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14.6.1885 Drittes Blatt
 
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Sonntag oen 14. Jnni

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Drittes Blatt

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Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringertoh Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50

Erscheint ILyttM mit Ausnahme des Mont<rgS.

Gchulstraße 7.

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und Feiertagen, tncl.

m heutigen 1^

Pfg.; für auswärtige

erfolgt, den Anzeiger

Betreffend: Da- Ober-Ersatz-Geschäft für 1883.

idienung.

ich.

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chtzeitig zur Stelle sind.

Gießen, am 6. Juni 1885.

Der Civil:Vorfitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Gießen, von Bechtold, Regierungsrath.

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ießener Anzeiger

Aults- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

DerGießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn, m BeilageGießener Fmnilienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden.

Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei in's Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20

Abonnenten, welche n«r bei der Post abonuiren können, 2 Mark crcl. Postgebühr.

Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung »uch im in. Quartal 1885 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.

Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, thpe Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit w,r

vollzählige Exemplare liefern können. Expedition.

iKsr Einladung zum Abonnement

auf den

Gießener Anzeiger, flmts= unö Änzeigeblall für neu .Kreis Hießen.

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morsche Fahrzeug neigte sich plötzlich auf eine Seite und die Mädchen stürzten tu den Weiher und zwar an einer Stelle, die sehr tief und morastig ist. Drei von denselben ertranken während die übrigen mit knapper Noth das Ufer erreichen konnten. Die Erttunkenen sind: die 15jährige Tochter des Bürgermeisters Maier, dre ijährige Tochter des Ziegeleibesitzers Demeler und das 14 Jahre alte Dienstmädchen des Sagemüllers Wucher, sämmtlich von Unter-Reichau. _ ,

lTheercement.j Ingenieur Wildhagen hat aus Holzstoß, Stemkohlentheer, Lehm und Wasser eine teigartige Mischung unter dem Namen Theercement hergestellt, welcher wie Mörtel, kalt angewandt wird und nach dem Trocknen eine feste, nicht klebrige aber biegsame, in Wasser unlösliche Masse darstellt, die nicht nur an Holz, sondern auch an Mauerwerk gut haftet, in Fässern versendbar ist, monatelanggebrauchs­fähig bleibt und namentlich als Dachbedeckung ähnlich dem sog. Holzcement sich gut verwenden läßt, ferner aber auch zu Jsolirschichten, zu Abdeckungen von Mauerwerk, Gewölben, Brücken, wo sie gleichzeitig gegen eindrmgende Feuchtigkeit schützt, sowie zum Trockenlegen feuchter Wände benutzt werden kann. Dieses Fabrikat ist von den Herren Friedr. Vaubel und Sohn, Dachdeckermeister in Halberstadt, zu beziehen.

Die Krupp'schen Werke zu Essen gewinnen immer mehr sowohl räumliche Ausdehnung, als auch stete VennehrungdesArbetter-Personals. Im Jahre 1860 hatten sie blos 1764 Arbeiter, welche Anzahl sich im Jahre 1870 auf 7084 gehoben hat, während sie nunmehr über 20 000 beträgt. Zählt man die Frauen und Kinder deren Lebensunterhalt von dem Etablissement abhängt, dazu, so ergibt sich ^neArbnter- Bevölkerung von nicht weniger als 65381 Köpfen, von welken gegen 29000 in oen Häusern leben, welche zu den Werken gehören D>e verschiedmen Abtheilung-n des Krupp'schen Unternehmens sind acht an der Zahl und begreifen IN sich. Drc Wer-t- stättcn zu Essen, drei Steinkohlen-Gruben zu Essen und Bochum 547 Elsen-Grr-ben in Deutschland, Minen im nördlichen Spanien in der Nähe von Bilbao, die Achinclz- öfen, ein Versuchsplatz zu Meppen für Erprobung von Ge chutzen nebst perschredmen anderen Plätzen. Der Schmelzöfen sind 11, der Paddel- und H--z°fen 1542 der Dampfkessel 439 und der Dampfmaschinen 4M) mit 185 000 W^eftafen. Zu Essm allein nehmen die Werke nebst dem Eisenbahn-Betincbe 59 Kilometer Eisenbahn- Geleise mit 88 Locomotiven, 893 Wagen, 69 Pferden, 191 ©ralfinen, 65 Kilometer Telegraphen-Leitung, 35 Telegraphen-Stationen und 55 Morse sche Apparate >n Anspruch. .^Erschjedene Flecken aus Geweben zu entfernen.] Flecken von Zucker, Schleim, Stärke, Mehlteig -c. entfernt man durch einfaches Auswaschen mit warmem Wasser, in welchem ein «einer Theil venetianlscher Seife gelöst ist. Blutflecken wascht man Ivie soeben angegeben aus; sollten noch Eisenflecken zuruckbleiben, so hilft man

