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Lokales

8.

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Kartoffeln

698

Ferd. Drebea,

vorm. Gg. Wilh. Weidi«

S

17. Thylmann, Heinrich, Landwirth io Altenstadt-

18. Görtz, Karl, Apotheker in Friedberg.

19. Koch, Fritz, Rentner In Bad Nauheim.

20. Lipp, Theodor, Rentmeister in Lauterbach.

21. Michel, August, Kaufmann in Gießen.

22. Gros, August, Landwtrth in Reichelsheim-

23. Kratz, Friedrich Rudolf, Kaufmann in Laubach.

24. Kammer, Karl, Pachter in Birklar.

25. Montanus, Wilhelm, Kaufmann in Gießen.

26. Braun, Wilhelm II., in Nidda.

27. Hores, Otto Alexander, Landwirth in Kalbach.

28. Koch, Heinrich II , Landwirth in Lindheim.

29. Haub, Conrad XVII., Beigeordneter in Nieder-Weifel.

30. Baumann, Friedrich, Uhrmacher in Gießen.

wurde in seiner Wohnung getödtet, der griechische Consul wurde gefangen genommen.

New-Uork, 15. Februar. Durch eine Schnee-Lawine sind drei Viertel der Stadt Utah zerstört worden, wobei 16 Personen um's Leben kamen.

einzelnen Mann und Helden und den ideal angelegten Menschen. Der Fanatismus der Sudanesen, die Hinterlist eines barbarischen Häuptlings, beide hatte er trotz seiner Erfahrungen wohl nicht genügend berücksichtigt. Mag Gordon daher auch als Opfer seiner Illusionen gefallen sein, so wird seine edelmüthige Aufopferung nur um so mehr Anerkennung und Ruhm in den Annalen der Geschichte finden.

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S chi ffSnachricht en.

Bremen, 14. Februar. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Ems, Capt. Ehr. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Februar von Bremen und am 5. Februar von Southampton abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Eingesandt.

Gieße«, 16. Februar.

Der neu gegründete Santtätsveretn (Doctorkaffe) hielt am gestrigen Sonntag auf Lony's Bierkrller eine allgem. Versammlung, in welcher namentlich der Zweck des Vereins klargelegt wurde. Jedes Vereinsmitglied genießt danach kostenfreie ärztliche Behandlung für die ganze Familie, einschließlich Kinder bis zu 18 Jahren, sowie einen Rabatt von 10 pEt. in der betr. Apotheke. Der wöchentliche Beitrag beträgt 10 Pfg. Durch diesen billigen Beitrag ist Jedermann Gelegenheit gegeben, Mitglied zu werden und wünschen wir dem Vereine eine recht starke Betheiligung und kräftige Ent­wickelung

Universität- - Chronik.

Marburg, 12. Februar. In den unteren Räumen des hiesigen SaalbaueS fand gestern Abend eine allgemeine Studenten-Versammlung statt, in welcher beschlossen wurde, dem Vorgehen der Studentenschaft Breslaus zu folgen und sich an einer dem Reichskanzler Fürsten BtSmarck bei Gelegenheit seines 50jährigen AmtsjubiläumS und 70. Geburtstags von der gesammten Studentenschaft Deutschlands darzubcingenden Ovation zu betheiligen. Zu diesem Zwecke wählte man ein auS Vertretern der vier Fakultäten und der einzelnen studemrschen Corporationen zusammengesetztes Comtte, welches in Verbindung mit den Comite's anderer Universitäten diese Angelegenheit in die Hand nehmen wird. Die Versammlung, welche mit einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser eröffnet worden, schloß mit einem solchen auf den Fürsten- Reichskanzler.

Die phtlosopische Fakultät der Universität Berlin hat dem bekannten Shakespeare-Forscher F. I, Furnivall anläßlich seines 60. Geburtstags als Zeichen ihrer Würdigung seiner Arbeiten auf dem Gebiete der früheren englischen Literatur den Grad eines Doctor der Philosophie honoris causa verliehen.

Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde.

Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelftunde in der Kleinkinderschule, Phi- lipperbrief Kap. 1, 111. Pfarrer Dr. Naumann-

Christ. Rosenberg,

Seltersweg 3.

Berlin, 14. Februar. (Reichstag.) In der schutzzöllnertscheu Majorität des Reichstags bestand die Absicht, bte zweite Berathnng der Zollvorlage heute zu Ende zu führen, indessen kam man ttn Laufe der Sitzung davon zurück und wird nunmehr am Montag die heute abgebrochene Diskussion über die Zölle, sowie über die neuerdings beantragten Zollerhöhungen und da« Sperrgesetz des Abg. v. Kar dorff fortge­setzt werden.

