zugänglich und erreichbar, erscheint. Einfach und schlicht erzählt der Verfasser den äußeren, vielsach bewegten Lebensgang des großen Feldherrn und läßt oft und viel demgroßen Schweiger" das Wort, dessen eigene, meisterhafte, treffliche Darstellungen seiner Erlebnisse ein Schatz des deutschen Volkes sind, deren tiefe Bedeutung besonders auch darin liegt, daß sie uns zeigen, wie der fähigste strenge Soldat zugleich ein Mann von universellster Bildung ist wie in dem großen Feldherrn die reinste Menschlichkeit lebt wie der Mann, der sein Volk zu solchen Siegen führte, frei ist von allem Chauvinismus, aller Selbstüberhebung. Weil er sich aber stets in ernstem Bescheiden hinter seine Thaten gestellt, müssen wir ihn suchen, und je näher wir ihm treten, je mehr wir sein Thun und Wirken verstehen, desto größer und höher wächst das Bild des Mannes, der unserem Volke der wahre Marschall Vorwärts" geworden. Diese Moltke-Biographie bildet das Seitenstück zu der Jubiläums-Ausgabe von Müller's Bismarck-Biographie, welche in demselben Ver­lage erschienen ist. Die Intention des Verfassers war, dem deutschen Volke zu zeigen, was es an den zwei großen Paladinen seines Kaisers Wilhelm hat.

Ieikgeöotenes.

B e r g m a n ns

Original -Theer*ct»wefel*elfe von Bergmann & Co., Frankfurt a. Main. Allein echtes, erstes und ältestes Fabrikat in Deutschland. Anerkannt von vorzüg­licher Wirkung gegen alle Arten Haut­unreinigkeiten, Sommersprossen, Frost­beulen, Finnen etc. Vorräthig: Stück 50 -H bei Carl Schwaab. 6650

Waschbütten, Waschzuber, Waschkörbe, Waschklannnern, empfiehlt billigst

Louis Lony,

7365 Holzwaarenlager.

74841 Leere Kisten billig zu ver­kaufen-___________________Marktplatz 9.

Pumpernickel

wieder eingetroffen bei 7245

Ferd. Drebes,

(norm. Gg. Wilh. Weidig).

Allgemeiner Anzeiger.

Den Empfang sämmtlicher

Neuheiten in Knöpfen u. Besatzartikeln

zeigt ergebenst an und empfiehlt bei großer Auswahl zu billigen Preisen

Robert Haas,

7027 Seltersweg 18.

Regenmäntel

in allen Größen, neuester Fa?ons, von Mk. 6. an,

F. Holberg,

5785 __________Kircher-platz.______________

Sümmttiche Neuheiten in Bcfahartikeln als Schwarze u. farbige Treffen, schwarze und farbige Wall- spitzen 2C., sowie große Auswahl in großen Knöpfen, Grnfaß- bändern, Seide, Zwirne in allen Farben empfiehlt zu billigsten Preisen 7->,7 J. II. Fuhr, Sonnenstraße 25.

IRegeiischirtne für Damen und Herren, Rieses dehnbare Patent-Gamaschen, JPftlenl- Hosen-Strecker, Gummi - Regenröcke, Trauer-Flor, Argosy Hosenträger, Fontaine Shlips-Nadel empfiehlt 7163

II, Rübsameu.

17168 Die Obstbaumschule von Ernst Lüttich in Oberursel a/Taunus I empfiehlt in großer Auswahl traf® I tige, gutbewurzelte Obst-Hoch- ftümme, sowie Zweraobstbäume in allen Formen. Verschiedene erste Preise in Frankfurt a. M, 1884 und Berlin 1885.