Darmstadt, ll.Juni. DieDarmst. Ztg." schrcibti Durch mehrere Zeitungen gchp die Notiz, daß gegenwärtig Erhebungen über die im Großherzogthum noch lebenden fettranen aus den Feldzügen zu Anfang dieses Jahrhunderts zu dem Zweck statt- imLen um denselben im Bedürfnißfall Pensionen aus öffentlichen Mitteln zu ge­wahren. Es veranlaßt uns diese Notiz zu der Mittheilung, daß schon seit 1842 infolge ImWändtscher Bewilligungen das vormalige Großh. Kriegsministerium in die Lage msjetzt war, ehemaligen Soldaten, die bis 1815 Feldzüge mitgemacht hatten und sich in Ärmlichen Verhältnissen befanden, sogen. Feldzugsunterstützungen im Betrage von 1520 st. jährlich zu bewilligen. Nach der Militär-Convention vom 13. Juni 1871, bkchchimgsweise dem Schlußprotokoll zu derselben übernahm Preußen die Zahlung der dahin bewilligten Unterstützungen unter eventueller Ausdehnung solcher Bewilligungen auf ferner eintretende Bedürfnißfälle. Im Jahre 1876 wurden auf Anregungen von Leuten des Königl. preußischen Kriegsministeriums die den einzelnen Veteranen be- wiWlgten Beträge auf 100120 JL erhöht und später auf Antrag der Großh. Regierung auf 240 v4L jährlich normirt. Es ist daher schon seit längeren Jahren die Fürsorge für die gedachten Veteranen geübt worden, die angeblich erst jetzt in das Auge gefaßt wenden soll und die jetzt erst bestätigt, wohl nur sehr wenigen der wackeren alten Solldaten zugute kommen würde.

Memmingen, 8. Juni. Ein großes Unglück ereignete sich, wie dieMemm. Rtgn" mittheilt, gestern Nachmittag auf dem an der Sägemühle in Unter-Reichau ge- kgernen, der fürstlich Fugger'schen Standesherrschaft gehörigen Weiher. Eine Anzahl üMchen belustigte sich nach dem Baden in diesem Wasser mit Floßfahren. Das defecte,

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Das Ober-Erfatz-Geschäst für 1885 wird rm Kreise Gieß ejt

Mittwoch den 1. Juli im RatMuje zu Lich, Vormittags 9 Uhr,

Donnerstag den 2. Juli in dem alten Rathhause M Gießen, Vormittags 8 Uhr,

Freitag den 3. Juli daselbst, Vormittags 8 Uhr, m _

Samstag den 4. Juli im Gasthaus zum Rappen zu Grunberg. Vormittags 8 Uhr, tofinben^ nai^ Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Commisston im

»ezirk der 49. Infanterie-Brigade in fämmtlichen Aushebungsorten zu gestellen:

a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen > denselben noch eine besondere Ladung zugeht;

d. die zur Ersatz-Reserve II. Klasse m Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen!^

c. die zur Ersatz-Reserve I. Klaffe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen; . .

ü. die von der Ersatz-Commission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derzemgen aus früheren Jahrgangen, e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten;

f. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. r, ,

Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden^ unverzüglich Erstellen find. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 8 Tagen anzuzcigen. Die Militärpflichtigen find außerdem anzuweifen, ihre Loosungsscheine

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Darmstadt, 12. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: t rr /T1. r .

Am 6. Juni den Baumeister Dr. Edmund Hesse aus Gießen, forme den Baumeister Wilhelm von Riessel aus Darmstadt zu Kreisbaumeistern zu «nennen. r

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnüdigst geruht:

Am 6. Juni den Forstmeister des Forstes Grünberg, Dr. Karl Haber­korn zu Gießen, auf sein Nachsuchen unter Bezeugung der Zufriedenheit mit einer langjährigen treuen Dienstsührung, mit Wirkung vom 1. Juli d. Js. an, n den Ruhestand zu versetzen.__