In der Vorlage ist der Zoll für Weizen auf 3 X, für Roggen auf 2 X per 100Kgr. beantragt- Die freie wirthschaftlicheVereinigung (Abg. v. Schorlemer- Alst und Ger,offen) beantragt, für Weizen und Roggen den Zoll gleichmäßig auf 3 X festzusetzen, ^^hrück (Reichspartei) beantragt, für den Fall der Ablehnung eines Roggenzolles von 3 X den Zoll für Weizen auf 4 X ju erhöhen.

Abg. Brömel und Genossen (dfr.) beantragen, daß die Erhöhung des Weizen- und Roggenzolles erst nach Ablauf des Handelsvertrags mit Spanten (d. t. 1886) in Är°ft Abg" R^ckä (Centrum) beantragt, dem BundeSrath die Befugniß zu ertheilen, im Falle einer Theuerung die Zölle auf Getreide, Raps, Rübsaat, Mais, Malz entsprechend zu ermäßigen, eventuell vollständig außer Kraft zu setzen. Hierüber wird erst später abgestimmt »erben"

Abg. Rack4 (Centrum) ist für die Vorlage; der Schutzzoll werde nicht aus der jetzigen schwierigen Lage heraushelfen, aber er sei ein Ausgleichsmittel. Das Capital wolle er gegen die Landwirthschaft nicht aufhetzen, er verlange nur Schutz für die länd­lichen Arbeiter, wie man dies auch für die Jndustrtearbetter thue.

Abg. Flügge (cons.), bisher gemäßigter Freihändler, motivirt seine veränderte Stellung. Die Motive bet Vorlage haben diesmal den fiskalischen Charakter ganz unberücksichtigt gelassen, für einen Schutzzoll sei der Tarif zu schwach. Ob der vor- geschlagenr Zoll geeignet, die vorhandene Calam'tät zu beseitigen, sei schwer zu ent­scheiden. Der Preis des Brodetz werde dem Zolle, wenn auch in beschränktem Maße, folgen müssen.

Abg. Rohland (dfr.) ergeht sich,sehr ausführlich und in eindringlicher Weise gegen die Vorlage.

Fürst BtSmarck wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen deS Abg. Möller, daß bte neue Zollpolitik den Handel der Ostseehäfen geschädigt und führt dabei eine große Reihe statistischer Zahlen an über den Waarenverkehr in Danzig und Memel, speciell über Getreide und Holz. Der Zuwachs des russischen Hafens Libau sei nicht auf Kosten der preußischen Häfen erfolgt, sondern in Folge der Ausdehnung des russischen Eisenbahnnetzes. Lübeck und Stettin dagegen sei biefcr Verkehr sehr zu Statten gekommen. Auf eine frühere Aeußerung des Abg. Bebel zurückkommend, be­merkt der Reichskanzler, daß Latifundien, deren Besitzer auf dem Lande wohnen, nicht das Schlimmste feien. Es ist das gerade einer unserer wesentlichsten Vorzüge, daß viele unserer Großgrundbesitzer selbst Landwirthe sind und auf dem Lande wohnen. Daß sich in den Händen Solcher, die nur in den Städten wohnen und vom Lande Pacht ziehen, keine großen Latifundien ansammeln, dazu will ich sehr gern mit dem Abgeordneten Bebel Mitwirken. Aber so lange unS Gott das deutsche Reich und Preußen und damit den titterschaftlichen Großgrundbesitz und den großen Bauernbesitz erhält, bte ja sehr viele gemeinsame Interessen haben, so lange wird uns Gott auch ein geordnetes Regiment schenken- t

Nachdem noch Abg. v. Hornstein (cons.-wild) für ble Vorlage und Abg. Sattler (nationalliberal) dagegen gesprochen, wurde bte Berathung bis zum Mon­tag vertagt.

Der v. Kardorfs'sche Sperr-Antrag wird dabei eventuell sogleich zur zweiten Berathung kommen.

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Katz, Friedrich II. in Nieder-Ohmen.

Väth, August, Landwtrth in Bauernheim.

15. Grünewald, Christoph III, Beigeordneter in Bad Nauheim.

16. Fleischhauer, Georg v., Landwtrth in Bad Nauheim.

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Gieße«, 16. Februar. Als Geschworene für die Sitzungen des Schwurgerichts im 1. Quartal 1885 wurden heute nachstehende Herren ausgeloost:

Kühn, Fritz, Schreibmatertaltenhändler in Gießen.

Nähr gang, Heinrich, Müller in Ruppertenrod.

Wortmann, Theodor, Agent in Gießen.

Groh, JohS. VI, Bürgermeister in Nieder-RoSbach.

Klein, Thomas IV., Gastwtrth in Ilbenstadt.

6. Sandmann, Friedrich II., Kaufmann in Lauterbach.

7. HooS, Friedrich, Kaufmann in Lauterbach.

" Dteffenbach, Heinrich XL, Beigeordneter in Berstadt-

Kratz, Konrad VII, Landwtrth in Ober-Ohmen.

Phtltppt, Heinrich Wilhelm Hermann, Landwirth in Obbornhofen.

Nern, Konrad, Landwtrtb in Pohl-GönS.

Schellenberg, Jakob, Instrumentenmacher in Gießen.

Gordon's Tod.

Gordon ermordet! so lautete die unheilvolle Kunde, welche auS der. vubischen Wüste nach London gemeldet worden ist, gewiß eine tteferschütternde Nach­richt, vor deren rein menschlicherem Eindruck alle polttische Berechnung zurück­treten muß.

Mit Staunen und Bewunderung blickt bte ganze civilisirte Welt seit Monaten auf Khartum, dessen Held der tapfere Gordon war. Mit welcher geheimen Zauber- fraft mußte dieser Mann ausgerüstet sein, daß er allein ohne Verbindung mit den HÜlfsmitteln der europäischen Cultur umgeben von einem Häuflein der un­verläßlichen Söldner Egyptens ein volles Jahr hindurch dem Ansturm über­mächtiger und wildfanattscher Barbarenhorden zu widerstehen vermochte! Welch ein mächtiger Geist, welch eine zähe, unbeugsame Willenskraft mußte den gebrechlichen Körper dieses fast räthselhaften Menschen durchglühen, daß er solch Unglaubliches voll­bringen konnte! Und geradezu tragisch muß man es nennen, daß feine Aufopferung nun doch erfolglos geblieben, daß Khartum gleichsam in zwölfter Stunde noch fallen mußte, fallen angesichts des lang ersehnten Ersatzes und Gordon mit ihm.

Der schnelle Tod deS Helden von Khartum, auf den man zwar gefaßt fein mußte, hat nickt nur in England bei den Landsleuten des Generals, sondern überall, wo man mit Jntereffe und Sympathie sein Schicksal verfolgt, tief ergreifend gewirkt. Neben seinen ausgezeichneten und hervorragenden militärischen Fähigkeiten übten die Originalität seines Charakters und die seltenen persönlichen Vorzüge, die ihn zierten, eine zaubergleiche Anziehungskraft aus. Der tragische Ausgang seines reichen Lebens wird daher mit ungleich tieferem Bedauern, mit ungleich wärmerer Theilnahme ver­nommen. Diese Trauer sieht in ihm weniger den Streiter für Machtinteressen, als den selbstlosen Menschen, den für feine Idee begeisterten Schwärmer.

So schmerzlich unS inbeffen die Schlußkatastrophe feines Lebens berühren mag, fe bild« sie doch lernen unangemessenen Abschluß desselben. Denn nach dem völligen Scheitern seiner schwierigen Mission, die er mit felsenfester Zuversicht in ihr Gelingen unternommen hatte, würde Gordon selbst ein jähes Ende wenn auch lieber mit dem Degen in der Faust auf dem Felde der Ehre einer demüthigmdm und für feinen Hochstnn und sein Selbstbewußtsein peinlichen Gefangenschaft vorgezogen haben. Der von Mörderhänden gefallene Gordon erstrahlt in einem helleren Glorienscheine, alS wenn er nach langer Gefangenschaft ruhig seine Tage beschlossen hätte. Seine Un- beugsamkett, seine Ausdauer in einer denkbar schwierigsten Lage erregten die Bewunder­ung der Welt. Sein Selbstvertrauen und seine Zuversichtlichkeit waren gleich grenzen­los und zuversichtlick, er glaubte ja an seinenStern". Außerdem wußte er nur zu gut, daß er seinen Kopf in den Löwenrachen steckte, als er freiwillig die Rettung Khartums und feiner Insassen übernahm. Zu groß erwieS sich dies Wagniß für den

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Handel und Vermehr.

Grünberg, 14. Februar. (Fruchtpresse.) Weizen X 18.00, Korn X 17.00, Gerste X 16.00, Hafer X 14.20, Erbsen X 17.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 16.00.

Frankfurt, 14. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu X 3.003.35, Stroh X 2.002.40, Eier das Hundert X 5 508.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 2.002.30, Kohlrabi 3-0 H pr. St-, Erbsen 100 Kg. 22.0030.00 Rothkrant pr. St. 20-30 H, Huhn X 1.502.00, 1 Ente X 2.003.50, 1 Taube 40-60 Hahn X 1.902.50, Gans X 610.00, Welsche X 5.00-10.00.

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